Von einer, die auszog, Pfefferminzeis herzustellen…

Pfefferminz und Hitze – Das bringt sofort die Erinnerung an meinen ersten England-Aufenthalt zurück. Auch dort war es – für englische Verhältnisse – sehr warm und ich entdeckte Wall’s quietschgrünes Pfefferminzeis. Das gab es in kleinen Buden neben jeder zweiten Sehenswürdigkeit.

Das ist die Idee. Das will ich machen. Doch wie? Eine Variante mit Schokolade wie z.B hier wollte ich nicht. Und Eier hatte ich nicht mehr genügend im Haus. (Gut vorbereitet, Sus!) Sollte ich stattdessen Pfefferminz-Gelee oder Sirup machen? Hmm, Pfefferminze und Zucker im Mörser zemantschen – das klingt lecker. Gleich mal ausprobieren: Schmeckt auch so!!!

Aber was jetzt? Ich hätte ja doch lieber Eis. Im Kühlschrank steht noch Schlagsahne. Warum nicht? Ok, angefangen, die Sahne zu schlagen. Komisch, die wird ja gar nicht schaumig… und wo kommen denn die kleinen gelben Bröckchen her? Sollte die Küchenweisheit etwa recht haben, daß man bei schwülem Wetter keine Sahne schlägt, es sei denn, man will Butter? Toll, also kein Eis.
Was mache ich jetzt mit der ‚Butter-Sahne‘? Verbacken wäre am Einfachsten. Muffins? Pfefferminz-Muffins? Gute Idee!

PfefferminzMuffins.pg

Pfefferminz-Muffins

Quellenangabe: Selbst fabriziert 29.07.2006 von Sus
Kategorien: Muffin, Pfefferminz, Backen
Mengenangaben für: 6 Stück

Zutaten

2 Eier
300 Gramm Mehl
1/2 Packung Backpulver
20 Gramm Pfefferminzblätter
75 Gramm Zucker
50 Gramm Schoko-Streusel
  Guß
100 Gramm Puderzucker
3 Esslöffel Wasser; heiß
1 Tropfen Lebensmittelfarbe Grün
1 Tropfen Pfefferminzöl

Zubereitung:


Die Pfefferminzblätter waschen und klein hacken. In eine Schüssel mit dem Zucker geben und mit dem Mörser zerstampfen. (Nicht zuviel davon naschen!)

Die Schlagsahne schlagen (darf auch Butter werden :-)). Das Mehl und das Backpulver in eine Schüssel geben. Den Pfefferminzzucker dazugeben. Sahne, Eier und Schokostreusel dazugeben und verrühren.

In eine Muffinform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 20-30 Minuten backen.



Aus der Form holen und erkalten lassen. Mit dem Wasser den Puderzucker glattrühren. Dabei das Pfefferminzöl und die Farbe zugeben. Den Guß über die Muffins verteilen und mit Schokostreuseln verzieren.




Und diese Muffins reiche ich hiermit beim Garten-Koch-Event „Minze“ ein.

P.S: Einen Rest der Pfefferminz-Zucker-Mischung habe ich als Eiswürfel eingefroren. Einfach in ein Glas Mineralwasser und die Limonade ist fertig.

Hopfen-Oregano

Man darf mich einfach nicht in Gärtnereien lassen!

Hier der neuste Zuwachs:

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Hopfen-Oregano – Origanum species (oder Origanum hybridum oder Origanum rotundifolium – das Internet ist sich da nicht ganz einig.)

Die Pflanze bleibt niedrig (20-30 cm Höhe) und liebt einen sonnigen eher trockenen Standort. Sie ist mehrjährig, mit Abdeckung auch winterhart. Blüte im Spätsommer. Ihr Name kommt von den Blütenständen, die wie Hopfendolden aussehen.

Verwendet werden die Blätter zu allen Gemüsen, die Blüten zur Dekoration.
Die Blätter sind relativ groß und hart, schmecken aber nach Oregano. Man sollte sie bei Verwendung kurz durchhacken.


Schmetterlingseffekt

Auf Dans Blog von SaltShaker bin ich auf ein neues Meme gestoßen: „The Butterfly Effect“. Da es im deutschsprachigen Raum wohl noch nicht verbreitet ist, habe ich es mal übersetzt. Es geht darum, welche anscheinend kleinen Dinge oder Ereignisse Dich in Bezug auf Essen/Kochen/Lebensmittel so stark beeinflußt haben, daß sich etwas in Deinem gesamten Lebensstil geändert hat. Über ein Trackback würde er sich freuen.

At Dan’s blog SaltShaker I found a new meme: „The Butterfly Effect“. Since it seems to be unknown on German web sites I translated it. He wants to know which seemingly unimportant things or events concerning food and cooking influenced you so much it changed your life style. He wouldn’t object to a trackback.

1. Eine Zutat
An ingredient

2. Ein Gericht, ein Rezept
A dish, a recipe

3. Eine Mahlzeit (in einem Restaurant, zu Hause oder …)
A meal (in a restaurant, a home, or elsewhere)

4. Ein Kochbuch oder andere ‚Schriften‘
A cookbook or other written work

5. Eine Persönlichkeit (Koch, Autor, etc.)
A food “personality” (chef, writer, etc.)

6. Eine andere Person in Deinem Leben
Another person in your life

Hier nun meine Gedanken:
My thoughts:

1. Meine allererste auf dem Balkon selbstgezogene Cocktail-Tomate, direkt vom sonnenbeschienenen Strauch gepflückt und gegessen.
My very first cherry tomato, home-grown on the balcony, plucked and eaten directly from the plant.

2. Der Unterschied zwischen hausgemachtem Essen und Fertigprodukten wurde mir bereits als Kind bewußt. Meine Mutter kochte regelmäßig Spaghetti mit richtig schöner Sauce Bolognese. Eines Tages war ich zu Besuch bei meiner Großmutter. Meine Großmutter konnte sehr gut kochen. Sie wollte mir einmal etwas Gutes tun („… die Kinder heutzutage lieben ja diese komischen langen Nudeln …“) und kochte Spaghetti mit Tomatensauce. Da sie dieses Gericht noch nie vorher zubereitet hatte, kaufte sie Miraculi (kurze Nudeln, etwas Tomatensauce im Beutel, etwas Parmesan im Beutel). Nun ja, ich war schon damals so höflich, ihr nicht zu sagen, daß ich es grauenvoll fand.
Übrigens heißt das nicht, daß ich danach immer alles selbstgekocht und/oder gar biologisch dynamisch wertvoll haben mußte. Ich liebe Junk Food. Aber ich kenne eben auch den Unterschied.

I got to know the difference between home-made food and prefabricated products quite early in childhood. My mother regularly cooked spaghetti with real good sauce bolognese. One day I visited my grandmother. My grandmother cooked very good food. She wanted to give me a treat („… those kids today do love those strangely long noodles, don’t they?…“) and cooked spaghetti with tomatoe sauce. Since she hadn’t done this before, she bought Miraculi (short noodles, some tomato sauce in a plastic bag and some grated cheese in plastic bag). Well, even then I was polite enough not to tell her I didn’t like it at all.
It doesn’t say that after this episode I only ate home-made or even biological-dynamical food. I love junk food! But I know the difference.

3. Ich habe einmal in einem Biergarten zugeschaut, wie ein Baby zum ersten Mal in seinem Leben Schokoladeneis probiert hat. Der Vater hielt dem Kind das Eis zum Probieren hin. Zuerst kam ein sehr skeptischer Blick und dann ein vorsichtiges Lecken. Das sich langsam ausbreitende, immer größer und größer werdende Strahlen in dem kleinen Gesicht werde ich wahrscheinlich nie vergessen.

Once I had a chance to watch a little baby to eat chocolate ice cream for the first time in its live. The father held the ice cream in front of the child. At first, the child looked very sceptical and then it tried very carefully. I’ll probably never forget the sunny smile, which slowly grew larger and larger, all over the little face.

4. Die Newsgroup de.rec.mampf und das Internet im Allgemeinen. Im Gegensatz zu Kochbüchern gibt es hier zu einem Rezept unzählige Varianten. Hier habe ich zum Einen gelernt, die Quintessenzen aus jedem Rezept zu erfassen und zum Anderen, daß es völlig legitim ist, Rezepte zu variieren und zu verändern. Es ist notwendig, die wesentlichen Techniken zu kennen, aber dann kann man wunderbar spielen.

The usenet group „de.rec.mampf“ and the internet. In a single cook book normally you find one or two recipes for a dish. In the internet you find uncounted variations. Here I learned to gather the essential facts for a recipe and I also learned that it is legitimate to vary and change recipes. It is necessary to know the how (ouch!) techniques but then you can play with it.

5. Fällt mir jetzt auf Anhieb keiner ein. Biolek? Oliver, Mälzer etc. habe ich noch nie geschaut.
Einen Küchenchef (kein Promi) kenne ich, der aber leider sein Restaurant vor ein paar Jahren schließen mußte, weil es zu teuer war, die frischen Zutaten für seine wirklichen guten und leckeren Speisen zu besorgen. Die Kundschaft konnte/wollte den Preis nicht mehr bezahlen.

Right now I can’t think of anyone. Biolek (one of the first German TV cooks)? Oliver, Mälzer etc. I never watched on TV.
One chef (not famous) I know personally, but unfortunately he had to close his restaurant some years ago. It was too expensive to buy all the fresh ingrediences for his really fabulous dishes. The customers could not/would not pay the price any longer.

6. Meine Großmutter, von der ich gelernt habe, wie man gutbürgerliches deutsches Essen zubereitet, und von der ich eine Ahnung mitbekommen habe, wie man früher gekocht und gelebt hat.
My grandmother who taught me to cook good typical German food and gave me an inkling how they cooked and lived earlier in Germany.

Ich reiche das Stöckchen an alle weiter, die es haben möchten.
I tag anybody who wants to be tagged.

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Gemüse-Kaltschale und Kartoffel-Omelett

Danke schön an hier, hier, hier auch, und hier für die Anregung, auch mal eine Gazpacho zuzubereiten.

Gazpacho.jpg
Nachtrag: Geeignete Gerätschaften sind wichtig! Unbedingt entweder einen Standmixer oder eine Schüssel mit schließender Abdeckung beim Mixen verwenden! Wenn nicht, findet man rote Spritzer auf sich und der halben Küche 🙂 !

Und weil ich schon dabei war, Blog-Rezepte nachzukochen, kamen mir die Versionen einer Tortilla von da bzw. dort gerade recht.

Tortilla1.jpg Tortilla2.jpg Tortilla3.jpg
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Platt

Da ist man mal am See in Bensheim, beobachtet, wie Wolken aufziehen und so langsam ein Gewitter entsteht, und beschließt, doch lieber noch ein bisschen im nächsten Gartenmarkt zu stöbern. Von drinnen schaut man dann zu, wie es ein bisschen blitzt, ein bisschen donnert und ein bisschen regnet. Dann fährt man heim (im Gepäck natürlich Neuerwerbungen) und sieht seinen Garten:

Die Stockrose liegt platt, sämtliche Blumentöpfe liegen platt, die Paprikas und die Kartoffeln liegen platt, die Tomaten sind ein einziger wirrer, platter Haufen.

So ist man dann im strömenden Regen beschäftigt, alles wieder aufzurichten, die letzten Bambusstäbe aus dem Keller zu suchen, Tomaten zu entwirren und anzubinden, Schnecken einzusammeln, Wasser von hängenden Ästen und Pflanzen und sich selbst zu schütteln.

Seufz!


Es gibt wieder Bohnen…

Tomaten und Bohnen mit Minze

Quellenangabe: Anne Wilson – Gemüse schnell und schmackhaft II
Erfasst 18.07.06 von Sus
Kategorien: Bohne, Beilage, Pfefferminze
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

20 Grüne Bohnen
1 Teelöffel Öl
1 Knoblauchzehe; zerdrückt
1 Teelöffel Ingwer; gerieben
1/2 Teelöffel Koriander; gemahlen
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel; gerieben
1/2 Teelöffel Garam Masala
2 Teelöffel Reife Tomaten, gehackt
1 Esslöffel Frische Minze; gehackt

Zubereitung:


Die Bohnen diagonal halbieren. In einer Pfanne 1 TL Öl erhitzen. Den zerdrückten Knoblauch, die Gewürze und die Tomaten hinzufügen. Unter ständigem Rühren 1 Minute erhitzen. Die Bohnen zugeben; weitere 2-3 Minuten dünsten. Die gehackte Minze untermischen. Heiß servieren.

Anmerkung:


20 Bohnen für 4 Portionen??? 2-3 Minuten in der Pfanne schmoren lassen???

500 g Bohnen und drei Tomaten (und eine große Handvoll Minze) haben bei uns 3 Portionen als Beilage ergeben. Außerdem waren die Bohnen mindestens 10-15 Minuten in der Pfanne und dann immer noch relativ bißfest. Geschmeckt hat’s!



LammMitBohnen.jpg
Dazu gab’s frische Lamm-Beinscheiben in eigenen Kräutern und Knoblauch mariniert und gegrillte Kartoffeln.

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Du weißt, es wird bedenklich, …

wenn Du Dich seit dem Wochenende darauf freust, heute ein Rezept nachzukochen, alle Zutaten besorgt hast, feststellst, daß Deine Kamera heute aushäusig ist und Du kein vernünftiges Photo machen kannst, und Dir dann ernsthaft überlegst, ob Du überhaupt Lust auf’s Kochen hast.

Aber dann fiel mir ein, daß mein Handy etwas besitzt, was in seinem Handbuch als Objektiv bezeichnet wird. Also, frisch an’s Werk!

Überbackene Avocado

Quellenangabe: sehr frei nach Anne Wilson – Gemüse schnell und schmackhaft I
Gekocht 18.07.06 von Sus
Kategorien: Vorspeise, Avocado, Überbacken
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

1 reife Avocado
1 Tomate
1 Knoblauchzehe
1 Scheibe Schinkenspeck
1 kleine Zwiebel; gehackt
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Balsamico-Essig
5 Tropfen Tabasco
50 Gramm Pecorino; kleingehackt

Zubereitung:


Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Auflaufform mit zerlassener Butter oder Öl einfetten.

Die Avocado längs halbieren und die Kerne entfernen. Zwei Drittel des Fruchtfleischs herauslösen und fein hacken. Die Schalen zurückbehalten.

Die Tomate häuten, entkernen und fein hacken. Schinkenspeck fein hacken. Avocado, Tomate, Schinkenspeck, Zwiebel, in einer Schüssel mitenander vermischen. Mit Salz und Pfeffer, Essig und Tabasco abschmecken.

Die Füllung in die Avocadohälften geben und mit Käse bestreuen. In die Form legen und 10 Minuten backen, bis sie durchgewärmt sind und der Käse zerlaufen ist.

Sofort servieren.

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