Chili con Carne con Cucurbita

FeuerbohnenErnte.jpgFür das Garten-Koch-Event „Kürbis“ habe ich das nachfolgende Rezept entdeckt und sofort gerufen: „Au ja, das will ich ausprobieren!“. Chili con Carne wollte ich sowieso schon seit einiger Zeit mal wieder kochen, um meine selbstgeernteten Feuerbohnen zu verarbeiten.

KuerbisPeperoniKarotten.jpg

Auch der Kürbis und die Peperonis wollten verwendet werden.

Tomatillo.jpgDie Tomatillos habe ich kürzlich auf dem Markt entdeckt.


Chili con Carne con Cucurbita

KuerbisKoepfe.jpg

Quellenangabe: Frei nach http://www.pepperworld.com / 29.10.2006 von Sus
Kategorien: Eintopf, Chili, Hackfleisch, Kürbis
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

2 Hokkaido- (Uchi Kuri) Kürbisse
1 Hokkaido- (Uchi Kuri) Kürbis
500 Gramm Rinderhackfleisch
2 Zwiebeln; grob gehackt
2-3 Chilischoten, frisch, scharf; fein gehackt
800 Gramm Tomaten, entweder frisch (dann ca. 25% mehr) oder aus der Dose
5 Tomatillos
400 Gramm Feuerbohnen, frisch (oder z.B. Kidneybohnen aus der Dose)
4 Knoblauchzehen; grob gehackt
2 Eßlöffel Olivenöl
1 Teelöffel Kreuzkümmel; im Mörser gemahlen
1/2 Teelöffel Zimt; gemahlen
1 Eßlöffel Tomatenmark
1 Handvoll Glatte Petersilie; gehackt
Salz, Pfeffer
Thymian, Oregano nach Geschmack
4 Eßlöffel Saure Sahne

Zubereitung:

Kürbisse von außen waschen und ein wenig abschrubben.

Pro Person einen hübschen Kürbis auswählen. Den oberen Deckel jeweils waagrecht abschneiden. Dann die Kerne entfernen und soviel Kürbisfleisch herausholen, bis die Innenwand ca. 0,5 cm dick ist. Auf der Außenseite vorsichtig ein Gesicht einritzen, aber so, daß die Wand nicht durchbrochen wird.

Die übrigen Kürbisse je nach Geschmack schälen (Bei Hokkaido-Kürbissen läßt sich die Schale mitessen!), entkernen und in Würfel à 1 cm schneiden. Das Fruchtfleisch aus den ausgehöhlten Kürbissen dazugeben.

Zwiebeln mittelgrob schneiden, Knoblauch etwas feiner. Die Chilischoten putzen und fein schneiden.

Frische Tomaten schälen (kurz in kochendes Wasser und dann abschrecken) und kleinschneiden; Dosentomaten grob in Stücke schneiden. Tomatillos ebenfalls in Stücke schneiden.

In einem großen Topf das Öl erhitzen, das Hackfleisch mit den Zwiebeln und dem Knoblauch darin gut anbraten und mit Kreuzkümmel, Pfeffer und Salz kräftig würzen.

Die Tomaten und einen Teil der Chilis dazugeben. Das Ganze zum Kochen bringen und dann solange wie möglich (mindestens eine halbe Stunde) köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren. Mit Gewürzen und Chili abschmecken.

Die frischen Bohnen gut eine dreiviertel Stunde und die Kürbisstücke eine halbe Stunde vor dem Servieren dazugeben und weiter köcheln (nicht stärker!) lassen, damit die Bohnen nicht wieder hart werden. (Dosenbohnen erst eine Viertelstunde vor dem Servieren hinzufügen.)

Die ausgehöhlten Kürbisse entweder eine Minute in der Mikrowelle oder etwas länger im Backofen aufwärmen und mit dem Chili füllen. Mit Petersilie bestreuen, Deckel aufsetzen und servieren.

Die saure Sahne und kleingehackte Chilischote zum persönlichen Nachwürzen bereitstellen.

Mit frischem Weißbrot servieren. Bier oder Rotwein dazu; Apfelwein schmeckt auch 😉

Anmerkung:


– Je länger man sich beim Kochen Zeit nimmt, desto intensiver schmeckt das Chili. Insgesamt war der Topf ca. 2,5 Stunden auf dem Herd.

– Der Kürbis hat sich gut gemacht: das Chili wurde etwas süßlicher und cremiger.

– Das Rezept ist für zwei Personen umgerechnet, aber in Wirklichkeit habe ich etwas mehr als die dreifache Menge gekocht. Der Rest wird eingefroren.



Die Kürbisse wurden nach dem Essen innen sauber gekratzt und ausgewaschen. Die Gesichter wurden vollständig durchbrochen. Mit zwei Teelichtern durften die Kürbisse dann nach draußen, um böse Geister fernzuhalten:

KuerbiskoepfeDraussen.jpg


Technorati: , ,

Vorher … nachher …

So sah der Rosenbogen noch vor wenigen Tagen aus:

RosenbogenUeberwuchert.jpg

Die Trichterwinde sollte eigentlich nur den Zaun beranken. Den Rosenbogen hat sie aber im Sturm in Windeseile ziemlich schnell erobert. (Warum nur fallen mir ausschließlich Begriffe ein, die was mit schnell bewegter Luft zu tun haben?) Da die Rosen dieses Jahr noch klein sind, habe ich der Winde das Klettern erlaubt. Die Blütenpracht war einmalig. Die Blüten waren zuerst extrem hellblau mit etwas bläulicheren Streifen. Je später der Sommer, desto heller wurden die Blüten, bis sie schließlich zum Schluß rein weiß blühten und immer noch blühen.
Irgendwo ist auch ein Passionsblume versteckt, die man aber auf dem Photo nicht erkennen kann.

Eben kam ich heim: Umgefallen! Abgebrochen! Platt!
Im Juli war der Bogen bei einem Gewittersturm schon einmal (am Stück) umgefallen. Da haben wir ihn kurzerhand am Blumenkasten-Geländer festgebunden. Den Erfolg sieht man hier:

RosenbogenUmgefallen.jpg RosenbogenKnick.jpg

Leute, laßt es Euch gesagt sein: Kauft nie, nie, nie einen billigen Rosenbogen!

Hähnchenkeulen mit Kürbis-Lauch-Couscous

Am Sonntag habe ich mich nach der U-Bahn-Buddel-Aktion im Garten auch noch auf’s Kochen gestürzt:


Säuerlich-scharfe Hähnchenkeulen



HaehnchenschenkelSauerScharf.jpg

Quellenangabe: Frei nach einem Rezept aus dem Internet, in dem es Johann Lafer zugesprochen wurde / 15.10.2006 von Sus
Kategorien: Geflügel, Huhn, Backofen
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

4 Hähnchenkeulen
Salz, Pfeffer
Öl
1 kleine Zwiebel; grob gehackt
2 Knoblauchzehen; grob gehackt
1 Stange Lauch; in Ringen
4 Zitronen, Saft davon
250 Milliliter Tomatensaft
2 Eßlöffel Sojasauce
1-2 Peperoni, scharf; fein gehackt
(Könnte hier durch Tabasco o.ä. ersetzt werden.)

Zubereitung:


Die Hähnchenkeulen grob vom Fett befreien, waschen und trockentupfen. Mit Salz und Pfeffer bestreuen.
Die Zwiebel und Knoblauchzehen in Stückchen und die Lauchstange (geputzt) in Ringe schneiden. Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Lauch hineingeben und anrösten. Die Hähnchenbeine dazugeben. Die Haut soll von allen Seiten knusprig werden.

Den Backofen auf 180°C Umluft oder 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Hähnchenbeine aus der Pfanne in eine feuer- ( bzw. backofen-)feste Form legen.
Die Pfanne mit Tomaten- und Zitronensaft ablöschen, gut umrühren und mit Peperoni und Sojasauce abschmecken; brutscheln lassen.
Mit der Sauce die Hühnerbeine einpinseln; den gesamten Rest in den Boden der Form geben.
Für 45-60 Minuten im Backofen verschwinden lassen, dabei aber aufpassen, daß nichts verbrennt; evtl. mit Alufolie abdecken. Wenn es zwischendurch zu trocken aussieht, die Oberseite mit der Sauce neu einpinseln.

Anmerkung:


Die Kombination aus scharfer Tomate und saurer Zitrone ergibt einen interessanten Kontrast. Sehr lecker!


Kürbis-Lauch-Couscous



KuerbisCouscous.jpg

Quellenangabe: 15.10.2006 von Sus
Kategorien: Couscous, Kürbis, Lauch
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

500 Gramm Kürbisfleisch; gewürfelt
2 Stangen Lauch; in Ringen
3 Zwiebeln; grob gehackt
3 Knoblauchzehen; grob gehackt
150 Milliliter Gemüsebrühe
1 Teelöffel Zimt; frisch gemahlen
1 Teelöffel Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
Olivenöl
250 Gramm Couscous (Instant)
250 Milliliter Wasser (oder auch Gemüsebrühe)
1 Handvoll Rosinen (Sultaninen)
50 Gramm Butter

Zubereitung:


Kürbis schälen, von Kernen befreien und in Würfel schneiden. Lauch putzen und in Ringe schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und würfeln.
Rosinen in warmen Wasser einweichen.
Öl in einen Topf geben und Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Zimt und Kreuzkümmel darin anbraten. Kürbis dazugeben und mit Gemüsebrühe auffüllen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wasser mit Öl in einem größeren Topf zum Kochen bringen. Von der Herdplatte nehmen und Salz dazugeben. Couscous gleichmäßig einrühren und zwei Minuten ziehen lassen. Die Rosinen dazugeben. Dann bei schwacher Hitze noch drei bis vier Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit endgültig verschwunden ist. Butter in Stücken auf den Couscous geben und unterrühren.

Anmerkung:


Eigentlich wollte ich noch Pfefferminze an den Couscous geben. Habe ich aber mal wieder vergessen.

Unser Garten bekommt eine U-Bahn…

… so kommt es einem zumindest vor:

RasenRandLoch.jpg

Vorgeschichte:
Letzten Herbst wurde unsere Terrasse verlegt. Clever, wie wir nun mal waren, haben wir gleich unter den Fliesen ein Rohr vom Wasserhahn an der Hauswand und ein Stromkabel bis in den Garten mitverlegt. Aufgrund übermächtiger Präsenz in den Baumärkten hatten wir uns für die Bewässerung des Gartens für Produkte der Firma G***na entschieden. Das verlegte Rohr hat einen Durchmesser von 19mm. Alle Zubehörteile, die wir bis dahin gekauft und auch schon eingebaut hatten, passen dazu. Dann kam der kalte Herbst und für den Rasen langte die Zeit nicht mehr. Also wurde der Weiterbau der Bewässerungsanlage auf das nächste Jahr vertagt. Der Frühling kam und damit auch der Rasen. (Übrigens: Rollrasen ist eine tolle Erfindung!) Wir, frohen Mutes, gingen in den nächsten Baumarkt, um die weiteren Teile (Sprenger, Anschlußstücke, etc.) zu kaufen. Nachdem der Einkaufswagen schon gut gefüllt war, fiel uns auf, daß überall 25mm draufstand. Huch? Das waren doch vorher 19mm? Tja, die liebe Firma G***na hatte klammheimlich über Winter das Sortiment geändert und alle Teile auf einen größeren Schlauchdurchmesser umgestellt. Adapter? Fehlanzeige!

Vor lauter Wut räumten wir unseren Einkaufswagen wieder aus und beschlossen, uns nach einem anderen System umzusehen. Das war leider nicht so einfach wie gedacht: Im Internet sind genug Varianten zu finden, aber Händler mit Sortiment vor Ort sind doch ziemlich rar.

So ging der Sommer dahin. Die Beete um den Rasen herum wurden mit Pflanzen besetzt, die sich auch fleißig in Richtung Rasen ausbreiteten.

Bei einem unserer (regelmäßigen) Spaziergänge durch einen anderen Baumarkt stießen wir zufällig auf ein Regal mit leicht verstaubtem 19mm-Zubehör von G***na. Oha, gleich einpacken! Und was ist das? Ein laminierter Zettel am Regal, wie man von 19mm auf 25mm mit einem speziellen Adapterstück umstellt. Ach schau an, da gab es wohl noch mehr Kunden, die nicht glücklich mit der Umstellung waren.
Nach einem Nachmittag Umplanung hatten wir uns jetzt ein System ausgedacht, welches aus alten und neuen Elementen besteht. Damit stand der Verwirklichung endlich nichts mehr im Wege:
Wir konnten buddeln! … Und buddeln … und buddeln …

Nachdem wir feststellen mußten, daß der von uns ausgesuchte Rasensprenger nicht nur unseren Rasen, sondern auch alle Fenster der Nachbarschaft bewässert hätte, entschieden wir uns für mehrere kleiner Versenkregner. Dafür mußten wir jetzt aber auch durch den Rasen buddeln! 🙁

Jetzt am Sonntag war es soweit: Der Suez-Darmbach-Donau-Kanal wurde gebaut! RasenLoch.jpg

Schwieriger als erwartet waren die Einhaltung des Neigungswinkels für den Ablauf des Wassers in Richtung Entwässerungsventil und das Wiedereinsetzen der Rasenstücke in der richtigen Höhe.

RasenFertigMuster.jpg Ich hoffe doch sehr, Ich nehme an, daß man spätestens nächstes Frühjahr davon nichts mehr sieht.

RasenFertig.jpgDie Mühe hat sich gelohnt:

Leberkäse auf zweierlei Art

Blog-Event XVII: Oktoberfest

Leberkäse gehört zu den Dingen, die ich mindestens einmal in meinem Leben selber machen will. Für das Blog-Event ‚Oktoberfest‘ habe ich mich auch endlich getraut.

Die „offizielle“ Methode (wie auch unten der Einfachheit halber im Rezept geschrieben) sieht vor, daß zuerst die verschiedenen Fleischsorten durch den Fleischwolfs gedreht werden und dann gegebenenfalls noch zusammen mit den anderen Zutaten in der Küchenmaschine püriert werden.

Tja, leider ist mein Fleischwolf seit unserem Umzug verschollen und war auch durch erneutes, intensives Suchen nicht aufzufinden. Da beschloß ich, das Fleisch mit dem Zerhacker-Aufsatz meines kleinen Handrührgerätes zu verarbeiten. Nie wieder! Der Aufwand ist einfach zu hoch: Eine kleine Handvoll gemischter Fleischstücke in den Mixer, dann auf den Knopf drücken, aber nicht länger als fünf Sekunden, denn sonst wird der Motor zu heiß, zehn Sekunden warten, bis der Motor abgekühlt ist, dann wieder drücken, …., nachsehen, ob das Fleisch fein genug ist und dann aus dem Behälter in eine Schüssel geben. Und dann beginnt der Spaß mit der nächsten Handvoll Fleisch von vorne. Dazwischen immer mal wieder Zwiebel- und Knoblauchstücke mitmixen. Das Pürieren habe ich mir dann auch gespart; das Ergebnis ist ein mittelgrober Leberkäse.

LeberkaeseZutaten.jpg LeberkaeseRoh.jpg

Durch die Rinderleber ist ein kräftiger Lebergeschmack entstanden. Der Teil mit der Knoblauchwurst ist etwas trockener und krümeliger geworden, aber die Kombination mit der Pfefferminze macht sich richtig gut.

Leberkaese.jpg
Links die Knoblauchwurst-Variante, rechts klassisch, davor die Petersilie, die ich viel zu spät im Kühlschrank fand.

Leberkäse

Quellenangabe: Ausgedacht und erfaßt 03.10.2006 von Sus
Kategorien: Leberkäse, Schwein, Leber, Fleisch
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

250 Gramm Schweinehackfleisch
250 Gramm Rinderleber; in kleine Stücke geschnitten
500 Gramm Schweinefleisch, mager; in kleine Stücke geschnitten
200 Gramm Speck; in Würfeln
2 Zwiebeln; grob gehackt
4 Knoblauchzehen, nicht zu klein; grob gehackt
2 Eier
50 Gramm Mehl
Oregano, frisch; gewaschen und gezupft
Piment
Muskat
Salz & Pfeffer
‚Türkische‘ Version:
1/2 Bund Pfefferminze; gewaschen und gezupft
2 türkische Knoblauchwürstchen; in kleine Stücke geschnitten
1 Peperoni, scharf; (Menge kommt auf die Schärfe und den eigenen Geschmack an); fein gehackt

Zubereitung:


Die verschiedenen Fleischsorten grob mit den Zwiebeln und dem Knoblauch mischen und durch die feinste Scheibe des Fleischwolfs drehen. Wenn der Leberkäse feiner werden soll, die Masse mit einer Küchenmaschine pürieren.

Den Backofen auf 180°C Umluft oder 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Eier mit den Gewürzen, dem Mehl und den Kräutern über die Fleischmasse geben und kräftig verrühren. Abschmecken nicht vergessen.

Eine Kastenform entweder einfetten oder gleich eine Silikonform verwenden. Eine Hälfte des Fleisches in die Form geben, so daß nur die Hälfte der Form gefüllt wird und seitlich(!) noch Platz bleibt.

Danach für die türkische Variante die Knoblauchwurst, die Minze und die Peperoni ebenfalls zerkleinern und unter den restliche Fleischteig mischen. Die Masse in die noch freie Fläche der Kastenform drücken. Die Oberfläche glattstreichen.

Die Form in den Backofen geben und 50-60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit eventuell mit Alufolie abdecken. Mit einem Holzspieß prüfen, ob das Fleisch gar ist.

Anmerkung:


Die Variation habe ich mir selbst ausgedacht; ich bezweifle, daß in der Türkei Leberkäse (mit viel Schweinefleisch) hergestellt wird.

Leberkaese.jpgDazu Spiegelei, Pommes Frites mit Ketchup und ein Bier! Ein grüner Salat sorgt für Vitamine.