Quitte mit Möhre …

Am Wochenende hatte ich nicht viel Zeit. Da kam mir ein Rezept aus einem der vielen, momentan wie Pilze aus dem Boden schießenden, Landleben-für-Städter-in-rosaroten-Farben-auf-Hochglanz-gemalt-Magazine für Mürbeteig-Törtchen mit Quitten gerade recht.

Denn ein paar Tage zuvor hatte ich beim Discounter etwas Neues entdeckt: fertigen Hefeteig und fertigen Mürbeteig im Kühlregal. Ich weiß, es gibt jetzt Einige unter Euch, die entsetzt aufschreien: „Ein Fertigteig, wie kann man nur …“ Aber ich bin nun mal ein neugieriger Mensch SmileyGrin.gif und hatte deshalb mal den Mürbeteig mitgenommen. Auf die Zutatenliste habe ich sicherheitshalber nicht sehr lange geschaut, las sich aber halbwegs normal.

Die Kombination Quitte und Möhre fand ich ungewöhnlich und hat mir dann auch am selben Nachmittag nicht besonders geschmeckt. Am nächsten Tag waren die Törtchen besser, geschmacklich „runder“. Bei meinen Mitessern kamen die Törtchen gleich sehr gut an.

QuittenToertchen.jpg

Quittentörtchen

Quellenangabe: Meine Landküche 05/2010; variiert 16.10.2010 von Sus
Kategorien: Gebäck, Mürbeteig, Quitte
Mengenangaben für: 8 Stück

Zutaten:

250 Gramm Mürbeteig (Kühlregal)
2 Teelöffel Butter
2 Möhren
2 Quitten
125 Milliliter Quittensaft (original: Orangensaft)
2 Teelöffel Zitronenschale; gerieben
120 Gramm Zucker
Zimt
1 Ei
2 Esslöffel Sahne
2 Esslöffel Haselnüsse; geröstet, in Scheiben (original: Mandelblättchen)
40 Gramm Zucker

Zubereitung:


Mürbeteig in die benötigten Teile teilen bzw. passende Kreise ausstechen. Tartelette-Förmchen bzw. Blümchen-Muffin-Form mit etwas Butter einfetten, mit dem Teig auskleiden, dabei einen Rand formen. Teigboden einstechen.

Möhren und Quitten waschen, schälen und würfeln. Mit Saft, Zitronenschale und Zucker ca. 15 Minuten köcheln. Pürieren, abkühlen lassen, mit Zimt, Ei und Sahne verrühren.

Teig im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 10 Minuten (blind!) vorbacken. Haselnüsse (bzw. Mandelblättchen) mit Butter und 40 g Zucker mischen.

Törtchen mit Quittenpüree füllen, Nussmischung darauf verteilen und weitere ca. 15 Minuten fertig backen.

Anmerkung:

– Blindbacken wäre geschickter gewesen, der Teig ist doch sehr aufgegangen.

– Bei so einer Zeitschrift hätte ich keine Empfehlung für einen Fertig-Mürbeteig erwartet.

– Netterweise sind die Rezepte der aktuellen Ausgabe bereits online zu finden. Das finde ich wiederum äußerst in Ordnung.

– Dieser Mürbeteig ist extrem süß; für deftige Gerichte ist er nicht geeignet.


Pumpkin in the Lye …

World Bread Day 2010 (submission date October 16)Bereits zum fünften Mal findet der World Bread Day statt, wie immer veranstaltet von 1 x Umrühren bitte.

Vor Kurzem hatte ich die Gelegenheit, Laugen-Brötchen in einer relativ einfachen und unkomplizierten Variante kennenzulernen. Da der Geschmack dem ‚original‘ Laugen-Gebäck doch recht nahe kommt, möchte ich sie allgemein vorstellen:

Kürbis-Laugen-Brötchen

KuerbisLaugenBroetchen.jpg

Kategorien: Brötchen, Lauge, Kürbis, Kürbiskern
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

Teig:
20 Gramm Hefe, frisch
100 Gramm Wasser; lauwarm
Teelöffel Zucker (1/4)
550 Gramm Mehl Type 550
1 Teelöffel Salz
50 Gramm Schmand
200 Gramm Kürbispüree (*)
Lauge:
1 Liter Wasser
50 Gramm Natron

Zubereitung:

Frische Hefe in lauwarmem Wasser einrühren, Zucker dazugeben und diesen Vorteig ca. 10 Minuten gehen lassen.

Mehl in eine Schüssel geben; Salz, Schmand, Kürbispüree und Hefemischung dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Ca. 15 Minuten gehen lassen, nochmals durchkneten und (sehr) kleine Brötchen formen.

Wasser mit Natron aufkochen lassen und die Brötchen hineinlegen, bis sie nach oben steigen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf ein Backblech (mit Backpapier) legen, mit Hagelsalz oder Kürbiskernen bestreuen.

Im Backofen Ober-/ Unterhitze vorgeheizt bei 180 °C 20-25 Minuten backen.

Anmerkung:

– Dieses Rezept verwendet keine „richtige“ Natronlauge, sondern eine relativ harmlose Mischung von ‚Kaisernatron‘ bzw. ‚Baking Soda‘ (NaHCO3, bzw. ‚doppeltsohlenkauendes Nashorn‘) mit Wasser, während die von den Bäckern verwendete Natronlauge eine ziemlich ätzende und mit Vorsicht zu genießende NaOH-Lösung ist.
Für den ‚typischen‘ Geschmack Brötchen vor dem Backen mit grobem (Meer-)Salz bestreuen.

* Kürbispüree: Kürbis grob zerkleinern, wenn notwendig, schälen. In wenig Wasser weichdünsten, abkühlen lassen, pürieren.


Halloween kann kommen …

… oder: Warum ist Elvis plötzlich so grün im Gesicht?

Braunfäule- und kältebedingt sind bei mir viele Tomatenpflanzen eingegangen, bevor sie ihre Früchte ausreifen lassen konnten. Aber es waren zuviele, dass ich sie ohne schlechtes Gewissen hätte wegschmeißen können.

Hmmm, da war doch was …

Vor vielen Jahren (Anfang 2001) produzierte die wohl bekannteste Ketchup-Firma der Welt ein giftgrünes Ketchup mit einem solchen Grün, wie es in der Natur nicht vorkommt. Das musste ich damals natürlich haben, was sonst? Das faszinierende daran war, dass der Geschmack absolut identisch zu dem ganz normalem Ketchup war. Mit geschlossenen Augen war kein Unterschied festzustellen. Aber wehe, man hat hingeschaut …

Und deshalb habe ich aus meinen grünen Tomaten ein ebensolches Ketchup gebastelt, mit angenehm wenig Zucker drin.

CurrywurstMitGruenemKetchup.jpg

Die Wurst ist eine Fleischwurst vom Metzger, von allen Seiten schön angebraten und die Pommes Frittes sind zugegebenermaßen von der Imbissbude, aber mir kam es ja für das Event „The Real Deal“ im Kochtopf (diesmal ausgerichtet von Schnickschnackschnuck) auf das Ketchup an.

Blog-Event LXI - The Real Deal (Einsendeschluss 15. Oktober 2010)

Grünes Ketchup

Quellenangabe: 07.10.2010 von Sus
Kategorien: Tomate, Ketchup
Mengenangaben für: 1/2 Liter

Zutaten:

400 g Grüne Tomaten
1 Grüne Paprika
1 Säuerlicher Apfel (Boskop)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Bund Glatte Petersilie
5 Stengel Thymian
2 Stengel Oregano
1 Esslöffel Olivenöl
1/2 Teelöffel Zucker
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
Kreuzkümmel, gemahlen
2 Eßlöffel Speisestärke

Zubereitung:


Tomaten, geputzte Paprika, entkernten Apfel, geschälte Zwiebeln und Knoblauchzehen grob zerteilen und zusammen mit dem Öl und den gezupften Kräutern mit den Pürierstab oder im Mixer zerkleinern. Danach durch ein Sieb in einen kleinen Kochtopf passieren.

Masse vorab würzen, kurz aufkochen und dann mindestens eine halbe Stunde köcheln lassen. Noch einmal abschmecken.

Für eine dickere Konsistenz das Stärkemehl in zwei bis drei Esslöffel des Ketchups verrühren, zusammen wieder in den Topf geben und noch einmal kurz aufkochen lassen.

Sofort in heiß ausgewaschene und saubere Gefäße abfüllen. Verschließen, kurz auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Anmerkung:

– Leider ist durch das Kochen die grüne Farbe doch etwas schwächer geworden. Schade.
– Der Geschmack erinnert ein bisschen an die hessische Gazpacho.


Eine Quittengeschichte …

Dieses Jahr hat sich unser Quittenbäumchen mal wieder selber übertroffen:

Quittenbaum2010.jpg

Über 200 Quitten!!! (Ehrlich! Nachgezählt!!) Zwar sind die meisten dadurch etwas kleiner als voriges Jahr und durch den verregneten August auch noch nicht 100-prozentig reif, aber sie werden gerade mehr gelb als grün, also eigentlich genau richtig.

Bloß, was tun mit 200 Quitten? 100 Kilo Quittenpaste? 23 versunkene Quittenkuchen? Ca. 170 Portionen Leber mit Quitten? Och Nö!

Mehr oder wenig zufällig habe ich im Frühjahr auf einer Pflanzenbörse eine kleine 6-Liter-Hand-Saftpresse günstig erworben – die wollte ich natürlich ausprobieren. Bloß, wie bekomme ich die Quitten soweit geschreddert, daß ich sie ordentlich auspressen kann?

Da fiel mir letzte Woche ein großes Plakat unserer Gemeinde ins Auge: Kelterfest im Museum Griesheim. Hmm, Keltern? Die könnten doch vielleicht mal schnell …

QuittenSaft2010Vorher.jpgSamstag Nachmittag sind wir hin und haben nachgefragt. Resultat: „Ja natürlich, kommt vorbei, am Besten morgen früh, da ist noch nicht soviel los.“ Okaaay! Ab nach Hause und fast alle Quitten gepflückt (dabei jede einzelne noch abgerieben, damit der typische Flaum entfernt wird). Die schönsten zweieinhalb Dutzend Quitten haben wir am Baum gelassen, deshalb kamen zur Saftbereitung ganze 172 Quitten (= 23 kg) zusammen.

Am Sonntag Morgen war es dann soweit: Gleich nach der Ankunft wurden uns die Quitten mir-nichts-Dir-nichts entführt und in Sekundenschnelle zu Mus zerschreddert.

Als ich das dann mit der Bemerkung „Den Rest mache ich dann mit meiner kleinen Presse zuhause.“ einsammeln wollte, wurde mir der Behälter wiederum aus der Hand gerissen: „Da hinten haben wir eine passende Presse, das haben wir gleich…“ „Äh, wie? Was? Aber nicht doch …“ Schneller als wir protestieren konnten, war das Mus in der Presse, die Holzbalken zusammengesetzt und der erste Saft im Eimer. Schneller als ich photographieren konnte, waren meine Quitten ausgepresst und in 2 Kanistern à 5 Liter (plus einem halben Liter zum Direktverkosten) abgefüllt. Wow!

 
Nach einem kleinen Erfahrungsaustausch über Quitten Schwätzchen und etwas Bewunderung der Profis war schon alles vorbei: QuittenSaft2010Nachher.jpg

Wieder zuhause landeten zwei Liter Saft gleich als Quitten-Sorbet im Tiefkühler (mehr Platz habe ich leider gerade nicht …), drei Liter versuche ich mal zu Wein werden zu lassen und den Rest werden wir wohl in den nächsten Tagen trinken.

Aus 2 kg Trester habe ich (unter Zuhilfenahme eines Pürierstabs/kräftigen Mixers zuerst noch feiner zerkleinert) klassische Quittenpaste bereitet und aus noch einmal 2 Liter Volumen Quittentrester plus 2 Liter Wodka und Kandiszucker einen Quittenlikör-Ansatz aufgesetzt.

What else? Hat noch jemand eine geniale Idee für Saft oder Trester?


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Herbstlicher Backofen …

Wie schon hier erwähnt, waren wir am Sonntag von dem schönen Wetter doch etwas überrascht worden. Aufgrund der vorherigen Herbststimmung und der vielen schönen Kürbis-Rezepte, die Päm in den letzten zwei Wochen bei Mestolo vorgestellt hat, sollte es auch bei uns Kürbis geben. Da ich mich nicht für ein Rezept entscheiden konnte, habe ich mich dann eben mehrer bedient. SmileyGrin.gif

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Hokkaido-Kürbis, mit Couscous gefüllt

Quellenangabe: Nach ein oder zwei Ideen von Mestolo
03.10.2010 von Sus
Kategorien: Kürbis, Couscous
Mengenangaben für: 4-6 Portionen

Zutaten:

1 Kleiner Hokkaido-Kürbis
1 Eßlöffel Olivenöl
4 Rote Spitzpaprika
1 Rote Peperoni (scharf)
2 Zwiebeln
1 Zehe Knoblauch (*)
5-7 Stengel Glatte Petersilie
3-4 Stengel Minze
8 Getrocknete Aprikosen
1 Tasse Instant-Couscous (à 150 g)
1 Tasse Wasser oder Gemüsebrühe
1 Eßlöffel Butter
Salz, Pfeffer
4 Stengel Frischer Thymian
Shoarma-Gewürzmischung
1 Zitrone (unbehandelt), Saft und Schale
Cayennepfeffer

Zubereitung:


Kürbis waschen, den Deckel abschneiden und mit einem Löffel die Kerne aus den Kürbis herausholen. Aus Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Thymian eine Art Marinade herstellen und den Kürbis damit von innen einpinseln, den Deckel auch. Beides für ca. 15-20 Minuten in den Backofen (200°C) legen, bis der Kürbis anfängt, weich zu werden.

Zwischenzeitlich die Zwiebeln schälen und grob zerkleinern; Paprika und Peperoni putzen und in Stücke schneiden; Petersilien- und Minzeblätter putzen und grob hacken. Aprikosen in warmem Wasser einweichen, abtropfen lassen und in Streifen schneiden.

Zwiebeln, Paprika und Peperoni in einer Pfanne mit etwas Öl kräftig anbraten.

Couscous nach Anleitung kochen (Wasser bzw. Brühe zum Kochen bringen, vom Herd nehmen, Couscous hineinrühren, mit Salz, Pfeffer, Shoarma-Gewürz würzen, ziehen lassen, Butter dazugeben) und Zwiebeln-Paprika-Mischung mit den Aprikosen, Petersilie, Minze, restlichem Thymian unterrühren, dabei auch die Bratflüssigkeit verwenden. Mit Gewürzen, Cayennepfeffer und Zitrone abschmecken.

Den Kürbis mit der Couscousmasse füllen, den Rest in eine Auflaufform geben und den Kürbis mit Deckel daraufsetzen. Im Backofen noch für 5-10 Minuten bei ca. 100 °C weiterbacken.

Anmerkung:


(*) Da dieser Kürbis die Begleitung zum Hähnchen war, welches mit 5 großen Knoblauchzehen schon reichlich bestückt war, habe ich den Knoblauch hier weggelassen.


Hurra, wir grillen noch …

Am Freitag war das Wetter noch so schmuddelig, kalt und grau, daß es uns nach einem schönen Hähnchen aus dem Backofen war. Als dann aber am Sonntag die Sonne so schön strahlend vom Himmel lachte, haben wir kurzentschlossen den Grill wieder reaktiviert. Nun hatte der Liebste dieses Mal aber keine Lust, einzelne Hähnchenteile dauernd wenden zu müssen. Da entsann ich mich Zorras Vorgehensweise, ein ganzes Huhn am Stück zu grillen: Die Butterfly-Methode. Dummerweise haben wir aber keinen geeigneten Wendekorb, deshalb wurde aus zwei Grillrosten, etwas Draht und zwei feuerfesten Topflappen ein wenig improvisiert. Und siehe da: es hat funktioniert!

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Gegrilltes Hähnchen

Quellenangabe: 03.10.2010 von Sus
Kategorien: Grill, Huhn
Mengenangaben für: 4-6 Portionen

Zutaten:

1 Fleischhähnchen
3 Eßlöffel Olivenöl
2 Teelöffel Piménton de la Vera, dulce
5 große Knoblauchzehen
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Pfeffer
1 Zitrone (unbehandelt), Saft und Schale

Zubereitung:


Das Huhn waschen, mit Beinen nach unten hinlegen und mit der Geflügelschere rechts und links von der Wirbelsäule das Huhn durchschneiden. Dann umdrehen und das Schlüsselbein entweder auseinanderbrechen oder auch mit der Geflügelschere zerschneiden. (Erläuternde Bilder hierzu finden sich bei Zorra.) Hals, Pürzel und etwaige überflüssige Fettklümpchen entfernen.

Aus dem Öl, durchgepreßtem Knoblauch, Zitronensaft und den Gewürzen eine Marinade bereiten, das geputzte Huhn damit überall gleichmäßig einreiben und ziehen lassen. Durch die spontane Grillaktion hatte das Huhn nur ca. 1 Stunde Zeit zum Marinieren, nomalerweise sollten es einige Stunden mehr sein.HaehnchenGegrilltButterflyKonstruktion.jpg

Das Huhn flach auf einen Grillrost legen, anderen Rost obendrauf legen und mit feuergeeignetem Draht an allen Seiten verknoten.

Auf dem Holzkohlengrill für 40-60 Minuten (je nach Dicke des Huhns) grillen. Zum Wenden hitze- und feuerfeste Topflappen bzw. Handschuhe verwenden.

Zum Servieren den Draht mit einer Zange aufknipsen und das Huhn zerteilen. Dazu gab es mit Couscous gefüllten Kürbis. (Der geht morgen ist jetzt online.)


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Letzte Quetsche …

Am Wochenende wollten die letzten Zwetschgen verarbeitet werden. Es waren nicht mehr allzuviele und sie waren auch nicht mehr schön. Deshalb sollten sie versteckt werden. Da kam mir ein Rezept für gefüllte Hörnchen gerade recht.

Schon beim Lesen des Rezepts kam mir das Ganze ein bißchen komisch vor: ein normaler Rührteig für Hörnchen? Aber für etwas anderes hatte ich gerade keine Zeit. Also ausprobiert …

Zwetschgenhoernchen.jpg

Zwetschgen-Hörnchen

Quellenangabe: Internet, 02.10.2010 von Sus
Kategorien: Zwetschgen, Gebäck, Kardamom
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

20-30 Zwetschgen
1 Eßlöffel Holunderblütensirup
3 Grüne Kardamomkapseln
1 Eßlöffel Zucker
300 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
125 g Zucker
60 g Weiche Butter
1 oder 2 Eier
Milch
Groben Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:


Zwetschgen waschen, entkernen und vierteln. Kardamomsamen aus den Kapseln holen und zusammen mit dem Eßlöffel Zucker im Mörser zermahlen (wird dadurch etwas feiner). In einem kleinen Topf mit dem Holunderblütensirup köcheln lassen, bis die Zwetschgen Flüssigkeit gezogen haben und weich sind. Sie müssen nicht zerkocht sein. Abtropfen lassen.

Für den Teig Mehl mit Backpulver und Zucker in eine Schüssel geben. Mit der Butter, den Eiern (je nach Größe) und ggf. etwas Milch (oder Flüssigkeit von den gekochten Zwetschgen) verrühren.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen.

Den Teig zu einer glatten, geschmeidigen Masse verkneten, ggf. mit Mehl oder Flüssigkeit ausgleichen. Auf einer bemehlten Fläche ausrollen und große, spitze Dreiecke ausschneiden. An die Basis der Dreiecke 1-2 Eßlöffel Zwetschgen legen (nicht zuviel) und vorsichtig zur Spitze hin zusammenrollen. die Enden zusammendrücken und die Hörnchen vorsichtig auf ein Blech mit Backpapier legen. Abstand halten! Mit etwas Eigelb (notfalls Milch oder Kondensmilch) bestreichen und mit grobem Zucker bestreuen.

Für ca. 15 Minuten in den Backofen geben, bis die Hörnchen schön braun sind.

Fazit:


Ich hatte mit meinen Befürchtungen teilweise recht: Der Teig ließ sich nicht gut verarbeiten, er war viel zu brüchig. Gebacken sehen die Hörnchen auch ein bißchen seltsam aus. Aber geschmeckt hat’s!


Jetzt wird’s schon wieder früh dunkel …

Garten-Koch-Event September: Sonnenblumenkerne [30. September 2010]

Sonnenblume2010.jpgDer September neigt sich tatsächlich schon dem Ende zu. Weil ich wider Erwarten keine Zeit gefunden hatte, all die tollen Rezepte zu kochen, die ich mir für das Garten-Koch-Event „Sonnenblumenkerne“ im Gärtner-Blog ausgedacht hatte (z.B. Sonnenblumenkern-Ravioli mit Kürbis-Sonnenblumenkern-Füllung, Sonnenblumenkern-Pfannkuchen, …), habe ich gestern abend noch schnell ein Pesto zusammengerührt, welches ich diesen Sommer schon mehrmals mit wachsender Begeisterung produziert und gegessen habe.

Trotz des herbstlichen Wetters wuchert die Zitronenmelisse in meinem Garten als wäre es Frühling. Seitdem ich vor ca. drei Jahren ein paar alte Stiele auf den Komposthaufen geschmissen habe, wächst sie bei mir auf jedem Beet und in jedem Blumenkasten. Aber lieber Zitronenmelisse als manch andere Un-Kräuter …

ZitronenmelisseSonnenblumenkernPesto.jpg

Sonnenblumenkern-Zitronenmelisse-Pesto

Quellenangabe: 24.09.2010 von Sus
Kategorien: Pesto, Sonnenblumenkerne, Zitronenmelisse
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

6-8 große Stengel Zitronenmelisse
1 Handvoll Frische Sonnenblumenkerne; geschält
Sonnenblumenkernöl
1/2 Teelöffel Meersalz
Pfeffer

Zubereitung:


Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett kräftig rösten. Abkühlen lassen.
Zuerst eine Hälfte der Sonnenblumenkerne grob bis mittelfein zerhacken.

Zitronenmelisse putzen und waschen, Blätter und feine Stengel mit der anderen Hälfte der Sonnenblumenkerne mit etwas Öl und Salz im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. (Achtung: Je schneller man püriert, desto heißer wird die Masse und desto dunkler ist nachher das Pesto.)

Gehackte Sonnenblumenkerne hinzufügen, mit Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

In ein oder mehrere Gläser füllen und mit Öl bedecken, dabei mit einem Spieß solange stochern, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Hält sich ca. 1-2 Wochen im Kühlschrank.


Besser spät als nie …

Letztes Wochenende waren wir im Garten der Residenz des hessischen Landgrafen: Schloß Wolfsgarten. Dieser Park ist nur zweimal im Jahr der Öffentlichkeit zugänglich: Im Frühjahr zur Rhododendronblüte und im Herbst zum Fürstlichen Gartenfest.

Bei schönstem Herbstwetter haben wir am Sonntag die Gelegenheit wahrgenommen, uns diesen Park (und natürlich auch die stattfindende Verkaufsausstellung für Gartenkultur und ländliche Lebensart) anzuschauen.

Fazit: Nett, sehr nett! So ein kleines Grundstück mit so einem kleinen Häuschen würde ich auch nehmen. SmileyGrin.gif

Uralte Bäume, bemooste, überwucherte Mauern mit Figuren obendrauf …

… sonnen-beschienene Mauern mit bunten Blumen …


Verkaufsstände im Park …

… alles, was das Gärtnerherz begehrt …


LangenSchlossWolfsgarten2010_6_Small.jpgDas Prinzessinnenhäuschen von unserm Prinzess’sche, Prinzessin Elisabeth von Hessen und bei Rhein, Tochter des letzten Groß-Herzogs von Hessen-Darmstadt.

LangenSchlossWolfsgarten2010_5.jpgDieses kleine Haus war als Spielhaus maßstabs- getreu für ein Kind gebaut worden. Prinzessin Elisabeth konnte dieses Haus allerdings nur einen Sommer lang nutzen, denn sie verstarb im folgenden Winter im Alter von acht Jahren.

Leider war es nicht möglich, hineinzuschauen, denn das Gartentor war verschlossen. Wie es innen aussieht, hatten wir aber schon auf der Olbrich-Ausstellung im Frühjahr an einer Rekonstruktion sehen können.


LangenSchlossWolfsgarten2010_RoteAubergine_Small.jpgNeben schönen und weniger schönen Deko- und Nutzartikeln rund um den Garten gab es natürlich auch Pflanzen zu bestaunen und zu kaufen. Der kleine Bruder dieser Auberginenpflanze(!) ist mir ganz zufällig in die Tasche gehüpft…

Aber was uns dieser Stand sagen wollte, wissen wir nicht. Hier werden Nacktschnecken verkauft? Oder angekauft? (Das wäre toll, denn dann werde ich reich!) Leider konnte uns niemand genauere Auskunft geben.


Alles in allem ein wunderschöner Nachmittag, der bei der Vielfalt der zu bestaunenden Dinge, sowohl im Park als auch auf dem Schloßgelände als auch bei den Verkaufsständen und Aktionen viel zu schnell vorbei war.


Purzeltag …

(nein, nicht meiner…)

Familiäre Ereignisse, die einem gelegentlich vom Bloggen abhalten, bringen auch wieder Inhalte für neue Beiträge. So hält es sich dann wohl die Waage…

SchokoladenZwetschgenKuchen.jpg

Schokoladen-Zwetschgen-Kuchen

Quellenangabe: Abgewandelt nach http://www.kochmeister.com/r/65167-schoko-rotwein-zwetschgen-kuchen.html am 11.09.2010 von Sus
Kategorien: Kuchen, Zwetschgen, Schokolade
Mengenangaben für: 1 Rezept bzw. 2 Herzen

Zutaten:

150 g Butter
150 g Zartbitterschokolade 70%
1 Teelöffel Zimt
1 Eßlöffel Kakaopulver, ungesüßt
80 ml Rotwein
3 Eier
100 g Zucker
1 Prise Salz
250 g Mehl
1 Teelöffel (gestr.) Backpulver
250 g Mehl

Zubereitung:

Butter cremig weich, fast flüssig schmelzen. Darin den Kakao und Zimt glatt verrühren, dann die geschmolzene und abgekühlte Schokolade untermischen. Rotwein unterrühren.

Inzwischen die Eier mit dem Zucker und Salz locker und cremig aufschlagen. Die Butter-Schokomasse leicht unterziehen, dann das mit Backpulver versiebte Mehl unterheben.

In eine 24er-Form (oder 2 Herz-Formen) einfüllen, mit geviertelten Zwetschgen (hochkant) dicht belegen. Im Backofen bei 180° in etwa 20- 30 Min. backen. Nach dem Abkühlen mit Zucker bestreuen.