Bei Instagram hatte ich vor ein paar Tagen das folgende Rezept versprochen. Ich kann den Gugelhupf wirklich nur empfehlen: sehr saftig und lecker!
Stollen-Gugelhupf
Quellenangabe:
Brigitte 23/2019 Erfasst 27.12.2019 von Sus
Kategorien:
Backen, Kuchen, Advent, Weihnachten, Hefe
Mengenangaben für:
1 Rezept
Zutaten:
200
g
Getrocknete Trauben (Alternative: Rosinen)
200
ml
Rum
50
g
Haselnüsse; geröstet und gehackt (Original: Mandeln)
60
g
Zitronat; gehackt
60
g
Orangeat; gehackt
250
ml
Milch
42
g
Hefe
75
g
Zucker
750
g
Mehl
1
Prise
Salz
3
Eier
300
g
Butter; weich
Butter (für die Form)
100
g
Butter (zum Bestreichen)
Puderzucker (zum Bestäuben)
Zubereitung:
Trauben in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Rum mit etwas kaltem Wasser verrühren. Trauben, Haselnüsse, Zitronat und Orangeat darin über Nacht einweichen.
Die Hälfte der Milch lauwarm erwärmen, die Hefe zerbröckeln und in der Milch zusammen mit 1 Prise Zucker unter Rühren auflösen. Etwas Mehl unterrühren und den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 15 Minuten gehen lassen. Restliches Mehl, Milch, Zucker, Salz, Eier, Butter und den Vorteig mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen, glänzenden Teig verkneten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort nochmals etwa 1 Stunde gehen lassen.
Eingeweichte Traubenmischung abtropfen lassen, kurz unter den Teig kneten und weitere 15 Minuten gehen lassen. Eine große Gugelhupf-Form (Ø 25 cm, etwa 2 l Inhalt) gut mit weicher Butter ausstreichen. Teig einfüllen und in der Form nochmals etwa 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
Backofen auf 180 °C (Umluft 160 °C, Gas Stufe 3) vorheizen. Den Gugelhupf auf den Ofenrost stellen und auf der 2. Schiene von unten im vorgeheizten Ofen etwa 45–50 Minuten backen. Herausnehmen und etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen.
Noch warm aus der Form stürzen. Butter schmelzen lassen, den Gugelhupf damit rundherum einstreichen und kräftig mit Puderzucker bestäuben. Am besten über Nacht durchziehen lassen.
Hier sind die diesjährigen Weihnachtsplätzchen. Es sind altbekannte Klassiker dabei, Klassiker, die ich vorher noch nie gebacken habe, und ganz neue Rezepte. Wie es sich ergibt, werde ich einige Rezepte in den nächsten Tagen vorstellen und dann die Links ergänzen.
Eine liebe Kollegin stellt auf medizinischen Rat ihre Ernährung um. Dabei darf sie einige sehr viele Sachen nicht mehr essen. Darunter fallen neben Milcheiweiß-Intoleranz (nein, nicht Laktose, das wäre zu einfach), einigen Obst- und Gemüsesorten, bestimmte Nüsse, natürlich auch die üblichen glutenhaltigen Getreide.
Das ist in der Adventszeit dann schon ganz schön schwierig, aber als ich das folgende Rezept sah, hatte ich gleich die Idee, es für meine Kollegin nachzubacken. Glücklicherweise habe ich noch einmal bei ihr nachgefragt, denn Mandeln sind auch nicht erlaubt. Haselnüsse aber schon. Und so habe ich das Originalrezept eben mit Haselnüssen abgewandelt.
Mandeln bzw. Haselnüsse; geschält, gehackt, geröstet
Zubereitung:
Kartoffeln in Salzwasser ca. 20 Minuten gar kochen. Abgießen, kurz abspülen und mit der Schale noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken. Orange heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale fein abreiben.
Zucker, Vanille, Orangenschale, Zimt, Salz und gemahlene Mandeln bzw. Haselnüsse mischen. Kartoffelpüree dazugeben und mit den Händen zu einem glatten Teig kneten.
Den Backofen auf 180°C (Umluft: 160°C) vorheizen.
Eier trennen; Eigelb mit Wasser kurz verrühren. Eiweiß mit einer Prise Salz in einem tiefen Teller mit einer Gabel schaumig schlagen.
Pinienkerne grob hacken und mit den Mandeln bzw. Haselnüsse gemischt in einen tiefen Teller geben.
Mit den Händen den Teig zu kleinen Kugeln (ca. 2,5cm Durchmesser) rollen. Bällchen zuerst in Eiweiß, dann in der Nussmischung wenden und diese fest drücken. Nusshülle vorsichtig mit einem Pinsel mit dem Eigelb bepinseln.
Bällchen auf mit Backpapier belegte Bleche legen. Die Bleche nacheinander auf die mittlere Schiene im heißen Backofen schieben. Pinienbrote ca. 12-15 Minuten (bei mir ca. 20 Minuten) goldbraun backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
In der heutigen Zeit wird alles hektischer, auch (und erst recht) die Weihnachtszeit. Da verwundert es nicht, dass selbst zum Weihnachtsessen immer mehr zu Convinience- oder Fertig-Produkten gegriffen wird. Deshalb hat sich die Gruppe „Wir retten, was zu retten ist“ dieses Mal vorgenommen, das Weihnachtsdessert zu retten.
Tja, das Weihnachtsdessert, das ist so eine Sache. Meist hat man ja schon eine Vorspeise, vielleicht eine zweite, und einen großen Hautpgang hinter sich. Und dann wird noch freudestrahlend eine Kalorienbombe auf den Tisch gestellt. Wenn man diese dann verzehrt hat, bräuchte man bis ins nächste Jahr eigentlich keine feste Nahrung mehr zu sich zu nehmen.
Deshalb kommt von mir ein Vorschlag, der sich zum Einen sehr gut vorbereiten lässt und damit auch ein wenig Stress vermeidet und zum Anderen nicht ganz so mächtig ist. Und man kann sich einteilen, wieviel man davon noch essen möchte.
Lebkuchen-Cantuccini mit Vin Santo
Cantuccini sind ein italienisches Gebäck, welches doppelt gebacken wird. Klassischerweise ist natürlich kein Lebkuchengewürz enthalten. Da diese Plätzchen ziemlich hart sind sein können, tunkt der Italiener sie sehr gerne in Vin Santo. Das ist ein Dessertwein, der aus stark getrockneten, sehr süßen Trauben hergestellt wird.
Ich habe versucht, aus dem Vin Santo und etwas Zucker und Pektin ein Gelee herzustellen, das mir aber leider nicht gelungen ist. Es hat trotz hoher Mengen an Pektin einfach nicht richtig gelieren wollen. Deshalb gibt es dazu kein Rezept, sondern nur die klassische Variante.
Für das Lebkuchengewürz die Zutaten grob zerkleinert in einer elektrischen Kaffeemühle oder einem anderen geeigneten Gerät fein zermahlen.
Mehl mit Backpulver, Zucker, Lebkuchengewürz und Salz in einer Rührschüssel mischen Butter in Stücken, Eier und Eigelbe dazugeben, alles rasch zu einem glatten Teig kneten.
Orangeat und Zitronat ziemlich klein hacken, zusammen mit den Pistazien und den Mandeln einarbeiten. Teig in in vier Portionen teilen und jeweils in Frischhaltefolie gewickelt für ca. 1 Stunde im Kühlschrank kühlen.
Backofen auf 200°C (Umluft: 180°C) vorheizen. Jede Teigkugel zu einer ca. 30 cm langen Rolle formen und mit etwas Abstand auf ein Backblech mit Backpapier legen. Für ca. 15 Minuten vorbacken.
Rollen aus dem Ofen, auf dem Blech kurz abkühlen lassen. Mit einem Sägemesser schräg in ca. 1,5 cm breite Stücke schneiden. Diese auf dem Blech verteilen und bei gleicher Temperatur in ca. 15 cm fertig backen.
Cantuccini auf einem Gitter erkalten lassen. In Gebäckdosen schichten und luftdicht verschlossen lagern.
Zum Dessert den Vin Santo in ein Likörglas füllen und mit den Cantuccini servieren.
Ebenfalls sind folgende Teilnehmer dem Aufruf gefolgt, das Weihnachtsdessert zu retten. Bei den schönen Rezepten kann ja gar nichts mehr schief gehen! Danke an Ingrid für die Organisation!
Den gesamten Zucker in der Küchenmaschine zu Puderzucker mahlen. Für die Kekse die gemahlenen Mandeln mit dem Zucker für den Teig und der Butter fein zerbröseln, dann das Ei untermischen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. In Folie gewickelt 1 Stunde kalt stellen.
Für die Füllung die Pistazien in der Küchenmaschine zu Pulver mahlen. Die weiche Butter mit dem restlichen Rohrohrzucker verrühren, das Mandelmus und das Pistazienpulver zufügen und gleichmäßig vermischen.
Die Arbeitsfläche mit gemahlenen Mandeln bestreuen und den Teig ausrollen. Pro angegebener Plätzchenmenge zwei Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 10 Minuten backen, abkühlen lassen.
Auf die Hälfte der Kekse einen Teelöffel der Pistazienfüllung setzen, die anderen Kekse als Deckel auflegen. Mit der übrigen Pistaziencreme kleine Tupfen auf den Deckeln verteilen und mit gehackten Pistazien bestreuen.
Anmerkung:
Das Mandelmus habe ich übrigens auch aus blanchierten Mandeln und etwas Distelöl durch längeres Mahlen selbst hergestellt.