Artischocken mit Bohnen?

Irgendwie hat sich die endgültige Version dieses Rezeptes erst bei der Herstellung ergeben. Z.B. ergab sich die Idee des Bohnenmuses erst beim Kochen und Probieren der Bohnen. Aber das Resultat war echt genial:

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Artischocken – mit Bohnencreme gefüllt

Quellenangabe: Erfasst 07.04.14 von Sus
Kategorien: Artischocke, Bohne, Vorspeise, Dip
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

Bohnenmus:
300 g Wachtelbohnen; getrocknet
1 Zitrone; geriebene Schale und Saft
1 Knoblauchzehe
3 Teelöffel Zitronenthymian; fein gemahlen
10-15 Tropfen Dunkles Sesamöl
Salz
Weißer Pfeffer; fein gemahlen
3 Prise Pimentón de la Vera picante
Artischocken:
4 Artischocken
1 Zitrone; Saft
1 Esslöffel Weißwein
Sonstiges:
6 Scheiben Roher Serrano-Schinken
4 Scheiben Tortas de Aceite mit Rosmarin

Zubereitung:

Bohnenmus: Getrocknete Bohnen mit reichlich Wasser über Nacht einweichen. Wenn man gegen Blähungen empfindlich ist, Wasser wegschütten, andernfalls als Kochwasser wiederverwenden. Die Bohnen nun solange kochen lassen, bis sie weich sind. Laut Anleitung auf der Verpackung sollte dies ca. 60-90 Minuten dauern. Erstaunlicherweise waren die Bohnen bei mir nach 45 Minuten schon so weich, daß sie fast zerfallen wären.

Die Bohnen portionsweise durch ein Sieb passieren, um die Haut zu entfernen. (Wen die etwas gröbere Struktur nicht stört, gibt die Bohnen einfach in einen Mixer oder benutzt einen Pürierstab.)

Die Bohnencreme mit gepresstem Knoblauch, Salz, Pfeffer, fein zerriebenem Zitronenthymian, Zitronensaft und -schale und Pimenton abschmecken.

Artischocken: Zitrone auspressen und den Saft in eine Schüssel mit Wasser geben, die groß genug für ca. die Hälfte der Artischocken ist.

Von den Artischocken die äußersten Blätter entfernen und die Stiele abtrennen, indem man die Artischocken an eine Tischkante legt und den Stiel leicht drehend nach unten drückt.

Mit einem scharfen Messer erst die obere Hälfte der Blüten ab- und dann das Blüteninnere herausschneiden. Die Blüte im Zitronenwasser schwenken. Mit einem Löffel oder einem Kugelausstecher (auf jeden Fall etwas mit einer scharfen Kante!) das sog. Heu aus der Artischocke kratzen. Dabei immer mal wieder im Zitronenwasser schwenken. Während die ersten Artischocken im Zitronenwasser baden, mit den anderen ebenso verfahren.

In einem passenden Topf mit etwas Salzwasser und einem Schuss Wein (oder Zitronensaft) in ca. 20-30 Minuten gar kochen. Das ist leicht daran festzustellen, daß sich ein Blütenblatt leicht abzupfen lässt.

Den Schinken in lange Streifen schneiden und nebeneinander gelegt auf einem Teller mit einem Stück Küchenpapier in der Mikrowelle in ca. 2 Minuten knusprig braten. (Dabei die Mikrowelle ein- bis zweimal öffnen, damit der Dampf entweichen kann.)

Die abgetropften Artischockenböden jeweils auf eine Scheibe Torta de Aceite legen und vorsichtig mit Bohnencreme füllen. Mit Schinkenstreifen und Zitronenabrieb verzieren, etwas Grünzeug aus dem Garten dazugeben (hier: Knoblauchrauke) und servieren.

Anmerkung:

Ich hatte zuerst ein paar Artischockenblätter zuviel von den Blüten gezupft – diese habe ich nach der halben Kochzeit ebenfalls mit in das Kochwasser gegeben und wir haben sie am nächsten Tag ins Bohnenmus gedippt und abgeknabbert.


Great minds …

… think alike … oder so.

Ich esse Mangos sehr gerne, scheue mich aber meist, sie zu kaufen, weil sie ja einen ziemlich weiten Weg hinter sich haben, wenn sie beim hiesigen Händler angekommen sind.

Jetzt habe ich das Blog-Geburtstags-Event von Melanie von Mangoseele zum Anlass genommen, doch noch schnell einen schönen Salat für’s Büro zu bereiten:

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Den Salat habe ich mir beim Schlendern durch den Supermarkt wirklich selbst ausgedacht, musste aber mittlerweile feststellen, dass ich mit dieser Kombination nicht alleine im Internet stehen werde. Macht auch nichts, dann schmeckt er anderen Leuten eben auch… SmileyLecker.gif

Mango-Bohnen-Salat

Quellenangabe: Erfasst 20.02.2014 von Sus
Kategorien: Salat, Mango, Bohnen, Koriander, Vegetarisch
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

150 g Wachtelbohnen getrocknet
oder
400 g Wachtelbohnen aus der Dose
1 Mango; reif
1 cm Frischer Ingwer
2 Grüne Spitzpaprika
1 Rote Peperoni, scharf
1 Frühlingszwiebel
4 Stengel Koriandergrün
1 Esslöffel Weißweinessig
2 Esslöffel Orangensaft
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Getrocknete Bohnen über Nacht einweichen und am nächsten Tag mit frischem Wasser 45-60 Minuten kochen lassen. Abgießen und auskühlen lassen. (Oder man nimmt gleiche Dosenbohnen; spült diese dann aber gründlich ab.)

Mango schälen und in kleine Würfel schneiden; Saft dabei auffangen. Frühlingszwiebel fein und Ingwer feiner hacken und zum Saft geben. Zusammen mit etwas Orangensaft und Essig, evtl. etwas zerdrückter Mango, Salz und Pfeffer ein Dressing bereiten.

Paprika und Peperoni waschen, entkernen und in feine, kurze Streifen schneiden. Die Hälfte des Koriandergrüns fein hacken. Alles zusammen mit den Bohnen dem Dressing untermischen und kühl gestellt 1 Stunde (oder länger) ziehen lassen.

Zum Servieren die restlichen Korianderblätter kleinzupfen und untermischen.

Anmerkung:

Eine schöne Variante geht folgendermaßen: Für den oben beschriebenen Salat nur die Hälfte der Bohnen verwenden und die andere Hälfte beiseite legen. Kurz vor dem Servieren diese zweite Hälfte in einer Pfanne mit etwas heißem Öl kurz fritieren und unter den restlichen Salat mischen. Das lohnt sich aber nicht, wenn man es gleich macht und dann den Salat ziehen lässt: die noch knusprige Bohnenhaut weicht recht schnell wieder durch.


Ich will auch kichern …

Hier zum ersten Mal gesehen und dort auch gefunden – in beiden Fällen für gut befunden – dann will ich auch!

Nach dem kleinen Reinfall vom vorherigen Wochenende wollte der Liebste statt ewiger Experimente endlich mal wieder richtig schöne klassische Bohnen. Ich durfte dafür dann wieder mit dem Fleisch und den Kichererbsen-Fritten herumspielen. SmileyThumbsUp.gif

Nackensteaks mit Kichererbsen-Fritten und grünen Bohnen

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Die Kichererbsenfritten (oder auch Panisse genannt) sind wirklich witzig: Außen fest und knusprig und innen weich und … naja, cremig waren sie nicht, aber dafür schwammig im positiven Sinn, so wie Pfannkuchenteig. Ich habe sie ohne Rosmarin, aber mit ein paar kleingeschnittenen grünen Oliven bereitet. Nach dem Fritieren mit Curry bestreut, schmeckt auch sehr lecker!

Die Steaks habe ich am Vortag mit einer selbstgebastelten, nicht wirklich reproduzierbaren Gewürzmischung aus zwei original-indischen Gewürzmischungen („Sambar Masala“ und einfach „Meat“), Cayennepfeffer, etwas Salz, Knoblauch und noch etwas Kreuzkümmel eingerieben. Leider hatten wir keine Zeit zum Grillen, da habe ich sie in der Pfanne angebraten. Da es ja Nackensteaks waren, ist doch recht viel Fett herausgetreten, was dann aber eine leckere Sauce ergab.

Und einmal grüne Bohnen, klassisch:

Grüne Bohnen

Quellenangabe: 16.08.09 von Sus
Kategorien: Bohne, Beilage, Bohnenkraut
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

1 kg Grüne Bohnen
2 mittlere Zwiebeln
150 g Speck; in kleinen Würfeln
2-3 Stengel Bohnenkraut
Knoblauch
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Bohnen putzen (Enden abschneiden und Fäden entfernen), in mundgerechte Stücke schneiden und waschen.

Den Speck mit den kleingewürfelten Zwiebeln in einem Topf geben und anbraten. Mit 1-2 Tassen Wasser (oder Gemüsebrühe) ablöschen und die Bohnen dazugeben. Je nach Geschmack mit Knoblauch, Salz und Pfeffer würzen. Wer das Bohnenkraut beim Essen nicht haben möchte, gibt die ganzen Stiele dazu und fischt sie vor dem Servieren wieder heraus. Alternativ kann man die kleingezupften Blättchen zu den Bohnen geben.

Bei geschlossenem Deckel unter gelegentlichem Umrühren ca. 20 Minuten kochen lassen bzw. bis die Bohnen gerade nicht mehr ‚al dente‘ sind. Dabei darauf achten, daß immer genug Flüssigkeit im Topf ist und die Bohnen nicht anbrennen.


 
P.S.: So langsam sollte ich mal schauen, daß ich für das Garten-Koch-Event „Bohnen“ noch die Kurve bekomme!