Einen Abend fremdkochen …

Fremdkochen im Winter

Die Hüttenhilfe ermuntert erneut die Foodbloggerschaft zum Fremdkochen. Dies bedeutet nach einer Regeländerung jetzt, daß wir Rezepte, die wir in anderen Blogs finden und auch selbst ausprobieren und/oder modifizieren, auf unseren Blogs veröffentlichen. Jeden Monat gibt es ein Roundup per PDF-Datei.

Zufälligerweise ergab es sich so um die Nikolauszeit herum, daß ich sogar zwei Rezepte nachkochen konnte.

Ich hatte zu dieser Zeit ein Bündel Schwarzwurzel gekauft, welches verarbeitet werden wollte. Auf der Suche nach einem Auflauf ohne Käse stieß ich auf dieses Rezept für Kohlrabi-Hackauflauf bei Genial Lecker. Klingt gut, wird ausprobiert. Statt Toastbrot hatte ich Weizenmischbrot im Haus und statt der Mandelplättchen habe ich Pinienkerne verwendet.

Schwarzwurzel-Hack-Auflauf

SchwarzwurzelHackAuflauf.jpg

Quellenangabe: www.genial-lecker.de
30.12.08 von Sus
Kategorien: Auflauf, Hackfleisch, Schwarzwurzel, Ohne_Käse
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

4 Scheiben Weizenmischbrot; entrindet
100 ml Milch
500 g Schwarzwurzel
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
400 g Rinderhack
100 ml Gemüsebrühe
1 Teelöffel Tomatenmark
1/2 Teelöffel Kurkuma
Koriander; im Mörser gemahlen
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
Öl
50 g Pinienkerne

Zubereitung:


Brot entrinden, in etwa 1 cm große Würfel schneiden und mit der Milch mischen.

Schwarzwurzel schälen, in 2 cm lange und 1 cm breite Stangen (ca.) schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und würfeln.

Zwiebeln und Knoblauch in Öl glasig andünsten, dann Schwarzwurzel zufügen und kurz mitdünsten, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Hackfleisch und Brotwürfel mit dem Gemüse mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Alles in eine Auflaufform füllen. Tomatenmark in Gemüsebrühe auflösen, Kurkuma und Cayennepfeffer dazugeben und gleichmäßig über die Fleisch-Gemüse-Masse verteilen, ggf. noch etwas unterrühren. Mit den Pinienkernen bestreuen. Im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 40 Minuten backen.

Anmerkung:


– Ich habe ebenfalls die Schwarzwurzeln nicht vorgekocht. Das war ein kleiner Fehler: sie waren doch noch zu hart.


Fremdkochen im Winter

Gleichzeitig ergab es sich, daß bei uns afrikanische Ananas sehr preisgünstig angeboten wurden. Die ausgelegten Probierstückchen waren lecker und saftig, so daß wir dann eine Ananas mitnahmen, mit dem gegenseitigen Versprechen, sie auch gleich zu verzehren. (Kennt Ihr das? Man kauft z.B. eine Ananas für das nahende Wochenende. Dann paßt es irgendwie nicht. Dann steht die Ananas tagelang herum, immer mal wieder wird – zu unpassenden Zeitpunkten wie morgendliches Zähneputzen – gesagt: „Wir müssen dringend die Ananas essen.“ und prompt wieder vergessen; solange, bis die Ananas durch einen durchdringend süßlichen Geruch auf sich aufmerksam macht. Leider ist es dann meist zu spät.)

Zum Glück erinnerte ich mich an ein gerade erst gelesenes Rezept bei Lamiacucina: Heiße Ananas mit Kaffee. Ich habe es wie hier zubereitet, nur statt der Mandeln Haselnüsse verwendet und einen starken Espresso dazugegeben. …


… Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe, aber es hat uns überhaupt nicht geschmeckt. Der Kaffeegeschmack war viel zu stark und zu bitter und hat die Ananas total erschlagen. Ich habe dann die Sauce entsorgt beiseitegestellt und ohne Kaffee, stattdessen mit einem Schluck Glühwein neu gemacht. Das hat dann ganz gut geschmeckt.

Heiße Ananas

GeschmorteAnanas1.jpg

Quellenangabe: http://lamiacucina.wordpress.com
30.12.08 von Sus
Kategorien: Dessert, Ananas
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

4 Scheiben frische Ananas
1 Orange, Saft davon
1 Eßlöffel Butter
2-3 Eßlöffel Zucker
1 Ristretto
5 Eßlöffel Glühwein
3 Eßlöffel Rum
Haselnüsse; geröstet

Zubereitung:


In einer beschichteten Pfanne die Butter zerlassen und die Ananasscheiben beidseitig anbraten (eher ein Dünsten), Zucker aufstreuen, leicht karamelisieren, mit Orangensaft und ristretto Glühwein ablöschen, stark einkochen lassen.

Rum zugießen und rasch anrichten. Mit den angerösteten Haselnüssen bestreuen.

Anmerkung:


– Ein schöner weihnachtlich angehauchter Nachtisch ohne großen Aufwand, (ohne Kaffee) sehr zu empfehlen.

– Interessanterweise hat Heidi von Patchwork und Kochen das Originalrezept auch nachgekocht und ist begeistert.


Weihnachtsdessert 2008 – zweiter Teil

Das Internet ist doch komisch: Ich war schon öfters in Killarney, Irland, habe aber diese Eisdiele nie richtig wahrgenommen. Das dazugehörige Blog mit seinen Rezepten kenne ich allerdings schon seit einiger Zeit.

Die Idee für dieses Eis – weiße Schokolade mit Rosenwasser – stammt allerdings tatsächlich von mir und ist ein guter Begleiter für die weihnachtlichen Bratquitten.

Weißes Schokoladeneis mit Rosenwasser


SchokoladeneisMitRosenwasser.jpg

Quellenangabe: Basis-Rezept stammt von Ice Cream Ireland
23.12.08 von Sus
Kategorien: Eis, Schokolade, Rose
Mengenangaben für: 6 Portionen

Zutaten:

240 ml Zucker
5 Eigelb
250 ml Milch
250 g Weiße Schokolade
250 ml Sahne
1 Teelöffel Vanillezucker
5-7 Eßlöffel Rosenwasser (*)

Zubereitung:


Die Schokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Darauf achten, daß weder Wasser in die Schokolade gerät, noch daß die Schokolade anbrennt.

Zucker und Eigelb schaumig schlagen, bis die Masse sehr cremig und hellgelb wird.

Die Milch in einem etwas größeren Topf heiß werden lassen und langsam in die Zucker-Eimasse einrühren. Die Masse wieder in den Topf zurückgeben und bei schwacher Hitze (ca. 60°C) rühren, bis die Masse eindickt.

Vom Herd nehmen und gleich die geschmolzene Schokolade hinzufügen. Solange umrühren, bis die Masse gleichmäßig verteilt ist und cremig glänzt. Abkühlen lassen.

Die Schlagsahne mit dem Vanillezucker steif schlagen und vorsichtig unter die Schokoladen-Ei-Milch-Mischung geben. Rosenwasser hinzugeben und gleichmäßig verteilen.

Entweder mit einer Eismaschine kalt werden lassen und dann ins Gefrierfach geben oder gleich die Masse einfrieren, dabei aber regelmäßig umrühren, bis die Masse vollständig erstarrt ist.

Anmerkung:


– Die Masse darf beim Kochen nicht heißer als 76°C werden, denn sonst gerinnt das Ei; evtl. ein Kochthermometer verwenden.

– Beim Abschmecken darf es wirklich extrem süß und „rosig“ schmecken – im gefrorenen Zustand schmeckt es nicht so stark.

(*) Mein Rosenwasser ist ein Import aus Indien; möglicherweise ist das hiesige Rosenwasser aus der Apotheke stärker konzentriert. Daher bei den Mengenangaben aufpassen. Mit Rosenmarmelade würde es wahrscheinlich auch funktionieren.


Weihnachtsdessert 2008 – erster Teil

Die Idee zu diesem Dessert hatte ich bereits im Herbst, als ich der Quitten viel zu viel hatte. Jetzt, an Weihnachten, waren meine Vorräte natürlich längst aufgebraucht. Glücklicherweise gibt es genug türkische Lebensmittelläden, die auch um diese Jahreszeit die schönsten Quitten ohne jegliche Fehler verkaufen.

Das Aushöhlen der Quitten war zwar etwas mühsam, aber weniger schlimm als befürchtet. Die Quitten haben dann aufgrund ihrer Größe im Backofen etwas länger gebraucht als erwartet. Als Dessert kann man sie sehr gut vorbereiten, denn sie lassen sich problemlos im heißen Ofen wieder aufwärmen.

Persische Bratquitten


Bratquitten.jpg

Quellenangabe: 24.12.08 von Sus
Kategorien: Quitte, Pistazie, Rose
Mengenangaben für: 6 Portionen

Zutaten:

6 kleinere Quitten
200 g Rosinen
100 g Pistazien
50 g Marzipan
50 g Haselnüsse; geröstet und gehackt
3-4 Zucker
5 Eßlöffel Rosenwasser
Butter
Zitronensaft
Apfelwein oder Weißwein oder Wasser

Zubereitung:


Am Vortag die Rosinen in einem kleinen Behälter mit etwa der Hälfte des Rosenwassers einlegen.

BratquittenVorher.jpgDie Quitten gründlich waschen und dabei den Flaum abreiben. In einem Schüsselchen Zitronensaft bereitstellen.

Mit einem scharfen Messer am oberen Ende der Quitten eine Kappe abschneiden und sofort beide Schnittflächen mit Zitronensaft bestreichen. Die Kappe beiseite legen. Das Kerngehäuse entfernen. Da ich keinen Apfelausstecher besitze, haben mir dabei ein Messer, ein stabiler Teelöffel und Schnitzwerkzeug SmileyGrinsStatic.gif geholfen. Darauf achten, daß auch die Trennwände der Kerngehäuse entfernt werden. Die Innenseiten der Quitten ebenfalls mit Zitronensaft bestreichen. Deckel vorerst wieder auf die Quitte setzen.

In einer Schüssel die Rosinen, kleingeschnittenes Marzipan, Haselnüsse, Pistazien, Zucker mit dem restlichen Rosenwasser mischen. Butterflocken dazugeben.

BratquittenNachher.jpgDen Backofen auf 190°C vorheizen. Die Quitten mit der Masse füllen, mit der jeweiligen passenden Kappe bedecken und in eine hitzefeste Form stellen. Ein wenig Flüssigkeit angießen (hier: Apfelwein). Die Form verschließen und für mindestens 45 Minuten in den Backofen geben. Die Dauer hängt von der Größe der Quitten ab: ich hatte nur recht große Quitten bekommen können, die gut 60 Minuten im Ofen waren. Sie waren weich, hätten aber noch zehn Minuten länger gebraucht, um wirklich richtig „butter“-weich zu werden.

Gegen Ende der Backzeit den Deckel entfernen, damit die Quitten bräunen können.

Anmerkung:


– Beim Einkauf der Quitten darauf achten, daß sie auf einer waagrechten Fläche alleine stehen können und nicht umfallen.

– Geplant war es, sie mit mit kleinen Herzchen aus Schokoladen-Rosenwasser-Eis zu servieren, aber ich habe die Herzchen leider nicht ohne Verlust aus der Silikonform bekommen. (Außerdem hatte ich die getrockneten Rosenblüten für die Deko vergessen.)

– Die Quitten waren als Dessert zu groß; wir haben jeder nur die Hälfte geschafft.


Technorati: , , ,

Weihnachtsvorspeise 2008

An Heilig Abend hatten wir unser großes weihnachtliches Familien-Festessen. Wie alle Jahre wieder, war ich für die Vorspeise und das Dessert zuständig. Da das Fest nicht bei uns stattfindet, muß ich dann etwas finden, was sich gut vorbereiten läßt und auch keinen Backofen (denn der ist von der Gans besetzt!) oder Herd mehr benötigt. Blätterteig wird immer gerne genommen. Die letzten Jahre habe ich meist kleine Fingerfood-Happen aus Blätterteig mit Lachs oder Gänsebrust – oder was mir beim Weihnachtseinkauf in die Hände fiel – produziert. Dieses Jahr hatte ich irgendwie Lust auf etwas Kräftigeres, auf Wild zum Beispiel.

Hirschpastete

Quellenangabe: 23.12.08 von Sus
Die nötigen Tipps habe ich mir hier und hier in Bolli’s Kitchen geholt.
Kategorien: Pastete, Wild, Hirsch, Blätterteig
Mengenangaben für: 1 Rezept

Wildpastete.jpg

Zutaten:

1 Platte Blätterteig, rechteckig, ca. 24x40cm, aus dem Kühlregal
500 g Hirschgulasch
500 g Schweine-Hackfleisch
1/2 Scheibe Serrano-Schinken, ca. 7 mm dick
1/2-1 Rote Paprika
1 Eßlöffel frische, grüne Pfefferkörner
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Sherry
2-3 Nelken
2 Wacholderbeeren
2-3 Pimentkörner
Salz, Pfeffer
1 Eigelb
Butter
Feldsalat
Physalis

Zubereitung:


Mindestens 2-3 Stunden, ggf. 12 Stunden, vorher Zwiebel und Knoblauch schälen und in Stückchen schneiden. Das Hirschgulasch waschen, trockentupfen und zu den Zwiebeln dazugeben. Die Gewürze (ohne den grünen Pfeffer) im Mörser fein mahlen und einen Teil über das Fleisch geben. Mit etwas Sherry begießen, gut verteilen und im Kühlschrank marinieren lassen.

Ein paar Stücke Hirschgulasch in kleine Stückchen (ca. 1-2 cm) schneiden und beiseite legen. Die restlichen Stücke zusammen mit den Zwiebeln in einer Pfanne mit etwas heißem Öl von allen Seiten scharf anbraten.
Zusammen mit dem Hackfleisch entweder durch den Fleischwolf drehen (erst grob, dann fein) oder im Mixer zerkleinern.

Paprika waschen und putzen, dann in kleine Stücke (5-10 mm) schneiden. Serrano-Schinken ebenfalls würfeln.

Paprika und Pfefferkörner zur Fleischmasse geben und verteilen. So würzen, daß es etwas überwürzt schmeckt – das verliert sich nach dem Backen.

Wildpastete_1.jpgBlätterteig ausrollen und eine gebutterte Pasteten- oder Kastenkuchenform damit auskleiden. Die Ränder des Teigs sollten dabei etwas überstehen. Ein Drittel der Fleischmasse einfüllen und gut andrücken. Die kleingeschnittenen Stückchen vom Hirschgulasch in einer Lage gleichmäßig darauf verteilen. Das nächste Drittel Farce darübergeben, den Serranoschinken verteilen und mit dem Rest Fleischmasse bedecken.

Wildpastete_2.jpgDie Teigränder einklappen und mit etwas Eigelb bestreichen. Alles mit einer Teigplatte bedecken, die Ränder zusammendrücken. Aus den Resten z.B. mit Plätzchenausstechern Ornamente zur Verzierung herstellen. Alles gleichmäßig mit Eigelb bestreichen.

Aus einem mehrfach gefalteten Stück Alufolie, um einen Kochlöffelstiel gewickelt, zwei Kamine herstellen und in den Teigdeckel drücken, damit der Dampf, der in der Pastete entsteht, entweichen kann.

Pastete für ca. 2 Stunden in den auf 180°C vorgeheizten Backofen geben. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, locker mit etwas Alufolie abdecken.

Wildpastete_Scheibe.jpgWenn die Pastete gleich serviert werden soll, nach dem Backen aus der Kastenform nehmen und in einer Auflaufform oder auf einem großen, hitzefesten Teller noch ein paar Minuten in den Backofen stellen, damit die Seitenwände etwas trockener werden. Wird die Pastete erst am nächsten Tag verzehrt, ist das nicht nötig.

Zum Servieren mit etwas Feldsalat und z.B. selbstgezogenen Physalis anrichten.


Die letzten Plätzchen …

GKE_Dezember08_500x120.jpg

Das Rezept für die letzten Plätzchen, die ich dieses Jahr für Weihnachten gebacken habe, ist mir einfach so zugeflogen. Gerade noch rechtzeitig lag es Anfang der Woche in meinem elektronischen Briefkasten. Und da ich mich noch nicht zu einem Gericht für das Maronen-Event im Gärtner-Blog hatte entscheiden können, war die ganze Sache auf einmal viel einfacher.

Mit einem kurzen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt hatte ich mich mit frischen, heißen Maronen (und einem Glühwein SmileyGrin.gif) versorgt. Der Teig war schnell gemacht und am nächsten Abend wurde dann der Backofen angeschmissen.

Die Plätzchen schmecken schön nach Maronen, obwohl der Geschmack ruhig noch intensiver sein dürfte. Das nächste Mal werde ich die Maronenmehl-Menge erhöhen und vielleicht sogar die Nüsse weglassen.

Maronensterne

Maronensterne.jpg

Quellenangabe: Newsletter http://essen-und-trinken.de
Variiert 17.12.08 von Sus
Kategorien: Gebäck, Weihnachten, Mürbeteig, Marone, Keks
Mengenangaben für: 50 Stück

Zutaten:

250 Gramm Mehl; gesiebt
1 Prise Nelken; gemahlen
1 Prise Ingwer; gemahlen
1 Prise Koriander; gemahlen
3 Teelöffel Zimt (3-4 Tl); gemahlen; bis 1/3 mehr
Salz
70 Gramm Haselnußkerne; geröstet und gemahlen
100 Gramm Maronen; geröstet und gemahlen
200 Gramm Butter (weich)
150 Gramm Zucker
2 Eigelb (Kl. M)
Mehl zum Bearbeiten
  Glasur:
300 Gramm Puderzucker; gesiebt
1 Eiweiß
2 Esslöffel Zitronensaft

Zubereitung:

Haselnüsse in der Pfanne rösten und die Häutchen mit einem (Papier-)Tuch abrubbeln, dann mahlen. Die Maronen kreuzweise einschneiden und in der Pfanne ebenfalls rösten (oder im Backofen backen) und schälen. Einfacher ist es natürlich, auf dem Weihnachtsmarkt eine Tüte frischgeröstete Maronen zu kaufen. Die Maronen zu mittelgrobem Mehl (etwas wie die Haselnüsse) mahlen.

Mehl mit den Gewürzen und den gemahlenen Maronen und Nüssen mischen. Butter mit Zucker schaumig rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Eigelb nach und nach zugeben. Mehlmischung unterheben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig flach drücken, in Folie wickeln und mindestens 8 Stunden (besser über Nacht) kalt stellen.

Die Teigmasse auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2 cm dick ausrollen. Nicht benötigten Teig immer wieder kalt stellen. Plätzchen ausstechen und auf mit Backpapier belegte Backbleche setzen. 1 Stunde kalt stellen. Die Teigreste zusammenkneten und erneut ausrollen. Weitere Sterne ausstechen, auf ein Blech setzen und kalt stellen.

Inzwischen für die Glasur Puderzucker, Eiweiß und Zitronensaft zu einer zähen Masse verrühren. Die Sterne mit einem Pinsel relativ dick damit bestreichen. Noch einmal 30 Minuten kalt stellen.

Die Sterne im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Umluft 10 Minuten bei 165 Grad) auf der untersten Schiene 10-15 Minuten backen; die Glasur darf nur an den Spitzen ganz leicht Farbe annehmen. Die Sterne aus dem Backofen nehmen, leicht abkühlen lassen, dann mit einer Palette vorsichtig auf Gitter setzen und vollständig abkühlen lassen. Die Sterne in Blechdosen zwischen Lagen von Pergamentpapier kühl und trocken aufbewahren. Sie halten sich ca. 4 Wochen.

Anmerkung:

– Das nächste Mal besser einen richtigen Zuckerguß verwenden, dieser ist ein bißchen zu sehr verlaufen. Vielleicht lag es daran, daß ich etwas zu ungeduldig war und vor dem Backen die letzte Kühlphase nicht mehr abgewartet habe.


Weihnachts-Bagels

Kulinarischer Adventskalender 2008 - 9.jpgEs weihnachtet wieder. Wie jedes Jahr um diese Zeit. Wie auch vor langer Zeit, als ich im Advent eine Woche in New York verbracht habe. Dort lernte ich unter anderem Bagels kennen. Dieses merkwürdige runde Brotgebäck mit einem Loch in der Mitte, meist mit Sesam oder Mohn bestreut. Mit Cream Cheese und Lachs unendlich lecker. Aber eine Offenbarung waren die extrem zimtig schmeckenden Zimt-Rosinen-Bagels, die es angeblich nur zur Weihnachtszeit gibt.

Da ich leider nicht jedes Weihnachten mal kurz nach New York jetten kann, um mir ein paar Bagels zu kaufen, und mir die Online-Shops im Internet zu teuer sind (Außerdem können die Bagels nach zwei Tagen Postweg auch nicht mehr wirklich frisch sein, oder?), habe ich beschlossen, sie selbst zu backen.

Geschmacklich sind sie super geworden; selbst die mittlerweile verklärte Erinnerung stimmt zu. Allerdings bin ich mit der Form ein kleines bißchen unzufrieden, aber das kann ja durch Übung nur besser werden. SmileyGrin.gif

Und wie mittlerweile auch jedes Jahr um diese Zeit gibt es den Kulinarischen Adventskalender von Zorra. Dort verstecken sich viele tolle Rezepte und ein Gewinnspiel mit richtig schönen Preisen hinter den Türchen. Dieses Mal durfte ich das neunte Türchen bestücken:

Weihnachts-Bagels


WeihnachtsBagels_Fertig.jpg

Quellenangabe: 07.12.2008 von Sus
Kategorien: Gebäck, Hefe, Bagel, Weihnachten
Mengenangaben für: 14-16 Stück

Zutaten:

Grundrezept:
600 ml Wasser, lauwarm
1 Würfel Hefe
2 Eßlöffel Zucker
800 g Mehl
3 Teelöffel Öl
1/2-1 Teelöffel Salz
Zimt-Bagels:
6 Eßlöffel Zucker
4 Eßlöffel Zimt
100 g Rumrosinen
Stollen-Bagels:
50 g Zitronat, Orangeat, kandierte Kirschen; je nach Geschmack grob oder fein gehackt
50 g Marzipan
50 g Haselnüsse; geröstet, gehäutet und fein gehackt
1 Eigelb
Puderzucker
Kochwasser:
Wasser
1 Eßlöffel Honig

Zubereitung:


In einer Schüssel die Hefe mit dem Zucker in das lauwarme Wasser bröseln und ein paar Minuten quellen lassen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Das Mehl portionsweise dazusieben und mit dem Salz und Öl erst verrühren (die Teigkonsistenz sollte eher fest sein) und dann gut und kräftig kneten.
Die Schüssel zugedeckt an einem warmen Ort stellen, bis der Teig doppelt so groß geworden ist.

Zucker und Zimt mischen und die Hälfte unter die Rosinen geben.
Backpapier auf ein Backblech legen und darauf etwas Mehl streuen.

Den Teig noch einmal durchkneten und in einzelne Portionen teilen (Anzahl siehe Mengenangaben). Jetzt gibt es zwei Varianten, wie die Löcher in den Bagel kommen: Die eine besteht darin, in eine Teigkugel mit den Fingern oder dem Kochlöffel ein Loch zu stechen und dieses auf mind. 4 cm zu erweitern. Die andere Möglichkeit besteht darin, den Teigballen zu einer Rolle zu formen, diese um den Handballen zu schlingen und die beiden Enden mit dem Daumen auf der Handfläche zusammenzudrücken. (Man kann natürlich auch die Finger der anderen Hand dafür verwenden.)

Da ich die Bagels füllen wollte, habe ich die zweite Variante gewählt. Dafür die Teigportion länglich und flach auf die Arbeitsfläche legen und ca. einen Teelöffel der Zimt-Zucker-Rosinen-Mischung auf den Teig verteilen.

WeihnachtsBagels_Fuellung.jpg

Die zweite Füllung besteht aus gehacktem Orangeat, Zitronat, Kirschen, gerösteten, gehackten Haselnüssen und Marzipan. Für jeden Bagel ein Stück Marzipan zu einer langen, dünnen Wurst rollen und mit der restlichen Füllung zusammen auf den länglichen Bagelteig legen.

WeihnachtsBagels_Ruhend.jpgDen Teig vorsichtig von der Längsseite her schließen, zu einer Rolle formen (Wenn es der Teig mitmacht, die Enden noch um eine Umdrehung gegeneinander verdrehen, damit die Füllung gut verteilt wird.) und wie oben beschrieben zu einem Kringel formen. Auf das Backblech legen.

Die Bagels mit einem Tuch bedecken und weitere 15-20 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

WeihnachtsBagels_Kochend.jpgWasser in einem großen Topf (er muß nicht sehr hoch sein, aber breit) mit dem Honig zum Kochen bringen. Wenn das Wasser sprudelnd kocht, einen oder mehrere Bagel mit dem Schaumlöffel hineingeben. Die Bagels sollten sich nicht berühren, sondern frei schwimmen. Nach ca. einer Minute die Bagels wenden und für eine weitere Minute kochen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen, etwas trocknen lassen und auf das Backblech legen.

Die Zimt-Rosinen-Bagel mit dem restlichen Zimtzucker bestreuen. Die anderen nach Geschmack mit verquirltem Eigelb bestreichen.

Im Backofen für ca. 20 Minuten backen lassen. Die bisher noch nicht verzierten Bagels mit Puderzucker bestreuen.

Noch heiß mit etwas Butter und einer schönen Tasse Kaffee oder Tee servieren und den zweiten Advent genießen.

Die übrigen Bagels entweder gleich am nächsten Tag verzehren oder in zwei Scheiben aufgeschnitten einfrieren. Sie lassen sich problemlos aufbacken und ergeben dann ein leckeres Frühstück für die Weihnachtsfeiertage.

Anmerkung:


WeihnachtsBagels_Teig.jpg– Die Bagels sind nicht so schön voluminös geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das liegt aber mit ziemlicher Sicherheit daran, daß der Hefeteig aufgrund eines laaaangen Telephongesprächs schon zu weit gegangen war, bevor ich die Bagels formen konnte.

– Die meisten Rezepte wollen eine Kochzeit der Bagels von ca. 30-60 Sekunden pro Seite. Bei mir sahen die Bagels (subjektiv) nach ca. 90 Sekunden pro Seite schöner aus.


Food-o-Grafie #2: Objektive

foodografie #2Zorra von 1x umrühren, bitte möchte im zweiten Event der Food-o-Grafie-Reihe, in der es nicht um das Zubereiten der Speisen, sondern primär um das Photographieren derselben geht, etwas über die Objektive bzw. die verwendeten Kameraeinstellungen wissen.

Bei meiner Powershot G7 (übrigens wieder von der Reparatur zurück) ist kein Objektivwechsel möglich. Es gibt zwar Weitwinkel- und Telekonverter, aber die habe ich bisher nicht gebraucht.

MuffinGrossaufnahme.jpgEine schöne Spielerei ist ein Makroaufsatz, mit dem man den Blumen und den Insekten direkt und ohne Abstand auf den Pelz rücken kann. Im Normalfall reicht aber (wie im Bild rechts zu sehen) die eingebaute Makro-Funktion, mit der man bis auf 1-2 cm an das Objekt herankommt.

Natürlich hat die Kamera auch voreingestellte Programme, aber die verwende ich nicht. (Ich habe gerade mal nachgesehen – interessant, was es alles gibt: Neben Portrait und Landschaft auch Schnee, Aquarium, Laub und Feuerwerk. Essen ist leider nicht dabei.) Meistens verwende ich Automatik oder Zeit-Automatik mit manueller Blendenwahl.

Im Sommer ist Essen photographieren einfach: Den Teller in ein sonniges Plätzchen stellen, aufpassen, daß man selbst keinen Schatten wirft und im Automatikmodus abgedrückt. Vielleicht noch ein oder zwei Bilder aus einer anderen Perspektive und gut ist: scharf, hell, schöne Farben.

Jetzt im Winter ist das Ganze viel komplizierter: Die Beleuchtung paßt einfach nicht. Selbst mit subjektiv ausreichender Beleuchtung möchte die Kamera zu gerne blitzen. Da sieht dann fast jedes Essen (selbst ein zu dunkel gebratenes Schnitzel) aus wie eine Portion Vanillesauce. Ohne Blitz kommen farblich schönere Bilder zustande (mit Weißabgleich), manchmal etwas zu gelblich (Weißabgleich vergessen), aber ohne Stativ besteht die Gefahr des Verwackelns. (Dummerweise sieht man das aber erst nach dem Essen, wenn man die Bilder auf den PC überspielt.) Da ich die Kamera immer bei mir führe, müsste ich sie für jedes Essen auf’s Stativ schrauben. Ist mir zu mühselig, außerdem wird das Essen kalt. Die beste Variante, die ich gefunden habe, besteht darin, daß ich auf den Stuhl steige, um den größtmöglichen Abstand zum Teller herzustellen, den passenden Ausschnitt etwas heranzoome und dann die Kamera fröhlich blitzen lasse.

Das folgende Bild ist gestern Abend mit dem eingebauten Weißabgleich auf Leuchtstoffröhre entstanden, mit Abstand (Kamera über Augenhöhe gehalten) und etwas herangezoomt, ausnahmsweise war kein Blitz notwendig:

PlaetzchenEnterprise.jpg

Das Bild wurde außer einer Verkleinerung auf 500 Pixel Breite (IrfanView) nicht bearbeitet.

Jetzt folgt noch ein Rattenschwanz von EXIF-Daten für dieses Bild, bei dem ich gestehen muß, daß ich von der Hälfte nicht sicher bin, was es bedeutet.


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