Heute morgen, beim noch sonnigen Rundgang durch den Garten, zeigte sich die erste Taglilien-Blüte:

Gelb-rote oder Bahnwärter-Taglilie (Hemerocallis Fulva)
Heute morgen, beim noch sonnigen Rundgang durch den Garten, zeigte sich die erste Taglilien-Blüte:

Gelb-rote oder Bahnwärter-Taglilie (Hemerocallis Fulva)
Ende letzter Woche kam ich extrem günstig an Pfirsiche heran, die eben einfach nicht mehr so hübsch aussahen, wie sie sollten.
Die schönsten haben wir gleich gefuttert, die restlichen landeten im folgenden Rezept, denn bei diesem Wetter ist die Grill-Saison ja garantiert. 

| Quellenangabe: | Eigenes Rezept 16.06.2013 von Sus |
| Kategorien: | Sauce, Ketchup, Pfirsich, Chili, Grill |
| Mengenangaben für: | ca. 700 ml |
| 1 | kg | Pfirsiche; ohne Stein |
| 40 | g | Zucker |
| 125 | ml | Weißweinessig |
| 3 | kleine | Knoblauchzehen |
| 1 | Chili | |
| 1 | Teelöffel | Salz |
| 2 | Teelöffel | Shawarma-Gewürzmischung (oder andere Curry- Mischung) |
| 1 | Teelöffel | Koriandersaat |
| 1/2 | Teelöffel | Piment |
| 1/2 | Teelöffel | Pfeffer |
| 1/2 | Teelöffel | Zimt |
| 1 | Esslöffel | Tomatenmark – weglassen! |
| 1 | Teelöffel | Liquid Smoke (geht natürlich auch ohne) |
Pfirsiche waschen, evtl. schälen, wenn man die roten Fitzelchen nicht haben möchte, entsteinen und in Stücke schneiden. Im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Sehr fein gehackte Knoblauchzehen und Chili (je nach Schärfeempfindlichkeit mit oder ohne Kernchen) unterrühren.
In einem Topf zum Köcheln bringen; Essig und Gewürze zugeben, dabei natürlich abschmecken. Etwas einkochen lassen. Am Ende etwas flüssigen Rauch unterrühren und in sterilisierte Flaschen abfüllen.
– Ich habe den Fehler gemacht, etwas Tomatenmark (u.a. wegen der Farbe) zuzugeben. Das hat den leckeren Pfirsichgeschmack merkwürdigerweise stark reduziert. Wenn man die Sauce etwas dickflüssiger haben möchte, könnte man stattdessen etwas Speisestärke hinzufügen.
Auch wenn Ulrike von Küchenlatein der Meinung ist, es hätten schon genügend Leute dieses Rezept nachgekocht, reihe ich mich einfach mal in die Liste mit ein. Nachdem ich es letztes Jahr schon mit Rhabarbersaft probiert hatte, sollte es dieses Jahr eben Sirup sein.
Einige Rezeptvarianten verwenden zusätzlich Vanille oder Ingwer. Bei dieser relativ großen Menge wollte ich mich nicht vorab festlegen; das kann man später mit anderen Sirupen nachholen.

| Quellenangabe: | Übernommen von Küchenlatein 16.06.2013 von Sus; ursprünglich von Coconut&Vanilla |
| Kategorien: | Rhabarber, Sirup, Konserve, Getränk |
| Mengenangaben für: | 1 Liter |
| 1 | kg | Rhabarber, vorbereitet gewogen |
| 650 | g | Zucker |
| 400 | ml | Wasser |
| 1 | Limette; Saft davon |
Den Rhabarber gründlich waschen und die Enden abschneiden. Anschließend in dünne Scheiben schneiden. In einem großen Topf den Rhabarber mit dem Zucker vermischen und über Nacht im Kühlschrank Saft ziehen lassen. Wasser und Limettensaft dazugeben, aufkochen und etwa eine halbe Stunde köcheln lassen, bis der Rhabarber komplett zerfallen ist. Durch ein feines Sieb abgießen und abtropfen lassen, ggf. noch etwas durch Rühren nachhelfen.
Den Sirup noch einmal kurz aufkochen und in sterilisierte Flaschen füllen.
Den übriggebliebenen Rhabarberbrei bloß nicht wegwerfen, sondern als Kompott genüßlich verzehren:

Gegen Ende der Woche gingen hier in der Gegend die Blütendolden der Holunderbüsche auf. Leider habe ich nicht die Möglichkeit, an größere Mengen Holunderblüten heranzukommen, denn die meisten Sträucher stehen auf Privatgrundstücken, an befahrenen Straßen oder in Senken, die von dichten Brennesseln bewachsen sind. Aber für die folgenden Muffins habe ich gerade mal 2 kleine Blütenstände gebraucht; den Sirup und das Gelee hatte ich noch vom letzten Jahr.
Weil wir das schöne Wetter gestern mit dem ersten Gang an den Badesee gefeiert haben, kam ich nicht zum Backen. Das habe ich heute morgen ganz schnell nachgeholt, damit was zum Frühstück auf dem Tisch stehen konnte.
Gerade hatte ich die letzten kleinen Holunderblütchen dekorativ auf den Muffins verteilt und fing an, zu überlegen, wo ich sie denn im Garten am Hübschesten photographieren könnte, … da fing’s plötzlich an zu pladdern (stark regnen) wie verrückt. War wohl nichts mit frühsommerlichem Frühstück auf der Terrasse…

| Quellenangabe: | Diverse Internet-Quellen Erfaßt 09.06.2013 von Sus |
| Kategorien: | Backen, Muffin, Holunder |
| Mengenangaben für: | 1 Rezept |
| 100 | g | Butter; weich |
| 50 | g | Rohzucker |
| 50 | g | Zucker |
| 1 | Prise | Salz |
| 2 | Eier | |
| etwas | Abgeriebene Zitronenschale | |
| 100 | g | Geschälte Mandeln, fein gemahlen |
| 150 | ml | Milch |
| 50 | ml | Holunderblütensirup – oder gelee |
| 200 | g | Mehl |
| 2 | Teelöffel | Backpulver |
| 1-2 | Holunderblüten (nur die kleinen Blütchen davon) | |
| 3-4 | Eßlöffel | Holunderblütensirup |
| 1-2 | Eßlöffel | Wasser |
| 2 | Eßlöffel | Holundergelee |
Butter, Zucker, Salz und die Eier zu einer hellgelben, cremigen Masse schaumig rühren. Zitronenschale und die Mandeln mit der Milch und dem Sirup (oder Gelee) ebenfalls darunterrühren. Mehl und Backpulver mischen und unter den Teig mischen, dann die Holunderblüten unterheben; einen Teil davon zur Dekoration aufbewahren..
Backofen auf 180°C vorheizen.Teig in eine gefettete Muffinform füllen. Ca. 20 Minuten in der Ofenmitte backen.
Die leicht ausgekühlten Muffins aus den Formen nehmen.
Sirup und Wasser mischen und in die Vertiefungen des Muffinblechs füllen. Die Unterseite der Muffins mit einem Holzspießchen einstechen und die Muffins wieder in die Förmchen geben, damit sie den Sirup aufsaugen können.
Mit dem Holunder-Gelee die Muffins ganz dünn bepinseln und mit den restlichen Holunderblütchen bestreuen.
Die Gärtnerin hat hübsche Blümchen in ihrem Garten. Ich natürlich auch. 
Vor ca. drei Jahren habe ich begonnen, Sonnenröschen (Helianthemum x cultorum) anzupflanzen. Mittlerweile ist eine kleine Sammlung daraus geworden. Sie gedeihen prächtig in meinem sandigen, vollsonnigen und ziemlich trockenen Vorgarten. Sie blühen nur bei schönem, warmem Wetter, bei Regen lassen sie’s bleiben.

Sonnenröschen ‚Lawrenson’s Pink‘ und ‚Ben Fhada‘

Sonnenröschen ‚Raspberry Ripples‘

Sonnenröschen ‚Rubin‘
Seit letzter Woche habe ich auch noch eine orangefarbene, eine weiße und eine rotpinke Pflanze, die aber erst noch ordentlich anwachsen müssen, bevor ich sie Euch zeigen kann.
Als ich Shermins Event „Lesehunger!“ zuerst sah, war ich begeistert: Bücher und Essen – meine Lieblingsthemen!
Ich bin als Leseratte aufgewachsen: Kein geschriebenes Wort war vor mir sicher, selbst wenn ich es damals noch nicht wirklich verstehen konnte.
Dazu war mein Vater ein passionierter SF- und Fantasy-Fan, mit akuter Sammelleidenschaft… So kam es, daß ich schon in (viel zu) frühen Jahren die Welten von Darkover, Gor, der Flußwelt, Pern, Dune, Barsoom etc. kennen- und lieben gelernt habe.
Doch dann kam ich ins Grübeln: mir fielen par tout keine dazu passenden Rezepte ein. 🙁 Anscheinend sind mir kaum irgendwelche Speisen aufgefallen…
Aber dann kam mir mein allerliebstes Buch aller Zeiten wieder in den Sinn: natürlich der Anhalter bzw. Per Anhalter durch die Galaxis,
… wahrscheinlich das bemerkenswerteste Buch, das die großen Verlage von Ursa Minor je herausbrachten … Und dieses Buch ist nicht nur außerordentlich bemerkenswert, es ist auch außerordentlich erfolgreich – populärer als „Der Himmlische Heimschützer-Almanach“, es verkauft sich besser als „Dreiundfünfzig neue Sachen, die man bei Schwerelosigkeit machen kann“ und ist streitlustiger als Oolon Coluphids drei philosophische Bombenerfolge „Wo Gott sich irrte“, „Noch ein paar von Gottes größten Fehlern“ und „Wer ist denn dieser Gott überhaupt?“ …
Ich hatte den Anhalter zuerst als deutsches Hörspiel kennengelernt und war begeistert! Kurz danach war ich für einige Wochen in England zum Sprachunterricht. Dort ergab es sich aus einer Laune heraus, daß der Anhalter das erste englisch-sprachige Buch war, welches ich freiwillig(!), vollständig und wiederholt gelesen habe.
Seit dieser Zeit lese ich fast ausschließlich englisch-/amerikanisch-sprachige SF- und Fantasy-Literatur.
Da ich dieses Jahr auch leider den Towel Day (2010, 2012) verpaßt habe, wäre ein Rezept aus dem Anhalter doch eine schöne Idee.
Das bekannteste Rezept in diesem Buch (außer einer guten Tasse Tee) ist natürlich der Pangalaktische Donnergurgler – der Drink, den man besser nicht trinken sollte, es sei denn, man ist ein 30-Tonnen-Elephant mit Bronchial-Asthma…
Ich habe dann mal versucht, ihn nachzuempfinden – ich muss sagen, meine Version schmeckt gar nicht mal so schlecht – man könnte sich daran gewöhnen. 

| Quellenangabe: | Erfaßt 05.06.2013 von Sus |
| Kategorien: | Getränk, Alkohol, Douglas Adams |
| Mengenangaben für: | 2 Gläser |
| Original: | ||
| 1 | bottle | Ol‘ Janx Spirit |
| 1 | measure | Water from the seas of Santraginus V |
| 3 | cubes | Arcturan Mega-gin |
| 4 | liter | Fallian marsh gas |
| 1 | measure | Qualactin Hypermint extract |
| 1 | Tooth of an Algolian Suntiger | |
| some | Zamphour | |
| 1 | Olive | |
| Meine Version: | ||
| 30 | ml | Wodka |
| 30 | ml | Gin |
| 60 | ml | Tonic Water |
| 60 | ml | Sekt |
| 4 | Stengel | Minze (alternativ: 2 Tropfen Pfefferminzöl) |
| 2 | Chilischoten (alternativ: 2 Tropfen Tabasco) | |
| 2 | Oliven | |
| 1/2 | Zitrone; geriebene Schale davon | |
| 2 | Zitronenscheiben | |
| Eiswürfel |
Take the juice from one bottle of Ol‘ Janx Spirit. Pour into it one measure of water from the seas of Santraginus V — Oh, that Santraginean seawater! Oh, those Santraginean fish! Allow three cubes of Arcturan Mega-gin to melt into the mixture (it must be properly iced or the benzene is lost). Allow four litres of Fallian marsh gas to bubble through it, in memory of all those happy hikers who have died of pleasure in the Marshes of Fallia. Over the back of a silver spoon float a measure of Qualactin Hypermint extract, redolent of all the heady odours of the dark Qualactin Zones, subtle, sweet and mystic. Drop in the tooth of an Algolian Suntiger. Watch it dissolve, spreading the fires of the Algolian Suns deep into the heart of the drink. Sprinkle Zamphuor. Add an olive.
Drink… but… very carefully…
Wodka in ein großes Glas geben, geriebene Zitronenschale und Minzeblätter dazu und mit einem Stößel kräftig zerdrücken; die Chilis anschneiden und dazugeben (je nach Wunsch ein paar Samen ebenfalls zerdrücken); im Kühlschrank ca. 1/2 Stunde ziehen lassen. (Alternativ mit Minzöl und Tabasco nach Geschmack würzen.)
Wodkamischung, Gin und Tonic Water mit Eiswürfeln kräftig schütteln, in die Gläser abseihen und mit Sekt auffüllen.
Mit Zitronenscheibe, Chilischote und Olive garnieren.
… wo bist Du geblieben? Der Mai ist so gut wie vorbei und von Wonne war da nicht viel zu spüren, oder? Irgendwie vergeht einem da die Lust am Frühling. Gestern am Feiertag war das Wetter ausnahmsweise halbwegs guter Laune und bescherte uns einen sonnigen Nachmittag. Da paßte die Waldmeister-Biskuitrolle richtig gut dazu.
Glücklicherweise hatte ich genug Sahne im Haus, denn mein erster Versuch ging leider schief: Ich hatte den Waldmeister in der Sahne leicht erhitzt und wieder abkühlen lassen. Leider war danach die Sahne nicht mehr zu bewegen, sich in feste Schlagsahne zu verwandeln. Nun ja, jetzt haben wir eine schöne Portion Waldmeister-Sahne-Eis im Gefrierschrank. 
Beim zweiten Versuch hat es dann so halbwegs geklappt, aber so richtig steif wollte die Sahne auch nicht werden. Aber weil es wirklich gut und schön nach Waldmeister geschmeckt hat, darf das Rezept beim Garten-Koch-Event „Waldmeister“ im Gärtner-Blog teilnehmen.

| Quellenangabe: | Erfasst 30.05.2013 von Sus |
| Kategorien: | Kuchen, Biskuit, Backen, Waldmeister |
| Mengenangaben für: | 1 Rolle |
| Teig: | ||
| 4 | Eigelb | |
| 3 | Esslöffel | Warmes Wasser |
| 4 | Eiweiß | |
| 125 | g | Zucker |
| 1 | Packung | Vanillezucker (oder das persönliche Äquivalent) |
| 125 | g | Mehl |
| 1/2 | Teelöffel | Backpulver |
| 1 | Prise | Salz |
| Füllung und Guss: | ||
| 400 | ml | Sahne |
| 3 | Esslöffel | Milch |
| 5 | Stengel | Waldmeister |
| 7 | Erdbeeren | |
| 1 | Packung | Vanillezucker (oder das persönliche Äquivalent) |
| 1 | Packung | Sahnesteif (ggf. mehr) |
| 1 | Tropfen | Grüne Lebensmittelfarbe |
Waldmeister-Stengel vorsichtig waschen und in der Milch leicht erhitzen; dabei den Waldmeister mit einem Löffel umrühren und auch zerquetschen. Abkühlen lassen und die Sahne dazugeben. Im Kühlschrank ca. 1 Stunde ziehen lassen.
Den Backofen auf 225°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Das Eigelb mit dem Wasser schaumig schlagen. Nach und nach 2/3 des Zuckers und den Vanillezucker dazugeben. Solange schlagen, bis die Masse cremig ist.
Das Eiweiß mit dem restlichen Zucker sehr steif schlagen und auf das Eigelb geben.
Mehl mit Backpulver mischen und darübersieben. Alles vorsichtig unter die Eigelbmasse ziehen.
Den Teig ca. 1 cm dick auf das Blech streichen und sofort im vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten backen.
Die gebackene Biskuitplatte auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen und das Backpapier sehr vorsichtig, aber schnell abziehen. Die Biskuitplatte behutsam von der Längsseite her durch Anheben des Tuchs einrollen und abkühlen lassen.
Den Waldmeister aus der Sahne nehmen; ggf. die Sahne durch ein Sieb gießen.
Die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnefestiger steif schlagen. Eventuell ein paar ganz gehackte Blättchen Waldmeister unterrühren.
Erdbeeren waschen und putzen und in Scheiben schneiden, dabei die spitzen Enden übrig behalten.
Die Biskuitrolle abrollen und mit 2/3 der Sahne bestreichen. Erdbeerscheiben gleichmäßig verteilen. Rolle wieder zusammenrollen.
Restliche Sahne auf der Rolle verteilen und mit den Erdbeerspitzen und Waldmeister verzieren.
Bis zum Servieren kalt stellen.
Eigntlich wollte ich dieses Jahr keine Löwenzahnblüten sammeln, denn die hundefreie Wiese, die ich dafür immer besuche, ist zur Hälfte eine Baustelle geworden. Als aber die Gärtnerin dieses Jahr auch Löwenzahngelee gekocht hat und der nicht umgepflügte Teil der Wiese so schön gelb leuchtete, konnte ich dann doch nicht widerstehen.
Allerdings habe ich ein neues Rezept ausprobiert, in dem auch die gelben Blütenblättchen verwendet werden. Dadurch hat die Marmelade ein leicht fuzzelige Konsistenz, aber der Geschmack ist super!

| Quellenangabe: | Erfaßt 16.05.2013 von Sus |
| Kategorien: | Löwenzahn, Konserve, Marmelade |
| Mengenangaben für: | 5 Gläser |
| 150 | g | Entkelchte Löwenzahn-Blüten |
| 1 | l | Wasser |
| 1 | Teelöffel | Ascorbinsäure (Vitamin C); gestrichen |
| 2 | Zitronen, Saft davon | |
| 1 | kg | Gelierzucker 1:1 |
Die Blüten mit dem Wasser, der Hälfte des Zitronensafts und der Ascorbinsäure zusammen aufkochen, etwas abkühlen lassen und anschließend alles durch den Fleischwolf treiben. Mit Gelierzucker und dem restlichen Zitronensaft nach Anweisung des Gelierzuckers zu Konfitüre kochen.
– Für 150 g Blütenblättchen braucht man ca. 3 Liter (1 großes Küchensieb) locker geschichtete Blüten.
– Die Konfitüre wurde ziemlich schnell ziemlich fest. Wer es anders mag, sollte einen Teil des Gelierzuckers durch normalen Zucker ersetzen.
– Die Masse kommt nur sehr schwer durch die Löcher des Fleischwolfs. Lieber eine Scheibe mit etwas größerer Lochung wählen.
Es ist gar nicht so einfach, schöne australische Rezepte zu finden. In keinem meiner nicht ganz wenigen Bücher ist Australien ein Thema. Ich habe z.B. ein tolles Buch namens „Eine kulinarische Weltreise“, aber da war doch tatsächlich nichts von Australien&Co. zu finden! Komische Weltreise, wenn ein ganzer Kontinent fehlt.
Irgendwann Ende letzten Jahres habe ich mal bei einer Gewürze-Bestellung spontan eine Portion australische Zitronenmyrte mitbestellt und bisher nichts damit angefangen. Die wollte ich dann natürlich auch bei diesem schönen Event „DownUnder“ im Kochtopf, dieses Mal veranstaltet von Zorra höchstselbst, verwenden.
Leider, wie so oft, lief mir bei der ganzen Überlegerei und Rezeptsucherei die Zeit davon. (Und wenn man dann noch so dusselig ist und die hilfreichen Links bei der Event-Ankündigung nicht wirklich wahrgenommen hat, ist man selber schuld…)
Aber die üblichen Clichés haben sich ja doch irgendwie festgesetzt: Die Australier grillen für ihr Leben gern, Schafe laufen überall herum und das Damper-Brot hatte ich hier schon einmal in ähnlicher Form erfolgreich gebacken.
Deshalb gab es letztes Wochenende kurzentschlossen einen australisch-angehauchten Grillabend mit marinierten Lamm-Beinscheiben, Maiskolben und selbstgebackenem Buschbrot.

Und hier die einzelnen Rezepte:

| Quellenangabe: | Erfaßt 13.05.2013 von Sus |
| Kategorien: | Lamm, Grill |
| Mengenangaben für: | 2 Portionen |
| 2 | Lammbeinscheiben (aus dem Odenwald) | |
| 1 | Knoblauchzehe | |
| 2 | Eßlöffel | Olivenöl |
| 1 | Eßlöffel | Australische Zitronenmyrte; getrocknet und zerrieben |
| 2 | Prisen | Tasmanischer Pfeffer; gemahlen |
| Salz |
Aus dem Öl, der getrockneten Zitronenmyrte, dem gemahlenen Pfeffer und dem durchgedrückten Knoblauch ein Würzöl bereiten und ein paar Minuten ziehen lassen.
Beinscheiben von beiden Seiten damit bestreichen und kühl gestellt ca. 30 Minuten stehen lassen.
Mit Salz bestreuen und grillen, bis das Fleisch im Inneren noch leicht rosa ist.
Dazu gegrillte Maiskolben, mit Butter bestrichen und mit Salz bestreut.
Das Schöne an diesem Brot ist, dass es wirklich schnell geht. In etwas mehr als einer Dreiviertelstunde hat man ein Brot gebacken.

| Quellenangabe: | Erfaßt 13.05.2013 von Sus |
| Kategorien: | Backen, Brot, Australien, Blog-Event |
| Mengenangaben für: | 1 Brot |
| 300 | g | Dinkelmehl |
| 2 | Teelöffel | Backpulver |
| 1 | Teelöffel | Salz |
| 200 | ml | Milch; zusätzlich Milch zum Glasieren |
| 25 | ml | Öl (hier: Distelöl) |
| 1/2 | Teelöffel | Tasmanischer Pfeffer; grob gemahlen |
Mehl, Backpulver, Pfeffer und Salz zusammen in eine große Schüssel sieben und eine Mulde hineindrücken.
Milch und Öl in einem Messbecher vermischen. Mit dem Mehl zu einem weichen, klebrigen Teig verrühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und ca. 1 Minute kneten, bis er weich und glatt wird.
Den Teig zu einem runden Laib formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die Oberfläche mit Milch einpinseln, dann mit einer scharfen Klinge 2cm tief kreuzweise einschneiden.
Im auf 200 °C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180 °C reduzieren, und weitere 25 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun ist und es hohl klingt, wenn man gegen die Unterseite des Brotes klopft. Auf einem Drahtrost auskühlen lassen.
– Dies ist ein sehr kleines Brot für zwei Personen. Für die richtige Größe die Mengenangaben bitte verdoppeln.
– Schmeckt noch lauwarm am Besten!
Letztes Wochenende war wieder viel los: Ich war zum ersten Mal mit meinen Pflanzen in Reinheim auf dem dortigen Pflanzenflohmarkt im Stadtpark.

Es war ja ganz hübsch da, aber leider hat es mehr oder minder durchgängig geregnet. Glücklicherweise hat das aber nicht alle Leute von einem Besuch abhalten können!
Am Sonntag sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein (Gnmpf!) auf dem Pflanzenmarkt im Hessenpark in Neu-Anspach vom Verkäufer zum Kaufer mutiert: Ein kleiner Zwerg-Thymian, eine Basilikum-Minze (die riecht tatsächlich so!), Anis-Samen und eine mexikanische Flammenrebe haben den Weg in den heimischen Garten gefunden.
Da ich es geschafft hatte, sowohl Samstagabend als auch Sonntagmorgen zu vergessen, den Pizzateig anzusetzen, mußte es eben mal wieder ein Teig mit relativ viel Hefe sein. Die Tomatensauce (natürlich selbstgemacht
) hatte ich noch im Vorrat.

| Quellenangabe: | Erfaßt 05.05.2013 von Sus |
| Kategorien: | Backen, Pizza, Hefe, Spargel |
| Mengenangaben für: | 4 Portionen |
| Teig: | ||
| 20 | g | Hefe |
| 180 | ml | Wasser |
| 1 | Prise | Zucker |
| 300 | g | Dinkel-Vollkornmehl |
| 1 | Schuß | Olivenöl |
| Salz, Pfeffer | ||
| Belag: | ||
| 300 | ml | Würzige Tomatensauce |
| 14 | Spargel | |
| 100 | g | Katenschinken; fein gewürfelt |
| 100 | g | Alter Ziegen-Gouda (oder Pecorino); in dünnen Streifen |
| 2 | Stengel | Knoblauchrauke; grob gehackt |
| 2 | Stengel | Glatte Petersilie; grob gehackt |
Für den Hefeteig die Hefe in lauwarmem Wasser und einer Prise Zucker auflösen. Mit Mehl, Salz und Pfeffer und Olivenöl gut verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand leicht lösen läßt. Zugedeckt im Warmen gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.Danach mit etwas Mehl den Teig durchkneten, bis er weich und geschmeidig ist. Auf Backpapier der Größe des Backblechs ausrollen.
Spargel putzen und halbieren. In etwas Salzwasser nicht ganz gar kochen; abtropfen lassen.
Backofen auf 230°C vorheizen, dabei Backblech mit aufheizen. Tomatensauce auf der Pizza verteilen, dann den Käse gleichmäßig verteilen. Mit Spargelstücken und Schinkenwürfeln belegen.
Pizza mit Backpapier auf das heiße Blech ziehen und im Ofen für ca. 15-20 Minuten backen, dann herausnehmen und mit den gehackten Kräutern bestreuen.
– Für die Optik hätte man den Käse auch noch über die Spargel verteilen können. (Wer ihn sucht: auf der rechten Seite der Pizza!)