Tunnbröd mit Surströmming

In den letzten Jahren waren wir ja öfter im hohen Norden Europas. Von dort habe ich mir eine berühmt-berüchtigte schwedische Spezialität mitgebracht: eine Dose Surströmming – fermentierter, saurer Hering aka Stinkefisch. Diese Dose hat dann einige Zeit im zum Glück sehr kalten Kühlschrank verbracht, weil es irgendwie nie gepasst hat, sie zu öffnen. Der Liebste bestand nämlich darauf, zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause zu sein. Und das fiel ja in der letzten Zeit eher aus. Letzten Dienstag war es dann endlich soweit…

Als wir die Dose kauften, kamen wir mit einem schwedischen Paar ins Gespräch, die uns erklärten, wie wir die Dose zu öffnen hätten: im Freien und unter Wasser, da sie unter großem Druck stehen und ihren Inhalt explosiv verteilen könnte. Auch das gleich folgende Rezept haben sie uns als Klassiker empfohlen.

SurstroemmingDose1.jpg
Surströmming-Konserve
SurstroemmingDose2.jpg
Geöffnete Surströmming-Dose

Explodiert ist glücklicherweise nichts. Ich war dann doch überrascht, wie fest die einzelnen Filets noch waren. Der Geruch war schon recht heftig, aber weniger schlimm als ich befürchtet hatte. In etwa so wie ein altes Fischernetz im Hafen, auf das jemand ein faules Ei geworfen hat. Nach dem Wässern hat der Fisch nach Hering und sehr dezent nach diesem Netz geschmeckt. Aber es ist zugegebenermaßen ein „acquired taste“.

Hier nun die klassische Zubereitung:

TunnbroedMitSurstroemming.jpg

Tunnbröd mit Sürströmming

Quellenangabe: Erfasst 23.03.2021 von Sus
Kategorien: Fisch, Hering, Fermentiert, Schweden
Mengenangaben für: 1 Portion

Zutaten:

1 Scheibe Tunnbröd
1 Filet Surströmming
1 Esslöffel Rote Zwiebel; gewürfelt
1 Esslöffel Saure Sahne
1 kleine Kartoffel; in Scheiben
2 Cocktail-Tomaten; halbiert

Zubereitung:

Den Surströmming unter fließendem Wasser abwaschen und dann in klarem Wasser für mindestens eine Viertelstunde bis eine Stunde wässern. Je länger man wässert, desto milder wird der Geschmack.

Das Tunnbröd auf einen Teller legen und alle Zutaten darauf verteilen. (Man kann die Sahne auch gleichmäßig verstreichen.) Das Brot zusammenklappen und aus der Hand essen.


 

Und natürlich habe ich das Tunnbröd auch selbst gemacht. Es ist übrigens ein super Rezept, wenn man ganz schnell Brot braucht!

Tunnbroed1.jpg
Tunnbröd
Tunnbroed2.jpg
Tunnbröd in der Pfanne

Tunnbröd – Schwedisches Fladenbrot

Quellenangabe: Erfasst 23.03.2021 von Sus
Kategorien: Brot, Schweden, Pfanne
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

100 g Roggenmehl
100 g Weizenmehl
125 ml Wasser
50 g Butter
1/2 Teelöffel Salz

Zubereitung:

Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. In einer Schüssel alle Zutaten vermischen und zu einer gleichmäßigen Teigmasse kneten. Wenn nötig, etwas Mehl zugeben.

Den Teig in vier Teile teilen und jedes Stück auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. In Schweden gibt es ein spezielles Wellholz mit Noppen, um die Oberfläche aufzurauhen. Ich habe mich mit einer Gabel beholfen und das Brot auf beiden Seiten eingestochen.

Jeden Fladen in einer trockenen Pfanne von beiden Seiten backen; je nach Geschmack das Brot weicher oder trockener werden lassen.


Ungarisches Gulasch

Es ist zwar schon ein paar Tage her, dass ich dieses Gulasch gekocht habe, aber deswegen muss es ja nicht unveröffentlicht bleiben. Dazu schmeckt es auch einfach viel zu gut!

UngarischesGulasch.jpg

Ungarisches Gulasch – Pörkölt

Quellenangabe: Erfasst 11.10.2020 von Sus
Kategorien: Fleisch, Rind, Konservieren, Ungarn
Mengenangaben für: 9 Portionen

Zutaten:

2 kg Rinderschulter
Salz
1 1/2 kg Weiße Zwiebeln
8 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
3–4 EL Tomatenmark
1 große Dose gehackte Tomaten
300 ml Rotwein
300 ml Rinderbrühe
3-4 Lorbeerblätter
500 g Rote Spitzpaprika
1 Grüne Paprika
3 groß Knoblauchzehen
1 Esslöffel Pfeffer
3-4 Esslöffel Kümmel
1 Teelöffel Majoran, getrocknet
2 Esslöffel Zitronenthymian; getrocknet
1 Esslöffel Oregano; getrocknet
1 Teelöffel Chili

Zubereitung:

Das Fleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden, dabei die gröbsten Talgbrocken und Sehnen entfernen. Etwas Fett darf am Fleisch verbleiben. Die entfernten Reste in einem kleinen Topf mit etwas Wasser auskochen, dann mit den Pürierstab zerkleinern. Diese Flüssigkeit ergibt dann einen Teil der Rinderbrühe. Das Fleisch salzen und eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Zwischenzeitlich die Zwiebeln schälen und mittelfein hacken. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch in einem sehr großen Topf mit etwas Gänseschmalz langsam glasig dünsten. Sie dürfen gerne etwas Farbe annehmen. Mit dem Paprikapulver bestreuen, dann das Fleisch dazugeben und bei mittlerer Hitze etwas anbraten. Tomatenmark und Tomaten hinzugeben und mit der Rinderbrühe und Rotwein ablöschen. Die Gewürze im Mörser fein zermahlen und ca. die Hälfte dazugeben. Bei mittlerer Hitze das Ganze ca. 2 Stunden köcheln lassen. Dabei öfters umrühren und ggf. Flüssigkeit nachgießen.

Zwischenzeitlich die Paprika putzen und in schmale Streifen schneiden. Normalerweise sollen sie ca. 20-30 Minuten mitkochen, aber da ich das Gulasch einkochen wollte, kamen sie erst ca. 5 Minuten vor dem Ende hinzu. Die ganze Masse noch einmal endgültig abschmecken.

Das Gulasch in saubere Einkochgläser füllen und nach Anweisung verschließen. Dann im Einkochtopf für 120 Minuten bei 100 °C konservieren. Sofort herausnehmen, abkühlen lassen und prüfen, ob die Deckel auch richtig fest sitzen. Wenn nicht, diese Portion einfrieren oder gleich verzehren.
UngarischesGulaschImGlas.jpg

Tipp: Wer kalkhaltiges Leitungswasser hat, sollte einen Schuss Essig in den Einkochautomaten dazugeben. Das erspart das spätere mühsame Reinigen der Gläser.


Weihnachtliches Beef-Jerky

Heute gibt es ein Last-Minute-Geschenk für Fleischliebhaber.

Für Jerky bevorzuge ich Gulasch, denn das hat schon in etwa die richtige Größe und ich muss es nur noch in dünne Scheiben schneiden.

WeihnachtlichesBeefJerky.jpg

Weihnachtliches Beef-Jerky

Quellenangabe: Erfasst 08.12.2020 von Sus
Kategorien: Rind, Konservieren, Advent, Geschenk
Mengenangaben für: 1 Portion

Zutaten:

250 g Rindergulasch, mager
100 ml Rotwein (ca.)
3-4 Esslöffel Sojasauce, mild
1 Teelöffel Zucker
1 Zehe Knoblauch; zerdrückt
1 Sternanis
1 Teelöffel Zimt
1/2 Teelöffel Ingwer; getrocknet, gemahlen
2 Pimentkörner
1/2 Teelöffel Gochugaru oder Cayennepfeffer
1/2 Teelöffel Salz

Zubereitung:

Das Rindfleisch gegen die Faser in dünne Scheiben (ca. 0,5 cm) schneiden. Die Gewürze im Mörser zermahlen, den Sternanis in Brocken brechen. Die Gewürze mit den Flüssigkeiten verrühren. Das Fleisch mit der Marinade gut mischen und in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank für 24 Stunden ziehen lassen.

Entweder im Backofen oder im Dörrapparat bei 70 °C für gute 6 Stunden dörren.


Rhabarber Curd

Noch ist Saison für Rhabarber, daher wird es Zeit, dass ich Euch noch meine beiden Lieblings-Rhabarber-Rezepte dieses Jahres vorstelle: Rhabarber Curd und eine Rhabarber-Tarte mit diesem Curd. Ich liebe Curd, besonders natürlich in Verbindung mit sauren Früchten. Da passt Rhabarber wunderbar!

RhabarberCurd.jpg

Rhabarber Curd

Quellenangabe: Erfasst 21.04.2020 von Sus
Kategorien: Dessert, Rhabarber, Ei, Curd
Mengenangaben für: ~ 500 g

Zutaten:

400 g Rhabarber, rotstielig
3 Esslöffel Holunderblütensirup
Oder
3 Esslöffel Zucker
150 g Zucker
100 g Butter
5 Eigelb; ganz frisch!
1 Prise Salz

Zubereitung:

Rhabarber so wenig wie möglich schälen, in kleine Stücke schneiden und mit Holunderblütensirup oder Zucker in einem kleinen Kochtopf ein paar Stunden ziehen lassen. Wenig Wasser zugeben, aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze ganz weich köcheln lassen. Mit einem Stabmixer ganz fein pürieren.

In einer Metallschüssel über einem heißen Wasserbad Eigelb, Salz und Zucker mit einem Schneebesen schaumig schlagen. Dabei nicht zu heiß werden lassen, damit das Ei nicht stockt. Zuerst sollte die Masse sehr schaumig werden und dann allmählich sämiger, bis sie puddingartig wird. Rhabarberpüree unterrühren. Schüssel vom Wasserbad nehmen und die Butter in kleinen Stücken unterrühren.

Das Curd sofort in sehr saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.


Asiatische Tütensuppe selbstgemacht

Zu den typischsten Fertiggerichten des asiatischen Raums zählen für mich die klassischen Tütensuppen im (fast) quadratischen Päckchen mit trockenen Nudeln, einem Tütchen Gewürze mit dem Versprechen einer beliebigen Geschmacksrichtung und vielen mehrsilbigen Zutaten, die man weder aussprechen kann noch anderweitig in den Mund nehmen mag, und einem Tütchen Chiliöl. Dazu eine hübsch bunte Verpackung. Ich gestehe, dass ich diese Suppen früher immer als Notration im Schrank oder im Schreibtisch im Büro hatte und auch ganz gerne gegessen habe.

Als sich jetzt die Gruppe „Wir retten, was zu retten ist“ zum Chinesischen Neujahrsfest asiatische Fertiggerichte vorgenommen hatte, war für mich klar, dass ich eine solche Tütensuppe nachbauen wollte.

Nicht ohne Grund habe ich vorgestern das Rezept für Beef-Jerky vorgestellt, denn die Suppe sollte einen ordentlichen realen Fleischanteil besitzen.

AsiatischeTuetensuppe.jpg

Asiatische Tütensuppe

Quellenangabe: Erfasst 24.01.2020 von Sus
Kategorien: Konserve, Suppe, Asien, Rind
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

Gemüsebrühpulver:
1 Stange Lauch
2 Karotten
1 Zwiebel
1 klein Sellerieknolle
Asia-Pulver:
1 Stange Zitronengras
3-4 Kaffirlimettenbläter
1-3 Chilischoten, scharf; je nach Geschmack
4-5 Austernpilze
2-3 cm Ingwer
2 Knoblauchzehen
2 Sardellenfilets; in Salz eingelegt
50 g Kokosraspel
1 Esslöffel Brauner Zucker
Asia-Suppe:
70 g Wok-Nudeln
1 Esslöffel Gemüsebrühenpulver
1-2 Esslöffel Asiapulver
50 g Beef-Jerky

Zubereitung:

Für das Gemüsebrühenpulver alle Zutaten waschen und putzen. Die Karotten mit einem Sparschäler in dünne Streifen schneiden, diese dann halbieren oder dritteln. Sellerie so dünn wie möglich hobeln. Lauch in schmale Ringe schneiden und diese halbieren. Zwiebeln in Scheiben schneiden und diese dann vierteln.

Alle Zutaten auf den Gittern des Dörrautomaten verteilen und für 4-5 Stunden bei 60 °C trocknen. Wenn es wirklich trocken ist, im Mixer oder der Gewürzmühle zu feinem Pulver zermahlen.

Für das Asiapulver alle Zutaten (außer Zucker) möglichst klein schneiden und ebenfalls bei 4-5 Stunden bei 60 °C trocknen und danach mit dem Zucker zu Pulver zermahlen. Wer sich mit den Chilis bezüglich Schärfe nicht so sicher ist, lässt sie aus der Mischung heraus und schmeckt damit später die Suppe ab.

Für die Suppe die gewünschte Menge Nudeln in eine Schüssel geben, dazu kommt das Rindfleisch. Je einen Esslöffel Gemüsebrühen- und Asiapulver darüberstreuen, ggf. noch mit Chili abschmecken. Mit heißem Wasser übergießen, kurz umrühren und zugedeckt ca. 4-5 Minuten ziehen lassen.

Fertig ist die selbstgemachte Tütensuppe ohne künstliche Geschmacksstoffe und -verstärker.

Anmerkung:

Wenn man das Suppenpulver wirklich für längere Zeit warm lagern möchte, sollte man das Kokosnusspulver weglassen. Durch das enthaltene Öl könnte ich mir vorstellen, dass das Pulver ranzig wird.


Tags: ,

WirRettenWasZuRettenIst_2020Neujahr.jpg

Und die tollen folgenden Rezepte sind zusammengekommen:

Barbaras Spielwiese – Foodblog – Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok
Bonjour Alsace – Hähnchen oder Tofu süß-sauer
Brittas Kochbuch – Gebackenes Schweinefleisch süß-sauer
Brotwein – Bihunsuppe – Rezept für indonesische Glasnudelsuppe
Cakes, Cookies and more – Poulet Kung Pao
Das Mädel vom Land – Vegetarische Riesen-Frühlingsrollen mit süß-saurer Sauce
evchenkocht – Chinesische Hom Bao
Kaffeebohne – Gebratener Reis – Huo Tui Dan Chao Fan
Kleines Kuliversum – Chả giò chay – vegane Frühlingsrollen aus dem Vietnam
Madam Rote Rübe – Vegetarisches Bami-Goreng, das Pfannengericht aus der 30-Minuten-Küche
our food creations – Schnelle Nudelpfanne
Pane-Bistecca – Pot Stickers – Chinese Dumplings for Chinese New Year
Turbohausfrau – Tofu im Asia-Style

Beef Jerky Asiatisch

Die Methode, Lebensmittel durch Trocknen haltbar zu machen, ist die einfachste der Welt. Zumindest, wenn man in Gegenden mit genügend Wärme und Sonnenschein wohnt. Oder – wie im hohen Norden – mit Kälte und trockener Luft. So bekommt man Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst richtig schön getrocknet. Leider sind hierzulande weder die Sommer noch die Winter passend dafür. Deshalb habe ich mir vor einiger Zeit einen kleinen Dörrautomaten zugelegt, um Wetter-unabhängig zu sein. Nach einigen erfolgreichen Versuchen mit Leinsamenfladen, Zwetschgen, Quitten, Gemüse und Kräutern habe ich mich jetzt auch mal an Fleisch gewagt.
Ich mag Jerky, dieses getrocknete Fleisch mit Gewürzen. Allerdings ist es mir im Supermarkt meistens zu teuer. Außerdem sind da manchmal Inhaltsstoffe dabei, die für mich nicht sein müssen. Gut, meine Variante mag nicht so super lange haltbar sein, aber so lange überlebt es sowieso nicht.

BeefJerky1.jpg
Vorher…
BeefJerky2.jpg
Nachher…

Ich muss sagen, viel einfacher geht es nicht. Jerky mache ich mir jetzt nur noch selbst.

Beef-Jerky mit asiatischer Marinade

Quellenangabe: Erfasst 24.01.2020 von Sus
Kategorien: Konserve, Dörren, Rind
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

2 Dünne Scheiben Rindfleisch, z.B. Rouladen
2 Esslöffel Koreanische Sojasauce (mild)
1 Esslöffel Neutrales Öl (z.B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
1 Teelöffel Gochugaru (Chilipulver)
1 Knoblauchzehe; zerdrückt
1 cm Ingwer; zerrieben
1 Teelöffel Dunkles Sesamöl
1 Teelöffel Ahornsirup (stand so rum – ansonsten: 1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Fleisch am Besten quer zur Faser in mundgerechte Stücke schneiden, dabei Fett und Sehnenreste entfernen. (Bei anderem Fleisch als Rouladen natürlich zuerst die dünnen Scheiben schneiden.) Aus den übrigen Zutaten eine Marinade anrühren und das Fleisch damit von allen Seiten gleichmäßig befeuchten. In einer geschlossenen Schüssel im Kühlschrank (oder im Moment auf dem Balkon) einen Tag ziehen lassen. Fleisch gleichmäßig auf dem Rost eines Dörrautomaten verteilen, etwas trockentupfen und bei 70°C ca. 8-10 Stunden trocknen lassen. Das Fleisch ist gut, wenn es beim Biegen knackt oder bricht (dann ist es schon sehr trocken).

Luftdicht, trocken und kühl in geschlossenen Gefäßen aufbewahrt hält das Fleisch mind. 1-2 Monate. Man kann es auch vakuumieren, dann hält es sich voraussichtlich 3-4 Monate. Achtung: Vor dem Verpacken sollte das Fleisch wirklich trocken sein!

Anmerkung:

Ich habe für den Test Rindfleisch gewählt, weil das ja weniger anfällig für schlechte Keime ist als z.B. Huhn oder Schwein. Aber auch hier muss auf saubere Verarbeitung geachtet werden.


Fermentierter Kürbis

KuerbisFermentiert.jpg

Momentan fermentiere ich alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Deshalb habe ich die Gelegenheit des Blog-Events „Kür mit Biss“ im Kochtopf, dieses Mal ausgerichtet von Jenny von Jenny is Baking, genutzt, um mit Kürbis zu experimentieren.

Interessant fand ich den Ansatz, die Kürbisschale auszukochen und die Flüssigkeit als Lake zu verwenden. Damit kommt wahrscheinlich mehr Kürbisgeschmack in die Angelegenheit. Jetzt heißt es Abwarten und das Glas nicht zu früh öffnen…

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)

Fermentierter Kürbis

Quellenangabe: Frei nach „Milchsauer eingelegt“ von Claudia Lorenz-Ladener
Erfasst 15.11.19 von Sus
Kategorien: Kürbis, Apfel, Konserve, Fermentieren, Blog-Event
Mengenangaben für: 1 Glas

Zutaten:

1 kleiner Hokkaidokürbis
1 Säuerlicher Apfel
2 Rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 cm Ingwer
1 l Wasser
25 g Salz
1 Esslöffel Gochugaru (Chilipulver, mittelscharf)

Zubereitung:

Hokkaidokürbis gründlich waschen und schälen. Die Schalen in dem Salzwasser ca. 1/2 Stunde auskochen; die Lake abkühlen lassen.

Die Kerne aus dem Kürbis kratzen und das Fleisch in Viertel schneiden. Den gewaschenen Apfel ebenfalls vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Zwiebel schälen. Alles in dünne Scheiben hobeln.

Knoblauch und Ingwer in feine Scheiben schneiden, zusammen mit dem Gochugaru zu dem gehobelten Gemüse geben und alles gleichmäßig vermischen.

Alles in ein Einmachglas schichten; dabei darauf achten, dass sowenig Hohlräume wie möglich entstehen.

Mit einem Fermentiergewicht beschweren und mit soviel Lake auffüllen, dass alles bedeckt ist und ca. 1-2 cm Luftraum übrigbleiben. Darauf achten, dass keine Stückchen an der Wasseroberfläche schwimmen.

Das Glas mit Gummiring und Klammern verschließen und auf einem hohen Teller bei Raumtemperatur lichtgeschützt für ca. 1 Woche stehen lassen. Danach kühl und trocken lagern.


Leinsamenfladen mit Tomate

Neulich kam mir beim Räumen eine Packung Leinsamen in die Hände, deren MHD nicht mehr allzu weit entfernt war. Da kam dieses Rezept gerade recht:

LeinsamenFladenMitTomate.jpg

Wir haben diese Fladen als Cracker gegessen. Man kann sie aber auch als Brot ansehen und entsprechend belegen.

Das Trocknen kann entweder mit einem Dörrautomat oder in einem normalen Backofen mit leicht geöffneter Tür geschehen.

Leinsamenfladen mit Tomate

Quellenangabe: Erfasst 10.03.2019 von Sus
Kategorien: Brot, Dörren, Leinsamen, Tomate
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

100 g Leinsamen
200 ml Wasser
30 g Getrocknete Tomaten
2 Stengel Glatte Petersilie
1 Esslöffel Sojasauce
Salz
Pfeffer; frisch gemahlen

Zubereitung:

Leinsamen in Sieb mit Wasser durchspülen; mit 200 ml Wasser in eine Schüssel geben und 1-2 Stunden oder länger einweichen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Getrocknete Tomaten klein schneiden.

Den gequollenen Leinsamen mit der Sojasauce im Mixer pürieren, die Tomaten, Petersilie, Pfeffer und je nach Salzgehalt der Tomaten mehr oder weniger Salz zugeben. Alles zu einer möglichst homogenen Masse pürieren. Die Teigmasse auf passend geschnittenem Backpapier (oder Dörrfolie) 4-5 mm dick aufstreichen und bei max. 42°C insgesamt ca. 12-16 Stunden trocknen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Nach ca. 5-6 Stunden den gut angetrockneten Teig vorsichtig vom Backpapier lösen, wenden und mit einem Messer in Stücke aufteilen und fertig trocknen.

Kühl und trocken aufbewahren.


Baechu-Kimchi (배추김치) – Klassisches Kimchi mit Chinakohl

Ich habe jetzt schon einige Male nach diesem Rezept Baechu-Kimchi angesetzt, aber immer wieder versäumt, es ins Internet zu stellen. Jetzt ist es endlich soweit!

KimchiSauce.jpg
Kimchi-Sauce
KimchiVorher.jpg
Gesalzener Chinakohl
KimchiBeimMarinieren.jpg
Der Chinakohl wird eingeschmiert
KimchiImGlas.jpg
Kimchi im Glas

Baechu-Kimchi (배추김치)- Klassisches Kimchi mit Chinakohl

Quellenangabe: Aus diversen Quellen zusammengestellt
Erfasst 21.02.16 und 03/19 mal wieder welches gemacht von Sus
Kategorien: Fermentieren, Eingelegt, Konserve, Chinakohl, Korea
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

2 Chinakohl-Köpfe
30 g Salz
2 Esslöffel Reismehl
10 Esslöffel Wasser
1 Esslöffel Zucker
3 Esslöffel Getrocknete Fischchen/Shrimps (*)
Oder
1 Esslöffel Shrimpspaste
4 Esslöffel Fischsauce
2 Möhren
50 Weißer Rettich
1 Nashi-Birnen
20 g Ingwer
4 Knoblauchzehen
1 groß Zwiebel
20-30 g Gochugaru-Chilipulver
1/2 Bündel Frühlingszwiebeln

Zubereitung:

Die äußeren Blätter des Chinakohl entfernen. Den Kohl vierteln, den Strunk rausschneiden. Die Viertel in mundgerechte Stücke zerkleinern. In einer großen Schüssel Kohl, Salz und 2 EL Zucker vermengen. Für einige Stunden in den Kühlschrank stellen, gelegentlich wenden.

Reismehl mit dem Wasser verrühren und unter Rühren aufkochen. Mit dem Zucker verrühren und abkühlen lassen.

Getrocknete Fische/Shrimps mit der Fischsauce verrühren. Möhren und Rettich schälen und in sehr feine Juliennestreifen schneiden. Birne schälen und grob raspeln, den Ingwer und die Zwiebeln geschält fein raspeln. Knoblauch schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken. Alles zusammen mit dem Gochgaru-Pulver und der Reismehl-Paste verrühren. Frühlingszwiebeln sehr fein in Streifen schneiden und ebenfalls unterheben.

Den Chinakohl in klarem Wasser gründlich auswaschen. Kimchi-Paste und Chinakohl gründlich miteinander vermengen, so daß wirklich jedes Stück Chinakohl benetzt wird. Alles zusammen in ein großes Einmachglas schichten und mit der Flüssigkeit bedecken. Entweder genügend Platz bis zum oberen Glasrand lassen oder die Gläser in eine Auffangwanne (Schüssel, Backform, …) stellen. Deckel verschließen, z.B. mit passenden Einmachglas-Verschlußbügeln, ohne Gummi. Keine Gläser mit Schraubdeckel verwenden!!! Die Gläser für 2-3 Tage warm stellen (ca. 20°C). Die Wanne ist deshalb wichtig, da bei Beginn der Gärung sich die Flüssigkeit ausdehnt und aus dem Glas quellen kann. Das ist auch gut so, denn so sieht man, dass die Gärung begonnen hat. Wenn keine Flüssigkeit mehr austritt, kann man das Kimchi in den Kühlschrank stellen. Nach 8-14 Tagen ist es fertig durchgezogen, hält sich aber problemlos einige Monate.

Anmerkung:

Getrocknete Fischchen/Shrimps sind im Asia-Laden leicht erhältlich, allerdings nur im Mengen, die den Bedarf in üblichen deutschen Haushalten bei weitem übersteigen. Daher habe ich stattdessen einfach ein paar in Salz eingelegte Sardellen getrocknet und zerstoßen.


Kürbis-Konfitüre

Wir retten … Alles mit Kürbis! Die Gruppe „Wir retten, was zu retten ist“ hat sich dieses Mal den Kürbis vorgenommen. Ich muss gestehen, dass ich hierzulande noch nicht so viele Fertigprodukte mit Kürbis wahrgenommen habe, hauptsächlich Kürbis süßsauer im Glas. ABER DAS GIBT ES HIER IN DIESEM BLOG NICHT! Den hat meine Großmutter jeden Herbst selbstgemacht und mich dann den Winter über zu jeder zweiten Mahlzeit beglückt gequält.

Glücklicherweise habe ich dann vor ein paar Jahren entdeckt, dass man mit Kürbis auch andere Gerichte zubereiten kann. Und seitdem finden sich hier einige leckere Rezepte.

Zurück zum Thema. In den USA wird Ende November Thanksgiving gefeiert und üblich ist dort der Pumpkin Pie mit Pumpkin Pie Spice, wobei dort alle Zutaten natürlich fertig oder halbfertig zu kaufen sind.
Ich habe jetzt keinen Pumpkin Pie gebacken, aber diese Kürbiskonfitüre schmeckt mindestens genauso gut und ist viel länger haltbar. Theoretisch zumindest… SmileyLecker.gif

Da wir natürlich keine Kürbisstücke aus der Dose verwenden, musste ich zur Rettung zuerst einen Kürbis meucheln…
KuerbisGemeuchelt.jpg

.. bevor ich ihn zur Konfitüre verarbeiten konnte…
KuerbisKonfituere.jpg

Wie man sieht, ist für weitere Experimente noch genügend Kürbismaterial vorhanden…

Kürbis-Konfitüre

Quellenangabe: Erfasst 28.10.2018 von Sus
Kategorien: Konfitüre, Kürbis, Thanksgiving
Mengenangaben für: 3 Gläser à 250 ml

Zutaten:

750 g Hokkaido (ungeputzt)
150 ml Orangensaft (frisch gepresst)
400 g Brauner Zucker
1 mittlere Zitrone; geriebene Schale und Saft
2 Teelöffel Kürbisgewürz
Kürbisgewürz:
4 cm Zimtstange
1 Teelöffel Ingwer; gefriergetrocknet
1/4 Vanilleschote; ausgekratzt und getrocknet
1 Teelöffel Muskatnuss; gemahlen
2 Gewürznelken
4 Körner Piment
2 Kapseln Kardamom (*); die Kernchen davon

Zubereitung:

Für das Kürbisgewürz die Gewürze grob zerkleinern und in einer Gewürz- oder Kaffeemühle sehr fein zermahlen. In ein Glas geben und dunkel aufbewahren.

Für die Konfitüre beim Hokkaido die Schale gründlich waschen, bei einem anderen Kürbis die Schale entfernen. Die Kerne und Fäden mit einem Löffel aus dem Kürbis herausschaben. Das Fruchtfleisch in ca. 2 cm große Stücke schneiden.

Kürbis mit Orangensaft und Zucker in einem großen Topf aufkochen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist (ca. 45 Minuten).

Zitronenschale abreiben und die Zitrone auspressen. Zusammen mit dem Kürbisgewürz zum Kürbis geben, von der Kochstelle nehmen und sorgfältig mit dem Pürierstab fein pürieren. Noch einmal unter beständigem Rühren kurz aufkochen.

Sofort randvoll in sterilisierte Gläser füllen, diese verschliessen und fünf Minuten auf den Deckel stellen.

Anmerkung:

– Ich habe einen Rest mit gemahlenen scharfen Chilis gemischt: Sehr fein! Ich werde wohl noch ein paar Gläser kochen müssen.
– (*) Kardamon ist kein klassisches Pumpkin-Spice-Gewürz, macht sich aber trotzdem gut.


 
 
WirRettenWasZuRettenIst_300x111.jpgEbenfalls wurde der Kürbis gerettet bei:

auchwas – Kürbis süß-sauer
Bonjour Alsace – Kürbis Spaghetti mit Olivenöl und Thymian
Brigittas Kulinarium – Kürbisravioli aus Kartoffelteig
Brittas Kochbuch – Kürbisrisotto
Brotwein – Saftiges Kürbisbrot mit frischer Hefe und Hokkaido
Cakes Cookies an more – Mac and Cheese mit Kürbis
Das Mädel vom Land – Wickelknödel mit Kürbis und Pilzen
evchenkocht – Kürbis-Cannelloni
Fliederbaum – Kürbis-Kartoffel-Gratin
genial-lecker – Kürbis-Möhren-Quiche
lieberlecker – Kürbis Vermicelles
Madam Rote Rübe – Schmackhafte Kürbis-Suppe mit Linsen und Zwiebeln
our food creations – Vielseitiges Kürbismus
Pane-Bistecca – Kuerbis Prussien
Unser Meating – Kürbis-Käse-Suppe
Turbohausfrau – Kürbistascherl mit Grammeln

Dank auch an die Organisatoren Ingrid und Susi von #WirRettenWasZuRettenIst.