Jokkmokk-Pfanne – Renskav mit Preiselbeeren

Im Urlaub kamen wir am letzen Tag noch an einer samischen Rentier- und Elch-Metzgerei vorbei, die sowohl Rentier als auch Elch-Fleisch anbietet. Da konnte ich es mir nicht verkneifen, etwas gefrorenes Fleisch mitzunehmen. Gut in Zeitungspapier eingepackt hat das super funktioniert. Als wir zuhause ankamen, war das Fleisch noch nicht einmal angetaut.

Ich habe Renskav gekauft, das ist eine recht typische Art, Rentier zuzubereiten: Das Fleisch wird in sehr dünne Scheibchen geschnitten, um dann in der Pfanne kurz angebraten zu werden. So ein Gericht gab es in unserem Hotel-Restaurant unter dem schönen Namen „Jokkmokk Pan“ und hat uns sehr gut geschmeckt.

Als ich dann hier im Supermarkt sogar gefrorene Preiselbeeren entdeckt habe, stand dem Nachkochen nichts mehr im Wege.

JokkmokkPfanne.jpg

Jokkmokk-Pfanne –
Renskav mit Preiselbeeren

Quellenangabe: Taste of Sápmi
Slow Food Sápmi
Erfasst 20.03.2017 von Sus
Kategorien: Rentier, Pfanne, Kartoffel, Pilze, Schweden, Preiselbeere
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

300 g Rentierfleisch aus der Keule
1 große Zwiebel
100 g Speck; gewürfelt
2 Eßlöffel Butter
1 Teelöffel Salz
Pfeffer
1 Wacholderbeere; gemahlen
1 Nelke; gemahlen
100 ml Rotwein
300 ml Sahne
100 g Preiselbeeren; gefroren
250 g Pilze (hier: Pfifferlinge, gefroren)
2 Stiele Glatte Petersilie
6-8 mittlere Kartoffeln

Zubereitung:

Das Rentierfleisch in 3-5 mm dicke Scheibchen schneiden. Zwiebel fein würfeln. Petersilie grob hacken.

Geschälte und in mundgerechte Stücke geschnittene Kartoffeln in Salzwasser kochen, bis sie fast gar sind. Abdampfen lassen.

Die Zwiebel in einer großen Pfanne mit dem Speck und der Butter anschwitzen, dann die Pfifferlinge dazugeben. Mit Rotwein ablöschen und unter Rühren die Flüssigkeit reduzieren. Fleisch, ein Drittel der Preiselbeeren und die Gewürze zugeben, unter Rühren anbraten.

Sahne zugeben und zu einer cremigen Sauce einkochen lassen. Kartoffeln, Petersilie und die restlichen Preiselbeeren unterheben.

Anmerkung:

– Der Rotwein steht nicht im Originalrezept. Zum Verkochen ist der in Schweden wahrscheinlich viel zu teuer.


Bärlauch-Gnocchi

So langsam wird es Zeit, meine Oster-Rezepte aufzuarbeiten. Es gab die obligatorische Lammkeule (Rezept kommt noch) mit Spargel (nein, nicht aus dem Ausland, sondern aus dem Gefrierschrank) und Bärlauch-Gnocchi.

BaerlauchGnocchi2.jpg

Dieses Jahr wächst der Bärlauch im Garten besonders gut. Er kam schon ziemlich früh aus der Erde, machte dann aber durch die Kälte bedingt eine lange Pause. Jetzt ist es warm genug und er sprießt wie wild und steht kurz vor der Blüte.

Sina von giftigeblonde mag Bärlauch auch sehr gerne und hat deshalb zum Blog-Event „Bärlauchliebe 2016“ aufgerufen. Da nehme ich doch gerne teil.

Bärlauchliebe 2016

Bärlauch-Gnocchi

Quellenangabe: Erfasst 28.03.2016 von Sus
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Nudel, Bärlauch, Ostern, Blog-Event
Mengenangaben für: 6 Portionen

Zutaten:

1 kg Kartoffeln, mehligkochend
3 Eier, zimmerwarm
150 g Mehl
10 Blätter Bärlauch
1/2 Teelöffel Salz

Zubereitung:

Kartoffeln im Backofen bei 200°C für ca. 1 Stunde weich backen. Etwas abkühlen lassen und schälen. Mit einer Kartoffelpresse in eine flache Schüssel zerdrücken. Die in feine Streifen geschnittenen Bärlauchblätter untermischen. Salz darüber streuen. In eine Mulde in der Mitte die Eier aufschlagen; langsam mit einer Gabel mit den Kartoffeln mischen. Nach und nach Mehl dazugeben, bis ein nicht zu trockener Teig entsteht; er sollte noch ein wenig klebrig sein.

BaerlauchGnocchi1.jpgArbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig in große Stücke zerteilen. Diese jeweils zu einer ca. 2 cm dicken Rolle formen und mit einem Messer oder Teigschaber in genauso breite Stücke teilen. Die Gnocchis auf einer bemehlten Fläche so zwischenparken, daß sie sich nicht berühren. Mit einer feuchten Gabel das typische Rillenmuster eindrücken.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen; etwas Salz zufügen. Portionsweise die Gnocchis ins kochende Wasser geben. Wenn sie an die Wasseroberfläche steigen, mit ein Seihlöffel entnehmen und in einem Sieb warmstellen. Die restlichen Gnocchis ebenso kochen.

Anmerkung:

Angeblich ist das Backen der Kartoffeln im Ofen die beste Methode, um trockene Kartoffeln und damit fluffige Gnocchi zu erhalten. Leider hat das bei mir nicht funktioniert, denn die Kartoffeln wollten nicht weich werden. Da mir die Zeit davon lief, habe ich die Kartoffeln dann einfach in Wasser gekocht.


Silvester-Nachlese: Selbstgemachte Schupfnudeln

Bevor das Jahr noch weiter ins Land zieht, muß ich noch schnell unser dies letztjähriges Silvester-Essen präsentieren:

Silvester2014Hauptspeise.jpg
Sauerkraut, Schupfnudeln, Lachs, Schweinelachs (beide nicht im Bild) und (doch) Rippchen

Neben selbstgemachtem Sauerkraut gab es zum ersten Mal auch selbstgemachte Schupfnudeln. Wenn ich gewußt hätte, daß die so einfach sind, hätte ich sie schon viel früher ausprobiert. Außerdem wurden meine Schupfnudeln so richtig schön fluffig, überhaupt kein Vergleich zu den gekauften…

Fazit: Ich kaufe keine Schupfnudeln mehr! SmileyLecker.gif

Schupfnudeln1.jpg
Kartoffelwürmchen
Schupfnudeln2.jpg
DAS ist eine Schupfnudel!
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Schupfnudeln beim Kochen
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Fertige Schupfnudeln

Schupfnudeln, selbstgemacht

Quellenangabe: gefunden bei Genial Lecker
Erfaßt 01.01.2015 von Sus
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Nudeln
Mengenangaben für: 4 Portionen als Beilage

Zutaten:

500 g Kartoffeln, mehligkochende Sorte
Salz
2 Eier (M)
150-200 g Mehl (Typ 405)
Muskat

Zubereitung:

Kartoffeln am Vortag kochen, abdampfen lassen. Am nächsten Tag die Kartoffeln schälen und durch den feinen Einsatz der Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken. Mit den Eiern und 1/2 TL Salz verkneten. Dann soviel Mehl (bei uns 200 g nötig) zugeben, bis ein fester Teig entstanden ist. Mit Muskat abschmecken. Mit bemehlten Händen auf der bemehlten Arbeitsfläche den Teig portionsweise zu Rollen formen, davon Stücke in doppelter Gnocchi-Größe abschneiden.

Mit den bemehlten Händen jeweils 1 kleines Stück in die Hohlhand legen.

Die anderen Hand um 90° versetzt und dann daraus die Schupfnudeln formen, das heißt mit dickerer Mitte und zulaufenden Enden.

So lange wiederholen, bis der ganze Teig verbraucht ist. Möglichst zügig arbeiten, der Teig zieht Wasser. Reichlich Wasser aufsetzen, sobald es kocht, Salz zugeben und dann die Schupfnudeln darin portionsweise sieden lassen. Dauert etwa 4 Minuten. Sie sind fertig, sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen.

Anmerkung: Bei mir haben die Schupfnudeln gerade mal zwei Minuten gebraucht. Ich habe sie portionsweise gekocht und abgeschöpft. Wenn man sie gleich verzehren und dabei nicht anbraten möchte, gibt zum Schluß alle Schupfnudeln zusammen noch ein paar Sekunden in das kochende Wasser, damit sie alle gleichmäßig heiß sind.

Andernfalls in der Pfanne mit etwas Butter oder Gänseschmalz von allen Seiten leicht knusprig anbraten.


Neulich…

… nach der Orangen- Ernte Lieferung, einem Blumenkohl im Einkaufskorb und der Lust auf Curry:

BlumenkohlCurryMitOrangen.jpg

Kamala Phoolkopi –
Blumenkohl-Curry mit Orangen

Quellenangabe: Indien – das Kochbuch
Pushpesh Pant
Erfaßt 04.02.2014 von Sus
Kategorien: Curry, Blumenkohl, Kartoffel, Orange
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

1 kleiner Blumenkohl; in 2-3 cm große Röschen zerteilt
4 Kartoffeln; geschält und in 2-3 cm große Stücke geschnitten
1 Teelöffel Kurkuma; gemahlen
4 Eßlöffel Pflanzenöl
2 Lorbeerblätter
1 Eßlöffel Frischer Ingwer; gerieben
1 Zwiebel; geschält und fein geschnitten
1 Zwiebel; geschält und gerieben
1 Teelöffel Cayennepfeffer
1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen; gemahlen
1 Teelöffel Zucker
3-4 Orangen; filetiert
125 ml Wasser
2-4 Grüne Chilischoten; entkernt und gehackt
5 Stengel Glatte Petersilie; gehackt
Garam Masala:
4 Gewürznelken
2 Grüne Kardamomkapseln
1 Zimtstange; ca. 5 cm lang

Zubereitung:

Die Blumenkohlröschen, Kartoffel- und Zwiebelstücke in eine große Schüssel geben, Kurkuma dazugeben und das Gemüse darin wenden, bis es leicht damit überzogen ist.

Alle Zutaten für das Garam Masala in einer Schüssel vermischen.

Das Öl in einer großen schweren Pfanne stark erhitzen, dann die Hitze reduzieren. Blumenkohl, Kartoffeln und Zwiebeln zugeben und unter Rühren 2-3 Minuten braten, bis das Gemüse hellbraun ist. Mit einem Schaumlöffel herausheben und beiseitestellen.

Lorbeerblätter und Garam Masala in die Pfanne geben und unter Rühren ca. 1 Minute braten, bis die Gewürze duften. Ingwer, geriebene Zwiebel, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Zucker zugeben und 1 weitere Minute ünter RÜhren braten, bis die Gewürze zu bräunen beginnen. Falls nötig, einige Tropfen Wasser darüberträufeln, damit nichts anbrennt. Das angebratene Gemüse zugeben, salzen und gründlich umrühren.

Die Hälfte der Orangenfilets, entstandenen Saft und das Wasser zugeben und alles bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.

Ca. 5 Minuten vor dem Ende die Chilischoten und einen Teil der Petersilie zugeben.

Zum Servieren mit den restlichen Orangenfilets und Petersilie garnieren.


Tourelles de pommes de terre alsaciennes …

Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss 15. Januar 2013)

Beinahe wäre mir für das Event „Elsass“ im Kochtopf – ausgerichtet von Sabine von Bonjour Alsace – nichts Gescheites eingefallen. Choucroute mag ich nicht, Sauerkraut hatten wir außerdem seit Silvester schon mehrmals, Quiches mag der Liebste nicht und auf Flammkuchen hatten wir keine Lust. So, damit wären die Klischees erst einmal bedient. Meine Phantasie allerdings leider auch.

So vergingen die Tage. Am Wochenende fielen mir dann die Anna-Kartoffeln aus der Muffinform von Petra wieder ein, die ich gerne in der Weihnachtszeit zubereitet hätte, aber nicht dazu gekommen bin. Immerhin stammen sie ursprünglich aus Frankreich. Dazu noch ein bißchen Lauch und Käse und – et voilà – ist eine Beilage entstanden, die auch aus dem Elsaß hätte kommen können.

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Dazu gab’s ein schönes Schnitzel Wiener Art mit Haselnußpanade und Feldsalat (doch, doch, schon noch etwas mehr als auf dem Bild) mit Kartoffeldressing.

ElsaesserKartoffeltuermchenMitSchnitzel.jpg

Elsässer Kartoffeltürmchen

Quellenangabe: Frei nach Chili und Ciabatta
06.11.2012 von Petra Holzapfel
Elsässisch interpretiert 13.01.2013 von Sus
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Lauch
Mengenangaben für: 12 Stück

Zutaten:

18 Sehr kleine festkochende Kartoffeln*
1 Lauchstange
6 Scheiben Lachsschinken (oder normaler geräucherter Schinken)
1 Teelöffel Thymianblättchen; gehackt
24 kleine Thymianzweigspitzen (hatte ich nicht)
125 g Butter
Salz, Pfeffer
2 Prise Muskatnuß
100 g Münster-Käse (optional)

Zubereitung:

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Die Vertiefungen eines Muffinblechs mit Butter auspinseln, die Böden dann mit Kreisen aus Backpapier auslegen. Jeweils 2 kleine Thymianzweigchen in die Mulden geben, mit je 1/2 Tl Butter beträufeln. Den gehackten Thymian und den Knoblauch in die restliche Butter geben, unter Rühren etwa 2 Minuten sanft erhitzen, bis die Mischung duftet, dann vom Herd nehmen. Die geschälten Kartoffeln in sehr feine Scheiben hobeln, diese in eine Sieb geben und gut in kaltem Wasser spülen, dann abtropfen lassen. Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Schinken in kleine Stückchen schneiden oder zupfen.

In einer Schüssel die Thymianbutter über die Kartoffeln gießen und alles gut mischen, dabei salzen und pfeffern; Muskatnuß darüber reiben. Die Kartoffelscheiben nun überlappend, abwechselnd mit den Lauchringen und Schinkenstückchen, in die vorbereiteten Vertiefungen der Muffinform einschichten, dabei die Kartoffeln immer wieder gut andrücken. Die restliche Butter über die Kartoffeln träufeln.

Die Muffinform dicht mit Alufolie abdecken und für 35 Minuten in den Backofen stellen, die Kartoffeln sollen sich dann leicht mit einem Messer durchstechen lassen. Herausnehmen, die Folie abnehmen, die Kartoffel-Stapel auf ein mit Alufolie belegtes Backblech stürzen. Das geht am besten, indem man das Backblech auf die Muffinform legt und beide Bleche zusammen umdreht und dann die Muffinform vorsichtig abnimmt, wobei man nach Bedarf leicht auf die Unterseite der Form klopft. Alternativ kann man die Alufolie, die man als Abdeckung verwendet hat, als Unterlage zum Wenden benutzen. Eventuell einzeln herausfallende Scheiben wieder auf den Stapel legen.

Backpapier ggf. entfernen. Bis hierher können die Kartoffelstapel schon am Vortag zubereitet werden, in dem Fall abgedeckt kühl stellen.

Den Backofen auf 220°C hochstellen. Münsterkäse in dünne Raspel schneiden und auf die Kartoffelstapel verteilen. Das Blech mit den (ggf. abgedeckten) Kartoffeln in den Backofen schieben und 25-30 Minuten backen, bis die Kanten goldbraun sind.

* die Kartoffeln müssen klein sein, damit man die Muffinformen gut damit auslegen kann.

Anmerkung Petra: absolut geniales Rezept! Lässt sich prima für Gäste vorbereiten. Die Stapel sind beim Herausstürzen erstaunlich stabil. … Pro Person je nach Hunger und Größe des Ganges 1-2 Stapel rechnen.

Anmerkung Sus: Beim Käse hat der Liebste gestreikt. Er (der Käse) hätte im Backofen doch etwas arg streng gerochen.


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Letztes Wochenende …

… waren wir mutig und haben gegrillt; allerdings waren wir dann widerum nicht so mutig, daß es eine längere Grillaktion wurde. Die kleinen Lammbratwürstchen und die dünnen Scheiben Bauchspeck (neudeutsch: Bacon) waren recht schnell fertig. Deshalb wurden die Kartoffeln auch nicht – wie bei uns sonst üblich – in Alufolie gewickelt mitgegrillt, sondern landeten in der Gemüse-Beilage.

Paprika-Kartoffel-Gemuese.jpg

Paprika-Kartoffel-Gemüse

Quellenangabe: Erfaßt 16.07.2012 von Sus
Kategorien: Paprika, Kartoffel, Tomate, Beilage
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

4 große Paprika, bunt
8 mittlere Kartoffeln
4 große Tomaten
6 Kirschtomaten
3 große Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
Gemüsebrühe
Olivenöl
1 Teelöffel Punjabi Garam Masala
1-2 Teelöffel Rosenpaprika, süß
4 Stengel Glatte Petersilie; grob gehackt
4 Blatt Salbei; in feinen Streifen
4 Stengel Zitronenmelisse; in feinen Streifen

Zubereitung:

Paprika putzen, waschen und in Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und in Streifen (etwas gröber als Pommes Frites) schneiden. Zwiebeln schälen, eine davon fein hacken, die anderen vierteln. Große Tomaten vierteln oder sechsteln, die kleinen vierteln.

Kleingehackte Zwiebeln mit kleingehacktem Knoblauch in einem größeren Topf mit etwas Olivenöl anschwitzen. Kartoffeln hinzufügen und mit dem Masala würzen. Unter ständigem Rühren anbraten, ggf. noch etwas Öl zugeben. Zwiebeln hinzufügen und versuchen, beides etwas anzubräunen. Sobald Gefahr droht, daß der Bodensatz anbrennt, mit Gemüsebrühe ablöschen.

Paprika und große Tomaten zufügen. Köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Dabei mit den Gewürzen abschmecken. Die letzten 5 Minuten Kirschtomaten, Petersilie und Salbei unterheben. Mit der Zitronenmelisse bis zum Servieren warten, da sie durch die Hitze schnell braun wird.


Irgendwie…

Garten-Koch-Event Dezember 2010: Granatapfel [31. Dezember 2010]… kam mal wieder alles ganz anders als geplant… Eigentlich wollte ich für das Garten-Koch-Event „Granatapfel“ im Gärtner-Blog säuerliche Granatapfelkerne mit mildem Kartoffelpüree mischen. Jetzt waren die ausgelösten Kernchen so schön reif und süß, daß ich sie lieber mit dem Sauerkraut kombiniert habe.

Jetzt ist das zwar nicht soo der innovative Knüller, aber ich nominiere das Rezept trotzdem mal für das Event, bis mir noch etwas besseres einfällt.

Normalerweise hätte ich denn Kassler einfach in Scheiben geschnitten im Sauerkraut erwärmt. Aber das wäre ja zu einfach gewesen… SmileyGrin.gif

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Kassler mit Kräuterkruste

Quellenangabe: 19.12.2010 von Sus
Kategorien: Kassler, Braten, Kräuter
Mengenangaben für: 6 Portionen

Zutaten:

1 Kilo Kasslerbraten
40 g Fein gehackte Kräuter (hier: Grüne Sauce-Mischung + Petersilie + Schnittlauch + Knoblauch + etwas Dill)
1 kleine Zwiebel
Pfeffer
1 Eßlöffel Senf (wer mag, gerne mehr)
20 g Butter, kalt;
1 Schuss Rapsöl
1 Kilo Sauerkraut
1 Zwiebel
3 Nelken
3 Wacholderbeeren
2-3 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer
6 Eßlöffel Granatapfelkerne

Zubereitung:

Normalerweise Kräuter waschen und fein hacken. Wenn man – wie ich dieses Mal – gefrorene Kräuter verwendet, entfällt das. Zwiebel schälen und fein hacken. Kräuter mit der Zwiebel in einer Schüssel mit den Butterstückchen und Öl mischen. Mit Pfeffer würzen, Salz ist nicht notwendig, da der Kassler schon recht salzig ist.

Braten auf ein kräftiges, großes Stück Alufolie legen und mit den Kräutern von oben und an den Seiten bestreichen. Fest einpacken, ggf. mit noch einer weiteren Lage Alufolie umwickeln.

Im vorgeheizten Backofen bei 140°C Umluft oder 150°C Ober-und Unterhitze für 60-90 Minuten braten lassen. Ofen ausschalten, Alufolie oben öffnen und den Braten im Ofen noch ziehen lassen.

Sauerkraut:

Zwiebel schälen und fein hacken. Mit etwas Öl im Topf anbraten, leicht angedrückte (so geben sie mehr Geschmack ab, lassen sich später aber besser herausfischen) Nelken und Wacholderbeeren dazugeben und kurz mitrösten. Sauerkraut und Lorbeerblätter dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. eine halbe Stunde köcheln lassen. Zum Servieren mit Granatapfelkernen bestreuen.

Dazu ein schönes Jenaer Bockbier aus der Papiermühle.




Weil ich aber trotzdem ein besonderes Kartoffelpüree haben wollte, kam mir dann nach kurzem Überlegen Sesam in den Sinn. Sesam mit Kartoffel? Das klingt gut. Und siehe da: in dieses Kartoffelpüree könnte ich mich hineinknien, so gei.. genial schmeckt das.

Sesam-Kartoffelpüree

Quellenangabe: 19.12.2010 von Sus
Kategorien: Kartoffel, Sesam, Beilage
Mengenangaben für: 6 Portionen

Zutaten:

1 Kilo Kartoffeln, mehlig kochend
Salz
1/4 Liter Milch
50 g Butter
Muskatnuss
4 Esslöffel Sesam
2-3 Prisen Getrocknete Knoblauchflocken
1 Teelöffel Dunkles Sesamöl

Zubereitung:

Sesamkörner in einer trockenen Pfanne rösten, dann abkühlen lassen. Getrockneten Knoblauch mit der Mühle dazureiben.

Kartoffeln schälen, kleinschneiden und wie Salzkartoffeln kochen. Abgießen und auf dem Herd noch etwas Feuchtigkeit verdampfen lassen. Entweder in eine Schüssel umfüllen oder gleich im Topf die Kartoffeln mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Butterflocken, heiße Milch, Sesamöl und einen Teil der Sesamkörner zugeben und untermischen. Mit Muskat und Salz würzen. Beim Servieren mit restlichen Sesamkörnern bestreuen.

Anmerkung:

– Eigentlich war das meine eigene Erfindung. Aber zwischenzeitlich habe ich im Internet gesehen, daß ich dann doch nicht die Erste bin…


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Es wird herbstlich …

Bei diesem Wetter hat mensch mal wieder Lust auf etwas einfache, klassische Hausmannskost:

Kartoffel-Lauch-Auflauf

KartoffelLauchAuflauf.jpg

Quellenangabe: 15.08.2010 von Sus
Kategorien: Auflauf, Lauch, Kartoffel
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

1 kg Lauch
500 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250 g Speckwürfel
1 Eßlöffel Butter
400 ml Sahne
2 Eier
Ggf. Käse (hier: Ziegenfrischkäse)
Salz, Pfeffer
Paprika, nach Geschmack mild oder scharf
Muskat

Zubereitung:


Wurzeln und Grünes vom Lauch abschneiden, gründlich waschen und in dünne Ringe schneiden. Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch schälen, halbieren und in dünne Scheibchen schneiden. Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln.

In einer heißen Pfanne die Zwiebeln mit der Butter mischen, Speck dazugeben und zusammen anschwitzen lassen. Lauch und Knoblauch dazugeben. Nach ein bis zwei Minuten Rühren 3/4 der Sahne zufügen. Unter regelmäßigem Umrühren die Flüssigkeit auf die Hälfte reduzieren. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken.

Eine Auflaufform mit Butter bestreichen. Zuerst eine Lage Kartoffelscheiben leicht überlappend in die Form legen. Darauf kommt eine Lage Lauchgemüse, wieder eine Lage Kartoffeln, dann wieder Lauchgemüse etc., bis die Zutaten aufgebraucht sind. Die oberste Schicht sollte aus Lauch bestehen, man kann diese aber auch mit überzähligen Kartoffelscheiben garnieren. 🙂

Eier in einer kleinen Schüssel mit der Sahne (und Käse) mischen; mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Diese Masse gleichmäßig über den Auflauf verteilen.

Im vorgeheizten Backofen (200 °C) für 40 Minuten backen (variiert je nach Dicke der Kartoffelscheiben) bis die oberste Schicht leicht bräunt.

Anmerkung:


– Dazu gab’s eine überzählige Bratwurst vom Firmen-Sommerfest am Samstag (damals, als noch die Sonne schien…)