Herbst-Vergnügen

Letzten Samstag war mal wieder Pflanzen-Flohmarkt in Seeheim an der Bergstraße. Es hatte sich ja strahlender Sonnenschein angekündigt, also nichts wie rein ins Auto mit dem Gepflanz, welches sich den Sommer über in kleinen und mittelgroßen Pöttchen angesammelt hatte, weil es entweder aus Platzmangel irgendwo herausgerupft wurde und zu schade zum Wegschmeißen oder liebevoll aus Stecklingen herangezogen worden war. Auch die eine wunderschön pink blühende Mirabilis sollte mit, schließlich will man seine Kundschaft mit hübschen Blüten zum Kauf animieren.

Die anderen Pflanzenverkäufer hatten sich bereits eingefunden, mittlerweile kennt man sich, und man fror frohgemut gemeinsam den Kunden entgegen. Frohgemut. Ja. Und fror. Entgegen. Doch da kam nix. Keine Kunden.

Nach gegenseitigen Frusteinkäufen erschienen dann doch noch ein paar Exemplare der ersehnten Kundschaft.

PflanzenflohmarktSeeheim_Sept2009.jpg

Wie es sich herausstellte, war in der lokalen Presse keine Veranstaltungsankündigung abgedruckt worden, trotz vorheriger Bekanntgabe durch den Veranstalter Bund Darmstadt-Dieburg. Tja, keine Presse, keine Leute. Da sieht man mal wieder, welchen Einfluß selbst so ein kleiner Zweizeiler haben kann.

PflanzenflohmarktSeeheim_Sept2009_Stand.jpgGegen später kamen noch etwas mehr Leute, die sich für den Herbst vorzugsweise entweder mit winterharten Pflanzen oder Exoten wie Sukkulenten oder Kakteen eindecken wollten.

Leider nicht ganz mein Repertoire. Schade.



Interessanterweise gab es dieses Mal auch einen Stand mit vierbeinigen Ausstellungsstücken:

PflanzenflohmarktSeeheim_Sept2009_Schafe.jpg PflanzenflohmarktSeeheim_Sept2009_Ziege.jpg

Sie waren Werbeträger für einen nahegelegenen Bauernhof mit Fleisch- und Obstverkauf.

Die Termine für nächstes Jahr weiß ich auch schon:

Pflanzenflohmarkt Seeheim-Jugenheim

Sa, 24.04.2010 und Sa, 02.10.2010 von 08:00 bis 12:00

hinter der Sport- und Kulturhalle in Seeheim

Fazit: Alles in allem ein sehr schöner Herbst-Vormittag, der allerdings nicht wirklich profitabel war. Jetzt steht meine Mirabilis wieder neben meiner Terrasse. Selber schuld!


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Sommer-Frische

Garten-Koch-Event

Letzten Mittwoch abend schien die Sonne noch so schön (ja, auch nach diesem nebligen Start), daß wir abends unbedingt auf der Terrasse einen schönen Salat essen wollten – halt nochmal so richtig ‚Sommer- und Urlaubs-Feeling‘.

Naja, bis ich dann fertig war, hatte sich die Sonne leider schon schneller als erwartet verabschiedet …

MangoldNektarinenSalat1.jpg

Und da der Abend dann doch etwas frischer wurde, habe ich mich mit den Photos beeilt, so sehr, daß ich beim Dekorieren die Hälfte vergessen hatte. Deshalb zeigt das folgende Photo zwar einen etwas angefutterten Salat, aber diesmal mit allen Zutaten.

Lauwarmer Mangoldsalat mit karamelisierten Nektarinen


MangoldNektarinenSalat2.jpg

Quellenangabe: 23.09.09 von Sus
Kategorien: Salat, Mangold, Obst
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

400 g Junger Mangold
30 g Pinienkerne
2 g Nektarinen
2-3 Eßlöffel Rohrzucker
2 Ziegenfrischkäserollen
1 kleine Zwiebel
4 Scheiben Serrano-Schinken
1 Handvoll Mini-Tomaten (hier: Johannisbeer- und gelbe birnenförmige Tomaten)
Distelöl
Himbeeressig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:


Nektarinen schälen, entkernen und in Schnitze schneiden.

Pinienkerne in einer trockenen Pfanne leicht anrösten und beiseite stellen.

Danach in der selben Pfanne den Zucker schmelzen lassen und die Nektarinenschnitze hineingeben. Unter gelegentlichem Rühren und Wenden die Schnitze karamelisieren lassen (Wobei das bei mir durch den austretenden Saft mehr Nektarinen in Sirup ergeben hat.) Beiseite legen.

Eine Vinaigrette aus der kleingeschnittenen Zwiebel, Essig, Öl, Salz und Pfeffer bereiten.

Den Mangold gründlich waschen. Je nach Größe die Stiele abtrennen und in schmale Stifte schneiden, die Blätter gabelgerecht kleinzupfen. Kleine Blättchen können am Stück bleiben; ein paar ganz kleine beiseite legen.

Eine Schüssel mit sehr kaltem Wasser bereitstellen. Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Salz hinzufügen und zuerst die Mangoldstiele ca. 3-4 Minuten kochen lassen. Währenddessen in das kalte Wasser einige Eiswürfel geben. Die Stiele mit einem Schaumlöffel aus dem kochenden Wasser herausnehmen und in das Eiswasser geben. Nun das Ganze zuerst mit den großen Blattstücken und dann mit den kleinen Blättchen wiederholen, dabei die Kochzeit auf jeweils zwei und eine Minute verkürzen.

Mangold gut abtropfen lassen.

Die Schinkenscheiben in Stücke reißen und entweder in der Pfanne (oder in der Mikrowelle – funktioniert prima) kross braten.

Den Mangold auf den Tellern verteilen und mit der Vinaigrette beträufeln, darüber Tomaten, Schinken, zerkrümelten Ziegenkäse, Nektarinenschnitze und Pinienkerne verteilen und servieren.

Zubereitung:


– Wenn möglich, Mangold ‚Bright Lights‘ mit bunten Stielen verwenden.


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Nem a la platja … *

Blog-Event XLIX - Ferienküche (plus Wettbewerb) - Abgabetermin 15.9.2009

‚Schon fünf Jahre gibt es 1x umrühren bitte, der Blog mit dem wohl bekanntesten deutschsprachigen Koch-Blog-Event, dieses Mal bereits in neunundvierzigster Folge …

Zorra wünscht sich im Ausklang der Sommer- und Ferienzeit Rezepte mit den liebsten Feriengerichten. Das ist dieses Mal ganz einfach: Zufälligerweise sind wir gerade in der Gegend, in der ich mit meinen Eltern die ersten Mittelmeerurlaube verbracht habe. Dort gab es für mich am Strand (neben klebrig-süßem Wasser-Eis) die Ferien-Mahlzeit schlechthin:

Bocadillos.jpgMorgens wurde ich zum Bäcker um die Ecke geschickt, frisches Brot zu holen. Vom Wechselgeld durfte ich mir dann Lutscher oder Kaugummis kaufen. Das Brot wurde dann mit quietschroter Salami, Käse und Paprika belegt, gut eingepackt und mit an den Strand genommen. Nach ein paar Stunden in der Sonne waren die Salami und der Käse so richtig schön zerlaufen. Fein!

Soweit zur Vergangenheit – heute ist alles anders: die Einheimischen sprechen offiziell nicht mehr ’spanisch‘ sondern katalanisch, die Salami ist nicht mehr so schön quietschrot, der Käse ist Emmentaler oder Gouda und Paprikas findet man auch nur noch im richtigen Supermarkt, nicht mehr im Tante-Emma-Laden um die Ecke. Die Orangenlimo ist auch blasser geworden und schmeckt langweilig international. Aber das Brot riecht noch genauso lecker wie damals, die Lutscher gibt es noch und immerhin die Zitronenlimo schmeckt noch genauso wie in der Erinnerung.

Strand-Bocadillos

Quellenangabe: 14.09.2009 von Sus
Kategorien: Brot, Spanien, Urlaub
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

1 spanisches Weißbrot
einfache Salami; in Scheiben
Käse; in Scheiben
2 grüne Paprika
2 Stunden Sonne

Zubereitung:

Paprika waschen und entkernen. Brot der Länge nach aufschneiden und mit Salami, Käse und Paprika belegen.

In einer Plastiktüte in die Badetasche legen und diese in der Sonne stehen lassen.

Anmerkung:

(*) Katalanisch für „Vamos a la playa‚“ (obwohl die damals aktuelle Musik eher bei „Eviva España“ lag)


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Alle Jahre wieder …

… gibt es diesen Zwetschgenkuchen. Dieses Jahr aber mit vollständig eigener Ernte! SmileyFreu.gif

Zwetschgen2009.jpgDer Baum hat brav 3 Kilo Zwetschgen heranreifen lassen, die letzte Woche dringend geerntet werden mußten, weil die Wespen der Meinung waren, daß die Früchte jetzt genau richtig für sie wären. Womit sie gar nicht mal unrecht hatten: süß, saftig, aber nicht überreif!

Zwei Kilo habe ich im Kuchen verarbeitet, den Rest erst einmal eingefroren. Mal sehen, was ich nach dem Urlaub damit noch anstellen kann.



Unbelievable …

BreadBakingDay #23 - Something You’ve Never Made Before (Last day of submission: September 1st)I can’t believe this: I was just writing this article for the Bread Baking Day #23, this time hosted by imafoodblog.com, when I looked into my feed reader. And what do I detect? Eva of Deichrunner’s Küche has also baked a bread with hemp seed and presented it today. Quite a coincindence, isn’t it?

But whereas Eva did a quite a professional job with long rising times and multiple kneading and folding, I took the easy way: A yeast bread with a very short rising time because of the preheated loaf pan (which wasn’t really necessary at these outside temperatures we have right now: even without preheating the dough tried to leave the pan in record time.)

The hemp seed I found in the organic section of a large department store. According to the brand label it should be found in Germany in almost every second organic supermarket. I always wanted to bake something with it, but somehow for the last six months I didn’t get around to it. Now isn’t this event the best opportunity to use it in a bread, which I haven’t done before?

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Ballymaloe Wholemeal Bread with Hemp Seed

Source: ‚Brotrezepte aus aller Welt‘ (‚Bread‘) by Eric Treuille and Ursula Ferrigno, Bassermann Verlag, 1999
Varied 31.08.2009 by Sus
Categories: Bread, Hemp Seed, Yeast, Ireland
Yields: 1 Bread(s)

Ingredients:

100 gram Hemp seed
3 teaspoons Dry Yeast
400 ml Water; lukewarm
1,5 teaspoons Molasses
500 gram Wheat wholemeal flour
2 teaspoons Salt

Preparation:

Put not quite half of the hemp seed in a mixer and ground it medium fine. Take the other half and let it soak in some milk for about an hour, then drain.

Butter a loaf pan (for 500 g) and preheat in the oven at about 120 °C.

Take 150 ml water and put the yeast in. Let sit for 5 minutes, then stir to dissolve the yeast. Add the melasse and let sit for another 10 minutes. Finally stir in the remaining water.

Mix flour, ground hemp seed and salt in a large bowl, make a depression in the middle and pour in the dissolved yeast. Stir until the dough is strong and heavy. Keep 2 table spoons of the soaked hemp seed and add the rest to the dough. Knead it for approx. 1 minute, until it doesn’t stick to the bowl any longer.

Put the dough into the prewarmed loaf pan, cover it with a clean towel and let it rise for about 25-30 minutes, until it is 1 cm above the pan. Sprinkle the remaining hemp seed on top.

Preheat the oven to 220 °C and bake for about 30 minutes, then reduce the temperature to 200 °C and bake for another 15 minutes. Remove the bread from the pan und put it back in the oven upside down. Bake for another 10 minutes until it sounds hollow when you knock on the bottom of the bread. Cool for some time before cutting it.


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Das glaub ich jetzt aber nicht …

BreadBakingDay #23 - Something You’ve Never Made Before (Last day of submission: September 1st)Das gibt’s doch nicht: Eben schreibe ich noch an meinem Beitrag für den Bread Baking Day #23, dieses Mal bei imafoodblog.com, dann schaue ich mal kurz in meinen Feedreader. Und was sehe ich da: Eva von Deichrunner’s Küche hat genau heute auch ein Hanfbrot gebacken und vorgestellt. Zufälle gibt’s!

Aber während Eva mal wieder ein „richtig ordentliches“ Brot mit langer Gehzeit, mehrfachem Kneten und Falten gebacken hat, habe ich es mir einfacher gemacht: Ein Hefebrot mit extrem kurzer Gehzeit durch die vorgewärmte Backform (was aber bei den aktuellen Temperaturen gar nicht notwendig war: der Teig ist auch ohne Vorwärmen innerhalb kürzester Zeit aus der Form gekrabbelt.)

Die Hanfsamen habe ich übrigens in der Bio-Abteilung eines Kaufhauses gefunden. Nach dem Label zu urteilen, müßte es die wohl mittlerweile in jedem zweiten Bio-Supermarkt geben.

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Ballymaloe-Vollkornbrot mit Hanf

Quellenangabe: Brotrezepte aus aller Welt von Eric Treuille und Ursula Ferrigno, Bassermann Verlag, 1999
Variiert 31.08.2009 von Sus
Kategorien: Brot, Hanf, Hefe, Irland
Mengenangaben für: 1 Brot(e)

Zutaten:

100 Gramm Hanfsamen
3 Teelöffel Hefegranulat
400 Milliliter Wasser; lauwarm
1 Teelöffel Melasse oder Rübensirup
500 Gramm Weizenvollkornmehl
2 Teelöffel Salz

Zubereitung:

Knapp die Hälfte des Hanfs im Mixer mittelfein mahlen. Den restlichen Samen in etwas Milch ca. 1 Stunde einweichen; abtropfen lassen.

Eine 500-g-Kastenform mit Butter ausstreichen und im Backofen bei 120 °C vorwärmen.

150 ml des Wassers abnehmen, die Hefe hineinschütten. 5 Minuten stehen lassen. Rühren, damit sich die Hefe auflöst. Die Melasse zugeben, nochmals 10 Minuten stehen lassen, dann das restliche Wasser einrühren.

Mehl, gemahlenen Hanf und Salz in einer großen Schüssel mischen, eine Mulde hineindrücken und die aufgelöste Hefe hineingeben. Mit dem Mehl verrühren, bis ein schwerer Teig entsteht.

Vom eingeweichten Hanfsamen ca. 2 Eßlöffel zurückbehalten und den Rest in den Teig geben. Diesen in der Schüssel 1 Minute mit den Händen kneten, bis er sich als weicher Kloß vom Schüsselrand löst.

Den Teig in die vorgewärmte Kastenform geben und mit einem Handtuch bedeckt 25-30 Minuten gehen lassen, bis er 1 cm weit über den Rand der Form ragt. Restlichen Hanf darüberstreuen.

Im vorgeheizten Ofen 30 Minuten bei 220 °C backen, dann die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 15 Minuten backen. Das Brot aus der Form nehmen, mit dem Boden nach oben erneut in den Ofen geben und 10 Minuten backen, bis es hohl klingt, wenn man gegen den Boden klopft. Auf einem Drahtrost auskühlen lassen.


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