Der kleine Luther in der weiten Welt…

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Hallo!

Darf ich mich vorstellen: ich bin der kleine Luther. Vor vielen, vielen Monaten wurde ich vom lieben Peter von Aus meinem Kochtopf in die Bloggerwelt hinausgeschickt, um neben der christlichen auch die Küche anderer Religionen zu betrachten.

Nach meiner Ankunft hier im Blog war ich natürlich war ich voller Tatendrang und bin gleich durch das Internet gereist, habe mir viele schöne Rezepte angesehen, habe viel über Religionen, religiöse Feste und religiöse Speisen gelernt und mir vorgenommen, diese auch gleich und sofort nachzukochen und dem Blog-Event beizusteuern.

Aber wie das nun so ist, hat man als kleiner Luther ja auch nicht immer die Gelegenheit, den Herd für sich in Anspruch zu nehmen. Außerdem war ja auch noch sooo viel Zeit bis zu meinem 500sten Jubiläumstag. Ich habe mit meinem Fussball-Kumpel abgehangen, ging in den Garten, ins Schwimmbad, zwischendurch auch mal wieder ins Internet… und am letzten Sonntag stellte ich mit Erschrecken fest, dass es ja schon soweit ist. Netterweise ist der 31. Oktober in diesem Jahr ein Feiertag (der ruhig öfter wiederholt werden könnte, denn schließlich gibt es ja fast so viele Evangelische wie Katholische in Deutschland…) und da konnte ich noch schnell ein Rezept ausprobieren. Das veröffentliche ich allerdings erst morgen, denn gleich kommen die vielen kleinen Monster vorbei und wollen Süßigkeiten.

Euer kleiner Luther

Religionen der Welt kulinarisch – Reformationsjahr 2017

Quitten-Schokoladen-Tarte

Bei diesem stürmischen Wetter macht man es sich doch lieber auf der Couch gemütlich. Ein schönes Buch oder ein netter Film, ein bisschen Internet, so lässt es sich aushalten. Ein Heißgetränk der Wahl und etwas Süßes dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Wie wäre es denn mit diesem sowas von schokoladigem Kuchen mit Quitten?

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Im Anschnitt:

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Quitten-Schokoladen-Tarte

Quellenangabe: Gebacken und erfasst 29.10.2017 von Sus
Kategorien: Backen, Kuchen, Schokolade, Haselnuss, Quitte
Mengenangaben für: 1 Tarte-Form, 26 cm Durchmesser

Zutaten:

Quitten:
1/2 l Wasser
1/2 Sternanis
2 cm Zimtstange
1 Esslöffel Zitronensaft
3 Quitten
50 g Zucker
Teig:
4 Eier
150 g Rohrohrzucker
200 g Schokolade (70% Kakaoanteil)
150 g Butter
100 g Haselnüsse; geröstet; gemahlen
50 g Mehl
1 Prise(n) Salz
Zum Bestreuen:
Puderzucker
Form:
1 Esslöffel Butter
1 Esslöffel Gemahlene Haselnüsse

Zubereitung:

Wasser mit Zucker, Zitronensaft, Sternanis und Zimt in einen Topf geben. Quitten schälen, möglichst vierteln und vom Kerngehäuse befreien. In den Topf geben. Wenn beim Schneiden kleinere Stücke anfallen, diese ebenfalls in den Topf geben. Alles bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Quitten gar, aber noch bissfest sind. Abtropfen lassen.

Die Tarteform mit Butter einfetten und mit den gemahlenen Haselnüssen ausstreuen.

Die Eier mit dem Rohrohrzucker zu einer hellen Creme aufschlagen. Die Schokolade mit der Butter in einer Schüssel im Wasserbad zum Schmelzen bringen und unter Rühren zu der Eiercreme geben. Anschließend die Haselnüsse, das Mehl und das Salz unterrühren.

Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.

Den Teig in die Form füllen. Kleinere Quittenstücke tief in den Teig hineindrücken, dann die Teigoberfläche wieder glattstreichen. Die Quittenviertel längs mehrfach einschneiden und auf den Teig legen, leicht andrücken. Den Kuchen auf mittlerer Schiene für ca. 25 Minuten backen. Der Kern darf innen noch feucht und cremig sein. Mit etwas Puderzucker bestreuen und lauwarm servieren.

Anmerkung:

Man kann das Mehl auch weglassen, dann ist der Kuchen glutenfrei.


Hefeschnecken mit Marzipan und Quitten

Dieses Jahr hatten wir – bedingt durch den späten, aber umso heftigeren Frost im Frühjahr – eine Quittenernte von genau einer (1!!!) Quitte. Für die fest eingeplante weihnachtliche Quittenpaste dann doch ein bisschen wenig…

Ich hatte mich schon darauf eingestellt, die notwendigen Früchte aus dem türkischen Laden um die Ecke kaufen zu müssen, als ein netter Kollege meinte, er hätte so viele Quitten, dass er gar nicht wüsste, wohin damit. Na gut, jetzt hat er zwei Eimer weniger…

Und deshalb war am Wochenende auch dieser Kuchen möglich:

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Hefeschnecken mit Marzipan und Quitten

Quellenangabe: Erfasst 17.10.17 von Sus
Kategorien: Backen, Hefe, Quitte, Marzipan, Schnecke
Mengenangaben für: 1 Kuchen

Zutaten:

20 g Hefe
225 ml Milch; lauwarm
30 g Zucker
150 g Marzipanrohmasse
80 Butter; weich
500 g Mehl
1 Ei
1 Prise(n) Salz
150 g Quittengelee (alternativ: Aprikosenkonfitüre)
2-3 Quitten

Zubereitung:

Die Hefe in der Milch auflösen, den Zucker dazugeben und alles verrühren. 1/3 des Marzipans mit einer Küchenreibe raspeln, damit mit Butter, Mehl, Ei, Salz und der Hefemischung zu einem glatten Teig verkneten. Diesen mit einem Küchenhandtuch zugedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen, bzw. bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Rand und Boden einer Springform (Durchmesser 26 cm) einfetten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und rechteckig (40 x 60 cm) ausrollen. Das Quittengelee gleichmäßig auf dem Teig verstreichen und das restliche Marzipan mit der Küchenreibe darüberraspeln.

Die Quitten schälen, das Fruchtfleisch rund um das Kerngehäuse abschneiden und würfeln. Die Stückchen gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Den belegten Teig von der langen Seite her einrollen und die Rolle in 12 gleichgroße Scheiben schneiden. Die Schnecken auf der Schnittfläche in die Form setzen, zuerst am Rand, dann in der Mitte. Den Kuchen zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze aufheizen. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen. Sollte die Oberfläche zu dunkel werden, mit etwas Alufolie abdecken. Den Kuchen in der Form auskühlen lassen. Die Schnecken dabei mit etwas Quittengelee bestreichen.

Anmerkung:

Das Marzipan zum Raspeln vorher in das Gefrierfach legen. Alternativ mit den Fingern in kleine Flocken zerdrücken.


Piccata alla milanese

Endlich mal wieder ein Blog-Beitrag…

Die letzten Wochen war viel los: berufliche Events, Urlaub, Pflanzen- und andere Flohmärkte, Geburtstagsfeiern (nicht meiner…) und vieles mehr. Irgendwie ist dabei der Blog etwas auf der Strecke geblieben.

Könnt Ihr glauben, dass ich bisher noch nie Kalbsschnitzel zubereitet hatte? Neulich gab’s beim Metzger Kalbfleisch im Angebot, da habe ich zugegriffen. Und das war gut so… SmileyLecker.gif

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Piccata alla milanese mit Basilikum-Tomaten

Quellenangabe: Erfasst 10.10.17 von Sus
Kategorien: Fleisch, Schnitzel, Kalb, Tomate, Basilikum
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

1 Zitrone; unbehandelt
1 Esslöffel Puderzucker
500 g Cocktail-Tomaten
1/2 Topf Basilikum
2 Esslöffel Balsamico-Essig
2 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer
4 Kalbsschnitzel, dünn (à 150 g)
2 Eier
3 Esslöffel Schlagsahne
40 g Pecorino oder Parmesan; gerieben
60 g Semmelbrösel
40 g Mehl
Butterschmalz

Zubereitung:

Zitrone in feine Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, mit Puderzucker bestreuen und bei 150 °C ca. 20 Minuten backen.

Währenddessen Tomaten waschen und halbieren; Basilikum waschen und kleinzupfen. Beides mit einem Dressing aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer vermischen.

Schnitzel etwas flach klopfen, dritteln und beidseitig mit Salz und Pfeffer würzen. Eier mit Sahne verquirlen, Käse reiben und mit den Semmelbröseln vermischen. Schnitzel nacheinander zuerst im Mehl wenden, dann durch die Eiersahne ziehen, kurz abtropfen lassen und in der Semmelbröselmischung wenden.

Schnitzel in einer Pfanne im heißen Butterschmalz auf jeder Seite ca. 2 Minuten goldbraun braten.

Piccata mit gebackenen Zitronenscheiben und Basilikum-Tomaten anrichten.

Anmerkung:

Dazu gab es Orangennudeln und Brokkoli.