Was macht …

… man an einem verregneten Sonntagnachmittag Ende August, nachdem man in der Woche zuvor im Großmarkt von Vanillekipferl und Spekulatius erschreckt überrascht wurde? Richtig: Man geht an seinen Schrank mit Backvorräten und macht Inventur, denn Weihnachten kommt anscheinend mal wieder schneller als man denkt…

Da sich dann natürlich auch Sachen finden, die das nächste Weihnachtsfest besser nicht erleben sollten, gab’s ein paar schnelle Muffins mit gemischten Zutaten.

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Rum-Fort-Muffins mit Aprikosen und Nougat

Quellenangabe: Erfaßt 26.08.2013 von Sus
Kategorien: Backen, Muffin, Schokolade, Aprikose, Aronia
Mengenangaben für: 8 Große Muffins

Zutaten:

250 g Dinkelvollkornmehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Natron
100 g Brauner Zucker
1 Ei
50 ml Pflanzenöl
200 g Schlagsahne
3 Eßlöffel Wasser
200 Nougat
8 kleine Frische Aprikosen
80 g Frische Aroniabeeren
5 Eßlöffel Haselnußkrokant
3 Eßlöffel Ahornsirup
Glasur:
80 g Dunkle Schokolade
3 Eßlöffel Haselnußkrokant

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel geben und mit Backpulver, Natron und Zucker vermischen. Aprikosen waschen und ensteinen; in kleine Stückchen schneiden. Auch das Nougat in kleine Stückchen schneiden. Aroniabeeren waschen (wenn’s nicht gerade der Regen schon erledigt hat). Alles zusammen mit dem Haselnußkrokant (bei selbstgemachten Krokant die Stücke noch etwas zerkleinern) in der Mehlmischung verteilen.

Das Ei mit dem Öl und der Schlagsahne verquirlen, evtl. etwas Wasser zugeben. Flüssigkeit jetzt mit den trockenen Zutaten grob mischen, daß das Mehl mehr oder weniger gleichmäßig befeuchtet ist.

In einer geölten Muffinform im vorgeheizten Backofen bei 175°C ca. 20-25 Minuten backen.

Die fertigen Muffins noch etwas in der Form abkühlen lassen und dann herausnehmen.

Schokolade im noch heißen Backofen verflüssigen und die Muffins damit verzieren. Etwas Haselnußkrokant darüberstreuen.

Anmerkung:

– Wer es noch nicht kennt: Rum-Fort heißt es, weil Zeugs rumlag und fort mußte.


Abendbrot mal anders…

Garten-Koch-Event August 2013: Basilikum [30.08.2013]

Gestern nachmittag kam ich günstig an Pfifferlinge, die auch gleich verarbeitet werden wollten. Da wir vor kurzem beim Italiener als Küchengruß ein klassisches Bruschetta mit Tomate serviert bekamen, hatte ich Lust auf etwas Ähnliches.

Die Tomaten habe ich durch Pfifferlinge und die zu Pfifferlingen gehörenden Speckwürfelchen durch kleingeschnittene türkische Knoblauchwurst ersetzt. Wem das jetzt zu kompliziert war, denke einfach nicht darüber nach. SmileyGrin.gif

Ach ja, da auch keine Petersilie im Haus war, habe ich ebenso spontan Basilikum verwendet, was sich als eine gute Idee erwies. Deshalb: ab zum Garten-Koch-Event „Basilikum“ im Gärtner-Blog!

Bruschetta mit Pfifferlingen und Basilikum

Quellenangabe: Erfaßt 21.08.2013 von Sus
Kategorien: Snack, Brot, Pilz, Pfifferling, Basilikum
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

4 Scheiben Weißbrot (Ciabatta)
300 g Pfifferlinge
1 Sucuk (türkische Knoblauchsalami); die milde Variante
2 Lauchzwiebeln
1 Teelöffel Zitronenthymian; vorzugsweise frisch
10-15 Blätter Basilikum; fein gehackt
Salz, Pfeffer
2 Eßlöffel Olivenöl
2 Eßlöffel Pecorino; gehobelt
2 Eßlöffel Weißwein, Apfelwein oder Wasser

Zubereitung:

Pfifferlinge putzen (vorzugsweise mit einem Pinsel oder einer Zahnbürste trocken abbürsten) und in gleichmäßige Stücke teilen. Sucuk in feine Würfel und Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden. Basilikum waschen und fein hacken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und darin die die Pfifferlinge anbraten. Bei mäßiger Hitze die Zwiebel- und Sucukstückchen zugeben und braten lassen. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen, mit etwas Flüssigkeit (Weißwein, Apfelwein oder Wasser) ablöschen.

Auf die gerösteten Weißbrotscheiben verteilen und mit Basilikum bestreuen. Wer mag, gibt noch etwas Pecorino darüber.


Sommer-Salat

Gestern hatte ich ein wenig Zeit, um für meinen mittäglichen Salat im Büro etwas vorzubereiten. Deshalb habe ich ein paar Nudeln gekocht und die Haselnüsse geröstet. Das kam dann heute dabei heraus:

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Fenchel-Nudelsalat mit Pfirsich und Büffel-Mozzarella

Quellenangabe: Erfasst 19.08.2013 von Sus
Kategorien: Salat, Nudeln, Fenchel, Pfirsich, Käse, Büro
Mengenangaben für: 1 Portion

Zutaten:

50 g Bandnudeln (Zitronennudeln)
1/2 Fenchelknolle
2 kleine Pfirsiche
1 Kugel Büffel-Mozzarella
3 Esslöffel Haselnüsse; grob gehackt
1 Esslöffel Orangenessig
1 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Vortag: Nudeln gemäß Anweisung kochen, nach dem Abkühlen in mundgerechte Stücke zupfen. Haselnüsse in einer trockenen Pfanne vorsichtig anrösten.

Vor der Mahlzeit: Fenchel waschen und putzen, das Fenchelgrün aufheben. (Halbe) Knolle in feine Streifen schneiden. Mozzarella in Stücke schneiden oder zupfen. Pfirsiche schälen (wenn es leicht geht, einfach so, ansonsten kreuzweise einritzen und mit heißem Wasser übergießen) und das Fruchtfleisch ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.

Das Ganze auf einen Teller geben und mit Dressing und Gewürzen mischen. Zum Servieren mit gehacktem Fenchelgrün bestreuen.



Und weil das Rezept so schön einfach und auch sommerlich ist, darf es auch bei Uwes aktuellem Blog-Event mitmachen:

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser


Geheimnisse…

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Melanie von Pimpimella möchte im Kochtopf von uns Rezepte sehen, die wir ohne dieses Event nie gezeigt hätten. Och, da fallen mir auf Anhieb einige ein: der Riesen-Rhabarber-Muffin, der echt genial geschmeckt hat, nur leider aus Rharbarber und vielen Krümeln bestand, die hübschen Spargel-Würstchen-Spieße, weil ich vergessen hatte, sie zu photographieren und noch vieles mehr.

Natürlich möchte ich schöne Photos von meinen Gerichten machen, aber ich muß ja zugeben, bei (halbwegs) gelungenen Rezepten mit mißratenen Photos bin ich relativ schmerzfrei, sie doch noch im Blog zu veröffentlichen. Schließlich kann ja jeder selbst anhand des Rezepts entscheiden, ob er/sie es nachbacken/-kochen möchte. (Außerdem werden die BIlder dann auch nicht so leicht geklaut…)

In diesem Frühsommer hatte ich eine ganz tolle Idee: gegrillte Spargel in Brotteig, „Stock-Spargel“ sozusagen. In meiner Vorstellung war das ganz toll: schöne dicke Spargel mit einer relativ dünnen, schön knusprigen Kruste umhüllt. Beim Schneiden macht es nette, leicht krachende Geräusche, es kommt dampfend ein Spargel zum Vorschein und man hat einen knusprig-zartschmelzenden Bissen im Mund. Äh ja, soweit zur Theorie. Die Praxis sah dann leider so aus:

SpargelImBrotteig01.jpgVersucht mal, einen geschälten Spargel trocken zu tupfen – der guckt Euch mit großen Augen an und ist sofort wieder nass. Dadurch ließ sich der Teig nicht so schön um die Spargel wickeln, wie ich mir das vorgestellt hatte.


SpargelImBrotteig02.jpgDie Teigschicht wurde dicker und unregelmäßiger als geplant, was sich dann natürlich auch auf den Grillvorgang ausgewirkt hat: Der Teig ging an manchen Stellen noch auf und wurde dadurch nicht ganz durch und an anderen Stellen doch sehr knusprig. Die Spargel waren aber tatsächlich gar!


Weil die Spargel auch recht lange gebraucht hatten, war es zwischenzeitlich schon recht dunkel geworden und dadurch die Photoqualität auch nicht unbedingt besser.

SpargelImBrotteig.jpg

Ach ja, dazu gab es Rinder-Minuten-Steaks natur und einen grünen Salat.

Notiz an mich selbst: Vielleicht beim nächsten Mal (ja, ich bin stur!) Blätter- oder Yufkateig verwenden?

Spargel in Brotteig gegrillt – „Stockspargel“

Quellenangabe: Erfaßt 13.08.2013 von Sus
Kategorien: Spargel, Hefe, Grill
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

8 Weiße Spargel, relativ dick
Teig:
300 g Mehl
15 g Frische Hefe
100 ml Wasser
1 Prise Zucker
1/2 Teelöffel Salz

Zubereitung:

Hefe im laufwarmen Wasser mit dem Zucker auflösen, Mehl und Salz zugeben und zu einem glatten Teig kneten, der sich leicht vom Schüsselrand löst. Zugedeckt ca. 1/2 Stunde gehen lassen.

Noch einmal kneten und den Teig in n Stücke teilen (n = Anzahl der Spargel). Teigstücke auf der bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn rechteckig so ausrollen, daß es etwas mehr als der Spargellänge und dem -umfang entspricht.

Geschälten und abgetrockneten Spargel auf die Teigplatte legen und darin einwickeln. Teigränder gut zusammendrücken.

Auf dem eingeölten Grill von allen Seiten gleichmäßig grillen, bis der Teig braun und knusprig ist und die Spargel gar sind. Das kann man mit einem vorsichtigen Messerstich überprüfen.


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Die Brombeeren sind reif!

Sowohl die Brombeeren in unserem Garten als auch die wilden Brombeeren am Waldrand überschlagen sich gerade mit der Produktion von Früchten. Was liegt näher, als sie neben dem direkten Naschen vom Strauch auch in einem Kuchen zu verarbeiten? Ein reiner Obstkuchen sollte es nicht sein, der wäre bei dieser Hitze zu schnell schlecht geworden. Da bot sich dieser Gugelhupf doch direkt an. Im Original werden statt der Kokosraspel (und -sirup) gemahlene Mandeln verwendet. Die Kokosraspel machen den Kuchen aber supersaftig! SmileyLecker.gif

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Brombeer-Kokos-Gugelhupf

Quellenangabe: Zettelsammlung
Erfaßt 04.08.2013 von Sus
Kategorien: Kuchen, Rührteig, Brombeere, Kokos, Zitrone
Mengenangaben für: 1 Kuchen

Zutaten:

200 g Butter, weich
175 g Zucker
1 Eßlöffel Vanillezucker (oder Äquivalent)
1 Prise Salz
4 Ei(er), ganz
300 g Mehl
200 g Kokosraspel
2 Eßlöffel Kokossirup
1 Packung Backpulver
1 Zitrone, unbehandelt; Schale und Saft
150 ml Buttermilch
150 g Brombeeren
Fett, für die Form
Mehl, für die Form
Für die Glasur:
Puderzucker
1/2 Zitrone, Saft davon
1 Eßlöffel Kokossirup

Zubereitung:

Die Brombeeren waschen und trocken tupfen. Kokosraspel mit dem Kokossirup und etwas Buttermilch einweichen. Zitronenschale abreiben und den Saft auspressen.

Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Eier nacheinander einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Zitronenschale mischen. Abwechselnd mit der Buttermilch und der Hälfte des Zitronensafts zur Butter-Mischung geben und zu einem glatten Teil verrühren. Kokosraspel untermischen. Brombeeren vorsichtig unter den Teig heben. Teig in eine gefettete, mit Mehl bestäubte Gugelhupfform füllen. Bei 180°C Ober-/ Unterhitze im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ca. 1 Stunde goldbraun backen (Stäbchenprobe). Kuchen noch weitere 5-10 Min. im ausgeschalteten Backofen stehen lassen. Aus der Form stürzen und fast erkaltet mit Zitronen-Kokossirup-Puderzuckerglasur überziehen.


Erfrischung…

Wenn Pfirsiche im Kühlschrank vor sich hin verschrumpeln, muß man sie nicht wegwerfen, sondern kann sie kurzerhand in ein schön kaltes, erfrischendes und sogar gesundes Getränk verwandeln:

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Pfirsich-Smoothie

Quellenangabe: Erfaßt 02.08.2013 von Sus
Kategorien: Getränk, Pfirsich, Johannisbeere
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

4 Pfirsiche; eiskalt
6 Rispen Johannnisbeeren
etwas Milch; eiskalt

Zubereitung:

Die gut gekühlten Pfirsiche waschen, ggf. häuten (aber nur, wenn es einfach geht), entsteinen und in grobe Stücke geschnitten in den Mixer geben. Johannisbeeren waschen und bis auf die Dekoration von den Rispen zupfen. Ebenfalls in den Mixer geben und alles zu einem Brei zerkleinern. Mit Milch zur genehmen Konsistenz verdünnen. In Gläser füllen, evtl. dekorieren und gleich servieren.

Anmerkung:

Ich weiß, durch die Milch ist es kein richtiger Smoothie, aber ein Milchshake ist es auch nicht.


Kirschen-Ernte

Auch wenn es dieses Rezept in ähnlicher Form schon gab, darf es doch mal wieder gebloggt werden. Da ich mich relativ spontan abends entschloß, diesen Familienklassiker mal wieder zu backen, hatte ich natürlich keine altbackenen Brötchen im Haus. Der Bäcker hatte schon zu und der Supermarkt keine Brötchen mehr. So kam es, daß ich stattdessen Vollkorn-Toastbrot gekauft habe. Keine schlechte Wahl, denn der Teig bekommt dadurch noch ein bißchen mehr Biß.

Dieses Jahr wollte unser Sauerkirsch-Bäumchen nicht so richtig tragen: die gesamte Ernte wurde hier verarbeitet.

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Kirschen-Michel

Quellenangabe: Erfaßt 31.07.2013 von Sus
Kategorien: Kuchen, Kirsche, Haselnuß
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

143 Sauerkirschen
10 Scheiben Vollkorn-Toastbrot
125 g Butter; weich
6 Eier
1/4 l Milch
1/2 Vanillestange
100 g Zucker
150 g Haselnüsse; gemahlen
1 Prise Salz
Butter für die Form

Zubereitung:

Kirschen waschen und entsteinen. Das Toastbrot in ca. 1cm große Stückchen zupfen. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen und mit dem Zucker mischen.

Die weiche Butter mit dem Vanille-Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier trennen und das Eigelb unterrühren. Die Milch erwärmen, Butter-Mischung und Salz dazugeben und verrühren.

Die Toastbrot-Stückchen dazugeben und alles gut vermengen. Ziehen lassen, bis die meiste Milch verschwunden. Mit den Händen die Masse ausdrücken, so daß sie zwar noch naß ist, aber keine Flüssigkeit mehr sichtbar ist. Im umgegekehrten Fall ggf. noch etwas Milch zugeben.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Eiweiß steif schlagen und mit den Kirschen und den gemahlenen Haselnüssen unter die Teigmasse heben.

Eine Spring- oder Auflaufform buttern und evtl. mit Semmelbrösel (oder restlichen gemahlenen Haselnüssen) bestreuen. Den Teig in die Form füllen. Ein paar Butterflocken und etwas Zucker darauf verteilen. Der Teig muß ca. 1 Stunde gebacken werden, nach ca. 20 Minuten den Backofen auf 180°C herunterschalten. Gegebenenfalls mit etwas Alufolie abdecken. Der Kirschen-Michel ist gar, wenn am hineingesteckten Holzstäbchen kein feuchter Teig mehr kleben bleibt.

Anmerkung:

– Normalerweise werden Brötchen vom Vortag verwendet; dann ca. 1/3 weniger als die Anzahl der Scheiben Toastbrot besorgen.

– Schmeckt noch warm mit etwas Vanillesauce sehr gut, aber auch am nächsten Tag gut durchgezogen und leicht gekühlt.

– Ich habe sie nicht gewogen, aber die 143 Kirschen müßten 700-800 g (mit Kern) entsprechen.