Wo wir doch gerade …

… beim Lavendel waren – einen schnellen Salat für’s Büro:

Spargel-Rucola-Minze-Lavendel-Salat

SpargelRucolaMinzeLavendelSalat.jpg

Quellenangabe: 21.06.2010 von Sus
Kategorien: Salat, Spargel, Minze, Lavendel, Büro
Mengenangaben für: 1 Portion

Zutaten:

7-8 Dünne Spargel
1 Handvoll Minze, frisch
2 Handvoll Rucola
1 Esslöffel Distelöl
1 Esslöffel Mango-Balsam-Essig
1 Esslöffel Zwiebelwürfel
Salz, Pfeffer
2 Lavendelblüten

Zubereitung:

Am Vorabend die Spargel kochen (nicht zu weich) und in je drei Teile schneiden. Minze und Rucola waschen und die Stiele entfernen. Die Minze sehr grob hacken, den Rucola halbieren. Mit den Lavendelblüten in einer Plastikschüssel (mit Deckel) im Kühlschrank aufbewahren.

In einem anderen Plastiktöpfchen aus dem Essig, Öl, Zwiebeln, Salz und Pfeffer und ein paar fein gehackten Minzeblättern eine Vinaigrette herstellen und ebenfalls kalt stellen.

Vor dem Essen die Lavendelblüten beiseite legen, die Vinaigrette mit dem Salat in der größeren Schüssel mischen und auf dem Teller anrichten. Einzelne Lavendelblütchen abzupfen und darüberstreuen.


Aprikosen-Kuchen Upside-Down

Heidenei! Heilig’s Blechle! Irgendwie ging am Samstag so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. Kann man Kuchenbacken eigentlich verlernen?

Garten-Koch-EventIrgendwie spukte mir für das Garten-Koch-Event „Essbare Blüten“ die Kombination Aprikose und Lavendel im Kopf herum, vorzugsweise als Eiscreme. Einmal die Suchmaschine angeschmissen und schon lachte mir als erstes Suchergebnis Barbaras Rezept entgegen. Zwar sehr schön (und ich werde es auch noch nachmachen), aber somit nichts Neues.

Da beschloss ich einfach so (ohne Suchmaschine), meinen bewährten Kastenkuchen statt mit Ananas mit Aprikosen zu backen und mit einem – vorzugsweise zart-violett schimmernden – Zuckerguss zu überziehen. Soweit die Phantasie…

Ich habe diesen Kuchen in verschiedenen Variationen schon unzählige Male gebacken. Normalerweise braucht er ca. eine Stunde zum Backen. Dieses Mal war er nach dieser Zeit bei der Stäbchenprobe noch klatschnass. Merkwürdig. Also habe ich ihn mit Alufolie abgedeckt noch weiterbacken lassen; es dauerte tatsächlich noch eine halbe Stunde, bis er einigermaßen durch war. Sehr merkwürdig.

Nach ein paar Minuten Abkühlen wollte ich den Kuchen vorsichtig aus der Form stürzen. Tja, nix mit vorsichtig: Auf einen Schlag lösten sich die oberen Dreiviertel des Kuchens aus der Form, das untere Viertel blieb in der Form hängen. Wie man auf dem Photo erkennen kann, waren die Aprikosen alle bis fast ganz unten gesackt. An dieser Schicht ist der Kuchen dann auseinander gebrochen. Was soll’s, drehen wir den Kuchen einfach um, ignorieren den hängengebliebenen Teil und deklarieren die Aprikosen zur Oberseite.SmileyGrin.gif

Da mir der Kuchen innen aber immer noch zu feucht war, legte ich ihn auf einem Backblech noch einmal in den Backofen, um ihn mit der Restwärme noch ein wenig trockener zu bekommen. Nach ca. 10 Minuten roch es im Haus immer stärker nach Kuchen. Lecker, aber schon wieder seltsam. Diesmal gibt es aber eine Erklärung: Nix mit Restwärme, ich hatte vergessen, den Backofen auszuschalten und er hat munter bei voller Hitze weitergebacken. Zum Glück bin ich gerade noch rechtzeitig gekommen: nur ein kleines Eckchen des Kuchens hatte etwas zuviel Röstaromen entwickelt. SmileyRotWerd.gif

LavendelGuss.jpgDanach gab ich die Lavendelblüten und den Zucker in den Mixer und verwandelte sie in Puderzucker. Dummerweise habe ich auch ein paar Lavendelblättchen dazugetan, weil sie ebenfalls so lecker rochen. Das Ergebnis war ein hellgrüner Puderzucker, der bei Wasserzugabe nicht – wie erhofft – heller, sondern dunkler wurde. Hat schon mal jemand Schlamm-farbenen Zuckerguss auf seinen Kuchen gestrichen? Ich nicht. Also habe ich eine neue Portion angesetzt, diesmal ohne die Blättchen; da ist der Guss auch nach dem Anrühren heller geblieben.

Beim Bestreichen sah es noch ein wenig merkwürdig aus, aber beim Trocknen war es dann ok.

Mittlerweile weiß ich allerdings auch, dass ich nicht die Einzige beim Event bin mit einem Aprikosen-Lavendel-Kuchen. Da der Kuchen aber wirklich phantastisch geschmeckt hat, darf er trotzdem teilnehmen. SmileyLecker.gif

Aprikosenkuchen mit Lavendel

AprikosenkuchenMitLavendel.jpg

Quellenangabe: 19.06.2010 von Sus
Kategorien: Kuchen, Aprikose, Lavendel
Mengenangaben für: 1 Kuchen

Zutaten:

Prise

500 g Aprikosen
200 g Butter oder Margarine, weich
175 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
4 Eier
1 Zitrone, unbehandelt
250 g Mehl
50 g Speisestärke
1/2 Päckchen Backpulver
200 g Zucker
4-5 Frische Lavendelblüten (je nach Geruchsintensität mehr oder weniger)

Zubereitung:

Aprikosen waschen, entsteinen und je nach Größe vierteln bis achteln. Fett, Zucker und Vanillin-Zucker mit dem Schneebesen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Eier nach und nach unterrühren. Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale in den Teig reiben. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, zufügen und alles zu einem glatten, cremigen Teig verrühren. Aprikosenstücke vorsichtig unterheben.

Eine Kastenform (30cm Länge) einfetten und den Teig einfüllen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175°C, Gas: Stufe 2) ca 60 Minuten backen. Nach 10 Minuten Backzeit den Teig in der Mitte einschneiden, damit er gleichmäßig reißt. Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen.

Zucker und gezupfte Lavendelblüten im Mixer zu Puderzucker zermahlen. Mit wenig heißem Wasser glattrühren. Den noch warmen Kuchen damit überziehen und mit Lavendelblüten verzieren.

Anmerkung:

– Ich hatte keine Zitrone im Haus, weder behandelt noch unbehandelt. Ich habe sie mit zwei Esslöffel Zitronensirup ersetzt.

– Weiß jemand, was ich mit 200 g dunkelgrünbraunem Lavendel-Puderzucker anfangen kann? SmileyGrin.gif


Variationen in Holunder …

Garten-Koch-Event

Im aktuellen Garten-Koch-Event des Gärtner-Blogs hat sich Barbara Rezepte mit essbaren Blüten gewünscht. Essbare Blüten… Da fällt mir als erstes Löwenzahn ein. Aber den hatten wir schon mehrmals, außerdem blüht er nicht mehr.

Vielleicht sollte ich mal etwas mit Holunderblüten anfangen? Die hatte ich nämlich noch nie. Ich habe mir zwei schöne große Holunderbüsche gesucht und diese beerntet. Wobei es gar nicht so einfach ist, Holunderbüsche zu finden, an die man auch drankommt. Entweder sie stehen auf einem Privatgrundstück oder an einer vielbefahrenen Straße. Wenn sie am Feldrand wachsen, ist es auch nicht immer so einfach, dranzukommen: Oft genug ist ein Graben oder eine Brenn(n)essel-Hecke dazwischen …

Nun ja, ich habe mich in drei verschiedenen (klassischen) Übungen versucht:

1. Holunderblüten-Sirup
2. Holunderblüten-Essig
3. Frittierte Holunderblüten

Ergebnis:

HolunderEssig.jpg HolunderInTeig.jpg
Holunderblüten-Essig Holunderblüten in Teig

 
Der Sirup ist mir schon nach drei Tagen verschimmelt (warum auch immer…) und die in Teig frittierten Holunderblüten waren zwar lecker, aber nicht so aufregend, wie es immer beschrieben wurde. Der Holunderblüten-Essig ist an Ulrikes Rezept für hellen Fliederessig angelehnt, nur eben mit Holunderblüten. Da ich diesen Essig zwar schon Anfang Juni angesetzt habe, er aber sechs Wochen ziehen muss, wird das wohl nichts mit dem Event-Beitrag.

Am besten hat mir der Original-Geruch der Blüten gefallen.

Auf zur nächsten Blüte …


Quietschkäse …

8ter mediterraner Kochevent - Zypern - tobias kocht! - 10.05.2010-10.06.2010

Tobias wünscht sich in diesem Monat für sein 8. mediterranen Koch-Event Rezepte aus Zypern.

Wir waren schon mal vor ewigen Zeiten auf Zypern, im griechischen Teil, vor der Öffnung der Grenze. Ich muss gestehen, essenstechnisch ist mir da nicht viel in Erinnerung geblieben, außer dem wohl bekanntesten Produkt der Insel: Halloumi, der nicht-schmelzende Käse, der so schön quietscht.

Jahrelang war dieser Käse hier nicht aufzutreiben, mittlerweile gibt es ihn in ziemlich jedem Kühlregal. Leider läßt die Menge an Minze bei diesen Produkten doch sehr zu wünschen übrig; das habe ich irgendwie anders in Erinnerung.

HalloumiSticks.jpg

Die unten beschriebene Methode mit der Panade habe ich mir deshalb ausgedacht, damit ich viel Minze an die Stäbchen bekomme, diese aber nicht verbrenne.

Halloumi-Sticks

Quellenangabe: 08.06.2010 von Sus
Kategorien: Käse, Pfefferminze, Snack, Zypern
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

Prise

200 g Halloumi
1 Handvoll Minze; gehackt
1 Eßlöffel Weißweinessig
1 Eßlöffel Olivenöl
1 Salz, Pfeffer
2 Handvoll Semmelbrösel oder zerriebenes Panko

Zubereitung:


Halloumi der Länge nach in acht Stäbchen schneiden. Aus den übrigen Zutaten (ohne die Semmelbrösel) eine Vinaigrette mischen und den Käse darin 1-2 Stunden ziehen lassen.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Stäbchen darin von allen Seiten leicht anbräunen. Sofort noch einmal durch die Vinaigrette ziehen und darauf achten, daß viel Minze an den Stäbchen hängenbleibt, dann in den Semmelbröseln wälzen. Gleich wieder in die Pfanne geben und von allen Seiten noch einmal anbräunen.

Mit etwas Salat oder Gemüse (z.B. Tomate und Fenchelgrün) als Snack sofort servieren. Kalt sind die Stäbchen zwar auch ganz gut, aber heiß schmecken sie besser.


Last Minute … mal wieder …

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]

So am späten Nachmittag kam die Frage nach dem sonntäglichen Abendessen auf … Pizza wäre doch nett … JETZT NOCH? Wie das denn? Kurze Suche im Internet und ein Pizzateig ohne Gehen-Lassen war (angepaßt) gefunden. Fazit: Die fertige Pizza war für so eine kurzfristige Aktion wirklich nicht übel.

Mir schwebte eine Pizza wie ein Lahmacun vor, zusätzlich mit Spargel belegt. Die noch schnell besorgten Mini-Spargel waren leider nicht ganz so dick wie vorgestellt. Deshalb kamen noch ein paar französische Radieschen zum Einsatz.

Hackfleisch-Spargel-Pizza


HackfleischPizzaMitSpargel.jpg

Quellenangabe: 30.05.2010 von Sus
Kategorien: Pizza, Hackfleisch, Spargel, Radieschen
Mengenangaben für: 1 Blech

Zutaten:

Teig:
300 g Dinkelmehl
80 ml Milch, lauwarm
80 ml Wasser, lauwarm
80 ml Olivenöl
5 g Trockenhefe
1 Ei
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Zucker
Belag:
1 kleine Dose Tomaten
500 g Rinderhackfleisch
1 kleine Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
Shawarma-Gewürzmischung
250 g Spargelspitzen; müssen nicht geschält werden
1 Handvoll Radieschen; halbiert
Ziegengouda
Fenchelgrün

Zubereitung:


Für den Belag kleingeschnittene Zwiebel, Knoblauch und Hackfleisch in einem Topf anschwitzen, dabei würzen. 3/4 des Hackfleischs beiseite legen. Zum Rest kleingeschnittene Tomaten dazugeben, unter gelegentlichem Rühren (und Nachschmecken) einkochen lassen.

Wasser und Milch mischen, Trockenhefe mit Zucker darin auflösen. Öl untermischen. In eine Schüssel Mehl mit dem Salz geben und die Hefe-Flüssigkeit und das Ei untermischen und verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.

Theoretisch könnte dieser Teig gleich gebacken werden, ich habe ihm noch 30 Minuten Zeit zum Gehen gegeben.

Backofen auf 230°C vorheizen. Den Teig auf dem Backblech (mit Backpapier) gleichmäßig verteilen. Im Backofen ca. 5 Minuten vorbacken, dann mit der Sauce und den übrigen Zutaten belegen und fertigbacken, bis die Kruste braun ist.


Puh, …

… was für ein Wochenende…

Mathildenhoehe2010.jpg

Es hatte sich Besuch angemeldet, um gemeinsam auf der Darmstädter Mathildenhöhe die Olbrich-Ausstellung zu besuchen. Die Ausstellung war sehr interessant, dummerweise hat uns das Wetter den anschließenden Rundgang durch die Künstlerkolonie etwas arg angefeuchtet, so daß wir recht schnell zum gemütlichen Teil übergegangen sind: Kaffee und Kuchen.

Es gab Wiederholungen mit Variationen:

JohannisbeerKuchenMitMandelhaube.jpg KarottenMarzipanMohnkuchen2.jpg
Johannisbeer-Kuchen mit Bienenstich-Haube Karotten-Mohn-Kuchen als Gugelhupf
Rezept Rezept
(ersetze dort den Rhabarber durch 350 g Johannisbeeren)

 


 
Am Donnerstag las ich bei Brot und Rosen von diesem leckeren Marmeladen-Rezept. Da fiel mir ein, daß ja bei mir noch ein paar Bitterorangen ihrer Verwendung harrten.

Vor einiger Zeit schwirrten viele Bitterorangen-Marmeladen-Rezepte durch’s Internet. Damals gab es bei uns keine einzige Bitterorange aufzutreiben. Vor ein paar Wochen fand ich tatsächlich welche im Großmarkt, sogar recht günstig. Stolz wie Oskar habe ich sie heimgetragen, um dann mal nach den Rezepten zu schauen. Dort wurden vornehmlich die Schalen verwendet. Ja, aber … auf der Verpackung der Orangen stand groß und deutlich: „Schalen mit xy behandelt – nicht zum Verzehr geeignet.“ Grmpf! Wahrscheinlich hatte ich die einzigen gespritzten Bitterorangen Europas erwischt.

Tja, und so lagen sie da und wurden nicht hübscher… bis ich durch Petra auf die Idee kam, sie eben mit Karotten zur Marmelade zu verarbeiten. Beim Abschmecken war mir der Geschmack dann etwas zu süßlich und ich habe noch den Saft von Limetten hinzugefügt.

KarottenBitterorangenMarmelade.jpg


Karotten-Bitterorangen-Marmelade

Quellenangabe: Brot und Rosen 13.05.2010 von Sus
Kategorien: Marmelade, Karotte, Orange
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

350 g Karotten; geputzt gewogen
300 g Bitterorangenfilets; geputzt gewogen
2-3 Limetten; Saft davon
400 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:


Karotten waschen, abtropfen lassen, schälen, fein raspeln, benötigte Menge abmessen. Orangen schälen, weiße Haut dabei entfernen, die Fruchtfilets dabei herausschneiden, zerkleinern und benötigte Menge abwiegen.

Möhren, Orangenfilets und Limettensaft mit Gelierzucker im Kochtopf gut verrühren. Alles unter Rühren bei starker Hitze zum Kochen bringen, mindestens 3 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen lassen (gegebenenfalls noch mit weiterem Limettensaft abschmecken) und vom Herd nehmen. Kochgut evt. abschäumen, sofort randvoll in vorbereitete Gläser füllen. Mit Twist-Off-Deckeln verschließen, umdrehen, ca. 5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen.


Ich weiß …

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

… ja nicht, wie Ihr das seht, aber für mich gehört zu einem richtigen Brunch auch ein richtiger Kuchen.

Rhabarber2010.jpgDeshalb steuere ich für den großen Jubiläums-Brunch im Kochtopf einen klassischen Streuselkuchen bei, der endlich 100% eigene, selbstgezogene Rhabarber-Stangen enthält.
SmileyFreu.gif

Rhabarber-Streusel mit Löwenzahn-Sahne

RhabarberStreuselMitLoewenzahnSahne2010.jpg

Quellenangabe: 09.05.2010 von Sus
Kategorien: Kuchen, Hefe, Rhabarber, Löwenzahn
Mengenangaben für: 1 Blech

Zutaten:

Teig:
500 g Mehl
250 ml Milch
42 g Hefe
80 g Zucker
125 g Butter
1 Ei
Belag:
4 Stangen Rhabarber
3 Eßlöffel Zucker
Streusel:
250 g Mehl
125 g Butter
100 g Zucker
Sahne:
1 Portion Schlagsahne
1 Eßlöffel Vanillezucker
5 Eßlöffel Löwenzahn-Sirup
1 Päckchen Sahnesteif
Löwenzahn-Blüten

Zubereitung:


Rhabarber schälen und in schmale Stücke schneiden. In einer Schüssel mit Zucker bestreuen.

Für den Hefeteig die Hefe mit etwas Zucker und Mehl in der Milch auflösen. Zucker, weiche Butter und Ei hinzugeben und gleichmäßig mit dem Mehl verrühren, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.

Die Schüssel mit einem Tuch zudecken und den Teig auf ca. doppelte Größe gehen lassen.

Den Teig auf einem Blech mit Backpapier ausrollen, noch einmal gehen lassen und dann mit dem abgetropftem Rhabarber belegen.

Für die Streusel sollte die Butter kalt und hart sein. Alle Zutaten in einer Schüssel mit den Händen verkneten und die Streusel gleichmäßig auf dem Rhabarber verteilen.

Backzeit: ca. 30 Minuten bei 200°C.

Die Sahne mit Löwenzahn-Sirup und Vanillezucker zuerst verrühren und dann steif schlagen, gegebenenfalls etwas Sahnesteif hinzufügen. Gelbe Blütenblätter aus einer Löwenzahnblüte zupfen und vorsichtig unter die Sahne mischen.

Anmerkung:


– Ich hatte beim Schlagen der Sahne Löwenzahn-Blütenblätter dazugegeben. Keine gute Idee, denn sie sind alle am Quirl als Klumpen hängengeblieben. Deshalb erst nach dem Schlagen zugeben.
– Der Löwenzahn ist übrigens ebenfalls zu 100% selbstgezogen. SmileyGrin.gif


Zum Zweiten …

7ter mediterraner Kochevent - Algerien - tobias kocht! - 10.04.2010-10.05.2010

Auf meiner Suche nach algerischen Rezepten habe ich viele, relativ unspezifische nordafrikanische Rezepte gefunden, sowohl im Internet als auch in meinen Kochbüchern. Das nachfolgende Brot-Rezept hatte ich aber schon vor längerer Zeit zum Nachbacken markiert. Zum Glück stand dort im Nachtrag: „In einer algerischen Version wird die geriebene Schale einer Orange hinzugegeben.“ Ja, wunderbar, jetzt habe ich endlich eine Verwendung für die einsame Bio-Orange in der Obstschale und noch einen Beitrag für tobias kocht! und seinen 7ten mediterranen Kochevent – Algerien.

Das Brot musste ich dann aber doch zweimal gebacken: Die erste Version am Sonntag ist einfach nicht aufgegangen, sondern platt und klietschig geblieben ist. Keine Ahnung, warum die Trockenhefe nicht wollte…

Unerwarteterweise hatte ich am Dienstag etwas Zeit und habe aus Trotz das Brot noch einmal gebacken, denn der Geschmack der missratenen Klietschfladen war richtig gut gewesen.

Und siehe da:

AnisSesamBrot.jpg

Geht doch!

Anis-Sesam-Brot

Quellenangabe: Claudia Roden – The New Book of Middle Eastern Food 02.05.2010 von Sus
Kategorien: Brot, Anis, Algerien
Mengenangaben für: 2 Brote

Zutaten:

Prise

1,5 Teelöffel Trockenhefe
375 ml Wasser; lauwarm
1 Prise Zucker
700 g Weizengrieß, fein
500 Weizenmehl
180 ml Distelöl
1 Teelöffel Salz
2 Eier
2 Eßlöffel Anissamen
4 Eßlöffel Sesamkörner
1 Ungespritzte Orange; geriebene Schale davon

Zubereitung:

Hefe in 3/4 des Wassers auflösen und Zucker hinzufügen. Ca. 10 Minuten ruhen lassen, bis kleine Bläschen aufsteigen.

In einer großen Schüssel Grieß, Mehl, Öl und Salz gleichmäßig vermischen. Von den Eiern ein halbes Eigelb aufheben, den Rest leicht schaumig schlagen und Anis und Sesam unterrühren. Unter das Mehl mischen. Die Hefeflüssigkeit hinzufügen und gleichmäßig in den Teig einarbeiten. Das restliche Wasser nach und nach hinzufügen: Der Teig sollte nicht zu feucht sein, sondern einen gleichmäßigen Ball ergeben.

Den Teig in der Schüssel oder auf der Arbeitsfläche 10 Minuten kräftig kneten, solange bis er glatt und elastisch ist. Den Teig von allen Seiten mit etwas Öl bestreichen und in einer zugedeckten Schüssel ca. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig zusammenboxen und in zwei gleiche Teile teilen. Jeden Ball für ca. 1 Minute kneten und zu einem Ball rollen. Jeden Ball zu einer Scheibe von ca. 22 cm Durchmesser und 2 cm Höhe formen. Auf ein leicht geöltes und mit Grieß bestreutes (oder mit Backpapier belegtes) Backblech legen.

Das restliche Eigelb mit etwas Wasser verdünnen und gleichmäßig auf die Brote streichen. Mit Sesamkörnern bestreuen. Noch weitere 30-45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C für 30 Minuten backen, bis die Brote braun sind und hohl klingen, wenn man auf den Boden klopft.


Huhn algerisch…

7ter mediterraner Kochevent - Algerien - tobias kocht! - 10.04.2010-10.05.2010

Eigenständige algerische Rezepte gibt anscheinend nicht so viele, jedenfalls musste ich ein bißchen suchen, bis ich für das 7te mediterrane Kochevent – Algerien von tobias kocht! etwas gefunden hatte.

Das folgende sind zwei Rezepte, die ich letztes Wochenende mit etwas Couscous zu einer Mahlzeit vereinigt habe.

HuhnAuberginenCouscous.jpg

Hühnerleberfleisch M’Chermel

Quellenangabe: Mourad Mazouz – Couscous & Co
Leicht abgewandelt 02.05.2010 von Sus
Kategorien: Huhn, Algerien
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

6 Eßlöffel Glatte Petersilie; frisch gehackt
1 Teelöffel Kreuzkümmel, zermahlen
1 Teeelöffel Paprikapulver
1/4 Teelöffel Cayennepfeffer
2 Zitronen; Saft davon
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Pfeffer
600 g Hühnerbrustfilet
2 Eßlöffel Weizenmehl
50 ml Distelöl
2 Milde Peperoni; in Ringe geschnitten
50 g Grüne Oliven; entsteint
1/2 Salzzitronen-Schale

Zubereitung:


Petersilie, Kreuzkümmmel, Paprikapulver, Cayennepfeffer und Zitronensaft mischen. Mit der Hälfte von Salz und Pfeffer würzen. Das Hühnerfleisch 45 Minuten in dieser Mischung marinieren.

Das Mehl mit dem restlichen Salz und Pfeffer mischen, das abgetropfte Fleisch darin wälzen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Fleischstücke bei starker Hitze 2 Minuten unter Rühren darin braten.

Die Zitronenschale in 1 cm dicke Streifen schneiden, jeden Streifen halbieren. Chilischoten, Oliven und Zitronenscheiben zugeben und bei starker Hitze 5-6 Minuen garen. Zwischendurch ein paar Mal umrühren. Die Pfanne bleibt während der ganzen Garzeit offen. Kalt oder warm servieren.

Anmerkung:


– „M’Chermel“ heißt anscheinend „mit Oliven und Zitrone“
– Das Originalrezept sah Hühnerleber vor; Hühnerbrustfilet hat aber auch sehr gut geschmeckt.
– Während der Suche nach Rezepten stieß ich auf einen Artikel, der feststellte, daß auch in Algerien die Hausfrauen immer mehr zu Hühnerbrustfilets statt zu ganzen Hühnern greifen.
– Selbstgemachte Salzzitronen hatte ich vor einigen Monaten geschenkt bekommen; es wurde Zeit, sie anzubrechen. Sie waren mir dann aber zu salzig, deshalb habe ich Stücke sehr klein geschnitten, damit man nicht zuviel auf einmal davon im Mund hatte.

Zaalouk – Traditioneller Auberginensalat

Quellenangabe: Mourad Mazouz – Couscous & Co
Leicht variiert 02.05.2010 von Sus
Kategorien: Aubergine, Algerien
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

3 Auberginen
1 kleine Dose Tomaten; gehackt
50-100 ml Olivenöl
3 Knoblauchzehen; gepresst
4 Eßlöffel Glatte Petersilie; frisch gehackt
4 Eßlöffel Koriandergrün; frisch gehackt (hatte ich nicht)
5 kleine Salzkartoffeln vom Vortag; in Stücke geschnitten
1 Teelöffel Kreuzkümmel, zermahlen
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Pfeffer

Zubereitung:


Backofen auf 200°C vorheizen und die Auberginen etwa 30 Minuten auf dem Rost garen, bis sie weich sind. auskühlen lassen, dann die Auberginen schälen und das Fleisch klein hacken. Am einfachsten halbiert man dazu die Auberginen und schabt das Fleisch vorsichtig mit einem Löffel heraus.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Knoblauch und Tomaten zugeben und 10 Minuten köcheln. Das Auberginenfleisch, Petersilie und Koriander zufügen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Unter gelegentlichem Rühren 20 Minuten köcheln. Den Kreuzkümmel zugeben, gut verrühren und auskühlen lassen. Kalt servieren.

Anmerkung:


– Hier wurde der Auberginensalat warm als Gemüsebeilage serviert.
– Ich habe für die Auberginen nicht extra den Backofen angemacht, sondern sie beim Brotbacken dazugelegt.
– Die Kartoffeln gehören nicht zum Originalrezept, waren aber da und wollten verarbeitet werden.


Ich …

… wollte es einfach ausprobieren: Frittierte oder zumindest geraffelte Radieschen in Öl ausgebacken… die Idee spukte mir schon seit ein paar Wochen im Kopf herum… Heute habe ich es endlich – last minute sozusagen – zustande gebracht:

Radieschen-Rösti

RadieschenRoesti.jpg

Quellenangabe: 30.04.2010 von Sus
Kategorien: Radieschen
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

1 Bund Radieschen
3-4 Kartoffeln
1/2 Zehe Knoblauch
Salz
Pfeffer
4 Eßlöffel Saure Sahne
4 Blatt Bärlauch

Zubereitung:


Radieschen waschen und putzen, Kartoffeln und Knoblauch schälen. Alles mittelfein raspeln (geht auch elektronisch). In einer Schüssel vermengen und die entstehende Flüssigkeit so gründlich wie möglich auspressen. Ordentlich würzen.

Reichlich neutrales (Distel-) Öl in einer hohen Pfanne erhitzen, Radieschen-Kartoffel-Masse zu kleinen Kugeln formen (dabei wieder so viel Flüssigkeit wie möglich ausdrücken, sonst spritzt es in der Pfanne…), und in das heiße Öl geben; zuerst flachdrücken, dann wenden.

Wenn die Mini-Röstis von beiden Seiten schön braun sind, aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Gemeinsam mit Bärlauch, saurer Sahne und Schinken nach Wahl (hier: luftgetrockneter Putenschinken) servieren.

Noch schnell ein Beitrag für’s Garten-Koch-Event „Radieschen“:

Garten-Koch-Event April: Radieschen [30.04.2010]