… soll es in Darmstadt kein Streusalz mehr geben. Das macht aber nichts, denn die Darmstädter Straßen produzieren mittlerweile fast flächendeckend ihren Split selbst:

Da kaufe ich mir letztes (also eigentlich schon vorletztes) Wochenende eine Kochzeitschrift, die in der letzten Zeit als Probeexemplare durch einige Kochblogs geisterte (Man sehe, die Aktion hat gewirkt!) und finde ein Rezept, welches mich anspricht: Grünkohl mit Zander. … Soweit so gut, so ein Rezept muss bei mir aber erst mal reifen und den Erinnerungstest bis zum nächsten Wochenende bestehen
…
Am Dienstag bekam ich von Barbara eine Mail, daß Herr Stevan Paul, den wir bei der ersten fress:publica kurz kennengelernt hatten, am Donnerstag in Frankfurt und am Sonntag in Darmstadt aus seinem neuen Buch vorliest.
Am Donnerstag war ich dann wirklich aus „Spaß ann de Freud‘ “ in Frankfurt im ehemaligen Postmuseum, heute Museum für Kommunikation. Dort habe ich nicht nur zwei wunderschön erzählte Geschichten aus dem Buch zu hören bekommen, sondern auch erfahren, daß viele (alle?) Rezepte aus der oben/unten erwähnten Zeitschrift aus seiner Feder stammen.
Die folgende Nacht war etwas kürzer als normal …
Gestern Vormittag habe ich dann trotz eines gefühlten (hiesigen Verhältnissen entsprechend) mittleren Schneesturms auch meinen Liebsten mitgeschleift, um in einer coolen Umgebung (Keller-Klub im Darmstädter Schloß, zugegebenermaßen vorher noch nie dagewesen) noch mehr Geschichten erzählt zu bekommen:

Schön war’s: Tolles Ambiente, tolle Geschichten … wirklich empfehlenswert!
Abends gab es dann – absolut passend – Grünkohl mit Zander selbstgemachten Fischstäbchen:
| Quellenangabe: | Inspiriert von Herrn Paulsen sein Rezept: Effilee am 31.01.2010 von Sus |
| Kategorien: | Grünkohl, Fisch, Kartoffel |
| Mengenangaben für: | 4 Portionen |
| 800 | g | Grünkohl |
| 1 | große | Zwiebel |
| 3 | Eßlöffel | Olivenöl |
| Salz, Pfeffer | ||
| Zucker | ||
| 150 | ml | Weißwein |
| 250 | ml | Gemüsebrühe |
| 40 | g | Butter |
| Muskat | ||
| 2 | Viktoriabarschfilets | |
| 2 | kleine | Eier |
| Mehl | ||
| Panko oder Semmelbrösel | ||
| 2 | Eßlöffel | Zitronenöl |
Grünkohl sehr gründlich in warmem Wasser waschen, Stiele und braune Stellen entfernen, gut abtropfen lassen oder in der Salatschleuder trocken schleudern. Die Zwiebel fein würfeln.
1 Eßlöffel Öl in einem sehr großen Topf erhitzen, Zwiebel und Grünkohl darin kurz andünsten, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Mit Weißwein und Brühe ablöschen und 6–8 Minuten offen schmoren. Butter unterrühren, aufkochen und warm stellen; ggf. etwas Muskat zugeben.
Eier in einem Teller verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. In einen anderen Teller die Pankoflocken oder Semmelbrösel streuen. Viktoriabarschfilets der Länge nach halbieren und dann quer in breite Streifen schneiden. Die Stücke mit Mehl bestäuben, durch das Ei ziehen und in den Brotkrumen wälzen. Dann in einer Pfanne in 2 Esslöffel heißem (Zitronen-)Öl von beiden Seiten jeweils 3-4 Minuten braten.
Zum Servieren die Kartoffeln mit frisch gemahlenem Salz und Pfeffer würzen und alles zusammen anrichten.
… ich hatte gestern abend keine Zeit mehr, einen schönen Bericht zu bloggen: ich musste lesen. Und zwar das ganze Buch, von vorne bis hinten. Heute abend nochmal. Morgen auch. Und Sonntag? Ach nein, da höre ich es mir lieber nochmal live an.
… da hatte ich doch mal letzte Woche Ende vorletzter Woche eine gute Idee, habe sie nicht gebloggt und wurde prompt rechts und links überholt:

| Quellenangabe: | 14.01.2010 von Sus |
| Kategorien: | Salat, Avocado, Pomelo |
| Mengenangaben für: | 1 Portion |
| 1 | Avocado | |
| 4-5 | Schnitze | Pomelo (bei Grapefruit doppelte Anzahl) |
| 1 | Handvoll | Feldsalat |
| 100 | g | Garnelen |
| 1/2 | Zitrone; Saft davon | |
| 1 | Eßlöffel | Weißer Balsamico |
| 2 | Eßlöffel | leichtes Olivenöl |
| Salz, Pfeffer |
Hier muss ich dazusagen, daß ich mit Grapefruits so meine Probleme habe: sie sind so ziemlich das einzige Lebensmittel, welches ich nicht essen könnte, auch wenn ich verhungern würde. Es geht einfach nicht! (Früher fielen auch Walnüsse und Blutwurst darunter – die kann ich zwischenzeitlich essen, wenn es denn sein muss.) Es ist auch nicht die Säure der Grapefruits, die würde mich nicht stören, sondern das Bittere.
Ich probiere es regelmäßig (naja, so alle zwei Jahre) aus, wenn der Liebste mal wieder eine Grapefruit mit Genuss futtert: Der Probe-Bissen geht nicht runter! Meine Zunge weigert sich, den Bissen in Richtung Speiseröhre zu transportieren.
Was ich merkwürdigerweise gerne esse, sind Pomelos. Das sind diese dicken Früchte, die aus einer Rückkreuzung von Grapefruits mit der Pampelmuse entstanden sind. Deren leichte Bitterkeit kann ich gerade noch mit Genuss essen, wobei mir aufgefallen ist, daß die heutigen Früchte mir viel weniger bitter vorkommen als früher.
Deshalb bitte ich um Nachsicht, wenn ich für das aktuelle Garten-Koch-Event „Grapefruit“ ein wenig schummele…
P.S.: Ich schaue mal, ob mir noch ein anderes Gericht mit Grapefruit/Pomelo einfällt.
Noch’n P.S.: Ich habe mich mal im Internet umgesehen: Die ersten Pomelos wurden in den 70ern in Israel gezüchet und auf den Markt gebracht. Nach meiner Erinnerung waren die damals innen gelb. Danach war eine Zeitlang Ruhe, dann kamen Pomelos mit leicht rosafarbenem Fruchtfleisch auf den Markt. Die fand ich trocken und langweilig schmeckend. Seit ein paar Jahren gibt es wieder gelbfleischige Pomelos, sog. Honig-Pomelos, die hauptsächlich aus China importiert werden. Die sind zwar etwas saftiger, aber – wie oben schon gesagt – irgendwie immer noch langweilig. Jetzt weiß ich wenigstens, welche Pomelos ich demnächst suchen muss.
Irgendwie lief letzte Woche (fast) alles schief, was nur schiefgehen konnte: Mein Laptop kannte unter Windows seine Tastatur nicht mehr, der große Bücherversand in den USA teilte mir fröhlich mit, dass er mir das Geld für die tollen neuen Kochbücher problemlos zurückerstattet. ??Hzngnf?? Wieso zurückerstattet? Die habe ich doch noch gar nicht bekommen. Auf Anfrage wurde mir mitgeteilt, dass sie als unzustellbar zurückgesendet wurden. Ganz toll! Das ist jetzt schon das dritte Mal in zwei Monaten, dass ich mit der Packstation Stress habe.
Weiß jemand, wo man sich da beschweren kann?
Deswegen waren für’s Wochenend-Backen Seelentröster gefragt. Beinahe wäre das auch schiefgegangen, denn ich hatte tatsächlich nur noch ein Ei. Mein suchender Blick fiel dann auf eine nicht mehr ganz taufrische Banane. Mit dieser und ein bisschen Kondensmilch habe ich dann das fehlende Ei ersetzt. Wenigstens etwas, das geklappt hat.

| Quellenangabe: | — Linda Collister — Brownies, einfach schokoladig — Erfasst 24.01.2010 von Sus |
| Kategorien: | Backen, Schokolade, Brownie, USA |
| Mengenangaben für: | 1 Rezept |
| 100 | Gramm | Dunkle Schokolade – 70% |
| 125 | Gramm | Butter; weich |
| 275 | Gramm | Zucker |
| 1 | Packung | Vanillinzucker (Original: 1 Teelöffel Vanilleextrakt) |
| 2 | Eier (Original) | |
| Oder | ||
| 1 | Ei und | |
| 1 | Banane und | |
| 1-2 | Esslöffel | Kondensmilch |
| 85 | Gramm | Mehl |
| 2 | Esslöffel | Kakaopulver |
| 100 | Gramm | Haselnüsse; gehackt und geröstet (Original: 100 g Pekannüsse) |
| 50 | Gramm | Dunkle Schokolade; grob gehackt |
Den Ofen auf 180 °C (Gas Stufe 4) vorheizen. Dunkle Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad unter häufigem Rühren (oder in der Mikrowelle) behutsam schmelzen. Schüssel beiseite stellen.
Butter in einer großen Schüssel mit dem Holzlöffel oder dem Handmixer schaumig rühren. Zucker und Vanille zugeben und weiter rühren, bis die Masse weich und schaumig ist. Eier schlagen (Banane und Milch untermischen) und nach und nach unter die Mischung ziehen, dann die geschmolzene Schokolade einrühren.
Das gesiebte Mehl und Kakaopulver dazugeben, gut vermischen und dann die größere Hälfte der Nüsse und der gehackten Schokolade unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Backform (mit Backpapier ausgelegt) geben und gleichmäßig verteilen. Mit den restlichen Nüssen und Schokostreuseln gleichmäßig bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen etwa 25-30 Minuten backen, bis am eingesteckten Holzspieß kein Teig mehr haftet. Form aus dem Ofen nehmen. Kurz abkühlen lassen. Teig noch warm auf der Form nehmen und in 20 Stücke schneiden. Am besten warm verzehren. Kalte Brownies halten sich in einem luftdichten Behälter bis zu 5 Tage.
– Beim nächsten Mal lasse ich den fertigen „Kuchen“ lieber etwas abkühlen, bevor ich ich schneide, dann krümelt es nicht so stark.
– Auch haben die Brownies am nächsten Tag noch besser geschmeckt, sie waren so schön durchgezogen.
Der Laptop funktioniert wieder!
Aus den Resten des vorherigen Rezepts gab es letzte Woche abends eine schnelle Pfanne, angereichert durch 3-4 mundgerecht gezupfte Pomelo-Schnitze, etwas Ziegenkäse mit scharfem Pimentón de La Vera (geräuchertes Paprikapulver aus Spanien):

Fazit: Pomelo und Ziegenkäse und Paprika passen gut zusammen! 
Ich hatte mal wieder Lust auf selbstgemachte Nudeln … ein Wirsing war auch plötzlich da … die Kräuterseitlinge mussten weg … et voilà:

| Quelle: | Inspiration durch essen&trinken 17.01.10 von Sus |
| Kategorien: | Nudel, Schwein, Curry, Wirsing |
| Mengenangaben für: | 4 Portionen |
| 400 | g | Schweinefleisch |
| 2 | mittlere | Zwiebeln; fein gehackt |
| 1 | kleinerer Kopf | Wirsing |
| 200 | g | Kräuterseitlinge |
| 1 | Eßlöffel | Zitronenöl |
| 1/2 | Bund | Basilikum |
| 50 | g | Pinienkerne |
| Harter Bergkäse; gerieben | ||
| Nudeln: | ||
| 300 | g | Weizenmehl |
| 100 | g | Weizenvollkornmehl |
| 4 | Eier | |
| 2-3 | Eßlöffel | Olivenöl |
| Currymischung | ||
| Cayennepfeffer | ||
| Salz |
Entweder den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte dünn ausrollen und in schmale Streifen schneiden oder durch eine Nudelmaschine jagen. Die Nudeln auf einem geeigneten Ständer etwas trocknen lassen.
Vorbereitung:
– Je nach Alter des Wirsings bei den Blättern den Stiel entfernen, dann waschen und in Streifen schneiden. In kochendem Salzwasser in ca. 5 Minuten bißfest garen. Wirsing aus dem Wasser herausnehmen und mit Eiswasser abschrecken. Das Kochwasser für die Nudeln aufheben.
– Die Kräuterseitlinge putzen und in breite Streifen schneiden. Das Schweinefleisch ebenfalls in Streifen schneiden.
– In einer trockenen Pfanne die Pinienkerne rösten, bis sie leicht gebräunt sind.
Zwiebeln mit etwas Öl glasig dünsten. Fleisch hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und kurz aber kräftig anbraten. Beiseite legen, aber 2/3 Zwiebeln in der Pfanne behalten. Die Kräuterseitlinge zusammen mit etwas Zitronenöl mit den restlichen Zwiebeln anbraten und mit dem Fleisch warmstellen, dabei ein restliches Drittel von Zwiebeln in der Pfanne behalten.
Das Wirsing-Kochwasser wieder zum Kochen bringen und die Curry-Nudeln dazugeben und nach Gefühl und verstrichener Trockenzeit darin kochen lassen.
Zwischenzeitlich ggf. noch etwas Öl in die Pfanne geben und den Wirsing mit den übrigebliebenen Zwiebeln und ein bißchen Weißwein/Brühe/Wasser anschmurgeln. Nach und nach Fleisch und Pilze wieder hinzufügen und verrühren.
Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen, auf die Teller geben, Wirsing-Pilz-Fleisch-Mischung dazu und mit den gerösteten Pinienkernen, gehacktem Basilikum und geriebenem Käse servieren.
Barbara wünschte sich ein Winter-Update unserer Küchenfenster-Ausblicke. Bitte sehr:
Kretaminze und Süßkartoffel haben aufgegeben, dafür habe ich den Vögeln ein Vogelhäuschen spendiert. Wenn ich das morgens nicht rechtzeitig mit Futter auffülle, schimpft die Amsel.
Um ein sauberes Vogelhäuschen brauche ich mir keine Gedanken zu machen: die Amsel räumt bei ihrer Suche nach den leckersten Körnern regelmäßig das ganze Vogelhäuschen leer.
Aber das kleine Rotkehlchen bekommt auch seinen Teil ab!
… französische Landflunder mein Name:

Da kauft man sich frohgemut (noch) ein Buch über’s Brotbacken, findet ganz zufälligerweise eine Packung Unendlich-haltbar-Sauerteig aus dem Bioladen im Kühlschrank und beschließt mutig, ein französisches Landbrot (aka Pain de Campagne) zu backen. Der Teig wurde weisungsgemäß über Nacht ziemlich kühl gehen gelassen, dann ordnungsgemäß geknetet und warm ca. 4-5 Stunden gehen lassen.
Tja, der Erfolg liegt platt auf der Hand … ???
Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hat uns im Kochtopf nach unseren Geheimwaffenrezepten gefragt, mit denen wir uns in dieser kalten und tristen Jahreszeit gegen schlechte Laune rüsten.
Eigentlich bin ich kein Suppenesser, aber bei diesem Wetter mag ich eine einfache, klare Gemüsesuppe. Die ist heiß und bunt und schmeckt nach Frühling – das wärmt so richtig den Bauch und die Seele. Danach noch ein Stück Schokolade und die Welt ist wieder in Ordnung. 
| Quellenangabe: | 10.01.2010 von Sus |
| Kategorien: | Suppe, Gemüse |
| Mengenangaben für: | 4 Portionen |
| 2 | Stangen | Lauch |
| 3 | Karotten | |
| 1 | Petersilienwurzel | |
| 250 | g | Brokkoli |
| 1 | Stück | Knollensellerie |
| 2 | Zucchini | |
| 1 | große | Zwiebel |
| 1/2 | Knoblauchzehe | |
| Salz, Pfeffer | ||
| 1/2 | Teelöffel | Thymian-Blättchen, frisch |
| 1 | Liter | Fleisch- oder Gemüsebrühe (notfalls Wasser) |
| Außerdem: | ||
| 2 | Handvoll | Spirelli-Nudeln |
| 4 | Debreziner | |
| 4 | Wiener Würstchen |
Etwas Öl in einen großen Suppentopf geben und zuerst die Zwiebeln und dann den Knoblauch darin anrösten, die festen Gemüse dazugeben und ebenfalls etwas bräunen. Mit etwas Fleisch- oder Gemüsebrühe oder Wasser ablöschen, weiter unter Rühren dünsten, dann mit Flüssigkeit auffüllen, bis das Gemüse bedeckt ist. Mit einem Teil der Kräuter, Salz und Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis das Gemüse fast weich ist (ca. 30 Minuten); bei Bedarf weitere Flüssigkeit zugeben. Dann Zucchini und Brokkoli und ungegarte Nudeln dazugeben und noch gut 10 Minuten weiterköcheln. Wenn die Nudeln schon vorab gekocht wurden, erst zusammen mit den Würstchen ein paar Minuten vor dem Servieren zugeben.
Beim Servieren mit den restlichen frischen Kräuter und Zucchinischalen-Streifen garnieren.