Doppelte Portion…

Garten-Koch-Event März 2013: Thymian [31.03.2013]

Trotz der leicht misslungenen Präsentation will ich Euch das Essen vom letzten vorletzten Wochenende nicht vorenthalten, denn geschmeckt hat es wirklich gut!

Es gab selbst aufgebackenen Fleischkäse vom Metzger, dazu Backofen-Kartoffeln mit einer Mischung aus Thymian-Gremolata und -Würzöl und Feldsalat mit Orangen-Vinaigrette.

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Die Idee mit den Spiegeleiern in den Paprikaringen habe ich irgendwo im Internet gesehen. Man muss dazu allerdings möglichst große Paprikas wählen und die Ringe möglichst plan schneiden, damit das Eiweiß sich weder aufstauen noch untendrunter durchlaufen kann. Das ist mir beim zweiten Mal am nächsten Tag deutlich besser gelungen.

LeberkaeseMitSpiegeleiUndThymianOfenKartoffeln2.jpg

Da war die Beilage denn auch keine Backofen-Kartoffel mehr, sondern Bratkartoffeln mit restlichen Paprikastückchen und Thymian-Mischung. Fast noch besser! SmileyLecker.gif

Thymian-Ofen-Kartoffeln

Quellenangabe: Frei nach einem Rezept vom Essen&Trinken-Newsletter
Erfaßt 21.03.2013 von Sus
Kategorien: Kartoffel, Backofen, Thymian, Beilage
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

4 große Kartoffeln
100 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
8 Stiele Thymian (Zitronen-)
1/2 Bündel Glatte Petersilie
1/2 Unbehandelte Zitrone
60 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Thymian- und Petersilienblätter grob hacken. Zitronenschale fein abreiben.

Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten, salzen, pfeffern. Thymian, Petersilie, Zitronenschale und etwas Saft zugeben, gut verrühren und ziehen lassen.

Kartoffeln mit dem Kräuteröl bepinseln und dann fest in Alufolie wickeln. Auf der 2. Schiene von unten im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad (Gas 3-4, Umluft 200 Grad) gut 1 Stunde backen lassen.

Kartoffel aus dem Ofen nehmen, über Kreuz einschneiden, aufdrücken und etwas Kräuter-Öl-Mischung in die Mitte geben.


Wider den Schnee…

Am Samstag waren draußen doch tatsächlich mal wieder Farben jenseits von weiß, schwarz und matschgrau zu sehen: blauer Himmel mit so einer merkwürdigen grellen Scheibe mittendrin, grünes Gras und … fröhlich-bunte Muffins:

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Speculoos-Orangen-Muffins

Quellenangabe: Gebacken und erfaßt 16.03.2013 von Sus
Kategorien: Muffin, Speculoos, Erdnuß, Orange
Mengenangaben für: 10 kleine Muffins

Zutaten:

100 g Speculoos-Creme
Alternativ:
100 g Erdnußbutter und
1 Teelöffel Lebkuchengewürz
3 Eßlöffel Butter; geschmolzen
1 Prise Salz
45 g Brauner Zucker
1 Ei
100 ml Milch
1 Bio-Orange; geriebene Schale davon
100 ml Orangensaft
2 Eßlöffel Orangen-Fruchtfleisch
7 g Backpulver
250 g Weizenmehl
Alternativ:
150 g Weizenmehl< und/td>
100 g Spekulatius- oder Karamellkekse; gemahlen
Guss:
2 Eßlöffel Speculoos-Creme
2 Eßlöffel Puderzucker
2 Eßlöffel Orangensaft

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Orangenschale fein abreiben, Orange auspressen und das herausgelöste Fruchfleisch aufheben.

Butter schmelzen und in einer Backschüssel mit der Speculoos-Creme (oder Erdnußbutter und Lebkuchengewürz), Salz, Zucker und Orangenschale mischen. Mit dem Ei schaumig schlagen und Milch und Orangensaft untermischen. (Wenn die Orange nicht genügend Saft ergeben hat, einfach mit etwas mehr Milch auffüllen.)

Mehl (oder Mehl mit zermahlenen Keksen – geht im Mörser ganz einfach) mit dem Backpulver mischen und zu der Creme-Mischung geben. Orangen-Fruchtfleisch gleichmäßig verteilen und alles kurz miteinander vermengen.

Teig in gefettete Muffinformen geben und für ca. 20 Minuten backen.

Guß aus etwas Speculoos-Creme, Orangensaft und Puderzucker bereiten und auf die noch warmen Muffins auftragen; mit bunten Streuseln verzieren.


Schnelle Kleinigkeit…

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

Für das sehr schöne Blog-Event LXXXV – Aus Sultans Küchen – veranstaltet von Ninive von music, dream & more – wusste ich schon bald, was ich zubereiten wollte; allein, es haperte an den Tonschälchen. Ich wusste genau, dass die passenden Teile irgendwo sein müssen, aber gefunden habe ich sie nicht – bis gestern 🙁 Immerhin rechtzeitig genug, um noch auf den letzten Drücker teilnehmen zu können.

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Krabbentopf mit Pilzen und Tomaten (Karides Güveç)

Quellenangabe: Frei interpretiert und erfaßt 15.03.2013 von Sus
Kategorien: Meeresfrüchte, Ofen, Türkei
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

1 große Karotte
200 g Shrimps
1 kleine Knoblauchzehe; gehackt
80 g Champignons
1 große Zwiebel
2 Tomaten
100 g Schafskäse
1 Esslöffel Zitronenöl
1 Schuß Weißwein
1 Teelöffel Zitronenthymian
Salz, Pfeffer
2 Prisen Zitronenschale; gerieben

Zubereitung:

Karotten putzen und in Stücke (geviertelte Scheibchen) schneiden; Champignons putzen und vierteln; Zwiebeln schälen und in entsprechende Stücke schneiden. Tomaten grob hacken.

Zitronenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen, Knoblauch und Shrimps darin anbraten, beiseite legen. Karotten- und Zwiebelstückchen in derselben Pfanne anbraten und mit Weißwein ablöschen. Champignons und Tomaten zugeben, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen, alles gleichmäßig verrühren und ein paar Minuten schmurgeln lassen.

Backofen auf 180°C vorheizen. Shrimps mit dem Gemüse gleichmäßig mischen und in flache Tonschalen füllen. Mit Käse, Pinienkernen und Zitronenschale bestreuen.

Im Backofen gut 15 Minuten garen; eventuell Grill zuschalten, damit der Käse besser schmilzt.


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Mallorca im Frühling…

Mitte Februar verschlug es uns für eine Woche nach Mallorca. Wir wollten endlich auch einmal im zeitigen Frühjahr Urlaub machen und die mallorquinische Mandelblüte war schon immer ein Wunschtraum von mir.

Dummerweise hatte den bereits geschriebenen, fast vollständigen Urlaubsbericht die gemeine USB-Stick-Freß-Laus vernichtet, so daß es damit ein bißchen später als geplant wurde.

Als wir ankamen, war strahlender Sonnenschein und angenehme Temperatur, was sich aber in den folgenden Tagen leider ändern sollte. Es war abwechselnd wolkig, windig, regnerisch, dann doch wieder sonnig, aber insgesamt viel zu kalt. Am letzten Tag hat’s sogar geschneit! Das hat uns aber nicht davon abgehalten, möglichst viel zu erleben und den Urlaub zu genießen. SmileyGrinsStatic.gif

Gewohnt haben wir diesmal in Puerto de Sóller an der Westküste Mallorcas, dem Ort mit der einzigen Straßenbahn der Insel. Es ist ein Vorort von Sóller, welches in einem Talkessel der Serra de Tramuntana liegt. Durch diese geschützte Lage wurde hier schon vor Jahrhunderten erfolgreich Obst und Gemüse angebaut, vor allem aber Oliven- und in späterer Zeit Orangen- und Zitronenbäume.

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Puerto de Sóller von oben

Das Hotel war cool: ein Landgut aus der Mitte des 17. Jahrhunderts inklusive der alten Gemäuer und Gewölbe und einer gut erhaltenen Ölmühle mittendrin.

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Hotel von außen
 
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Aufenthaltsraum mit Kamin und Ölmühle

Um überhaupt nach Sóller zu kommen, haben wir dieses Mal ein Auto gemietet; außerhalb der Saison eine recht günstige Angelegenheit. Damit sind wir dann quer über die ganze Insel getuckert – Paßstraßen rauf und wieder runter, durch kleine und größere Ortschaften hindurch und drumherum.

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Coll de Sóller – Passstraße nach Sóller über die Serra de Tramuntana
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Puig Major – der höchste Berg Mallorcas
 
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Fornalutx – angeblich das hübscheste Dorf der Balearen
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Plaça d´Espanya in Lluc Major
 

Mit der Mandelblüte war das so eine Sache: Es gibt zwei Sorten von Mandelbäumen: frühe weißblühende Süß- und später rosablühende Bittermandeln. Die erste Sorte hätte eigentlich schon verblüht sein müssen, da aber das Wetter auch hier in diesem Jahr ein wenig gesponnen hat, konnten wir noch beide Sorten bewundern.

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Weiße und rosa Mandelbäume bei Sonnenschein
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Rosa Mandelbäume vor dicken Wolken

Durch die geschützte Lage wachsen in Sóller und Umgebung auch Zitronen-, Orangen- und Clementinenbäume besonders gut. Gerade jetzt ist Erntezeit und überall wurden die Früchte kistenweise angeboten. Der frisch gepresste Saft hat einfach köstlich geschmeckt!

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Orangenbäume in Sóller am Bahnhof

A propos köstlich: Wie schon hier gezeigt, war natürlich frischer Fisch das Essen der Wahl. Aber auch Niedertemperatur-gegarte Schweinebäckchen und Milchlammkeulen waren auch nicht zu verachten, schon gar nicht bei dieser Aussicht:

Mallorca2013Sonnenuntergang.jpgSonnenuntergang in Puerto de Sóller

Natürlich sind wir auch mit dem öffentlichen Nahverkehr gefahren, z.B. mit der Metro nach Palma:

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Metro in Son Sardina
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Kathedrale Sa Seu in Palma

Die eigentliche eisenbahnige Attraktion, den Ferrocarril de Sóller, den Schmalspur-Zug, der über eine wunderschöne Bergstrecke Palma mit Sóller verbindet, haben wir dieses Mal nur von außen (sprich: von vorne, hinten, oben, unten und von der Seite natürlich auch) photographiert, denn gefahren sind wir damit schon öfter.

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Ferrocarril de Sóller im Bahnhof in Palma

Früher gab es nur die steile und enge Paßstraße als Verbindung der beiden Orte. Da hatte dieser Zug eine recht große Bedeutung. Durch den Bau eines drei (oder vier?) km langen Tunnels ist er heute eher eine Touristenattraktion.

Und natürlich war da ja noch die bereits erwähnte Straßenbahn, die Sóller mit ihrem Hafen Puerto de Sóller verbindet.

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Straßenbahn (Originalwagen aus 1913) am Hafen in Puerto de Sóller

Gebaut wurde sie 1913 sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr, hat glücklicherweise die Modernisierung verschlafen und dient heute Touristen und Einheimischen gleichermaßen als Transportmittel.

Am letzten Tag hatten wir vor dem Abflug noch zuviel Zeit und sind kurzerhand zum Platja de Palma gefahren, um die deutsche Touristen-Hochburg „Ballermann 6“ und Umgebung kennenzulernen. Eigentlich war es ganz hübsch da, so ohne Touristen. Es hatte was von verlassenen Rummelplätzen und Dornröschenschlaf.

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Platja de Palma im Winterschlaf

Und – wie immer – zu guter Letzt die gemischten Mitbringsel, diesmal schon im Hotelzimmer aufgenommen:

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Mitbringsel – diesmal schon im Hotel photographiert

  • Lomo und Bellota-Schinken, Sobrasada artisana und Ziegenkäse vom Mercat de l’Olivar in Palma
  • Samen von Pimiento de Padrón (mittlerweile schon ausgesät) und Mimosenbaum
  • Mandeln und 4 kg Orangen vom Wochenmarkt in Sóller
  • Mal wieder eine Kochzeitschrift
  • Tomaten ‚Raff‘ (eine spezielle Sorte aus Almería; anscheinend gerade der Hype…)
  • Hierbas dulces und secas
  • Mallorca2013Palo.jpgPalo (ein sehr interessanter Likör, muß ich mal ausprobieren, was man damit anstellen kann)
  • Ausgebuddelte ‚Lilie‘ (Ästiger Affodill bzw. Asphodelus aestivus), diverse gesammelte Samen
  • Coca de patatas aus Valldemossa, Ensaimadas und Palmeritas
  • Olivenöl, Orangenessig und -marmelade aus Sóller
  • DVD über die Ferrocarril de Sóller
  • Oliven, Nocilla und Mandelschokolade aus dem Supermarkt
  • Hustenbonbons (die es fast überall, aber nicht in Deutschland gibt)
  • Und last-but-absolutely-not-least eine schön bunte ‚Designer‘-Handtasche

Eine Pomeranzen-Geschichte…

Es war einmal ein kleines Mädchen, das wollte unbedingt Bitterorangen haben. Doch leider waren weder auf dem Land noch in der großen Stadt welche zu finden. Da hörte es von einem großen Händler im süddeutschen Raum, welcher diese seltene Frucht auch im Norden Deutschlands feilbot. Erstaunlicherweise hatte dieser Händler auch eine Dependance in einem hiesigen, nicht allzuweit entfernten Ort. Da Mädchen eilte dorthin, wurde aber enttäuscht, denn Bitterorangen bzw. Pomeranzen hätten sie keine. Der norddeutsche Händler hätte eben viel mehr Kundschaft und deshalb ein größeres Sortiment.

Ein Gebinde von mindestens 10 kg vom örtlichen türkischen Gemüsehändler mußte sie leider auch ablehnen. Entmutigt gab das Mädchen für dieses Jahr auf.

Doch plötzlich, im Gespräch mit einer Nachbarin, hörte sie, daß im Nachbarort ein kleiner Obst- und Gemüsehändler Pomeranzen anböte. Flugs eilte das Mädchen dorthin – und siehe da:

Pomeranzen2013.jpg

Lauter Pomeranzen…

Und schon wurden sie voll und ganz verarbeitet:

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Orangeat, Orangenmarmelade, Pomeranzen-Sirup

Quellenangabe: Erfaßt 14.02.2013 von Sus
Kategorien: Pomeranze, Bitterorange, Konserve, Sirup, Marmelade
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

2 kg Pomeranzen (Bitterorangen); unbehandelt
Orangeat und Pomeranzen-Sirup:
Wasser
Schalen der Pomeranzen
1 l Wasser
1 kg Zucker
Orangenmarmelade:
400 g Saft und Fruchtfleisch der Pomeranzen
1 Zitrone; Saft
400 g Gelierzucker 1:1

Zubereitung:

Orangeat:

Die Orangen gründlich mit heißem Wasser waschen. Dann quer halbieren, den Saft in eine Schüssel auspressen und das Fruchtfleisch mit einem Löffelstiel (oder den Fingern) aus den einzelnen Segmenten fieseln und zum Saft geben, dabei die Kerne natürlich entfernen. Danach die gesamte restliche weiße Haut aus der Orangenhälfte herausziehen. Die Schale einmal halbieren und und mit dem Löffel möglichst viel Weißes von der Schaleninnenseite kratzen. Wer mag, kann die Schalen in schmale Streifen schneiden. Schalen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und kurz ziehen lassen. Das Wasser wegschütten. Diesen Vorgang zwei- bis dreimal wiederholen, um die Bitterstoffe zu minimieren. (Wer es bitter mag, muß es nicht so oft wiederholen.)

Erneut Wasser aufsetzen, Zucker hineingeben und zum Kochen bringen. Wenn der Zucker sich vollständig aufgelöst hat, Herd ausschalten und die Orangenschalen in die Zuckerlösung geben. Gleichmäßig verteilen und mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Die Schalen herausnehmen und auf ein Kuchengitter legen und 24 Stunden trocknen lassen. Etwas Beschleunigen läßt sich das mit einem Backofen, der auf 70°C eingestellt wird. Das Gitter mit den Schalen für ca. eine Stunde hineinstellen. Wenn möglich, die Backofentür einen Spalt geöffnet lassen, andernfalls regelmäßig lüften.

Sirup:

Für den Sirup die Zuckerlösung, in der die Schalen eingelegt wurden, noch einmal kurz zum Kochen bringen und in vorher sterilisierte Flaschen abfüllen. Wer mag, kann vor dem Aufkochen auch etwas ausgepressten Saft in den Sirup geben.

Marmelade:

Wenn man Streifen der Schale in der Marmelade haben möchte, bereitet man sie wie oben beschrieben vor: Soviel Weißes wie möglich abkratzen, in Streifen schneiden und mehrmals mit frischem Wasser aufkochen. (Oder man nimmt gleich etwas von der kandierten Schale.)

Zitronensaft mit Saft, Fruchfleisch und Schalen der Pomeranzen abwiegen und mit der gleichen Menge Gelierzucker in einem Topf zum Kochen bringen. Sprudelnd aufkochen und nach Anweisung ca. 5 Minuten kochen lassen; dabei den entstehenden Schaum abschöpfen. Wenn die Gelierprobe gelingt, heiß in vorbereitete, saubere Gläser füllen, verschließen und ggf. diese für ein paar Minuten auf den Kopf stellen.

Anmerkung:

Es ist nicht empfehlenswert, aus den weißen Hautstücken noch unbedingt Saft herauspressen zu wollen: das wird extrem bitter.


Beinahe …

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)… hätte ich nichts zu Zorras Neuauflage des Food-o-Grafie-Events beitragen können, denn ich habe seit damals immer noch mit derselben Canon Powershot G7 meine Photos gemacht.

Allerdings war nach dem damaligen Austausch des Objektivs die G7 nicht mehr die Alte. Der Makro-Modus wollte partout einen Mindestabstand von ca. 20 cm (statt 1 cm) und die korrekte Fokussierung auf eine bestimmte Stelle war auch mehr dem Zufall geschuldet. Weshalb ich noch so lange mit ihr photographiert habe? Zum Einen war es ein schleichender Prozess, der am Anfang nicht auffiel und zum Anderen hatte ich keine Kamera gefunden, die mir gefallen hätte. Dann setzte mir kürzlich der Liebste die Pistole auf die Brust und meinte, ich solle mit dem Gemeckere aufhören und mir endlich was Neues aussuchen. Äh, ja.

Meine Anforderungen:

Ich will die Kamera immer dabei haben. Punkt. Zwei Kameras sind zuviel. Punkt. Damit sind Spiegelreflexkameras schon einmal außen vor, denn selbst mit einem kurzen Objektiv sind sie immer noch zu groß und zu schwer. Auch die Spiegellosen mit Wechselobjektiv haben mich nicht so richtig überzeugen können (außer denen in der Oberliga-Preisklasse) und einzelne Objektive machen sich auch nicht so besonders in der Handtasche.

Makros sind mir wichtig, Lichtstärke macht sich immer gut, ein schwenkbares Display ist unendlich praktisch.

Jetzt bin ich seit knapp zwei Wochen stolze Besitzerin des Mehrfach-Nachfolge-Modells, der Canon Powershot G15:

CanonPowershotG15.jpg

Sieht fast genauso aus wie die alte, hat das selbe Gewicht und kann doch viel mehr. Das Objektiv ist lichtstärker (1:1,8 – 2,8), hat einen leichten Weitwinkel und doch Zoom (28-140mm, den Digitalzoom habe ich als Erstes ausgeschaltet); der Sensor (1 /1,7) hat angenehme 12 Megapixel; es gibt neckische Spielereien, die ich noch lange nicht alle ausprobiert habe (Blinzel-Erkennung, Gesichts-Erkennung, Miniatur-Modus, …), das Display ist riesig (3″), ein Sucher mit Dioptrienausgleich ist trotzdem vorhanden, der Blitz ist automatisch deaktiviert und muß erst zugeschaltet werden (sehr gut!), aber leider wurde das Schwenkdisplay „wegoptimiert“. Die zwei Millimeter zusätzliche Dicke hätten mich auch nicht gestört.

Letzte Woche waren wir für eine Woche auf Mallorca (Bericht folgt), da konnte ich sie gleich ausprobieren. Ich bin teilweise absolut begeistert und teilweise noch etwas ratlos. Viele Bilder sind selbst als Schnappschuß richtig toll geworden.

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Mit der linken Hand die Katze gestreichelt und mit der rechten Hand frei Schnauze das Photo gemacht. Genial.

Bei anderen Photos bin ich mir noch unsicher, was ich eigentlich falsch gemacht habe:

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(wahrscheinlich war eine Belichtungszeit von 1/6 Sekunde doch etwas zu lang…)

Dieses Bild entstand im Restaurant mit normal-schummriger Beleuchtung frei Hand ohne Blitz:

Mallorca2013PuertoDeSollerEsRacoDorade.jpg

Das lässt für die nächsten Food-Photos hoffen… SmileyGrin.gif

Einige Punkte, die mir aufgefallen sind:

+ Im Automatik-Modus erkennt sie von alleine, wann der Makro-Modus aktiviert werden muß.
– Raw-Images werden nur im P-(Programm-) Modus gespeichert.
? Es gibt einige unterschiedliche Fokus-Methoden (die ich allerdings noch nicht richtig gezielt steuern kann).

~ WLan kann sie nicht. (Stört mich nicht.)
~ Manche Leute im Internet finden, daß ein Touchscreen fehlt. (Stört mich auch nicht – ich will das Bild sehen und nicht meine Fingerabdrücke.)
+ Videos kann sie in Full-HD aufnehmen und per HDMI (mit passendem Adapter) am Fernseher abspielen.

– Manche Einstellungen finden sich im Automatik-Modus an anderer Stelle als im Programm-Modus – eindeutig verwirrend (oder ich habe das System noch nicht verstanden)!

+ Integrierter HDR-Modus, der vielleicht ganz nette Bilder liefert – es wird leider nicht in den EXIF-Daten vermerkt – ich hätte mir bei der Aufnahmen die Bildnummer merken müssen, um genau zu wissen, welche Bilder es sind.

+ Der ISO-Bereich geht von 80 bis 12800, wobei ich keine Ahnung habe, ob das jemals jemand braucht.

+ Es gibt eine Wasserwaage im Display. Die brauche ich dringend, um mich von meiner Unsitte abzubringen, die Kamera um zwei Grad schief zu halten.

– Eine Sache hat mich allerdings während des Urlaubs massiv gestört:

Bei der G7 gab es zwar eine Batteriestandsanzeige, die aber nicht funktioniert hat. Irgendwann blinkte diese Anzeige recht unvermittelt und dann konnte man noch ein paar Photos machen und Schluß. Soweit, so doof.

Mit der neuen G15 ist es fast noch schlimmer: Die Batteriestandsanzeige hat mehr Segmente, die sich aber nicht aktualisieren. Irgendwann blinkt diese gesamte Anzeige recht unvermittelt und es taucht gleichzeitig die Meldung auf „Mein Akku ist gleich alle – ich schalte jetzt ab“. Und das tut sie dann auch. (Glücklicherweise hatte ich noch die G7 zusätzlich einstecken und konnte deswegen weiter photographieren.) Man sollte meinen, Canon hätte in den letzten sieben Jahren so etwas Simples lernen können.

Das heißt: grundsätzlich abends laden (wenn man mehr als 300 Bilder am Tag aufnehmen möchte) oder einen zweiten Akku parat halten.

Aber insgesamt macht es Spaß, mit dieser Kamera zu photographieren – demnächst werde ich vielleicht auch lernen, wie man sie richtig bedient. SmileyGrin.gif


Will you be my Clementine?

„Of course!“

Das hätte der Liebste allerdings auch ohne die kleine Bestechung in Form des folgenden Rezepts gesagt… (und auch ohne schräge Anspielung auf den Valentinstag…)

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Bratäpfel mit Clementinen-Pistazien-Füllung

Quellenangabe: Frei nach Rezepte-Wiki
Erfaßt 14.02.2013 von Sus
Kategorien: Dessert, Apfel, Pistazie, Clementine
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

2 große Säuerliche Äpfel (hier: Braeburn)
Füllung:
2 Teelöffel Pistazien; grob gehackt
4 Teelöffel Pistazien; fein gemahlen
1-2 Clementinen
1 Eßlöffel Orangenmarmelade
1 Teelöffel Bienenhonig
1/2 Vanilleschote; das Mark davon
Weitere Zutaten:
1 Teelöffel Pistazien; grob gehackt
1 Teelöffel Butter
1 Teelöffel Bienenhonig

Zubereitung:

Äpfel waschen und das Kerngehäuse ausstechen; darauf achten, daß sie (die Äpfel) von alleine stehen können. Clementinen schälen, weiße Haut gründlich entfernen und filetieren, dabei den Saft auffangen.

Den Clementinensaft mit der Marmelade, den geriebenen und gehackten Pistazien sowie dem Vanillemark verrühren. Clementinenfilets und Honig (nach Geschmack) untermengen.

Backofen auf 220 °C (Umluft 210 °C) vorheizen. Die ausgehöhlten Äpfel mit der Clementinen-Pistazien-Masse füllen. In eine passende Auflaufform setzen und mit den restlichen gehackten Pistazien bestreuen. Butterflocken und etwas Honig gleichmäßig darüber verteilen. Für etwa 20 bis 25 Minuten gar braten, ggf. mit etwas Alufolie abdecken.

Zum Servieren die Äpfel auf einen Teller geben und mit der entstandenen Flüssigkeit beträufeln (etwas flüssige Sahne hätte sich auch gut gemacht).

Anmerkung:

Welch Zufall, daß gerade ein Event mit Clementinen läuft:

Garten-Koch-Event Februar: Clementine [28.02.2013]


Gestern …

… begann in China ein neues Jahr – das Jahr der Wasser-Schlange. Dies war für mich ein Grund, mal wieder im Asia-Laden stöbern zu gehen. Dort gibt es immer interessante Sachen zu entdecken.

ChoiSum.jpgSo zum Beispiel „Choi Sam“, ein Gemüse welches dem nebendran liegenden Pak Choi extrem ähnlich sah. Auf meine Frage, wie es denn schmecken würde, kam die lapidare Antwort: „Anders“. Ah ja. Ich hab’s trotzdem mal mitgenommen. Das Internet hat mir dann verraten, daß es wohl eher „Choi Sum“ heißen sollte, auf lateinisch „Brassica parachinensis“ und damit mit dem Pak Choi doch ziemlich verwandt ist und wohl zufälligerweise auch das Grünzeug ist, welches Barbara hier als ihr liebstes chinesisches Gemüse bezeichnet.


Und gar nicht zufälligerweise gibt es auch noch ein Event, welches man mit diesem Essen bedienen kann:

Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)

Ich muß allerdings gestehen: „Isch ‚abe gar kein Wok!“ Aber ich hoffe, eine große Pfanne darf auch mitmachen beim aktuellen Event im Kochtopf, dieses Mal ausgerichtet von Sandra from-Snuggs-Kitchen.

ChinesischesRindfleisch.jpg

Chinesisches Rindfleisch mit Choi Sum

Quellenangabe: Erfaßt 11.02.2013 von Sus
Kategorien: Rind, Wok, China
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

350 g Rindfleisch (Minuten-Steaks)
Marinade:
1 Teelöffel Sojasauce
2 Eßlöffel Hoisin-Sauce
1/2 Teelöffel Dunkles Sesamöl
Gemüse:
2 groß Karotten
2 Rote Spitzpaprika
1/2 Chilischote
5 Lauchzwiebeln
100 g Frische Champignons
1 Knoblauchzehe
250 g Choi Sum
6 Baby-Maiskolben
Sonstiges:
Neutrales Öl
3 Eßlöffel Hoisin-Sauce
Dunkles Sesamöl
Salz, Pfeffer
2 Teelöffel Sesamsaat, geröstet
250 g Wok-Nudeln

Zubereitung:

Rindfleisch in dünne Streifen schneiden. Aus den angegebenen Zutaten eine Marinade bereiten und das Fleisch darin für ca. 2 Stunden im Kühlschrank einlegen.

Karotten putzen und zu Julienne-Streifen schneiden (z.B. mit dem Sparschäler seitlich in lange Streifen schneiden, diese dann so kürzen, daß man mit einem scharfen Messer mit einem Schnitt dünne Streifchen schneiden kann), beiseite legen.

Paprika der Länge nach halbieren und putzen. Mit dem Sparschäler längs an der Kante dünne Streifen abziehen, ggf. kürzen. Champignons abbürsten und in so etwas Ähnliches wie Streifen schneiden. Lauchzwiebeln ebenfalls in dünne Streifchen schneiden.

Choi Sum gut waschen und die Blätter von den Stielen trennen, eventuelle Blüten für die Dekoration beiseite legen. Stiele und Blätter getrennt in Streifen schneiden. Maiskölbchen je nach Größe längs halbieren oder vierteln.

ChinesischesRindfleisch2.jpg

In einem Wok oder einer entsprechenden Pfanne Öl mit ein paar Spritzer Sesamöl erhitzen, (längs geschnittenen) Knoblauch darin leicht bräunen. Fleisch mitsamt Marinade zugeben und unter beständigem Rühren anbraten, dann beiseite legen und warm halten.

Zuerst Lauchzwiebeln, Paprika, einen Teil der Karotten und die Choi Sum-Stiele in der zurückgebliebenen Flüssigkeit (ggf. etwas (= ganz wenig) Brühe nachgießen) unter beständigem Rühren ein bis zwei Minuten garen, warm stellen.

Etwas mehr Brühe zugeben, ein paar Spritzer Sojasauce und Sesamöl und die Woknudeln nach Anweisung 3-4 Minuten garen. (*) Beiseite legen, bzw. warm halten.

Die restlichen Karotten, Champignons und Maiskölbchen in die Pfanne geben und rührend anbraten; auch hier wieder etwas Flüssigkeit zugeben, wenn notwendig. Die Choi Sum-Blätter zugeben und kurz unterrühren. Das restliche Gemüse wieder zugeben und gleichmäßig mischen.

Nudeln auf einen Teller geben, Gemüse darauf und darauf das Rindfleisch verteilen. Mit gerösteten Sesamkörnern bestreuen, evtl. mit Choi Sum-Blüten dekorieren.

Anmerkung:

* Keine Ahnung, warum, aber die Nudeln haben bei mir fast doppelt so lange gebraucht. Glücklicherweise habe ich sie nicht am Schluß zum Gemüse gegeben, wie auf der Packung angegeben, sondern wie beschrieben vorab getrennt gekocht.

– Als Brühe habe ich Wasser mit etwas aufgelöster Hoisin-Sauce verwendet.

– Zum Warmhalten habe ich die einzelnen Zutaten in den 50°C warmen Backofen gestellt.


Nachschlag…

Als Beilage zum gestrigen Chili gab es ein schnelles Maisbrot, ebenfalls nach USA Kulinarisch…
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Corn Bread (Maisbrot)

Quellenangabe: USA kulinarisch
Erfaßt 07.02.2013 von Sus
Kategorien: Brot, Mais, Beilage
Mengenangaben für: 12 Stück

Zutaten:

1 Ei
250 ml Buttermilch
50 g Butter; geschmolzen
1/2 Teelöffel Salz
2 Eßlöffel Zucker
1 Teelöffel (gestr.) Backpulver
1 Teelöffel (gestr.) Natron
120 g Feines gelbes Maismehl (Polenta)
150 g Mehl

Zubereitung:

Ei in einer Schüssel verschlagen, Buttermilch und Butter dazugeben und gut rühren. In einer anderen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen, die Flüssigkeit dazugeben und kurz zu einem glatten Teig rühren. In einer Kuchenform (rund etwa 18 bis 20 cm, eckig 20 bis 23 cm) etwa 25 Minuten bei 200 Grad backen. Etwas abkühlen lassen und in Quadrate schneiden.

Anmerkung: Schmeckt frisch und noch leicht warm am Besten!


Chili con Carne – Fasching kann kommen …

Ein schönes Rezept für diese Jahreszeit – sei es nun die vierte oder die fünfte    SmileyFasching.gif – ist ein großer Topf mit Chili, Bohnen und Hackfleisch.

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Das Rezept habe ich mir bei USA kulinarisch geholt und noch ein kleines bisschen modifiziert. Ich muss sagen: Nicht zu unrecht ist es dort eines der meist gelesenen Rezepte…

Chili Con Carne Y Café (Chili mit Kaffee)

Quellenangabe: USA kulinarisch
Erfasst 07.02.2013 von Sus
Kategorien: Chili, Rind, Hackfleisch, Eintopf
Mengenangaben für: 6 – 8 Portionen

Zutaten:

30 ml Öl
2 große Zwiebeln; gehackt
3 Knoblauchzehen; zerdrückt
700 g Rinderhack
300 g Bauchspeck; fein gewürfelt
2 große Dosen (850er) Tomaten, mit Flüssigkeit, aber etwas zerdrückt
250 ml Dunkles Bier (Bock-Bier)
200 ml Kaffee
1 kleine Dose (à 70g) Tomatenmark
5 Getrocknete Tomaten in Öl
200 ml Rinderbrühe (ich habe Wildfond genommen)
50 g Brauner Zucker
2 Eßlöffel Chilipulver (Ancho-Chili-Pulver)
1 Teelöffel Kreuzkümmel; gemahlen
1 Teelöffel Kakao-Pulver
1 Teelöffel Zimt; gemahlen
1/2 Teelöffel Getr. Oregano
1/2 Teelöffel Koriander; gemahlen
2 Teelöffel Frischer Zitronenthymian
2 Teelöffel Orangenschale; gerieben
(Geräuchertes) Salz, Pfeffer
2 kleine Dosen (425er) Kidneybohnen, abgegossen
2 kleine Frische Chilischoten, entkernt und fein gewürfelt (oder mehr)
8 Eßlöffel Saure Sahne oder Créme fraîche

Zubereitung:

Öl in einem großen Topf erhitzen, darin Zwiebeln, Speck, Hackfleisch zehn Minuten schön anbräunen. Dann die restlichen Zutaten (bis auf die Bohnen dazugeben) und abschmecken – ruhig erst mit weniger Chilischote anfangen. Bei kleiner Hitze unter häufigem Rühren etwa eineinhalb Stunden garen. Dann die Bohnen hinzufügen und weitere 30 Minuten köcheln lassen, eventuell etwas weitere Brühe oder Bier hinzufügen.

Zum Servieren mit einem Klacks saure Sahne oder Créme fraîche versehen.

Anmerkung:

Das Originalrezept befindet sich hier. Ich habe hauptsächlich das Gulasch durch gewürfelten Bauchspeck ersetzt und Orangenschale und Zitronenthymian hinzugefügt. Das mit der Orangenschale hatte ich irgendwo gelesen und ausprobiert. Hat sich gut gemacht.