Ungarisches Gulasch

Es ist zwar schon ein paar Tage her, dass ich dieses Gulasch gekocht habe, aber deswegen muss es ja nicht unveröffentlicht bleiben. Dazu schmeckt es auch einfach viel zu gut!

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Ungarisches Gulasch – Pörkölt

Quellenangabe: Erfasst 11.10.2020 von Sus
Kategorien: Fleisch, Rind, Konservieren, Ungarn
Mengenangaben für: 9 Portionen

Zutaten:

2 kg Rinderschulter
Salz
1 1/2 kg Weiße Zwiebeln
8 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
3–4 EL Tomatenmark
1 große Dose gehackte Tomaten
300 ml Rotwein
300 ml Rinderbrühe
3-4 Lorbeerblätter
500 g Rote Spitzpaprika
1 Grüne Paprika
3 groß Knoblauchzehen
1 Esslöffel Pfeffer
3-4 Esslöffel Kümmel
1 Teelöffel Majoran, getrocknet
2 Esslöffel Zitronenthymian; getrocknet
1 Esslöffel Oregano; getrocknet
1 Teelöffel Chili

Zubereitung:

Das Fleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden, dabei die gröbsten Talgbrocken und Sehnen entfernen. Etwas Fett darf am Fleisch verbleiben. Die entfernten Reste in einem kleinen Topf mit etwas Wasser auskochen, dann mit den Pürierstab zerkleinern. Diese Flüssigkeit ergibt dann einen Teil der Rinderbrühe. Das Fleisch salzen und eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Zwischenzeitlich die Zwiebeln schälen und mittelfein hacken. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch in einem sehr großen Topf mit etwas Gänseschmalz langsam glasig dünsten. Sie dürfen gerne etwas Farbe annehmen. Mit dem Paprikapulver bestreuen, dann das Fleisch dazugeben und bei mittlerer Hitze etwas anbraten. Tomatenmark und Tomaten hinzugeben und mit der Rinderbrühe und Rotwein ablöschen. Die Gewürze im Mörser fein zermahlen und ca. die Hälfte dazugeben. Bei mittlerer Hitze das Ganze ca. 2 Stunden köcheln lassen. Dabei öfters umrühren und ggf. Flüssigkeit nachgießen.

Zwischenzeitlich die Paprika putzen und in schmale Streifen schneiden. Normalerweise sollen sie ca. 20-30 Minuten mitkochen, aber da ich das Gulasch einkochen wollte, kamen sie erst ca. 5 Minuten vor dem Ende hinzu. Die ganze Masse noch einmal endgültig abschmecken.

Das Gulasch in saubere Einkochgläser füllen und nach Anweisung verschließen. Dann im Einkochtopf für 120 Minuten bei 100 °C konservieren. Sofort herausnehmen, abkühlen lassen und prüfen, ob die Deckel auch richtig fest sitzen. Wenn nicht, diese Portion einfrieren oder gleich verzehren.
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Tipp: Wer kalkhaltiges Leitungswasser hat, sollte einen Schuss Essig in den Einkochautomaten dazugeben. Das erspart das spätere mühsame Reinigen der Gläser.


Bibimbap (비빔밥)

Als Verena von Verena’s Blog Schöne Dinge im Kochtopf zum Event „Superbowl“ aufrief, fiel mir sofort meine Definition von „Superbowl“ schlechthin ein: das koreanische Bibimbap!

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Leider hatte ich keine hitzefeste Schüsseln, die ein bisschen koreanischer aussehen, deshalb mussten diese Cocottes herhalten.

Beim Bibimbap werden viele Zutaten, die auch als eigenständige Beilagen verwendet werden können, in eine Schüssel mit Reis gegeben, meist mit einem Ei gekrönt und mit Genuss verzehrt. Es ist Sinn der Sache, alle Zutaten miteinander und mit dem Ei erst beim Essen zu vermischen.

Die verschiedenen Beilagen:

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Gleich nach dem Event-Banner kommt das Hauptrezept „Bibimbap“ für das Event. Die einzelnen Beilagen haben jeweils ihre eigenen Beiträge, die noch folgen und entsprechend verlinkt werden.

Blog-Event CXXXI - Superbowls (Einsendeschluss 15. Juni 2017)

Bibimbap

Quellenangabe: Erfasst 15.06.2017 von Sus
Kategorien: Reis, Eintopf, Korea, Blog-Event
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

1 Tasse (250 ml) Reis
2 Tassen (250 ml) Wasser
Salz
2 Eier; frisch
Junge Erbsensprossen
2 Portionen Mairübensalat auf koreanische Art
2 Portionen Spinat-Bärlauch-Salat
2 Portionen Frittierter Tofu mit frittiertem Koriander
2 Portionen Gebratener Blumenkohl mit Karotte
2 Portionen Mariniertes Rindfleisch (Bulgogi – 불고기)

Zubereitung:

Die Beilagen nach den entsprechenden Rezepten vorbereiten. Reis kochen.

Pro Portion etwas Reis in eine hitzefeste Schüssel (ca. von der Größe einer Müslischale) geben. Die einzelnen Gerichte im Kreis darauf verteilen. Ein Ei in die Mitte aufschlagen. Im Backofen (vorgeheizt auf 180°C) für ein paar Minuten backen lassen, bis das Ei leicht stockt. (Alternativ kann man auch ein Spiegelei in der Pfanne braten und in die Schüssel geben.) Das Ei sollte nicht ganz fest sein, damit man es gut mit den übrigen Zutaten mischen kann.

Mit den Erbsensprossen garnieren.


Tja, …

Blog-Event XCVI - Linsen (Einsendeschluss 15. März 2014)

… da ist er hin, der warme Vorfrühling. Eben noch in Gedanken Salatrezepte für das nächste Grillen durchblätternd, bekommt man bei diesem Nieselregen gleich wieder Lust auf etwas Warmes. Was paßt da besser als eine schöne Suppe oder ein Eintopf? Mit Wurzel- oder anderem Gemüse nach Wahl ist ein Linseneintopf immer eine feine Sache.

Und ganz zufälligerweise ist heute auch Einsendeschluß für das Blog-Event # XCVI (Moment… das 96.? Wow!) aus dem Kochtopf, für welches Tina von Lunch For One das Thema Linsen gewählt hat.

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Linsen-Gemüse-Eintopf

Quellenangabe: Erfaßt 15.04.2014 von Sus
Kategorien: Eintopf, Suppe, Linsen, Topinambur
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

500-1000 ml Brühe (Gemüse- oder Fleischbrühe)
3 Karotten
1 Stange Lauch
2 Topinambur
1 Stück Knollen-Sellerie
2 Stangen Sellerie
3 Pastinaken
2 Zwiebeln
1 Teelöffel Gelbe Senfkörner
2-3 Lorbeerblätter
250 g Schwarze Linsen
3 Stengel Glatte Petersilie
Salz, Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer
Fleisch:
50 g Speckwürfel
6 Wiener Würstchen

Zubereitung:

Linsen kalt abspülen und abtropfen lassen.

Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In einem großen Topf mit den Speckwürfeln zusammen die feingewürfelte Zwiebeln anschwitzen. Senfkörner, Lorbeerblätter und einen Teil des Gemüses dazugeben und anrösten lassen, dann mit der Brühe ablöschen. Restliches Gemüse dazugeben, würzen.

Den Eintopf eine gute halbe Stunde köcheln lassen; ggf. Flüssigkeit nachgießen. Je nach Sorte ca. 20 Minuten (oder früher) vor dem Servieren die Linsen zugeben. Würstchen in kleine Stücke schneiden und ebenfalls zugeben. Noch einmal mit Gewürzen abschmecken.

Zum Servieren mit gehackter Petersilie garnieren.

Anmerkung:

Hier sind noch ein paar Scheiben elsässischer Kartoffelwurst dabei.


Eine Seefahrt, die ist …

lustig … und macht hungrig.

Wie unschwer auf dem Photo vom Freitag zu erkennen, hat es mich letzte Woche kurzfristig nach Irland verschlagen. Genauer gesagt an die Irische Südwest-Küste in der Nähe von Sneem im County Kerry.

Auf dem linken Bild sieht man ein ruhig dahinplätscherndes Meer im Sonnenschein. So ruhig und dahinplätschernd, daß wir auf die Idee kamen, mit dem Boot durch die Bucht zu schippern. Kaum waren wir ein paar Minuten draußen, verschwand die Sonne, die Wolken zogen auf und der Wind wurde stärker. Und stärker. Das rechte Bild entstand noch, bevor ich die Kamera sicherheitshalber nicht mehr in die hochspritzenden Wellen gehalten habe. Danach wurde der Wind noch stärker. Und die Wellen höher. Und die Felsen kamen näher.

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Nachdem wir dann doch wieder wohlbehalten an Land waren und uns erst ausgewrungen und dann trockengerubbelt hatten, gab es zur körperlichen und seelischen Erwärmung einen völlig ohne Rezept gekochten Eintopf, der sich zu meiner Überraschung im Nachhinein als fast perfektes contemporary Irish Stew herausstellte. In alten Rezepten werden eigentlich nur Lammfleisch, Kartoffeln und Zwiebeln verwendet.

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My very own Irish Stew

Quellenangabe: Ohne Rezept gekocht von Sus und dem Besten aller Väter
Kategorien: Eintopf, Lamm, Irland
Mengenangaben für: 3 Portionen

Zutaten:

500 Gramm Lammfleisch, mager
2 mittlere Zwiebeln
2 Knoblauchzehen; gehackt
3 große Pastinaken
3 große Karotten
8 mittlere Kartoffeln, mehligkochend
Butter
1 Teelöffel Hühnerbrühen-Granulat
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Kümmel
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel; gemahlen
2 Eßlöffel Petersilie, getrocknet

Zubereitung:

Das Lammfleisch in ca. 2cm große Würfel schneiden. Die Pastinaken, Karotten und Zwiebeln putzen und in ähnliche Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen und je nach Zerfallstendenz in größere oder kleinere Stücke schneiden.

Das Lammfleisch mit der Butter (Wir hatten nichts anderes da; Öl geht natürlich auch.) zuerst anbraten und dann die Zwiebeln und die Hälfte des Knoblauchs dazugeben. Mit der Instant-Hühnerbrühe und Wasser ablöschen. Karotten und Pastinaken und ca. ein Drittel der Kartoffeln dazugeben. Das Ganze ca. 10-15 Minuten kochen lassen, bis das Gemüse weich wird. Natürlich regelmäßig umrühren und eventuell ein wenig Wasser nachgießen.

Die restlichen Kartoffeln und Knoblauchwürfel und die Gewürze dazugeben und noch einmal 10-15 Minuten köcheln lassen und dabei abschmecken. Von den Kartoffeln sollte der größte Teil zerfallen sein, aber man sollte noch ein paar Stücke erkennen können.

Anmerkung:

Dazu ein schönes Murphy’s Irish Stout.