Ki-Ba-Ku …

… Ki-Ba-Ki-Ba-Ku …

Gegen Ende der Kirsch-Saison hatte ich vorletzte Woche noch einmal ein paar schöne dicke Süßkirschen ergattern können. Neben dem klassischen Kirschkern-in-die-Schüssel-spucken (sprich: einfach so futtern) sollten sie auch in einem Kuchen Verwendung finden.

Da mich keine Rezeptvorlagen (Bücher, Zeitschriften, Internet) so wirklich inspiriert haben, griff ich mal wieder auf mein bewährtes Standard-Rezept für Rührkuchen zurück und legte einfach los…
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Ki-Ba-Ku – Kirsch-Bananen-Kuchen

KirschBananenKuchen.jpg

Quellenangabe: 20.07.2012 von Sus
Kategorien: Kuchen, Rührkuchen, Kirsche, Banane, Schokolade
Mengenangaben für: 1 Springform, 26cm

Zutaten:

Prise

3 Bananen
500 g Kirschen
100 g Dunkle Schokolade (70%)
200 g Weiche Butter
175 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker (oder das persönliche Äquivalent davon)
4 Eier
1 Zitrone, unbehandelt
250 g Mehl
50 g Speisestärke
1/2 Päckchen Backpulver
4 Eßlöffel Rosengelee

Zubereitung:


Kirschen waschen und entsteinen, ggf. halbieren. Schokolade grob hacken. Eine Banane mit der Gabel zerdrücken.

Fett, Zucker und Vanillezucker mit dem Schneebesen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Eier nach und nach unterrühren. Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale in den Teig reiben. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, zufügen und alles zu einem glatten, cremigen Teig verrühren.

Die zermatschte Banane unterrühren, dann Kirschen und Schokolade unterheben. Eine Springform (26 cm Ø) oder zwei kleinere Herzformen einfetten und den Teig einfüllen.

Restliche Bananen in Scheiben schneiden (geschält natürlich) und den Kuchen damit so dicht wie möglich belegen. Gelee mit etwas Zitronensaft verrühren und über die Bananen streichen, dann werden diese beim Backen nicht so trocken.

Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175°C, Gas: Stufe 2) ca 45-50 Minuten backen (Stäbchenprobe), ggf. gegen Ende mit Alufolie abdecken.

Anmerkung:


– Eine Kastenform geht auch, dann die überzählige Banane vorher auch in den Teig integrieren.


Was für eine Aufregung…

Mauersegler2012Versteckt.jpgGestern abend saßen wir gemütlich beim Abendessen auf der Terrasse, als ich plötzlich in den Himbeeren eine etwas seltsame Bewegung wahrnahm. Beim genaueren Hinschauen konnte man ein Vögelchen erkennen, welches aber merkwürdigerweise weder wegflog oder versuchte, davon zu hüpfen: tatsächlich ein kleiner Mauersegler (Apus apus), der sich da auf einer Himbeerrute festkrallte.

Mauersegler2008.jpgWeil seit ein paar Jahren bei uns die Mausersegler im Sommer regelmäßig auf dem Firstbalken über der Terrasse nisten (nachdem die dort im Frühjahr wohnenden Spatzen ausgezogen sind), hatte ich mich schon vorher ein bißchen über diese Vögel informiert. Daher wusste ich sofort, daß ein Mauersegler, der bis auf die Brutzeit sein gesamtes Leben in der Luft verbringt, auf dem Boden (oder in den Himbeeren) nichts zu suchen hat.

Mauersegler2012AufDemAst.jpgEine kurze Recherche im Internet ergab, daß es sich ziemlich sicher um einen Mauersegler-Jungvogel handelt, daß man ihn NICHT in die Luft werfen soll, um ihm beim Start zu helfen (auf diese Idee wäre ich sowieso nicht gekommen), daß man ihn NICHT mit Hackfleisch, Katzenfutter und Ähnlichem füttern soll und daß er mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit Hilfe braucht. Äh ja, Hilfe, Sonntag abend um halb neun…

Bei der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e. V. mit Sitz in Frankfurt fand ich eine Telephonnummer und habe einfach mal angerufen. Und es ging tatsächlich jemand dran! Eine nette Dame wollte zuerst wissen, ob es sich wirklich um einen Mauersegler handelt, oder ob ich ihn vielleicht mit einer Amsel oder Schwalbe verwechseln würde. Nun ja, wäre der Vogel ein wenig jünger gewesen, wäre es vielleicht schwieriger geworden, aber ich war mir dann doch ziemlich sicher.

Ich sollte den Mauersegler vorsichtig aus den Himbeeren herausnehmen (was erstaunlich einfach war – aber ein Versuch, ihn zum selbständigen Wegfliegen zu bewegen, blieb erfolglos) und in einem passenden Karton unterbringen (natürlich mit Luftlöchern!). Wenn ich es richtig verstanden habe, wäre sogar ein Kurierfahrer vorbeigekommen, aber wir haben dann selbstverständlich angeboten, den Vogel selbst nach Frankfurt zu bringen.

Mauersegler2012AufDerHand.jpg
(Nicht ohne vorher noch ein letztes Photo gemacht zu haben.)

Kaum angekommen, wurde er oder sie (das wissen übrigens alleine die Mauersegler) sofort fachmännisch untersucht und als soweit (mit dem Auge ersichtlich) gesund eingestuft: ein fast erwachsener Jungvogel, flügge, mit 42,3 g auf der rundlicheren Seite (Normalgewicht für ausgewachsene Vögel: 40-45 g), freundlich und nicht aggressiv. Eine tierärztliche Untersuchung wurde wahrscheinlich heute durchgeführt, aber wenn da nichts Neues herausgekommen ist, ist es wahrscheinlich, daß der Vogel sich bei seinen ersten Flugversuchen überanstrengt hat oder irgendwo dagegen gedotzt ist und jetzt Muskelkater oder ‚blaue Flecken‘ hat und deswegen nicht fliegen konnte oder wollte. Wenn alles gut geht, kann er (oder sie) wahrscheinlich schon nächste Woche wieder freigelassen werden.

Wir durften einen kurzen Blick in die ‚Auffangstation‘ werfen: dort werden gerade 200(!) junge und ältere Mauersegler gepflegt und liebevoll aufgepäppelt, unter chronischer Unterbesetzung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Sie (die Mauersegler, nicht die Mitarbeiter SmileyGrinsStatic.gif) sitzen in in kleinen Gruppen in großen, gewärmten Kästen. Nebenan ist ein Flugraum, in dem die einzelnen Mauersegler ihre Flugfähigkeiten trainieren können. Regelmäßig werden gesunde Vögel wieder in die Freiheit entlassen, die dann auch häufig direkt von den Artgenossen begrüßt werden.

So sind wir dann beruhigt wieder heimgefahren. In den nächsten Tagen werde ich mal nachfragen, was denn aus unserem kleinen Mauersegler geworden ist.

P.S.: Vielen Dank für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Mauersegler-Klinik für die Mühe, die sie sich mit diesen bedrohten Tieren geben.

Nachtrag 25.07.2012:

Eben habe ich bei dem Mauersegler-Verein angerufen: Der/die Kleine ist schon am Montag mittag wieder freigelassen worden. Es war wohl tatsächlich nichts Ernstes! SmileyFreu.gif


Letztes Wochenende …

… waren wir mutig und haben gegrillt; allerdings waren wir dann widerum nicht so mutig, daß es eine längere Grillaktion wurde. Die kleinen Lammbratwürstchen und die dünnen Scheiben Bauchspeck (neudeutsch: Bacon) waren recht schnell fertig. Deshalb wurden die Kartoffeln auch nicht – wie bei uns sonst üblich – in Alufolie gewickelt mitgegrillt, sondern landeten in der Gemüse-Beilage.

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Paprika-Kartoffel-Gemüse

Quellenangabe: Erfaßt 16.07.2012 von Sus
Kategorien: Paprika, Kartoffel, Tomate, Beilage
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

4 große Paprika, bunt
8 mittlere Kartoffeln
4 große Tomaten
6 Kirschtomaten
3 große Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
Gemüsebrühe
Olivenöl
1 Teelöffel Punjabi Garam Masala
1-2 Teelöffel Rosenpaprika, süß
4 Stengel Glatte Petersilie; grob gehackt
4 Blatt Salbei; in feinen Streifen
4 Stengel Zitronenmelisse; in feinen Streifen

Zubereitung:

Paprika putzen, waschen und in Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und in Streifen (etwas gröber als Pommes Frites) schneiden. Zwiebeln schälen, eine davon fein hacken, die anderen vierteln. Große Tomaten vierteln oder sechsteln, die kleinen vierteln.

Kleingehackte Zwiebeln mit kleingehacktem Knoblauch in einem größeren Topf mit etwas Olivenöl anschwitzen. Kartoffeln hinzufügen und mit dem Masala würzen. Unter ständigem Rühren anbraten, ggf. noch etwas Öl zugeben. Zwiebeln hinzufügen und versuchen, beides etwas anzubräunen. Sobald Gefahr droht, daß der Bodensatz anbrennt, mit Gemüsebrühe ablöschen.

Paprika und große Tomaten zufügen. Köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Dabei mit den Gewürzen abschmecken. Die letzten 5 Minuten Kirschtomaten, Petersilie und Salbei unterheben. Mit der Zitronenmelisse bis zum Servieren warten, da sie durch die Hitze schnell braun wird.


Ausflug…

Gestern habe ich mir einen Tag Auszeit von der Arbeit gegönnt und bin in aller Herrgottsfrühe an die holländische niederländische Grenze gefahren, genauer: nach Venlo, noch genauer: auf die Floriade. Dies ist eine Welt-Garten-Ausstellung mit Expo-Charakter, die nur alle 10 Jahre stattfindet.

Überraschenderweise war auch die Gärtnerin an diesem Tage da. Zufälle gibt’s! SmileyPfeif.gif

So bummelten wir gemeinsam über das riesige Gelände, bestaunten Blumenbeete und Ausstellungsstücke, freuten uns über das fast perfekte Wetter (zwar größtenteils bewölkt, aber kein Regen, nicht zu kalt und nicht zu warm), pausierten regelmäßig an den Restaurantbereichen (sehr angenehm: man konnte sich einfach hinsetzen und wurde nicht vom Personal überzeugt, unbedingt etwas zu sich nehmen zu müssen) und liefen uns dazwischen die Füße platt.

Jetzt folgen ein paar Impressionen:

Floriade2012Hinweg.jpg   Floriade2012ErsteBluemchen.jpg
Der Besucherstrom fließt zum Eingang …   … um dann gleich von den ersten bunten Blümchen begrüßt zu werden.

Die Ausstellung ist in mehrere Themenbereiche unterteilt, die natürlich alle etwas mit Garten, Pflanzen und dem Menschen zu tun haben, z.B. Verbindung von Garten und Technik, vorzugsweise auf ökologisch vertretbarer Basis, die Zukunft der Agrarwirtschaft, Garten und Gesundheit und einige mehr.

Neben mehr oder minder praktischen Ideen und Gestaltungsvorschlägen darf natürlich die Kunst auch nicht fehlen:

Floriade2012Kunstblumen.jpg   Floriade2012Leuchtblumen.jpg
Künstliche Riesenblumen   Leuchtende Blumen, die ihren Namen tanzen können

Auch die Bäume kommen nicht ungeschoren davon:

Floriade2012BestrickterBaum.jpg   Floriade2012HaengenderBaum.jpg
Manche Bäume werden in Wolle gepackt…   … und manche hängen einfach so ab.

Da wohnt ein Mensch im Wald und baut für sich und seine Haustiere ‚Gebäude‘ aus Weidenholz.

Floriade2012Willowman1.jpg   Floriade2012Willowman2.jpg
Meerschweinchen-Behausung incl. eingebauter Düngung des Gemüses   Toilettenhäuschen (glücklicherweise ohne Gemüse darunter)

Aber dazwischen gibt es immer wieder viele bunte Beete zu bewundern:

Floriade2012Disteln.jpg   Floriade2012GelbeSchafgarbe.jpg
Blaue Disteln   Gelbe Schafgarbe

Verschiedene Länder stellen Aspekte ihrer Kultur in eigenen Pavillons vor:

Floriade2012ChinaPavillon.jpg   Floriade2012BelgienPavillon.jpg
Hübsch gestalteter China-Pavillon   Belgischer Pavillon mit interessanter Dachbegrünung

Momentan blühen überall die Sonnenhüte:

Floriade2012Echinacea.jpg   Floriade2012Zaungast.jpg
Eine Echinacea-Blüte  
Floriade2012Echinacea2.jpg
Viele Echinacea-Blüten   Königskerze als Zaungast

Auch exotische Tiere und Gestalten lassen sich entdecken:

Floriade2012Drache.jpg   Floriade2012Koepfe.jpg
Auf Befehl feuerspeiender Drache   Figuren mit grünen Mooshaaren und viiiiel Geduld

Eine Seilbahn gibt es auch auf dem Gelände. Sie überwindet einen Höhenunterschied von sagenhaften 1,59m! Aber das ist zugegebenermaßen auch nicht der Sinn auf diesem Gelände, sondern eher das Zurücklegen von 1,1 km in der Luft. Man erhält einen schönen Überblick und ist erstaunt, wie weit man vorher schon gelaufen ist. SmileyGrinsStatic.gif

Floriade2012Seilbahn1.jpg   Floriade2012Seilbahn2.jpg
Blick auf Villa Flora und Innovaturm   Floriade Plaza

In den einzelnen Beereichen waren immer wieder hohe Wälle aufgeschüttet worden, die mit verschiedenfarbigen Pflanzenensembles bepflanzt wurden.

Floriade2012HangGelb.jpg   Floriade2012HangRotBlau.jpg
Gelber Hang   Rot-Blauer Hang
Floriade2012Wiese.jpg   Floriade2012HangBlauWeiss.jpg
Hang mit Blumenwiese   Blau-Weißer Hang

Viele Insekten haben sich natürlich über das reichhaltige Angebot gefreut:

Floriade2012Bienen.jpg   Floriade2012Schmetterling.jpg
Viele Bienen auf unbekannter exotischer Blüte (Großer oder Roter Engelwurz – Angelica Gigas)   Schmetterling, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ

So langsam wurde es Zeit, wieder den Heimweg anzutreten. (Unsere Füße hatten schon lange keine Lust mehr.)

Floriade2012Rueckweg.jpg   Floriade2012Pommes.jpg
Rück-Fluss   Letzte Stärkung vor der Heimfahrt
Viel Möglichkeiten zum Einkaufen gab es nicht. Neben typischen Touristensouvenirs der einzelnen Ländervertretungen war da noch einen Blumenladen mit einem Standardsortiment an Pflanzen und Zubehör. Am Interessantesten fand ich noch ein Laden mit Limburger Spezialitäten, von denen einige wenige mit nach Hause durften:

  • Champignons zum Zugucken beim Wachsen (‚toekijken‘)
  • Limburger Geitenkaas mit Minze
  • Rhabarber-Bonbons
  • Ein paar gemopste Samen (war gar nicht so einfach: die Gärtner dort putzen die Pflanzen ziemlich schnell und gründlich aus)
  • 2 Frikandel und 1 Kaas-Irgendwas
  • Limburger Riesen-Plätzchen (‚knapkoek‘)
  • Ein Tütchen Pastinakensamen
  Floriade2012Mitbringsel.jpg

Fazit: Sehr schön, sehr interessant, sehr anstrengend!


Der wöchentliche Kuchen…

… mit ein paar Johannisbeeren aus dem Garten.

Eigentlich sollten es ja Hefeteilchen werden, aber dann habe ich festgestellt, daß ein paar Eier zuviel im Kühlschrank rum-eiern …pardon… liegen. Da habe ich umgeschwenkt und einen Mürbeteig mit einer zusätzlichen Eier-haltigen Schicht unter dem Obst zubereitet.

AprikosenJohannisbeerKuchen.jpg

Aprikosen-Johannisbeer-Kuchen mit Kokos

Quellenangabe: Irgendeine Zeitschrift aus dem Stapel
Total abgeändert und erfaßt 16.07.2012 von Sus
Kategorien: Kuchen, Mürbeteig, Aprikose, Johannisbeere, Kokos
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

Teig:
300 g Mehl
2 Eier
100 g Zucker
1 Packung Vanillezucker (oder das persönliche Äquivalent davon)
50 g Kokosraspel
1 Teelöffel Zitronenabrieb
125 g Butter
Belag:
1 kg Aprikosen
1 Handvoll Rote Johannisbeeren
2 Eier
2 Eßlöffel Zucker
100 ml Schlagsahne
2 Eßlöffel Speisestärke
2 Eßlöffel Kokosraspel

Zubereitung:

Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Vanillezucker, Eier und Butter in Flöckchen mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren. Dann den Teig mit den Händen glatt verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kalt stellen.

Den Mürbeteig etwas größer als die Springform (Ø 26cm) rund ausrollen und in die gefettete und mit Mehl ausgestäubte Form geben; den Rand nach oben andrücken.

Aprikosen waschen, entsteinen und vierteln. Johannisbeeren waschen und zupfen.

Schlagsahne mit Zucker aufschlagen. Nach und nach die Eier und die Speisestärke dazugeben, daß eine luftige Masse entsteht. Auf den Mürbeteig gießen. Aprikosenviertel und Johannisbeeren gleichmäßig verteilen, mit Kokosraspel bestreuen.

Kuchen im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 180 °C) ca. 45 Minuten backen, bzw. bis die Ei-Sahne-Masse steif ist.

Anmerkung:

In der Originalvorlage war Schmand enthalten, was ich durch die Schlagsahne und Stärke versucht habe, zu ersetzen. Da das ziemlich lange zum Stocken gebraucht hat, sehen die Aprikosen etwas müder aus als gewollt. Aber das Resultat: „Schmeckt nach mehr.“ Na also. SmileyLecker.gif


Premiere in meiner Küche …

… bzw. das erste Ma(h)l – das ist das Thema des aktuellen Events im Kochtopf, dieses Mal ausgerichtet von nata von pastasciutta.

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)

Das erste Mal … hmm, dazu fällt mir zugegebenermaßen nicht viel ein. An meine ersten Kochversuche kann ich mich irgendwie nicht erinnern (ist vielleicht auch besser so SmileyGrinsStatic.gif).

Wann ich irgendwann mal was zum ersten Mal gegessen habe? Auch Fehlanzeige. Halt, doch, meine erste Auster war in irgendeinem Edellokal in Hamburg. Da gab’s tatsächlich einzelne Austern auf der Speisekarte und ich habe mir genau eine bestellt. Der Kellner war leicht irritiert. Pech. Geschmeckt hat sie mir.

Es gibt viele Sachen, die ich in meinem Leben mindestens einmal gemacht haben möchte. Auf’s Kochen bezogen habe ich z.B. schon erledigt: Nudeln, Dominosteine, Sauerkraut, die erste ganze Gans, Leberkäse, die Zerlegung eines Kaninchens (mit merkwürdigen Ergebnissen), Quittenpaste, selbstgekelterter Quittensaft, Kreppel …

Was noch aussteht: Käse mit Lab, Bratwurst, Brennesseln im Salat, Pfitzauf, Schnaps brennen, Pilze sammeln, Blätterteig …

Und eines der Dinge, welches die ganze Zeit auch zur zweiten Kategorie gehörte, ist Ajvar, dieser quietschrote Paprikabrei, von dem es immer in jugoslawischen serbisch-kroatischen-mazedonischen-slowenischen-bosnischen-herzegowinischen Restaurants einen Klacks auf den Teller gibt.

Letzte Woche war es dann soweit: beim Discounter waren rote Paprikas im Super-Sonderangebot und da habe ich zugegriffen.

Rezepte finden sich natürlich wieder unendlich viele, die einen nehmen die Paprikas mit Schale, die anderen ohne; die einen sind mit vielen Auberginen, die anderen ohne. Ich bin einen Kompromiß eingegangen und habe genau eine Aubergine, die eh schon rumlag, hinzugefügt. Geschält wurden dann sowohl Paprika als auch Aubergine.

Eigentlich war es ganz einfach -ich glaube, gekauftes Ajvar wird es bei uns eher nicht mehr geben! Nur von der Menge war ich etwas enttäuscht: ich hätte mehr als drei Gläser erwartet…

Außerdem war da noch eine Premiere: ich habe endlich den neuen Fleischwolf meiner Küchenmaschine eingeweiht. (Er ist also bis auf Weiteres eher ein Paprika- als ein Fleischwolf.) SmileyGrin.gif

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Erst durchgeleiert…
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… dann gekocht …
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… und dann im Glas!

Ajvar

Quellenangabe: Diverse Internetquellen
Erfaßt 06.07.2012 von Sus
Kategorien: Paprika, Sauce, Konserve
Mengenangaben für: 3 Gläser

Zutaten:

10 Rote Paprika
1 Aubergine
1 Peperoni (ersatzweise: getrocknete, gemahlene Chili)
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer
2-3 Eßlöffel Weißwein-Essig (nach Geschmack mehr)
2-3 Eßlöffel Olivenöl

Zubereitung:

Paprika und Peperoni halbieren, entkernen und waschen. Aubergine waschen, schälen und halbieren. Alles im Backofen bei 220°C backen, bis sich die Haut von den Paprikaschoten löst; dauert ca. 30 Minuten (2 Backbleche übereinander und nach einer Viertelstunde getauscht). Diese in einer Schüssel zugedeckt schwitzen lassen, dann die Schalen von den Schoten lösen.

Paprika, Peperoni und Aubergine zusammen mit den geschälten Knoblauchzehen und Zwiebeln durch den Fleischwolf leiern. (Wenn man einen Pürierstab verwendet, wird das Ajvar ‚cremiger‘.)

In einen Kochtopf geben und mit Salz, Pfeffer und Essig würzen. Öl hinzufügen und das Ganze auf mittlerer bis kleiner Flamme köcheln lassen, bis genügend Feuchtigkeit verdunstet ist und die Masse die gewünschte Konsistenz aufweist (kann 1-2 Stunden dauern). Eventuell noch einmal nachwürzen.

Das Ajvar randvoll in vorbereitete(*) Gläser füllen und sofort verschließen. Wie bei Marmelade die Gläser ein paar Minuten auf den Kopf stellen.

Kühl und dunkel gelagert sollte das Ajvar einige Monate haltbar sein. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

Anmerkung:

Gläser sterilisiere ich vor dem Einfüllen, indem ich sie ggf. noch einmal mit der Hand spüle, ca. 1/4 voll Wasser einfülle und in die Mikrowelle stelle, bis das Wasser anfängt zu kochen. Ich nehme das Glas (natürlich mit dicken Handschuhen!), verschraube es und schüttele es kräftig, damit auch der Deckel schön heiß wird. Das Wasser wird ausgeschüttet und die Gläser auf dem Kopf auf ein sauberes Handtuch oder Brett gestellt.


Was Indisches…

Garten-Koch-Event Juli 2012: Blumenkohl [31.07.2012]

Als Veranstalterin des Garten-Koch-Events im Gärtner-Blog habe ich ja das Obst oder Gemüse, welches im aktuellen Monat vorgestellt wird, meist auch gleich auf dem Menüplan, denn es will ja für die Logos photographiert sein. Oft gefallen mir aber die ersten Gerichte nicht so und sie dürfen nicht am Event teilnehmen.

Dieses Mal war das aber anders: Das Blumenkohl-Pfirsich-Curry (ursprünglich waren Mangos vorgesehen, aber ich habe keine schönen Exemplare gefunden) schmeckt richtig lecker. Nur muss ich das nächste Mal aufpassen, daß es ingesamt nicht zuviel Flüssigkeit wird…

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Blumenkohl-Curry mit Pfirsichen

Quellenangabe: Gemischte Internet-Quellen
Erfaßt 08.07.2012 von Sus
Kategorien: Curry, Blumenkohl, Pfirsich
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

1 Blumenkohl
6 Pfirsiche, reif, vorzugsweise gelbfleischig
300 g Tomaten, frisch
Oder
1 klein Dose Tomaten; gewürfelt
1 Knoblauchzehe
2 cm Stück Ingwer, frisch
1 Bündel Glatte Petersilie
1/2 Zitrone; den Saft
1 Eßlöffel Öl
1-2 Eßlöffel Punjabi Garam Masala
150 ml Gemüsebrühe
400 ml Kokosmilch; (Dose)
Salz, Pfeffer
Chili; gemahlen (Menge nach Geschmack)

Zubereitung:

Pfirsiche schälen und in Scheiben schneiden.

Blumenkohl putzen, in mundgerechte Röschen teilen, abbrausen. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Petersilie waschen, trockenschütteln, die Blättchen grob hacken. Frische Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, dann kalt abschrecken, häuten, halbieren und entkernen; Fruchtfleisch würfeln. (Bei Tomaten aus der Dose ca. die Hälfte der Flüssigkeit beiseitestellen, sonst wird das Curry zu flüssig.) Pfirsichscheiben mit Petersilie und Zitronensaft mischen.

Knoblauch und Ingwer im heißen Öl andünsten. Blumenkohl mit Curry bestreuen und kurz mitdünsten, mit Brühe und Kokosmilch ablöschen. Würzen und 10 Minuten zugedeckt köcheln, Tomaten zufügen und dann weitere 5-10 Minuten ohne Deckel köcheln, bis der Blumenkohl weich ist. Pfirsiche hineingeben und erhitzen. Zum Servieren das Curry mit Petersilienblättchen garnieren.

Nicht-Vegetarier fügen zum Beispiel noch ein paar asiatisch angehauchte Hackfleischbällchen hinzu.


Hackfleischbällchen für Curries

Quellenangabe: Erfaßt 08.07.2012 von Sus
Kategorien: Rind, Hackfleisch, Curry
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

400 g Rinderhackfleisch
1 klein Zwiebel
1 Ei
1 klein Knoblauchzehe
3 Eßlöffel Sojasauce
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Dunkles Sesamöl
1 Eßlöffel Distelöl

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Hackfleisch in einer Schüssel mit Zwiebeln, Knoblauch und Ei verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Sojasauce würzen.

Masse zu kleinen Bällchen formen und in einer heißen Pfanne mit einer Mischung aus Sesam- und Distelöl von allen Seiten knusprig anbraten.


Punjabi Garam Masala

Quellenangabe: 660 Curries von Raghavan Iyer
Erfaßt 08.07.2012 von Sus
Kategorien: Gewürz, Indien, Curry
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

1 Eßlöffel Koriandersaat
1 Teelöffel Kreuzkümmel
1 Teelöffel Nelken, ganz
1/2 Teelöffel Schwarze Pfefferkörner
1/2 Teelöffel Samen vom schwarzen Kardamom
3 Zimtstangen (à 7,5 cm); in kleine Stücke zerbrochen
3 Lorbeerblätter; frisch oder getrocknet

Zubereitung:

Eine kleine Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen. Alle Gewürze und die Lorbeerblätter hinzufügen und unter ständigem Rühren und/oder Schütteln solange rösten, bis Koriander und Kreuzkümmel sich rotbraun verfärben. Nelken, Pfeffer und Kardamom sollten schwarz werden, während der Zimt und die Lorbeerblätter zerbröseln. Das dauert ca. 1-2 Minuten.

Die Gewürze sofort in eine Schüssel umfüllen, damit sie abkühlen können. Danach mit einer Gewürz- oder Kaffeemühle fein mahlen (zu einer Konsistenz ähnlich gemahlenem Pfeffer).

Die fertig gemahlene Mischung ist rotbraun und der Duft ist leicht süßlich und komplex.

In einen geschlossenen Behälter kühl, dunkel und trocken aufbewahrt, hält sich die Mischung ca. 2 Monate.


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