daß die Weihnachtszeit eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit ist?
Bei dem ganzen Trubel, der im Moment bei der Arbeit, in der Stadt und auch zuhause herrscht, hätte ich auch nicht gedacht, daß ich es noch schaffe, die Plätzchen, die ich im Zuge des Europäischen Keks-Geiselaustausches die Ehre hatte, freilassen zu dürfen, auch noch annähernd zeitnah zu bloggen. (Naja, immerhin noch in der selben Woche, oder?
)
Ein Nachbar überreichte mir abends die kostbare Fracht. Der Absender sagte mir natürlich erst einmal gar nichts. Beim Auspacken stellte ich fest, daß die Geiseln wirklich besonders gut gegen DurchAusbruch gesichert waren:
Nach ausgiebiger Bewunderung der Dose wurde dieselbe beherzt geöffnet und so die folgenden Geiseln freigelassen:
Blätterteigherzen, gebrannte Mandeln, dunkle Biscotti und Vanille(?)-Taler. Sehr lecker, sehr fein.
Beim Lesen der beigelegten Karte stellte sich heraus, daß die Geiseln von José von Essenslust auf die Reise geschickt worden waren. Vielen Dank, lieber José! Und auch vielen Dank an Anikó von Paprika meets Kardamom für die tolle Idee.
Mal was Neues …

Rosmarin-Honig-Rauten
| Quellenangabe: | Frei nach Landidee 12/09 05.12.09 von Sus |
| Kategorien: | Plätzchen, Rosmarin, Honig |
| Mengenangaben für: | 60 Stück |
Zutaten:
| 200 | g | Honig |
| 375 | g | Mehl |
| 50 | ml | Neutrales Pflanzenöl |
| 20 | ml | Weißwein (hier: Apfelwein) |
| 1/2 | Vanilleschote, das Mark davon | |
| 1 | Prise | Muskatnuss |
| 1 | Prise | Salz |
| 3 | Teelöffel | Frischer Rosmarin |
Zubereitung:
Den Honig in einem Topf bei ganz schwacher Hitze flüssig werden lassen. Das Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Den abgekühlten Honig, das Öl, den Wein, die Gewürze und den Rosmarin zugeben und alles rasch zu einem Teig verkneten. Den Teig in Folie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.
Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick ausrollen. Mit einem Teigrädchen oder Messer Rauten ausschneiden. Diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 190°C ca. 15-17 Minuten backen. Das Papier auf ein Kuchengitter ziehen und die Plätzchen auskühlen lassen. In einer Blechdose aufbewahren.
Anmerkung:
Im Original waren es größere und dünnere Rechtecke, außerdem war noch Safran drin (daher auch der Weißwein: zum Auflösen), aber da hatte ich dieses Jahr leider keine gute Ernte.
Wie es sich gehört …
Am Wochenende war Plätzchen-Backen angesagt. Dabei entstanden endlich mal ein paar Makronen, die nicht wie platte Flundern daherkommen:

Zimtmakronen
| Quellenangabe: | Die 100 besten Rezepte für Ihre Adventsbäckerei 05.12.09 von Sus |
| Kategorien: | Plätzchen, Makrone, Haselnuss |
| Mengenangaben für: | 40 Stück |
Zutaten:
| 250 | g | Haselnüsse; gerieben |
| 1 | geh. Teelöffel | Zimt; gemahlen |
| 1 | Vanilleschote, das Mark davon | |
| 4 | Eiweiß | |
| 1 | Teelöffel | Zitronensaft |
| 250 | g | Zucker |
| 40 | Haselnusskerne |
Zubereitung:
Nüsse, Zimt und Vanille mischen. Eiweiß mit Salz und Zitronensaft steif schlagen, Zucker einrieseln lassen, Nussmischung unterheben, mit 2 Löffeln kleine Makronen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
Makronen mit je einer Haselnuss verzieren und bei 160°C (Gas: Stufe 2, Umluft: 140°C) backen.
Anmerkung:
– Nicht zu sparsam mit dem Zimt sein!
– Gerne wieder!
Der Anfang ist gemacht …

Curry-Plätzchen mit Erdnüssen
| Quellenangabe: | Lust auf Genuss 13/2009 30.11.2009 von Sus |
| Kategorien: | Plätzchen, Erdnuss, Curry |
| Mengenangaben für: | 40 Stück |
Zutaten:
| 50 | g | Butter; flüssig |
| 100 | g | Puderzucker |
| 100 | g | Mehl |
| 2 | Esslöffel | Kakaopulver |
| 2 | Eiweiß | |
| 100 | g | Gesalzene Erdnüsse |
| 2 | Esslöffel | Currypulver z.B. Garam Masala |
Zubereitung:
Butter schmelzen, mit Zucker, Mehl, Kakao, Eiweiß zum glatten Teig verrühren. Nüsse hacken.
Backofen auf 180°C (Umluft: 160 °C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Teig mit Hilfe einer Palette als gleichmäßig dünne Kreise (6-8 cm) auf das Blech streichen. Jeden Teigkreis mit gehackten Erdnüssen und je 1 Prise Currypulver bestreuen und im Ofen in ca. 6 Minuten knusprig backen. Gebäck aus dem Ofen nehmen, erkalten lassen, vorsichtig mit einer Palette vom Papier lösen.
Anmerkung:
– Hmm, geschmacklich ganz nett, aber etwas lau im Abgang, selbst das Salz der Erdnüsse war nach dem Backen nicht mehr so deutlich zu schmecken. Nächstes Mal mehr Currypulver, evtl. etwas Chili?
– Ich habe die Plätzchen nicht so dünn bekommen, weil ich sie nur mit einem Löffel (annähernd) kreisförmig glatt gestrichen habe. Deshalb sind es auch nur knapp 30 Stück geworden.
Und noch ein Event, …
… an dem teilzunehmen ich aber weder verweigern kann noch will!
Nach einer ersten Adventsfahrt mit Dampflok zum Weihnachtsmarkt in Aschaffenburg gab es ein leicht verspätetes Martinsgans-Essen, gerade noch so im November und gerade noch rechtzeitig für’s Event.

Gänsekeulen und Rotkraut aus dem Römertopf

| Quellenangabe: | 29.11.09 von Sus |
| Kategorien: | Gans, Rotkraut, Römertopf |
| Mengenangaben für: | 4 Portionen |
Zutaten:
| 1 | Kopf | Rotkraut (à 1,5 kg) |
| 2 | Zwiebeln | |
| 1/4 | Liter | Rotwein |
| 1/4 | Liter | Orangensaft |
| 2-3 | Schuss | Essig, z.B. Rotweinessig |
| 4 | Wacholderbeeren | |
| 4 | Nelken | |
| 4 | Pimentkörner | |
| Salz, Pfeffer | ||
| 4 | Gänsekeulen | |
| Nelken | ||
| Piment | ||
| Salz, Pfeffer |
Zubereitung:
Rotkraut in feine Streifen schneiden oder hobeln; Zwiebeln hacken; Gewürze im Mörser fein mahlen und untermischen. Mit Rotwein und Orangensaft begießen, dabei das Rotkraut kräftig durchkneten. Über Nacht kalt stellen, gelegentlich durchmischen.
Den Römertopf ausreichend wässern und zur Hälfte mit dem Rotkraut auffüllen.
Die Gänsekeulen mit einem zermahlenem Gemisch aus Salz, Pfeffer, Piment und wenig Nelken einreiben und auf das Rotkraut legen.
Den geschlossenen Römertopf in den noch kalten Backofen stellen und auf 210°C aufheizen. Nach ca. 1 Stunde das ausgetretene Fett vorsichtig abgießen (oder abschöpfen) und die Gänsekeulen mit etwas Salzwasser bestreichen. Noch eine weitere Stunde weiterbraten. Wenn danach die Gänsekeulen nicht schon braun geworden sind, für ein paar Minuten den Deckel entfernen, aber nicht zu lange, denn sonst werden sie trocken!
Dazu gab es Semmelknödel mit einer Füllung aus angebratenen Steinpilzen (aus der Dose), Frühlingszwiebeln und etwas Rotkraut.
Anmerkung:
– Ich hatte das Rotkraut recht grob geschnitten. Dadurch hatte es nach den zwei Stunden im Römertopf noch etwas Biß; fein geschnittenes Kraut wäre wohl ziemlich weich geworden.
Wo war das Rezept doch gleich?
Manchmal ist es wie verhext: Man hat ein Rezept zum Nachkochen in Erinnerung, sogar das Bild noch vor Augen, aber weder die Bookmark-Liste noch diverse Suchmaschinen können mit dem passenden Link aushelfen. Jetzt hatte ich die Schalotten aber schon gekauft ….
… da bin ich bei Lamiacucina doch noch mit einem hübschen Rezept fündig geworden. (Jegliche Abweichungen vom Originalrezept sind alleine meine Schuld …)
Gebackene Schalotten

| Quellenangabe: | Lamiacucina; 28.11.09 von Sus |
| Kategorien: | Zwiebel, Vorspeise |
| Mengenangaben für: | 2-3 Portionen |
Zutaten:
| 50 | g | Mehl |
| 1 | Ei | |
| 2-3 | Eßlöffel | Weißwein |
| 15 | g | Butter; zerlassen |
| 1/2 | Teelöffel | Garam Masala-Curry-Mischung |
| 10 | Schalotten | |
| 15 | g | Butter |
| 1 | Prise | Salz |
| Neutrales Öl zum Fritieren | ||
| 1 | Türkische Spitzpaprika, leicht scharf | |
| Schnabel- oder Eichblattsalat |
Zubereitung:
Aus Mehl, Ei, Weisswein und der zerlassenen Butter einen Backteig rühren, Curry hinzugeben und eine Stunde ruhen lassen.
Peperoni fein würfeln und in Olivenöl dünsten; warmhalten.
Zwiebeln putzen, in Butter andünsten und mit Wasser ablöschen (so daß sie eben bedeckt sind). Leicht salzen und kochen bis sie gar sind, 10-15 Minuten. Zwiebeln herausnehmen und abkühlen lassen. Garfond bis zum Sirup einkochen (*).
Auf einem Teller gewaschenen und geputzten Schnabelsalat anrichten.
Zwiebeln durch den Backteig ziehen und im heissen Öl fritieren. Auf dem Teller drapieren und mit den Peperoniwürfeln und Zwiebelfond garnieren.
Anmerkung:
– Den Zwiebelfond habe ich schlichtweg vergessen.
– Mit dem Teig hatte ich leichte Schwierigkeiten: er wollte einfach nicht an den Zwiebeln haften. Deshalb habe ich noch beim Fritieren Teig auf die Zwiebeln gegeben und sie danach auch nicht mehr halbiert – das erklärt die interessanten Formen 
Hurra, hurra, …

Die Absenderin des Päckchen ist Andrea von einfach guad, welche eine interessante Mischung aus eigenen Produkten und italienischen Spezialitäten zusammengestellt hat.
Nach dem Auspacken:

Grissini Torinesi – besonders dünne und knusprige Gebäckstangen, die supergut zu dem feinem italienischen Bruschetta passen. Dazu ein Glas griechischer Kalamata-Oliven und die Vorspeisenplatte ist perfekt!
Aus eigener Produktion stammen die Zwetschgen-Ingwer-Marmelade und der Holunderlikör. Hmm, da freue ich mich schon drauf – Zwetschgen-Marmelade in allen Variationen lieben wir und Holunderlikör wollte ich schon immer mal probieren!
Zum Nachtisch gibt es leckere selbstgebackene Lebkuchen, die das ganze Päckchen weihnachtlich duften lassen, und eine Tafel Schokolade mit Karamell und Salz.
Und nicht zu vergessen: das kleine Engelchen, welches darauf aufpaßt, das niemand Unbefugtes sich zu schnell an den schönen Sachen vergreift. (Gell, Liebster?)
Liebe Andrea, vielen, vielen Dank für das schöne Freßpaket!
Und auch Dankeschön an Rosa von Schnuppensuppe für die Veranstaltung des fünften DFssgF.
Spontan …
Am Wochenende wollte ich vom Liebsten wissen, auf welchen Kuchen er denn Lust hätte. Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Gewürzkuchen!“ Ja, warum nicht? Aus diversen Rezepten habe ich dann das folgende zusammengebastelt:
Marmorierter Gewürzkuchen

| Quellenangabe: | 21.11.09 von Sus |
| Kategorien: | Kuchen, Rührteig, Gewürz, Quitte |
| Mengenangaben für: | 1 Kuchen |
Zutaten:
| Dunkler Teig: | ||
| 100 | g | Zuckerrübensirup |
| 60 | g | Butter |
| 60 | g | Brauner Zucker |
| 2 | Eier | |
| 180 | g | Mehl |
| 1 | Teelöffel | Backpulver |
| 4 | Pimentkörner | |
| 4 | Kardamomkapseln; ohne Schale | |
| 1 | Teelöffel | Zimt; gemahlen |
| 3 | Nelken | |
| 1 | Teelöffel | Ingwer; gefroren gerieben |
| Heller Teig: | ||
| 80 | g | Butter |
| 70 | g | Zucker |
| 2 | Eßlöffel | Milch |
| 2 | Eier | |
| 200 | g | Mehl |
| 1 | Teelöffel | Backpulver |
| 1/2 | Orange; geriebene Schale davon | |
| 1/2 | Teelöffel | Zimt |
| 1 | Teelöffel | Vanillezucker |
| 1 | kleine | Quitte |
| Glasur: | ||
| 4 | Eßlöffel | Quittengelee |
Zubereitung:
Dunkler Teig:
Sirup, Butter, Zucker und Eier cremig rühren. Gewürze im Mörser fein mahlen, mit Mehl und Backpulver mischen und unter die Mischung rühren. Den Teig in die gefettete Kastenform füllen.
Heller Teig:
Butter, Zucker und Eier cremig rühren. Milch hinzugeben. Mehl, Backpulver und Gewürze mischen und unter die Mischung rühren. Quitte schälen, in kleine Stückchen schneiden und im Teig verteilen.
Den hellen Teig auf den dunklen Teig füllen und mit dem Löffel vorsichtig vermischen.
Im vorgeheizten Backofen bei 175°C (Ober-/Unterhitze) ca. 50-60 Minuten backen. Den noch heißen Kuchen mit Quittengelee bestreichen.
Anmerkung:
– Ja, ich weiß, das Photo ist grauenvoll, aber ich war in Eile und jetzt ist es zu spät – der Kuchen ist so gut wie aufgegessen …
Rosa – definitiv rosa …

Zimmer-Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis)
in richtig hübschem Baby-Mädchen-Schweinchen-Rosa 
Selbstgefüllt …
Mit einem Beitrag für dieses Event aus dem Kochtopf, diesmal veranstaltet von Mestolo, habe ich mich erstaunlicherweise schwer getan. Ich mag Oliven sehr, aber nur die grünen. Die wenigsten schwarzen Oliven schmecken mir. Aber dummerweise stehe ich mit Oliven überhaupt in unserem Haushalt etwas alleine da.
Auf dem örtlichen Wochenmarkt decke ich mich jeden Freitag bei dem Olivendealer meines Vertrauens mit meinen Lieblingsoliven (und wahlweise eingelegten Auberginen, eingelegtem Ziegen- oder Schafskäse, roten oder grünen Peperoni oder frisch gebackenem Oliven-Weißbrot
) ein. Diese Lieblingsoliven sind große, grüne Oliven aus Griechenland, die mit Zitronenstücken gefüllt sind.
Die selben Oliven gibt es auch mit oder ohne Kern, die letztere Variante super geeignet zum Selberfüllen. Dies habe ich jetzt auch versucht:

Gefüllte Oliven
| Quellenangabe: | 15.11.09 von Sus |
| Kategorien: | Olive, Tapas, Mozzarella, Schinken |
| Mengenangaben für: | 1 Portion |
Zutaten:
| 15 | große | Grüne, griechische Oliven; entsteint |
| Füllung 1: | ||
| 2 | Mozzarellabällchen | |
| 1 | Stengel | Basilikum |
| Salz, Pfeffer | ||
| 1 | Teelöffel | Olivenöl |
| Füllung 2: | ||
| 2 | Mozzarellabällchen | |
| 3 | Getrocknete Tomaten in Öl | |
| 1 | Frühlingszwiebel | |
| 1 | kleine | Knoblauchzehe |
| 1 | kleine | Tomate |
| 1 | Teelöffel | Pinienkerne; geröstet |
| Salz, Pfeffer | ||
| 1 | Teelöffel | Olivenöl |
| Füllung 3: | ||
| 2 | Scheiben | Serranoschinken |
Zubereitung:
Füllung 1:
Mozzarellabällchen mit Gewürzen und kleingehacktem Basilikum in Olivenöl am Besten über Nacht marinieren. Bällchen in Streifen schneiden und diese in die seitlich aufgeschnittenen Oliven stecken.
Füllung 2:
Alle Zutaten im Mixer zu einer stückigen Masse verarbeiten und mit einem Löffel (Stiel zu Hilfe nehmen!) in die Oliven füllen.
Füllung 3:
Serranoschinken in Fetzen reißen und mit dem Löffelstiel in die Oliven stopfen.
Anmerkung:
– Die Dekoration ist ein selbstgepflückter Zweig aus der Türkei.
– Mit diesen Oliven hätte ich an drei aktuellen Events teilnehmen können: Eben diesem Oliven-Event, der Mozzarella-Revolution und dem Spanien-Event. 


