Im Urlaub schlenderten wir in Palma in eine Bäckerei und kamen mit ein paar Stückchen (süße Teilchen, Mürbs) wieder heraus. Die Bäckerin erzählte uns in fließendem Spanisch, von dem wir vielleicht zwei Worte verstanden hatten, dass dies eine Spezialität sei, die es nur in dieser Jahreszeit gäbe. Aha. Zumindest konnte ich mir den Namen merken, um dann später herauszufinden, was denn die gute Dame erzählt haben mag.
Robiols sind ein typisch mallorquinisches Gebäck, welches ursprünglich wohl nur an Ostern oder Weihnachten gebacken wurde, mittlerweile aber ganzjährig erhältlich ist.
Es handelt sich dabei um halbmondförmige Teigtaschen aus Schmalzteig mit einer Füllung aus Marmelade (Cabell d’àngel bzw. Engelshaar, aber auch Quitten- und andere Marmeladensorten), Frischkäse oder Schokolade sind möglich.
Natürlich hat jede Hausfrau ihr eigenes Rezept; wer es eilig hat, greift auf das Marktangebot zurück:
Diese Marmelade wird traditionell aus dem Fruchtfleisch eines Winterkürbis hergestellt, den es bei uns natürlich nicht gibt. Weil ich aber unbedingt die Originalversion mit Kürbis nachmachen wollte (Quittenmarmelade hätten wir schließlich auch genug gehabt), habe ich ersatzweise einen Butternut-Kürbis verwendet, der noch in der Speisekammer war.
Das Gelee lässt sich prima auch schon Tage vorher zubereiten – auch als Brotaufstrich schmeckt es sehr gut. Die Menge im Rezept hat aber (zufälligerweise) ziemlich genau zur Anzahl der Robiols gepasst.

Robiols
| Quellenangabe: | Hauptsächlich nach: http://satitacris.blogspot.de/2011/04/crespells-i-robiols-de-na-cuca.html Erfasst 02.04.2013 von Sus |
| Kategorien: | Gebäck, Kürbis, Ostern, Mallorca |
| Mengenangaben für: | 18 Stück |
Zutaten:
| 200 | g | Mehl |
| 1/2 | Zitrone; geriebene Schale davon | |
| 200 | g | Schweineschmalz (alternativ: Butter); Raumtemperatur |
| 65 | ml | Olivenöl |
| 100 | ml | Muskat-Wein (hier: Pfälzer Morio-Muskat) |
| 2 | Eigelb | |
| 1 | Teelöffel | Zimt (optional, macht sich aber gut) |
| 650 | g | Mehl |
| Marmelade (Cabell d’àngel, Quitten- oder andere Marmelade, Nutella, …) | ||
| Puderzucker | ||
| Cabell D’àngel: | ||
| 400 | g | Winterkürbis (hier: Butternut) |
| 400 | g | Zucker |
| 1/2 | Orange; geriebene Schale und Saft davon |
Zubereitung:
Cabell d’àngel:
Das geschälte Kürbisfleisch wiegen und dann mit möglichst wenig Flüssigkeit weichkochen. Das Fruchtfleisch mit der Gabel zerdrücken. Die gleiche Menge Zucker zugeben, dann die Orangenschale und etwas Orangensaft zugeben. Solange köcheln lassen bis sich eine sirupartige Masse bildet.
Robiols:
Fein geriebene Zitronenschale in einer Schüssel mit dem Zucker mischen. Das weiche Schmalz mit dem Eigelb cremig schlagen. Öl und Wein unterrühren bis es eine homogene Masse ergibt. Das Mehl nach und nach zugeben und jeweils so lange unterrühren bis die Masse weich und geschmeidig ist. Sie sollte noch weich sein, aber nicht mehr kleben.
Auf einer leicht gemehlten Unterlage den Teig ca. 1 cm dick ausrollen. Kreise von ca. 12-15 cm Durchmesser ausstechen, in die Mitte einen Esslöffel Füllung legen und den Teig zu halbkreisförmigen Taschen zusammenklappen. Die Ränder gut verschließen und mit einer Gabel Muster in den Rand drücken.
Den Backofen währenddessen auf 200 °C vorheizen.
Die Robiols auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und in den Backofen geben. Diesen auf 180 °C herunterschalten. Ca. 20-25 Minuten backen, der Teig sollten nur ganz leicht braun werden.
Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
Anmerkung:
– Ich hatte es zuerst mit Maultaschen-Formen probiert, aber der Teig war zu weich und drückte sich auf der Rückseite wieder aus der Form.
– Mittlerweile habe ich gesehen, dass es eigene Robiol-Formen gibt, bei denen man die Teigtaschen erst füllt und zusammenklappt und dann halbkreisförmig aussticht.
– Im Original bildet der Kürbis beim Kochen lange Fasern (wohl so ähnlich wie ein Spaghetti-Kürbis), die dann zerzupft werden. Wohl auch – neben der Farbe – deshalb der Name „Engelshaar“.
– Zur Kürbismarmelade wird ursprünglich Zitronenschale und Wasser anstatt Orangeschale und -saft hinzugefügt. Hat sich aber gut gemacht.
– Fazit: 



Und weil da schon wieder soviel Thymian verarbeitet wurde, darf diese Pizza auch noch am 
![Garten-Koch-Event März 2013: Thymian [31.03.2013]](http://farm9.staticflickr.com/8514/8535321160_996c3b467d.jpg)







Die Orangen gründlich mit heißem Wasser waschen. Dann quer halbieren, den Saft in eine Schüssel auspressen und das Fruchtfleisch mit einem Löffelstiel (oder den Fingern) aus den einzelnen Segmenten fieseln und zum Saft geben, dabei die Kerne natürlich entfernen. Danach die gesamte restliche weiße Haut aus der Orangenhälfte herausziehen. Die Schale einmal halbieren und und mit dem Löffel möglichst viel Weißes von der Schaleninnenseite kratzen. Wer mag, kann die Schalen in schmale Streifen schneiden. Schalen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und kurz ziehen lassen. Das Wasser wegschütten. Diesen Vorgang zwei- bis dreimal wiederholen, um die Bitterstoffe zu minimieren. (Wer es bitter mag, muß es nicht so oft wiederholen.)
![Garten-Koch-Event Februar: Clementine [28.02.2013]](http://farm9.staticflickr.com/8329/8451277562_102fdd0625.jpg)
So zum Beispiel „Choi Sam“, ein Gemüse welches dem nebendran liegenden Pak Choi extrem ähnlich sah. Auf meine Frage, wie es denn schmecken würde, kam die lapidare Antwort: „Anders“. Ah ja. Ich hab’s trotzdem mal mitgenommen. Das Internet hat mir dann verraten, daß es wohl eher „Choi Sum“ heißen sollte, auf lateinisch „Brassica parachinensis“ und damit mit dem Pak Choi doch ziemlich verwandt ist und wohl zufälligerweise auch das Grünzeug ist, welches Barbara 


