Sesam-Yuzu-Taler

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten…

Daher kommen jetzt doch noch ein paar weihnachtliche Rezepte, denn sie sind zu schade, um vergessen zu werden.

Die folgenden Plätzchen sind schön mürbe und durch das Gelee auch überhaupt nicht trocken. Die Kombination von Yuzu und Sesam ist auch klasse!

SesamYuzuTaler.jpg

Sesam-Yuzu-Taler

Quellenangabe: Freundin Sonderheft 2021
Erfasst 07.12.2021 von Sus
Kategorien: Backen, Plätzchen, Sesam, Zitrone, Yuzu, Mürbeteig
Mengenangaben für: 40 Stück

Zutaten:

1 Vanilleschote
250 g Mehl
100 g Mandeln, blanchiert
100 g Puderzucker
1 Teelöffel Zitronenschale; gerieben
Salz
170 g Butter
50 g Sesam, hell
1 Esslöffel Sesam, schwarz
200 ml Yuzu-Saft oder -Fruchtpüree
Oder
150 ml Yujacha (Koreanischer Yuzu-Honig-Tee)
50 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

Mark aus der Vanilleschote kratzen. Hellen Sesam in einer trockenen Pfanne anrösten, abkühlen lassen und mit dem schwarzen Sesam mischen. Mandeln ebenfalls rösten, abkühlen lassen und fein mahlen.

Mehl, gemahlene Mandeln, Puderzucker, Zitronenschale, Vanille, Salz und weiche Butter zue einem glatten Teig verkneten. Sesam auf einen flachen Teller geben. Teig zu Rollen von ca. 3 cm Durchmesser formen und im Sesam wälzen. In Folie gewickelt für ca. 30 Minuten ins Tiefkühlfach legen oder für längere Zeit im Kühlschrank parken.

Yuzu-Saft (oder Fruchtpüree oder Yujacha) mit Gelierzucker in einem kleinen Topf unter Rühren nach Packungsangabe des Gelierzuckers ca. 3 Minuten einkochen lassen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teigrollen auswickeln und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Teigkreise auf 2 Backbleche (mit Backpapier oder Backfolie) verteilen. Nacheinander für ca. 13-15 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen. Die Hälfte der Plätzchen mit Gelee bestreichen und mit einem weiteren Plätzchen zusammensetzen. Dabei auf gleiche Größen und Formen achten. Über Nacht trocknen lassen und dann in einer Keksdose aufbewahren.

Anmerkung:

Ausgekratzte Vanilleschote bloß nicht wegwerfen, sondern in Zucker lagern. Wenn sie dann vollständig durchgetrocknet ist, mit wenig Zucker in einer Gewürzmühle fein mahlen.


Zitronen-Fluffins

Mit meinem Lieblingsteig kann man auch wunderbar weiche, fluffige Muffins backen. Diese habe ich kurzerhand Fluffins getauft.

ZitronenFluffins.jpg

Weil ich soviel Zitrone darin verarbeitet habe, dürfen meine Fluffins auch an Zorras Blog-Event CLX: Zitrusfrüchte teilnehmen, welches dieses Mal von Zorra selbst durchgeführt wird. Witzigerweise stand das Blog-Event VIII: Zitrusfrüchte auch unter diesem Motto und es war das erste Blog-Event überhaupt, bei dem ich teilgenommen hatte. Und danach entwickelte sich dieser Blog zu einem Koch- und Backblog. Danke, Zorra!

Blog-Event CLX - Zitrusfrüchte (Einsendeschluss 15. Februar 2020)

Zitronen-Fluffins

Quellenangabe: Erfasst 13.02.20 von Sus
Kategorien: Backen, Muffin, Biskuit, Zitrone, Blog-Event
Mengenangaben für: 8 Stück

Zutaten:

2 Zitronen; unbehandelt
200 g Butter
200 g Puderzucker
4 mittel Eier
200 g Mehl
5 g Weinstein-Backpulver (oder weniger)
1 Prise(n) Salz
1 Esslöffel Vanillezucker

Zubereitung:

Zitronen waschen, trocknen und die Schale abreiben. Dann die Zitrone schälen und filetieren, den Saft dabei auffangen. Die Filets in 2-3 Stücke zerteilen.

Backofen auf ca. 175-180 °C vorheizen.

Butter nur soweit schmelzen, dass sie gerade flüssig ist. Währenddessen Mehl mit Backpulver und einer guten Prise Salz vermischen. In einer großen Rührschüssel Butter mit Puderzucker mit dem Mixstab oder Handmixer mischen. Etwa die Hälfte des Mehls untermischen, dann die Eier einzeln unterrühren.

Vanillezucker, Zitronenschale und -saft einrühren und das restliche Mehl hinzufügen. Die Zitronenstückchen unterheben.

Muffinform etwas einölen und mit dem Teig zu 3/4 füllen.

Im vorgeheizten Ofen ca. 30-40 Minuten backen, bis der Teig schön gebräunt ist (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, aus der Form nehmen und mit Puderzucker bestreuen.


Yuzu-Zitronen-Kuchen

Hatte ich doch gedacht, dieser oberleckere Yuzu-Zitronen-Kuchen wäre bereits veröffentlicht? Das musste schleunigst nachgeholt werden, denn zum Einen schmeckt er wirklich genial und zum Anderen haben wir glücklicherweise keinen Schnee und wollen hier auch keinen mehr bekommen.

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Yuzu-Zitronen-Kuchen

Quellenangabe: Mein Lieblingskuchen-Rezept
Erfaßt 18.01.2017 von Sus
Kategorien: Backen, Kuchen, Zitrone, Yuzu, Rührteig
Mengenangaben für: 1 Kuchen

Zutaten:

1 Yuzu; unbehandelt
1 Zitrone; unbehandelt
4 Eßlöffel Yuzu-Sirup
200 g Butter
175 g Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
250 g Mehl
50 g Speisestärke
1/2 Packung Backpulver
Guss:
100 g Zucker
10 g Kandierte Yuzuschale
3 Eßlöffel Yuzu-Sirup

Zubereitung:

Yuzu und Zitrone gründlich mit heißem Wasser abwaschen und dann abtrocknen. Die Schale fein reiben, aber aufpassen, daß die weiße Schicht nicht mit dabei ist! Dann die Früchte halbieren und den Saft auspressen, gerne auch mit Fruchtfleisch.

Fett, Zucker und Vanille-Zucker mit dem Schneebesen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Eier nach und nach unterrühren.

Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, zufügen und alles zu einem glatten, cremigen Teig verrühren.

Geriebene Zitronen- und Yuzu-Schale und Sirup zum Teig geben. Soviel wie möglich vom Saft dazugeben; der Teig sollte aber nicht zu flüssig werden.

YuzuZitronenKuchen2.jpgEine Kastenform (30cm Länge) einfetten und den Teig einfüllen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175°C, Gas: Stufe 2) ca 60 Minuten backen. Nach 10 Minuten Backzeit den Teig in der Mitte einschneiden, damit er gleichmäßig reißt.

Nach dem Backen den Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen. Mit einem Holzstäbchen Löcher in den Kuchen pieksen und etwas Sirup oder restlichen Saft hineinlaufen lassen. Dann auf ein Kuchengitter stürzen.

Für den Guss den Zucker mit der kandierten Yuzuschale fein mahlen, Sirup hinzufügen und zu einer dicken Paste verrühren. Den Kuchen damit bestreichen.


Orange Curd

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Orange Curd

Quellenangabe: Erfaßt 06.03.2016 von Sus
Kategorien: Orange, Zitrone, Ei, Konserve
Mengenangaben für: 850 ml

Zutaten:

4 mittlere Bio-Orangen
für
200 ml Orangensaft
2 Zitronen
100 g Butter
4 Eier
150 g Zucker

Zubereitung:

Die Schale der Hälfte der Orangen abreiben, alle Orangen auspressen, Saftmenge abmessen. Je nach Geschmack Zitronensaft zugeben. Die Butter in kleine Würfel schneiden. Zucker mit der Orangenschale in Mixer fein mahlen.

Alle Zutaten in einer Metallschüssel mischen und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen über einem heißen Wasserbad erhitzen, dabei nicht zu heiß werden lassen, damit das Ei nicht stockt. Zuerst sollte die Masse sehr schaumig werden und dann allmählich sämiger, bis sie puddingartig wird. Das hat bei mir ca. 10-15 Minuten gedauert. Die Schüssel rechtzeitig aus dem Wasserbad nehmen, denn die Masse dickt von alleine nocn ein bißchen nach.

Das Curd sofort in saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.


… und auch noch soo lecker!

Hier kommt das versprochene Rezept für die erste Verwendung des Lemon Curd. (Wobei das so auch nicht stimmt, denn zuerst gab’s eine Scheibe Weißbrot mit Lemon Curd – schon mal lecker!)

Die Rezepte, die ich so gefunden habe, als ich im Internet nachschaute, ob man denn Lemon Curd auch noch mitbacken kann, anstatt nur auf fertige Törtchen oder Plätzchen zu streichen, waren zumeist zitronenhaltige Teige mit noch etwas Lemon Curd darin.

Da unser Lemon Curd recht säuerlich geworden ist, habe ich für die folgenden Muffins auf die Zitrone im Teig verzichtet und lieber mit Vanillemark aromatisiert. So albern es klingt, aber durch den Kontrast schmecken die Muffins tatsächlich harmonischer.

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Muffins mit Lemon Curd

Quellenangabe: Erfasst 16.03.2014 von Sus
Kategorien: Backen, Muffin, Zitrone
Mengenangaben für: 12 Stück

Zutaten:

130 g Butter
125 g Zucker
2 Eier
150 g Buttermilch
1/2 Vanilleschote
1 Prise Salz
250 g Mehl
50 g Speisestärke
1 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
12 Teelöffel Lemon Curd
6 Teelöffel Puderzucker

Zubereitung:

Muffinform(en) fetten oder mit Papierförmchen auslegen. Den Ofen auf 190°C Ober/Unterhitze vorheizen. Von der Vanilleschote das Mark herausnehmen und mit dem Zucker mischen. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, die Eier einzeln darunter rühren. Die Buttermilch unterrühren. Salz, Mehl und Speisestärke mit Backpulver, Natron und Salz mischen und zur Butter-Mischung geben und per Hand kurz unterrühren. Etwa die Hälfte des Teiges auf die Förmchen verteilen, je einen Teelöffel Lemon Curd darauf geben und mit dem übrigen Teig abdecken. 20-25 Minuten backen und anschließend auf einem Kuchengitter erkalten lassen. Mit Puderzucker bestreuen.


Eigentlich ganz einfach …

In der letzten Zeit habe ich – wie schon einmal erwähnt – eher weniger Zeit. Ich komme zwar noch zum Backen oder Kochen, aber zum Bloggen reicht es dann nicht mehr. SmileyTraurig.gif

Deshalb gibt es die nächsten Tage vermehrt ein paar Rezepte, die sich in den letzten Wochen angestaut haben, die ich aber nicht in der Versenkung verschwinden lassen möchte.

Beginnen wir mit einem Rezept, welches schon lange auf meiner ToDo-Liste steht stand: Lemon Curd.

Lemon Curd ist diese zitronige, ei-ige Puddingmasse, die ich vor ein paar Jahren erstmals auf der Isle of Man probierte und dabei beinahe die ganze Schüssel auf einmal leergefuttert hatte.

Aber irgendwie hatte ich mich nie getraut, es selbst zu machen: Ei, Wasserbad, bloß nicht zu heiß werden lassen … irgendwie war mir das suspekt. Aber als dann regelmäßig in irgendeinem Blog Curds mit verschiedenen Fruchtsorten vorgestellt wurden, musste ich endlich auch einmal ran:

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Lemon Curd

Quellenangabe: Diverse Quellen
Erfasst 15.03.2014 von Sus
Kategorien: Zitrone, Ei, Konserve
Mengenangaben für: 750 ml

Zutaten:

4-5 Bio-Zitronen
Für
200 ml Zitronensaft
100 g Butter
4 Eier
150 g Zucker

Zubereitung:

Die Schale der Hälfte der Zitrone abreiben, alle Zitronen auspressen, Saftmenge abmessen. Die Butter in kleine Würfel schneiden. Zucker mit der Zitronenschale in Mixer fein mahlen.

Alle Zutaten in einer Metallschüssel mischen und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen über einem heißen Wasserbad erhitzen, dabei nicht zu heiß werden lassen, damit das Ei nicht stockt. Zuerst sollte die Masse sehr schaumig werden und dann allmählich sämiger, bis sie puddingartig wird. Das hat bei mir ca. 10-15 Minuten gedauert. Die Schüssel rechtzeitig aus dem Wasserbad nehmen, denn die Masse dickt von alleine noch ein bisschen nach.

Das Curd sofort in saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Anmerkung:

– Auf dem Bild sind deshalb keine zwei großen, vollen Gläser zu sehen, weil ich einen Teil direkt weiterverarbeitet habe.

– Wenn ich gewusst hätte, daß es so einfach geht, hätte ich mich schon früher drangetraut.


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Abkürzung…

Garten-Koch-Event Januar 2014: Zitronen [31.01.2014]

Für das aktuelle Garten-Koch-Event wolllte ich unbedingt meine Entdeckung der genialen schnellen Salz-Zitronen vorstellen. Deshalb gibt es morgen noch das passende Rezept dazu.

Normalerweise sind Salz-Zitronen eine relativ langwierige Angelegenheit, denn sie werden zuerst diffizil eingeschnitten, mit Salz eingerieben, mit kochendem Zitronenwasser übergossen und dann ca. 3-6 Wochen ziehen lassen.

Ja, schön, aber ich habe meist keine Ahnung, was es nächstes Wochenende geben soll, geschweige denn in sechs Wochen.

Als ich dann auf das folgende Rezept bei Peggy stieß, war ich begeistert: Diese Zitronen sind sowohl sofort als auch noch ein paar Wochen später verwendbar. Und ganz ehrlich: ein großer Geschmacksunterschied zu den ‚originalen‘ Salz-Zitronen‘ besteht mMn. nicht.

Schnelle Salz-Zitronen

Quellenangabe: http://www.multikulinarisch.es/795-abgespeckte-Salzzitronen.html
Erfaßt 13.01.2014 von Sus
Kategorien: Zitrone, Marokko, Konserve
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

3 Bio-Zitronen
6 Eßlöffel Salz (gehäuft)
Öl

Zubereitung:

SalzZitronen2.jpgDie Zitronen gründlich waschen, in einem gut schließendem Topf mit kaltem Wasser bedecken und das Meersalz einstreuen (nimmt den Zitronenschalen die Bitterkeit). Erhitzen und die Zitronen im geschlossenen Topf köcheln lassen, bis die Zitronenschale leicht mit einem spitzen Messer einzustechen ist. Wasser abgießen und die Zitronen unter fließendem kalten Wasser abschrecken. Nach dem Abkühlen die Früchte vierteln, flach drücken und mit scharfem Messer (waagerecht halten) das Fruchtfleisch und die weiße innere Schale entfernen.

SalzZitronen.jpgWird die Zitronenschale nicht sofort verwendet, diese in ein verschließbares Glas geben und mit Olivenöl bedecken. Die Zitronenschalen halten sich auf diese Weise bis zu 6 Wochen.


Die Brombeeren sind reif!

Sowohl die Brombeeren in unserem Garten als auch die wilden Brombeeren am Waldrand überschlagen sich gerade mit der Produktion von Früchten. Was liegt näher, als sie neben dem direkten Naschen vom Strauch auch in einem Kuchen zu verarbeiten? Ein reiner Obstkuchen sollte es nicht sein, der wäre bei dieser Hitze zu schnell schlecht geworden. Da bot sich dieser Gugelhupf doch direkt an. Im Original werden statt der Kokosraspel (und -sirup) gemahlene Mandeln verwendet. Die Kokosraspel machen den Kuchen aber supersaftig! SmileyLecker.gif

BrombeerKokosGugelhupf.jpg

Brombeer-Kokos-Gugelhupf

Quellenangabe: Zettelsammlung
Erfaßt 04.08.2013 von Sus
Kategorien: Kuchen, Rührteig, Brombeere, Kokos, Zitrone
Mengenangaben für: 1 Kuchen

Zutaten:

200 g Butter, weich
175 g Zucker
1 Eßlöffel Vanillezucker (oder Äquivalent)
1 Prise Salz
4 Ei(er), ganz
300 g Mehl
200 g Kokosraspel
2 Eßlöffel Kokossirup
1 Packung Backpulver
1 Zitrone, unbehandelt; Schale und Saft
150 ml Buttermilch
150 g Brombeeren
Fett, für die Form
Mehl, für die Form
Für die Glasur:
Puderzucker
1/2 Zitrone, Saft davon
1 Eßlöffel Kokossirup

Zubereitung:

Die Brombeeren waschen und trocken tupfen. Kokosraspel mit dem Kokossirup und etwas Buttermilch einweichen. Zitronenschale abreiben und den Saft auspressen.

Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Eier nacheinander einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Zitronenschale mischen. Abwechselnd mit der Buttermilch und der Hälfte des Zitronensafts zur Butter-Mischung geben und zu einem glatten Teil verrühren. Kokosraspel untermischen. Brombeeren vorsichtig unter den Teig heben. Teig in eine gefettete, mit Mehl bestäubte Gugelhupfform füllen. Bei 180°C Ober-/ Unterhitze im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ca. 1 Stunde goldbraun backen (Stäbchenprobe). Kuchen noch weitere 5-10 Min. im ausgeschalteten Backofen stehen lassen. Aus der Form stürzen und fast erkaltet mit Zitronen-Kokossirup-Puderzuckerglasur überziehen.


Ich war neugierig …

… auf diese merkwürdigen großen Zitronen mit runzeliger Schale und wenig Fruchfleisch, aus denen hauptsächlich Zitronat hergestellt wird: Die sogenannten Zedrat-Zitronen (Citrus medica).

Als sich die Gelegenheit ergab, habe ich mir aus Sizilien neben ein paar Orangen und Zitronen eben auch ein paar Zedrats frisch vom Baum schicken lassen.

ZedratZitronen2012.jpg

Wie man sieht, ist die Schale wirklich sehr dick. Das ist aber gut so, denn da ist mehr Material für die kandierten Zedratstreifen vorhanden. Der Geruch der Früchte ist richtig aromatisch zitronig und das Fruchtfleisch schmeckt genauso. Die Schale und die weiße Schicht schmecken – je nach Frucht – mehr oder weniger bitter.

Kandierte Zedrat

ZedratKandiert2012_2.jpg

Quellenangabe: Erfaßt 21.03.2012 von Sus
Kategorien: Frucht, Zitrone, Zedrat, Dessert, Zucker
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

2 Zedrat-Zitronen
250 g Zucker
200 ml Wasser
100 g Zucker

Zubereitung:


ZedratGeschnitten2012.jpgDie Frucht quer und dann die Hälften längs halbieren. Fruchtfleisch herauslösen und anderweitig verwenden. Schalen incl. weiße ‚Haut‘ in ca. 5 mm breite und 5 cm lange Streifen schneiden. (Anfallende Reste in Würfelchen schneiden und ebenfalls anderweitig verwenden.) In einem Topf knapp mit kaltem Wasser bedecken und ca. 1/4 Stunde köcheln lassen. Abtropfen lassen, wieder mit kaltem Wasser bedecken und noch einmal 10 min. vor sich hin köcheln. Abtropfen lassen.

ZedratImZuckersud2012.jpgWährenddessen Zucker (1) und Wasser in den Topf geben und so lange aufkochen, bis sich der der Zucker vollständig auflöst. Zitronenstreifen hinzugeben und vorsichtig bei kleiner Hitze kochen, bis der meiste Sirup absorbiert ist.


Von der Hitze nehmen, zudecken und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen kurz aufkochen, abtropfen und etwas abkühlen lassen. Auf Backpapier den restlichen Zucker ausstreuen, Die Schalen darin wenden, bis sie überall von Zucker überzogen sind. Trocknen lassen.

In einem luftdichten Behälter trocken und dunkel aufbewahren.

Noch nicht probiert: Jedes Stück zur Hälfte in flüssige Zartbitterschokolade tauchen und trocknen lassen.

Durch den vielen Zucker sind die kandierten Zedrat-Stücke kaum noch bitter, daß sogar ich – die aufgrund deren Bitterkeit keine Grapefruits essen kann – sie mit Genuss verzehre.


Wider den Durst …

Ich trinke viel Mineralwasser, vorzugsweise mit viel Kohlensäure. Doch manchmal ist mir das zu langweilig. Da hätte ich gern ein bißchen Geschmack in meinem Wasser. Die einfachste Methode wäre natürlich in den Laden zu gehen und aus dem riesigen Angebot von Wassern mit allen möglichen Geschmäckern und möglichst wenig Zucker sich das leckerste herauszusuchen. Aber ist Euch schon einmal aufgefallen, daß es keine Variante mit Kohlensäure gibt? (Genausowenig wie es Eistee ohne Fruchtgeschmack gibt? In den Niederlanden gibt es beides, sogar in Kombination: Reiner Eistee mit Kohlensäure! Aber ich schweife ab…)

Am Wochenende tauchte in meinem Newsreader ein super-leckeres Rezept aus dem Kleinen Kuriositätenladen auf, welches ich unbedingt nachmachen wollte. Bio-Zitronen waren einfach zu bekommen, aber Bio-Limetten werden immer seltener. Selbst in Läden, die eigentlich sich mit Bio auskennen müßten, entsteht folgender Dialog:

Verkäuferin: „Die sind nur gewachst, die können sie nehmen.“
Ich: „Auch für z.B. Caipirina?“
Verkäuferin: „Ja, sie essen die Schale ja nicht.“
Ich: „Nee, aber ich gebe die Schale ins Glas und matsche kräftig mit dem Stößel darauf rum.“
Verkäuferin: „Ach ja, stimmt.“
Ich: „Seufz!“

Fündig wurde ich dann im türkischen Supermarkt. Sicherheitshalber habe ich die Limetten (die Zitronen auch) aber trotzdem gründlich mit heißem Wasser, einem Tropfen Öl und Spüli geschrubbt. Da sollte eigentlich nicht mehr viel übrig bleiben. Kennt jemand eine bessere Methode?

Aber nun zu dem leckeren Sirup, dessen übriggebliebene Zitronen-Minz-Ingwer-Masse ich ebenfalls mit Begeisterung gefuttert habe:

Zitrus-Minze-Ingwer-Sirup mit Kardamom

ZitrusMinzeIngwerSirup.jpg(Ein besseres Photo gibt’s leider nicht.)

Quellenangabe: Vom Kleinen Kuriositätenladen abgeguckt und erfaßt 30.05.2011 von Sus
Kategorien: Sirup, Zitrone, Minze, Ingwer
Mengenangaben für: 400 ml

Zutaten:

3 Bio-Zitronen
2 Bio-Limetten
40 g Ingwer, in Scheiben geschnitten
5 Grüne Kardamomkapseln
1/2 Bund Minze
300 g Zucker
300 ml Wasser

Zubereitung:

Die Zitrusfrüchte heiß abwaschen und die Schale dünn schälen, dabei darauf achten, dass möglichst wenig Weißes an der Schale ist, da der Sirup dadurch bitter wird (Mikroreibe geht super). Die Zitrusfrüchte auspressen und den Saft mit der geriebenen Schale in einen Topf geben. Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden (ich habe die Scheiben zuerst durch die Knoblauchpresse gequetscht und dann dazugegeben), die Kardamomkapseln im Mörser gut anquetschen, so dass sich die Körner aus den Schalen lösen.

Alle Zutaten (außer der Minze) zusammen in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Minze zur kochenden Flüssigkeit geben, alles ca. eine Minute kochen, dann von der Platte ziehen und abgedeckt vollständig auskühlen lassen.

Durch ein feines Sieb gießen und erneut zum Kochen bringen. Für ca. 10 Minuten kochen lassen, dann in sterilisierte Flaschen füllen. Gut verschließen, auf den Kopf stellen und so auskühlen lassen.