Heute morgen lag da so eine einsame Banane in der Küche. Na gut, dann gibt’s eben Bananenmilch, dachte ich. Beim Mixen der Milch fiel mir ein ebenso einsamer Stengel Basilikum auf. Ob das zusammen schmeckt? Einen Schluck Bananenmilch und ein Blättchen Basilikum später: Jo, schmeckt!
Bananen-Basilikum-Milch
Quellenangabe:
Erfaßt 12.07.2014 von Sus
Kategorien:
Getränk, Milch, Banane, Basilikum
Mengenangaben für:
2 Gläser
Zutaten:
400
ml
Milch; kalt
1
Banane (nach Belieben mehr)
2
Stengel
Basilikum
Zubereitung:
Banane schälen und die Basilikumblätter abzupfen. Alles zusammen in einen Standmixer oder ein hohes Gefäß mit einem Pürierstab geben und kräftig durchmixen.
… mal wieder nicht, was es am Wochenende zu essen geben sollte. Wir hatten beide Lust auf Nudeln. Auf dem Markt fiel mir dann der quietschbunte Mangold zuerst auf, dann in die Hände, dann in den Einkaufskorb. Die Lammfilets waren noch eingefroren vom letzten Bauernmarkt. Noch ein bißchen im Internet gestöbert, was man mit dem Mangold würz-technisch so alles anstellen kann und das Essen war geklärt …
Mangold-Nudeln mit Lammfilet
Quellenangabe:
Erfaßt 07.07.2014 von Sus
Kategorien:
Mangold, Lamm, Rosine, Nudeln
Mengenangaben für:
3 Portionen
Zutaten:
1
kg
Bunter Mangold („Bright Lights“)
1
Zwiebel; mittelfein gehackt
1
Knoblauchzehe; fein gehackt
4
Eßlöffel
Pinienkerne
4
Eßlöffel
Rosinen
50
ml
Marsala (hier: Rotwein); bis doppelte Menge
1
Zitrone, Saft und Schale
Salz, Pfeffer
Muskat
1
Prise
Zimt
1
Prise
Chili
3
Eßlöffel
Olivenöl
8
Lammfiletspitzen
500
g
Bandnudeln (hier: Reginette)
Zubereitung:
Die Rosinen im Wein ziehen lassen. Pinienkerne trocken anrösten und beiseite stellen. Zitrone gut waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
Den Mangold putzen und die Blätter von den Stielen schneiden; diese grob zerkleinern. Die Stiele quer in dünne Streifen schneiden.
Zwiebeln und Knoblauch in heißem Öl anschwitzen. Die Mangoldstiele und die Rosinen zugeben und 2 Minuten andünsten, dann die Mangoldblätter zufügen und 1 Min. mitdünsten. Dabei nach Geschmack würzen.
Kurz vor dem Servieren die Zitronenschale und den -saft unterheben. Mit Pinienkernen dekoriert servieren.
Zwischenzeitlich die Nudeln nach Anweisung kochen. Die Lammfilets leicht salzen und pfeffern und in etwas heißem Öl von beiden Seiten 1-2 Minuten anbraten. Pfanne zugedeckt vom Herd nehmen und noch zwei Minuten ziehen lassen.
An den anderen Tagen waren wir natürlich auch unterwegs:
Gewohnt haben wir hier (naja, zugegebenermaßen in einem Hotel gleich nebendran):
Schloß Heiligenberg
Nach dem Besuch der Insel Mainau waren wir noch kurz in Konstanz:
Hier verschwindet der Rhein wieder aus dem Bodensee…
… und in Kreuzlingen (CH):
Deutsch-Schweizer Grenze in Kreuzlingen
Wenn da nicht eine Grenze quer über die Straße wäre, würde man es gar nicht merken, daß man in eine andere Stadt bzw. ein anderes Land kommt. Ach doch, die Nummernschilder an den Autos sehen anders aus.
Am nächsten Tag waren wir dann richtig in Meersburg:
Das alte SchloßDas neue Schloß
Guckt mal, da drüben liegt Konstanz:
Blick über den Bodensee nach Konstanz
Die Pfahlbauten in Unter-Uhldingen haben wir uns auch angesehen:
Die Pfahlbauten bei Unteruhldingen
Danach sind wir weiter nach Überlingen:
St. Nikolaus-Münster
Inklusive Bad im Bodensee:
Nasse Spuren am Bodensee
Abends waren wir noch schön essen:
Leckeres Dessert
Am folgenden Tag: Mit einem Abstecher über Lindau…
Der Hafen von LindauDas alte Rathaus von Lindau, schön bemalt
… ging es dann nach Lustenau (A), um dort das Rheinbähnle zu besteigen:
Das Rheinbähnle in Lustenau
Das fuhr uns dann gemütlich zur Rheinmündung:
Hier mündet der Rhein in den Bodensee – links der Rhein, rechts der Bodensee
Danach ging es schon wieder heimwärts. Und deshalb kommen jetzt natürlich die Mitbringsel – sogar aus drei Ländern:
Diverse Kochzeitschriften aus CH und A
Diverse Getränke aus CH und A
Diverse Schokoladen und andere Süßigkeiten aus CH und A
Käse aus CH und A
Apfel-Senf-Sauce aus Meersburg
Kirschen aus Salem
Das Mittagessen für den Sonntag haben wir in Heiligenberg eingekauft: Gelber Blumenkohl und Kartoffeln vom (Mini-)Wochenmarkt, Nußzopf, Seelen („Zwei Seelen wohnen, ach! in meinem Bauch…“) und Spätzlesmehl vom Bäcker, Schwenksteaks vom Metzger mit eigener Schlachtung und eine Flasche Wein.
Vor mittlerweile zwei drei Wochen verbrachten der Liebste und ich ein paar wenige Tage am Bodensee. Wir waren noch nie auf der Insel Mainau gewesen und das mußte unbedingt revidiert werden. Da ich zu einer Jahreszeit Geburtstag habe, in der nicht viel freiwillig wächst oder gar blüht, hatte ich vom Liebsten diese Reise sozusagen als Gutschein für eine etwas angenehmere Jahreszeit geschenkt bekommen.
Weil das Wetter als unbeständig galt, sind wir schon am ersten Tag – bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad im Schatten – losmarschiert, um gleich am Eingang von einer riesigen Blume begrüßt zu werden.
Riesenblume am Eingang
Neben vielen sommerlichen Staudenbeeten …
Viele dichte Stauden… mehr Stauden … und noch mehr Stauden
… waren da auch blühende Rosenbüsche und -Sträucher – soweit das Auge reichte. Nicht rechtzeitig ausweichende Bäume wurden gnadenlos assimiliert:
Paul’s Himalayan Musk Rambler
Rosen über Rosen… Manchmal waren die vielen verschiedenen Rosendüfte gleichzeitig eine totale Reizüberflutung für die Nase.
Rosengarten vor Schloß Mainau
Einen Maulbeerbaum (Morus alba) gibt’s tatsächlich auch auf der Mainau:
Maulbeerbaum (gepflanzt ~1862)
– der letzte aus einer ganzen Allee, die gepflanzt wurde, um die Seide für ein Hochzeitskleid für Viktoria von Baden, der späteren Königin von Schweden, zu liefern. (Ja, ich weiß, die Bäume haben das Futter für die Seidenraupen geliefert, die dann wiederum die Seide erzeugt haben.) Merkwürdigerweise waren die Früchte noch grasgrün.
Weiter ging’s:
Hübsch bepflanzte Treppe mit Wasserfall
Am Hafen gab’s neben der schönen Aussicht …
Kleiner Hafen mit Zeppelin
… auch was zu futtern:
Frisch gebackenes Brot mit Bodenseefelchen-Filet
Allerdings wird es wohl in absehbarer Zeit nicht mehr allzuviele Bodensee-Felchen geben, denn der Bestand hat wegen des immer sauberer(!) werdenden Bodenseewassers stark abgenommen. Je weniger Phosphor aus Abwässern eingeleitet wird, desto weniger Plankton und Algen wachsen und desto weniger Nahrung für Fische wie eben Felchen gibt es.
Vor dem Schloß:
Das Schloß
Mammutbaum im Arboretum:
Berg-Mammutbaum, gepflanzt 1864
Ein junger Specht, völlig fertig nach wahrscheinlich seinem ersten längeren Flug:
… Spargel der Saison gab es am Sonntag auch bei uns. (Psst: eine Portion liegt gut versteckt im Gefrierschrank!) Aus Zeitgründen konnten wir leider nicht grillen, obwohl das Wetter dafür genau richtig gewesen wäre, aber einen schnellen Nudelteller fanden wir auch ganz schön.
Die Erbsen hierzu haben vor zwei Wochen noch geblüht und wurden hier auch schon online gebracht. Jetzt – gute zwei Wochen später – sind sie reif genug, daß man sie ernten kann.
Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Mit etwas Öl in einer Pfanne schön braun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Hackfleisch in die Pfanne geben und anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Gabel oder dem Pfannenwender das Hackfleisch in kleine Krümel zerteilen und von allen Seiten knusprig werden lassen. Tomatenmark und die Gewürze zugeben; Gemüsebrühe und Rotwein angießen und gut verteilen. Ein paar Minuten köcheln lassen, dabei noch abschmecken. Etwas von der Bratflüssigkeit abnehmen, die Stärke einrühren und wieder in die Pfanne geben, noch einmal unter Rühren kurz köcheln lassen, bis eine Sauce entstanden ist.
Zwischenzeitlich die Spargelspitzen (knapp 10 Minuten) und Erbsen (ca. 5 Minuten) in Salzwasser gar kochen. Wenn man faul ist (und frische Nudeln), entnimmt man dem kochenden Wasser das Gemüse und stellt es kurz warm, um dann im selben Wasser die Nudeln (ca. 4 Minuten) zu kochen. Ansonsten eben in einem getrennten Topf.
Alles zusammen anrichten und mit Zitronenmelisse oder Petersilie garnieren.
Anmerkung:
Ich hatte dann noch etwas Ziegenfrischkäse zugegeben. Auch sehr lecker und für Vegetarier anstatt Haschee eine gute Wahl.
Jetzt habe ich doch glatt das erste Spiel der Südkoreaner verpaßt. So was! Aber das macht nichts, denn sie müssen ja mindestens noch zwei Spiele spielen.
Von Bekannten, die schon öfter in Südkorea waren, weiß ich, daß neben den beliebten Suppen und Eintöpfen die Koreaner recht gerne grillen. Prima, wir auch.
Deshalb gab es bei uns am Feiertag gegrillte Spieße koreanischer Art mit Beilagen aus Glasnudeln (leider nicht die koreanische Version) und Radieschen-Kimchi. Ich weiß zwar nicht, ob ein Koreaner sein Essen wiedererkannt hätte, aber uns hat’s geschmeckt!
Koreanische Rind- und Gemüsespieße vom Grill
Quellenangabe:
Authentic recipes from Korea von Injoo Chun Erfaßt 19.06.2014 von Sus
Die Zutaten für die Marinade zusammenrühren. Das Rindfleisch in schmale Streifen schneiden und in der Marinade gut bedeckt im Kühlschrank 2 Stunden ziehen lassen.
Von den Pilzen die Stiele entfernen und die Köpfe halbieren. Paprika putzen und in passende Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln zurechtschneiden. Alle Stücke nacheinander auf die leicht gefetteten Spieße stecken, dabei Fleisch und Gemüse abwechseln. Gemüse leicht mit etwas Öl bestreichen. Auf dem aufgeheizten Grill für 6-12 Minuten bei direkter Hitze grillen.
Für die Beilage zuerst die Sesamkörner in einer trockenen Pfanne rösten, bis die ersten Körnchen platzen. Beiseite legen und abkühlen lassen. Dann die Glasnudeln in kochendem Wasser zwei Minuten ziehen, dann abtropfen lassen. Mit Sojasauce, Sesamöl, Salz und Pfeffer würzen. Mit dünnen Streifchen vom Gemüse der Spieße garnieren und mit Sesamkörnern bestreuen.
Und noch was habe ich verpeilt: Das Fußball-Männchen fehlt auf den Photos. Deshalb bekommt es noch schnell ein Extra-Bild:
Natürlich habe ich zum Thema Südkorea auch ein Kimchi gemacht, denn schließlich ist das dort auch ein Nationalgericht. Schon im Frühjahr, zu Foodfreaks „Project Kim Chi“, wollte ich es ausprobieren, aber es hatte zeitlich leider nicht geklappt. Seitdem spukt mir der Gedanke an Kimchi immer noch im Kopf herum.
In dem unten erwähnten Buch gibt es ein schönes Rezept für Kimchi aus Daikon-Rettich. Das wollte ich ausprobieren. Aber kennt Ihr das: Wenn man eine bestimmte Zutat sucht, gibt es sie in keinem Markt (egal ob Bauern- oder Supermarkt) in der näheren Umgebung. So ging’s mir mit dem ganz normalen deutschen Rettich. Da kam ich kurzentschlossen auf die originelle Idee, stattdessen Radieschen zu verwenden. Zuhause angekommen und das Internet befragt, habe ich dann festgestellt, daß doch schon einige andere Leute auf die selbe Idee gekommen sind. Aber wenn es dann auch veröffentlicht wird, kann es auch nicht so schlecht schmecken, oder?
Die Menge an verwendetem Chili habe ich allerdings drastisch heruntergesetzt, weil das sonst niemand hier gegessen hätte. Im Nachhinein hätte es dann aber ein bißchen mehr sein dürfen, denn durch das Ziehenlassen ist die Schärfe etwas zurückgegangen. Aber Nachwürzen kann man immer.
In fast allen koreanischen Rezepten habe ich den fleißigen Gebrauch von Zucker gefunden. Das finde ich nicht ganz so lecker, aber in diesem Fall hat es den Geschmack der Radieschen wirklich gut abgerundet.
Fazit: Gerne wieder!
Koreanisches Radieschen-Kimchi
Quellenangabe:
Authentic recipes from Korea von Injoo Chun Erfaßt 17.06.2014 von Sus
Kategorien:
Radieschen, Korea, Beilage
Mengenangaben für:
1 Rezept
Zutaten:
1
Bund
Radieschen
3
Eßlöffel
Meersalz
Kimchi Gewürzmischung – Original:
4
Eßlöffel
Reismehl
375
ml
Wasser
3
Eßlöffel
Knoblauch; zerdrückt
2
cm Ingwer; geschält und zerdrückt
4
Eßlöffel
Fischsauce
8-10
Eßlöffel
Chili; gemahlen
1/2
Eßlöffel
Zucker
250
g
Daikon Rettich; in 5 cm langen Streifchen
90
g
Chinesischer Schnittlauch; in 5 cm langen Stücken
1/2
Stange Lauch
Kimchi Gewürzmischung – Meine Version:
1
Eßlöffel
Reis; fein gemörsert
2
Eßlöffel
Stärke
250
ml
Wasser
1-2
Knoblauchzehen; zerdrückt;
2
cm Ingwer; gerieben
3
Eßlöffel
Austernsauce
2
Sardellen; klein gezupft
1
Bund
Frühlingszwiebeln; die grünen Stengel davon; in 3 cm langen Streifen
2
Eßlöffel
Schnittlauch (TK)
1
Eßlöffel
Chili; gemahlen
1/2
Eßlöffel
Zucker
Zubereitung:
Radieschen gründlich waschen. Die Blätter entfernen, aber die Stiele und die Wurzeln dran lassen (Habe ich aus Versehen nicht gemacht.) Je nach Größe die Radieschen halbieren, vierteln oder ganz lassen. In einer Schüssel mit Salz bestreuen und gut 20 Minuten ziehen lassen.
Für die Gewürzmischung zuerst das Wasser mit dem Reismehl in einem kleinen Topf erhitzen. Solange umrühren, bis sich eine dickliche Paste bildet. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
Knoblauch, Ingwer, Fischsauce, (Sardellen), Chili und Zucker unterrühren. Restliche Zutaten unterheben.
Die Radieschen gut abwaschen, damit das Salz entfernt wird. Danach die Gewürzmischung über die Radieschen geben und gut mischen. In einem luftdichten Behälter über Nacht in der Küche stehen lassen, danach in den Kühlschrank stellen.
… hatte ich auch mal wieder einen Kuchen gebacken. Wie nicht anders zu erwarten, wurde es ein Maulbeerkuchen. Außerdem habe ich Kokosraspel dazu verwendet. (Im Original sind stattdessen Heidelbeeren und Mandeln vorgesehen.) Das Karamell war übrigens sehr lecker, besonders der Teil, der es irgendwie nicht in den Kuchen geschafft hat…
Fazit: Saftig, lecker!
Maulbeerkuchen mit Karamell
Quellenangabe:
Meine Familie&ich 07/2014 Erfaßt 07.06.2014 von Sus
Kategorien:
Backen, Kuchen, Rührteig, Maulbeere
Mengenangaben für:
1 Kuchen
Zutaten:
Karamell:
50
g
Zucker
1
Teelöffel
Orangenschale
1
Prise
Natron
Kuchen:
150
g
Zucker
150
g
Butter; weich
5
Eier
400
g
Mehl
100
g
Kokosraspel
1/2
Packung
Backpulver
200
ml
Buttermilch
500
g
Maulbeeren
Zubereitung:
Für das Karamell den Zucker in einem Topf hellbraun schmelzen. Orangenschale und Natron dazugeben. Mit einem Löffel verrühren und aufschäumen lassen. Masse auf ein Stück Backpapier gießen und auskühlen lassen.
Den Backofen auf 180° C vorheizen. Butter mit Zucker schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren, Mehl, Backpulver und Kokosraspel verrühren und abwechselnd mit der Buttermilch unter die Buttermasse rühren. Maulbeeren waschen, verlesen und trocken tupfen. Orangenkaramell in grobe Stücke brechen und mit den Heidelbeeren vorsichtig unter den Teig heben.
Teig in die gebutterte Kastenform geben und im Ofen auf der untersten Schiene 60-70 Minuten backen. Kuchen auskühlen lassen, dann aus der Form nehmen. Mit Puderzucker bestäuben. (Hab ich vergessen.)