Wer zu spät kommt, …

… trinkt sich einen:

Kuller-Walderdbeeren
in Prosecco

KullerErdbeeren.jpg

So ein Pech! Jedes Mal, wenn ich mir ein Rezept ausgesucht oder -gedacht, zum Teil sogar -probiert hatte, war ein ähnliches schon von anderen Event-Teilnehmern veröffentlicht worden. (Jaja, ich weiß: Das kommt davon, wenn man sich zu lange Zeit läßt.)



Bei meinen Versuchen hatte ich manchmal noch Erdbeeren übrig, die unbedingt verarbeitet werden wollten:

Klassische Erdbeer-Marmelade


1 Kilo Erdbeeren
1/2 Kilo Gelierzucker 2:1
1 Zitrone; Saft davon
1 Päckchen Vanillezucker

Die Erdbeeren waschen, putzen und geviertelt in einen Topf geben und Gelierzucker und Vanillezucker dazugeben; 1/4 -1/2 Stunde ziehen lassen.

Den Topf auf den Herd stellen und erhitzen. Dabei umrühren. Wenn man keine Fruchtstücke in der Marmelade haben möchte, mit einem „Zerstörer“ bzw. „Zauberstab“ die Früchte zerkleinern. Den Zitronensaft zugeben. Nach Angabe auf der Gelierzucker-Packung sprudelnd kochen lassen (mind. 3 Minuten). Umrühren!
In sauber gespülte Gläser füllen. Gläser mit Schraubverschluß nach dem Verschließen für 1 Stunde auf den Kopf stellen. (Achtung: Wenn die Marmelade schnell steif wird, vorher wieder umdrehen!)

Erdbeermarmelade.jpg

Nach dem Erkalten die Gläser sauberwischen und beschriften.




Da fällt mir noch ein Rezept ein, welches bisher noch kein Teilnehmer gepostet hat (vielleicht sollte ich nochmal nachschauen?): Eine berühmt-berüchtigte Don’t-Do-This-At-Home-Erdbeerbowle aus der Studentenzeit.

Erdbeer-Bowle

Quellenangabe: Ein Schmierzettel v. Sus
Kategorien: Getränk, Bowle, Erdbeere
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

1 Kilo Erdbeeren
1 Flasche Cointreau
1 Flasche Wodka
2 Flaschen Schaumwein (heute würde man Prosecco nehmen)
2 Flaschen Mineralwasser
1 Handvoll Zucker
Zitronensaft
Für den nächsten Morgen:
1 Handvoll Aspirin

Zubereitung:


Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. In einer sehr großen Schüssel zuckern und Saft ziehen lassen.

Den Cointreau und den Wodka zugeben und ziehen lassen, mind. 3-4 Stunden, wenn möglich über Nacht. Den Schaumwein und das Wasser kaltstellen.

Kurz vor dem Servieren den Schaumwein und das Mineralwasser zugeben und mit Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Lecker, viel zu lecker!


Johanni

Am Samstag war Johannistag, traditionell der letzte Tag im Jahr für Spargel und Rhabarber. Zum Einen wird somit beiden Pflanzen noch Zeit gegeben, vor dem Herbst noch genügend Blätter zu bilden, mit denen sie Kraft für den Winter sammeln. Zum Anderen steigt beim Rhabarber der Anteil an Oxalsäure in den Stengeln immer stärker an. Das ist nicht giftig, führt aber zu Kalzium-Entzug im menschlichen Körper. Dies war unser Abschlußessen:

Gegrillte Putensteaks mit Spargel und neuen Pellkartoffeln


PutensteaksTeller.jpg


Asiatisch marinierte Putensteaks

Quellenangabe: Zusammengerührt und erfasst 24.06.06 von Sus
Kategorien: Pute, Grill, Marinade
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

4 Putensteaks oder -schnitzel
Marinade:
1 Esslöffel Sesamöl
3 Esslöffel Öl (z.B. Distel)
1 Teelöffel Sojasauce, dunkel
4 Frühlingszwiebeln; in Ringe geschnitten
3 Knoblauchzehen; gehackt
1 Teelöffel Zitronengras; in ganz feine Ringe geschnitten (*)
5 Kaffir-Zitronen-Blätter; gebrochen
2 Limonen, Saft davon, bei ungespritzten Früchten auch etwas Schale in ganz feinen Streifen
1 rote Chilischote; in Ringe geschnitte
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:


Die Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermengen. Nach eigenem Gusto abschmecken. Die Putensteaks (hier: dicke Scheiben aus einem Putenbraten geschnitten) mit der Marinade übergiessen und für mindestens 2 Stunden zugedeckt kühl stellen. Gelegentlich die Fleischstücke wenden, damit alle Seiten durchziehen können.
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Entweder beim Grillen die Fleischstücke mit der Marinade einpinseln oder die festen Teile aus der Flüssigkeit heraussieben, die Zitronenblätter entfernen und in reinem Limonensaft als Würze auf den Tisch stellen.
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(*) Das Zitronengras gibt es im Asialaden bereits feingehackt in der Tiefkühltruhe. Es ist so klein geschnitten, daß man es spätestens nach dem Kochen ohne Probleme mitessen kann. Die Besitzerin des Ladens hat mir verraten, daß sie das auch viel praktischer findet und kaum noch frisches Zitronengras verwendet.


Zum Nachtisch gab es

Rhabarber-Crumble

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Man nehme ein Backrezept für einen Blech-Streuselkuchen, lasse den unteren Teig weg und bereite die Streusel nach Rezept zu.
In eine kleine Springform (max. 20cm) oder in diesem Fall meine Silikon-Herzform die Hälfte des Streuselteigs geben und festdrücken.
Dabei den Rand des Teigs ein wenig nach oben führen. Den kleingeschnittenen und leicht gezuckerten Rhabarber darauflegen und dann die zweite Hälfte der Streusel darüberstreuseln.
Im Backofen bei 190°C ca. 1/2 Stunde backen. Wer mag, kann noch frische Schlagsahne dazugeben.


Schleierkraut

Da denkt man, man kauft ein ganz stink- (stimmt!) normales Schleierkraut und dann findet man im Internet heraus, daß es eigentlich auch eine Heil- und Nutzpflanze ist:

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Hohes Schleierkraut, Rispiges Gipsblümchen oder Rispiges Gipskraut
Pflanze: Gypsophila paniculata L.
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

  • Das Rispige Gipskraut ist eine kräftige, winterharte Staude, die bis zu 1 m hoch werden kann. Die vielen kleinen weißen, manchmal auch rosafarbenen Blüten stehen in sehr rispenartigen Blütenständen. Die Blätter sind klein, lanzettförmig und graugrün. Die Blütezeit ist zwischen Mai und August.
  • Das Schleierkraut stammt aus Ost- und Südosteuropa, China, Kaukasus und Sibirien.
  • Es bevorzugt trockene, durchlässige, kalkhaltige, aber nicht nährstoffarme Böden in voller Sonne.
  • Die Vermehrung geschieht durch Teilung im Frühjahr oder Aussaat.
  • Verwendet wird die getrocknete, rübenartige Pfahlwurzel, die als weiße Seifenwurzel bezeichnet wird.
  • Die weiße Seifenwurzel enthält ein Gemisch aus Saponinen und Phytosterole. Sie wirkt als Tee schleimlösend und auswurffördernd auf die Atemwege, z.B. gegen Husten oder Bronchitis.

    Außerdem wird die weiße Seifenrinde auch heute noch in der Industrie als mildes Waschmittel oder als Schaumbildner verwendet.

Ich finde die deutsche Bezeichnung „Gipskraut“ witzig (ich kannte bisher nur „Schleierkraut“). Nach ein bißchen Recherche lautet die direkte Übersetzung des lateinischen Namens tatsächlich: Rispiger Gips-Freund (gypsum= Gips philos= Freund panicula= Rispe). Das heißt auch nicht mehr als daß diese Pflanze kalkhaltigen Boden mag und viele kleine Äste und Blüten bildet. Aber das wissen wir ja schon 🙂

Unbekannte Blüten

Es kommen manchmal im Garten Blüten zum Vorschein, die der ’normale‘ Gärtner eher selten zu Gesicht bekommt. Dabei sind auch diese Blüten in ihrer Art sehr dekorativ und brauchen sich nicht hinter ihren bunten Verwandten zu verstecken.

Wer kann mir zum Beispiel sagen, zu welcher Pflanze diese kleinen, niedlichen Blüten gehören?

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Blogevent „Hülsenfrüchte“

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Für meinen Beitrag zum Blogevent „Hülsenfrüchte“ im Kochtopf wollte ich ja endlich einmal ein Rezept mit den hübschen Zuckerschoten ausprobieren, wie sie im Logo zu sehen sind, habe aber leider keine bekommen können.
Der Auslöser war dann ein Grillabend bei den Nachbarn mit dem Thema „Grün“. Wie praktisch: gleich zwei Events mit einem Rezept! Für einen Dip waren mir frische Erbsen zu schade, da habe ich Tiefkühlware genommen.

Erbsen-Frischkäse-Dip


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Quellenangabe: Durch Inspirationen aus dem Internet ausgedacht v. Sus
Kategorien: Erbse, Käse, Dip, Aufstrich
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

300 Gramm TK-Erbsen
200 Gramm Frischkäse
3-4 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe; je nach Geschmack mehr
1 Zitrone; Saft davon
1 Handvoll Pfefferminzblätter, frisch; gehackt
1 Handvoll Schnittlauch
1 rote Chilischote
1 Teelöffel Curry (Bockshornklee, Koriander, Chili, Kreuzkümmel, Kardamom)
1/4 Teelöffel Zimt
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:


Die Zwiebeln und den Knoblauch kleinschneiden und in einem Topf mit dem Olivenöl anschwitzen. Die Curry-Mischung(*) dazugeben. Mit ein wenig Wasser die Erbsen darin weichkochen. Nach dem Kochen etwas abkühlen lassen, eine Handvoll Erbsen beiseite legen und dann den Rest pürieren. Mit dem Frischkäse vermengen.
Die Minze und den Schnittlauch (man kann hier auch noch die grünen Teile der Frühlingszwiebeln verwenden) kleinhacken. Die Chilischote entkernen und in feine Ringe schneiden (**).
Zusammen mit dem Zitronensaft und dem Zimt unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am Schluß die aufgehobenen Erbsen dazugeben.
Kühlstellen und mindestens 1 Stunde durchziehen lassen. Ggf. nochmals abschmecken. Mit Pfefferminzblättchen garnieren.

Paßt gut zu Grillkartoffeln und zu Weißbrot.

Das Rezept eignet sich auch gut als Resteverwertung für Erbsen, die vom Vortag übrig geblieben sind.


(*) Dies ist meine Standard-Curry-Mischung, die ich je nach Lust und Laune variiere.

(**) Die Chilischote habe ich diesmal weggelassen, da auch kleine Kinder mitgegessen haben.

Dem aufmerksamen Beobachter fällt vielleicht auf, daß die Garnierung nicht aus Pfefferminz-, sondern aus Zitronenmelisse-Blättern besteht. Das kommt davon, wenn man erst nach dem Hacken der Kräuter daran denkt, daß man ja noch verzieren wollte.


Möhren-Couscous mit Schnitzel

Am Montag wußte ich mal wieder nicht, was ich kochen sollte/wollte. Na gut, spielen wir mal Koch-Duell: Vorhanden sind Karotten, Kartoffeln und Schnitzel. Wie langweilig!
Letzten Samstag hatte ich als Resteschnäppchen eines dieser größeren Anne Wilson Kochbücher für 1/2 Euro erstanden: Gemüse Schnell und Einfach II. (Teil I gab’s nicht mehr.) Lauter kurze schnelle Zubereitungsarten für Beilagengemüse.

So sieht das ausgewählte Originalrezept aus:

Möhrenspäne

Quellenangabe: Anne Wilson Gemüse schnell und schmackhaft II
Abgetippt v. Sus 07.06.2006
Kategorien: Gemüse, Karotte, Beilage
Mengenangaben für: 4 Portion(en)

Zutaten:

4 mittelgr. Möhren
20 Gramm Butter
1 Teelöffel brauner Zucker
1 Esslöffel Korianderblätter, frisch; gehackt
Balsamessig

Zubereitung:


Die Enden von den Möhren abschneiden. Die Möhren schälen. Mit einem Gemüseschäler lange Späne von den Möhren abziehen.
Butter in einer mittelgroßen Pfanne erhitzen. Den Zucker und die Möhrenspäne hinzufügen. Rühren, bis die Möhren gut mit Butter überzogen und gar, aber immer noch knusprig sind. Nicht übergaren. Die gehackten Korianderblätter hinzufügen. Nach Wunsch mit etwas Balsamessig beträufeln. Heiß servieren.


Dabei rausgekommen ist dann das:

Möhren-Couscous mit Schnitzel

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Statt Korianderblätter habe ich frische Pfefferminze und statt Balsamico Zitronensaft verwendet. Außerdem habe ich noch einige Radieschen in Scheiben geschnitten und mit den Möhren angebraten.

Den Instant-Couscous habe ich nach Packungsvorschrift zubereitet. Die Schnitzel wurden mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Piment (alles frisch gemahlen) eingerieben und in der Pfanne gebraten.



Späne aus den Möhren zu schneiden ist gar nicht so einfach, wenn am Tag vorher der Lieblingsschäler beim Spargelschälen engültig den Geist aufgegeben hat.

Ikea hat meiner Meinung nach ganz tolle Gemüseschäler, die ewig lange scharf bleiben. Das hilft aber nichts, wenn die Metall(!)-Halterungen so mies sind, daß sie in kürzester Zeit auseinanderbrechen.