Beinahe…

… hätte ich das Bloggen vergessen. So was!

Gestern abend haben wir noch auf die Schnelle den Grill angeschmissen, um Shermins Gegrillte Aprikosen fremd-zu-grillen.

Fremdkochen Grillen

Leider mag der Liebste keinen Käse, deshalb habe ich eine andere Füllung, die mit und ohne Käse funktioniert, zubereitet.

AprikosenGegrillt.jpg

Sie besteht aus gehackten Tomaten, Knoblauch, Basilikum, Kräutersalz und (in zwei Aprikosen) aus Parmesankäse. Genaues Rezept folgt heute abend oder morgen.
Hier ist das Rezept:

Gegrillte Aprikosen im Speckmantel

Quellenangabe: Erfaßt 01.07.2012 von Sus
Originalrezept: Shermins Magischer Kessel
Kategorien: Grill, Speck, Aprikose, Käse
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

6 Aprikosen
12 Scheiben Speck
6 Cocktailtomaten
9 Blätter Basilikum
1/3 Teelöffel Frischen Knoblauch
6 Stückchen Parmesankäse
(Kräuter-)Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Aprikosen an einer Seite aufschneiden, daß die beiden Hälften noch zusammenhalten, und den Kern entfernen.

Pro Aprikose ein Blatt Basilikum beiseite legen, die restlichen Blätter mit den Tomaten und Knoblauch im Blitzhacker zerkleinern; ggf. Saft abtropfen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tomatenmasse mit je einem Stück Käse in ein Blatt Basilikum einwicken und in die Aprikosen stecken. Diese mit je zwei Streifen Speck überkreuz umwickeln. Auf Spieße stecken und vorsichtig grillen, bis der Speck schön knusprig geworden ist.


Schließen von Wissenslücken…

Den letzten Spargel für diese Saison habe ich noch schnell am Wochenende ergattert. Mein regulärer Spargelbauer hatte schon letzte Woche die gepackten Koffer vor dem geschlossenen Hoftor stehen, deshalb musste ich drei Straßen weiter suchen und habe leider nicht mehr die von uns so geliebten super-dicken Stangen bekommen.

Der Liebste wünschte sich Pfannkuchen zum Spargel. Das hatten wir zwar schon mal, ist aber lange her. Beim Internet-Ideen-Suchen stieß ich bei Robert, Petra und Jutta auf einen Begriff, der mir rein gar nichts sagte: Kratzete.

Kratzete ist die badische/schwäbische Bezeichnung für einen Schmarr’n und das ist wiederum die Bezeichnung für einen Pfannkuchen, der beim Backen in der Pfanne in Stücke gerissen wird.

Ob nun ein Pfannkuchen im Ganzen oder in kleinen Fetzen auf den Teller kommt, war mir jetzt eher egal. SmileyGrinsStatic.gif Der Liebste kannte den Begriff übrigens auch nicht, obwohl er offiziell zu den (Nord-)Badenern gehört.

SpargelMitDinkelKratzete.jpg

Spargel mit Dinkel-Kräuter-Kratzete

Quellenangabe: Erfaßt 25.06.2012 von Sus
Kategorien: Spargel, Ei, Pfannkuchen
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

1 kg Spargel
Kratzete:
150 g Dinkel-Vollkornmehl
50 g Stärke
2 Eier
170 ml Milch
30 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
1 Teelöffel Speiseöl
Salz, Pfeffer
100 g Speckstreifen
2 Handvoll Gemischte Garten- (Un-)kräuter (hier: Zitronenmelisse, Melde, Borretsch, Basilikum, Petersilie); in feinen Streifen
50 g Crème fraîche

Zubereitung:

Die Zutaten für den Pfannkuchenteig (ohne Kräuter) in der Küchenmaschine 5-10 Minuten zu einem luftigen Teig schlagen, ca. 30 Minuten mit einer Folie über der Schüssel ruhen lassen.

Spargel schälen und in Salzwasser kochen.

In einer beschichteten Bratpfanne den Speck knusprig anbraten, mit den Kräutern zu dem Pfannkuchenteig geben. Mineralwasser leicht unterrühren.

Etwas Butter in der Pfanne schmelzen lassen, mit dem Teig Pfannkuchen ausbacken, gegen Ende, wenn sie angebräunt sind, die Pfannkuchen mit Holzlöffeln in kleine Stücke zerreissen. Warmstellen.

Abgetropften Spargel mit Kratzete und einem Klacks Crème fraîche servieren.

Anmerkung:

– Die Pfannkuchenstücke sehen übrigens deshalb so dunkel aus, weil der Teig aus Dinkel-Vollkornmehl besteht.


Sommer?

Garten-Koch-Event Juni 2012: Aprikosen [30.06.2012]

Leider hält das Wetter hier momentan nicht so ganz das Versprechen ein, welches uns der Sommeranfang diese Woche gegeben hat. Da braucht man einen Kuchen, der zugleich sommerlich frisch als auch seelentröstend daherkommt. Mit seinen Aprikosen und den Schokoladenstreuseln schafft das der folgende Kuchen ganz ausgezeichnet!

Und deshalb darf er auch am aktuellen Garten-Koch-Event „Aprikose“ teilnehmen!

AprikosenMarzipanKuchen.jpg

Aprikosen-Marzipan-Kuchen

Quellenangabe: Angelehnt an ‚Unsere gute Heimatküche‘
Erfaßt 23.06.12 von Sus
Kategorien: Kuchen, Aprikose, Schokolade, Rührteig, Blog-Event
Mengenangaben für: 24 Stück

Zutaten:

1 kg Aprikosen
Streusel:
100 g Zartbitter-Schokolade
125 g Butter
300 g Weizen- oder Dinkel-Vollkornmehl
2 Teelöffel Kakaopulver
1 Packung Vanillezucker (oder eigene Alternative)
1 Prise Salz
Teig:
150 g Butter
120 g Zucker
4 Eier
200 g Marzipan
200 g Weizenmehl (oder Dinkelmehl)
80 g Stärke
2 Teelöffel Backpulver
Fett für die Form

Zubereitung:

Schokolade hacken und mit der Butter schmelzen. Mehl, Kakao, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen. Heiße Schokoladen-Butter-Mischung zugießen, gleichmäßig verteilen und so zu Streuseln kneten, daß kein weißes Mehl mehr sichtbar ist.

Aprikosen waschen und halbieren, den Stein entfernen.

Marzipan reiben. Mit der weichen Butter, Zucker und Salz cremig rühren. Eier nacheinander im Wechsel mit der Stärke unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren.

Den Teig in eine gefettete Fettpfanne (oder Backblech) streichen. Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten auf dem Teig verteilen. Streusel darüberstreuen.

Im vorgeheizten Backofen (175°C E-Herd) ca 40 Minuten backen.


Ich bin gelaufen …

Steph vom Kleinen Kuriositätenladen und vorher Christina von Feines Gemüse riefen es laut heraus: „Lauft! Holt euch den letzten Rhabarber, bevor es zu spät ist.“ Tja, beinahe wäre es wirklich zu spät gewesen, denn ich habe einen halben Nachmittag verbracht, nach Rhabarber zu suchen. Aber immerhin erfolgreich!

Und wozu das Ganze: Für ein wirklich interessantes, oberleckeres Rhabarber-Tomaten-Ketchup. SmileyLecker.gif

In den letzten Jahren habe ich – u.a. aufgrund des immer höheren Zucker- und/oder Süßstoffgehaltes der käuflich erhältlichen Produkte – schon einige Barbeque-Saucen und Ketchups erfolgreich ausprobiert. Darunter waren auch einige Obst-lastige Varianten. Also warum nicht auch einmal mit Rhabarber? Und siehe da: es hat sich gelohnt!

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Rhabarber-Tomaten-Ketchup

Quellenangabe: Frei nach Steph vom kleinen Kuriositätenladen
Erfaßt 21.06.2012 von Sus
Kategorien: Sauce, Ketchup, Rhabarber, Tomate
Mengenangaben für: 1 Rezept (ca. 1 Liter)

Zutaten:

850 g (Himbeer-)Rhabarber
200 g Zwiebeln
Rapsöl zum Anschwitzen
450 g Dosentomaten
3 Eßlöffel Tomatenmark
200 ml Rotweinessig
200 g Brauner Zucker
1/2 Teelöffel Knoblauch; fein gehackt
4 Nelken
3 Lorbeerblätter
1 Teelöffel Gelbe Senfsaat
Zitronensalz
Pfeffer
2-3 Messerspitzen Pimentón de la Vera
1/2 Teelöffel Shoarma-Gewürzmischung

Zubereitung:

Den Rhabarber waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Zwiebeln ebenfalls putzen und würfeln. Beides kurz in etwas Rapsöl anschwitzen und mit Rotweinessig und passierten Tomaten ablöschen. 200 g Zucker zugeben. Nelken, Lorbeerblätter und Senfsaat in einen Teefilter geben, zubinden und ebenfalls in den Topf geben. Der fein gehackte Knoblauch kann direkt dazugegeben werden. Ca. 45 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, dann das Gewürzsäckchen entfernen und den Ketchup mit dem Stabmixer pürieren, bis eine sämige Masse entstanden ist. Nach Geschmack würzen, nochmals aufkochen lassen und in zuvor sterilisierte Gläser oder Flaschen füllen.

Anmerkung:

– Der von mir verwendete Rotweinessig hat ziemlich stark hervorgeschmeckt. Weil ich nicht noch eine Dose Tomaten aufmachen wollte, habe ich noch etwas Tomatenmark hinzugefügt.

– „Himbeer-Rhabarber gibbs hier nedd.“ O-Ton Verkäuferin


Lieblingsgetränk 2.0

Blog-Event LXXVIII - EISgekühlt (Einsendeschluss 15. Juni 2012)

Aber immer nur Rhabarber-Schorle ist auch langweilig. Deshalb gibt es – nachdem sich die Sonne endlich wieder hinter den Wolken hervorwagt – für Amika von Essen ohne Grenzen, die in diesem Monat das Event im Kochtopf veranstaltet, zwei schöne EISgekühlte Drinks für heiße Tage.

RhabarberDrinks.jpg

Rhabarberinha und Rhabarber-Secco

Quellenangabe: Erfaßt 14.06.2012 von Sus
Kategorien: Getränk, Rhabarber, Drink, Cachaça, Sekt
Mengenangaben für: je 1 Portion

Zutaten:

Rhabarberinha:
100 ml Rhabarbersaft; gekühlt
40 ml Cachaça
1/2 Limette
2-4 Teelöffel Brauner Zucker; nach Geschmack (*)
4-5 Eßlöffel Zerstoßenes Eis
Rhabarber-Secco:
50 ml Rhabarbersaft; gekühlt
100 ml Sekt oder Mineralwasser; gekühlt
1 Scheibe Zitrone
2-4 Teelöffel Weißer Zucker; Menge nach Geschmack (*)
4-5 Eßlöffel Zerstoßenes Eis

Zubereitung:

Rhabarberinha:

Heiß abgewaschene Limette achteln und auf die Gläser verteilen. Nach Geschmack braunen Zucker darüberstreuen und mit einem Stößel die Limettenstücke kräftig zerdrücken. Gläser zur Hälfte mit Eis auffüllen, Rhabarbersaft und Cachaça zugeben. Mit Strohhalm servieren.

Rhabarber-Secco:

Glas am Rand anfeuchten und in ein Tellerchen mit Zucker drücken. Mit Eis auffüllen und ggf. noch etwas Zucker darüberstreuen. Mit Rhabarbersaft und Sekt (oder Mineralwasser) auffüllen und mit Zitronenscheibe garnieren.

Anmerkung:

Mein Rhabarbersaft war fast gar nicht gesüßt, daher habe ich hier etwas mehr Zucker verwendet. Gekaufter Rhabarbersaft ist meist schon vorgesüßt.


Neues Lieblingsgetränk…

In den letzten Tagen war es hier im Blog eher still. Wir hatten Urlaub und waren neben kurzen Ausflügen eher in Haus und Garten beschäftigt als am Computer. Selbst das Kochen und Backen kam ein wenig zu kurz, weil ich in dieser Zeit auch versucht habe, den Gefrierschrank etwas zu leeren.

Letztes Jahr habe ich in Nordhessen eine wunderbar leckere Rhabarber-Schorle kennengelernt: Schön fruchtig, nicht zu süß und richtig rhabarberig. Leider gibt es sie hier nicht zu kaufen und andere Produkte, die ich bis jetzt ausprobiert hatte, waren entweder zu süß oder haben nach nichts geschmeckt. Also: Selber machen!

Dummerweise mickert mein Rhabarber, der letztes Jahr so viele dicke Stengel und so riesige Blätter hatte, in diesem Jahr aus unerfindlichen Gründen vor sich hin. Den wollte ich in dieser Saison doch lieber verschonen.

Als sich dann die Gelegenheit bot, größere Mengen an Rhabarber günstig zu erstehen, konnte ich nicht widerstehen. So kam es, daß ich jetzt zum ersten Mal Rhabarbersaft selbst produziert habe.

Viele von Euch haben schon Rhabarbersaft zubereitet, indem sie den Rhabarber weichgekocht haben und dann durch ein Passiertuch abtropfen ließen. Da ich aber einen Dampfentsafter im Keller stehen habe, wurde dieser zur Arbeit herangezogen.

Und siehe da: ein voller Erfolg – mit Mineralwasser gemischt eine wunderbare Erfrischung! SmileyLecker.gif

Rhabarbersaft

Quellenangabe: Erfaßt 10.06.2012 von Sus
Kategorien: Saft, Getränk, Rhabarber
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

2 kg Rhabarber
2-3 Eßlöffel Zucker
Wasser

Zubereitung:

RhabarberSaft.jpgZur Vorbereitung die Flaschen heiß ausspülen (Variante: etwas Wasser einfüllen und in der Mikrowelle so lange erhitzen, bis das Wasser sprudelnd kocht. Mit Handschuhen herausnehmen, verschließen und kräftig schütteln. Wieder öffnen und Wasser ausgießen. Auf einem sauberen Handtuch parken.)

Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden; gründliches Schälen ist nur dann notwendig, wenn man die Fruchtmasse weiterverwenden möchte. In einer Schüssel mit etwas Zucker bestreuen (Menge nach Geschmack) und ziehen lassen. In den Dampfentsafter geben und nach Gebrauchsanweisung kochen lassen, bis die Masse keine Flüssigkeit mehr hergibt. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten, die erste Hälfte der erhaltenen Flüssigkeit wieder in den Topf schütten. Den Saft randvoll in die vorbereiteten Flaschen füllen und diese dicht verschließen. So sollte sich der Saft – kühl und trocken gelagert – einige Monate halten.

2 Kilogramm ungeputzter Rhabarber ergaben bei mir knapp 1,2 Liter Saft. (Auf dem Bild fehlt schon die mittlere Flasche.)

Achtung: Dieser Saft ist ziemlich sauer! Entweder gleich mehr Zucker verwenden oder später nachsüßen!


Neuentdeckung…

Vor einigen Tagen fanden sich in den Blättern meiner kleinen Topfbirke recht große, runde Löcher. Larven konnte ich keine finden, andere Tierchen auch nicht. Plötzlich surrte ein kleines Insekt herbei, setzte sich auf das nächstgelegene Blatt und fing mit seiner Arbeit an.

Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Blattschneiderbiene (Ach!) und zwar am Wahrscheinlichsten um die Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata), denn die kommt in Europa ziemlich häufig vor.

Blattschneiderbienen sind Solitärbienen, die ihre Eier in hohlen Stengeln oder auch in Fraßgängen in totem Holz ablegen. Für jedes Ei wird die Bruthöhle mit Blattstückchen ausgekleidet und mit Pollen und Nektar als Futter für die junge Larve gefüllt.

Soltärbienen im Allgemeinen sind extrem wichtig für unsere Landwirtschaft, denn sie machen den größten Teil der bestäubenden Insekten aus. Deshalb sollte es den Gärtner auch nicht stören, wenn sich so eine Biene mal an Birken oder Rosen mit Nestbau-Material versorgt. Die Pflanzen haben damit keine Probleme.

Hier nun ein paar Eindrücke:

Blattschneiderbiene2012_1.jpg
…Ja, Birkenblätter sind schön weich, die kann ich nehmen…
Blattschneiderbiene2012_2.jpg
… Knabber, knabber …
Blattschneiderbiene2012_3.jpg
… Und immer schön falten …
Blattschneiderbiene2012_4.jpg
… Hilfe, ich fall‘ gleich runter …
Blattschneiderbiene2012_5.jpg
… Zum Glück kann ich ja fliegen, auch wenn’s ganz schön schwer ist. Jetzt bloß nicht fallen lassen…

Leider legt die Biene ihre Eier nicht in meinem Garten ab, sondern bringt jedes Blattstück zielstrebig in den übernächsten Garten.