Weihnachtsvorspeise 2008

An Heilig Abend hatten wir unser großes weihnachtliches Familien-Festessen. Wie alle Jahre wieder, war ich für die Vorspeise und das Dessert zuständig. Da das Fest nicht bei uns stattfindet, muß ich dann etwas finden, was sich gut vorbereiten läßt und auch keinen Backofen (denn der ist von der Gans besetzt!) oder Herd mehr benötigt. Blätterteig wird immer gerne genommen. Die letzten Jahre habe ich meist kleine Fingerfood-Happen aus Blätterteig mit Lachs oder Gänsebrust – oder was mir beim Weihnachtseinkauf in die Hände fiel – produziert. Dieses Jahr hatte ich irgendwie Lust auf etwas Kräftigeres, auf Wild zum Beispiel.

Hirschpastete

Quellenangabe: 23.12.08 von Sus
Die nötigen Tipps habe ich mir hier und hier in Bolli’s Kitchen geholt.
Kategorien: Pastete, Wild, Hirsch, Blätterteig
Mengenangaben für: 1 Rezept

Wildpastete.jpg

Zutaten:

1 Platte Blätterteig, rechteckig, ca. 24x40cm, aus dem Kühlregal
500 g Hirschgulasch
500 g Schweine-Hackfleisch
1/2 Scheibe Serrano-Schinken, ca. 7 mm dick
1/2-1 Rote Paprika
1 Eßlöffel frische, grüne Pfefferkörner
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Sherry
2-3 Nelken
2 Wacholderbeeren
2-3 Pimentkörner
Salz, Pfeffer
1 Eigelb
Butter
Feldsalat
Physalis

Zubereitung:


Mindestens 2-3 Stunden, ggf. 12 Stunden, vorher Zwiebel und Knoblauch schälen und in Stückchen schneiden. Das Hirschgulasch waschen, trockentupfen und zu den Zwiebeln dazugeben. Die Gewürze (ohne den grünen Pfeffer) im Mörser fein mahlen und einen Teil über das Fleisch geben. Mit etwas Sherry begießen, gut verteilen und im Kühlschrank marinieren lassen.

Ein paar Stücke Hirschgulasch in kleine Stückchen (ca. 1-2 cm) schneiden und beiseite legen. Die restlichen Stücke zusammen mit den Zwiebeln in einer Pfanne mit etwas heißem Öl von allen Seiten scharf anbraten.
Zusammen mit dem Hackfleisch entweder durch den Fleischwolf drehen (erst grob, dann fein) oder im Mixer zerkleinern.

Paprika waschen und putzen, dann in kleine Stücke (5-10 mm) schneiden. Serrano-Schinken ebenfalls würfeln.

Paprika und Pfefferkörner zur Fleischmasse geben und verteilen. So würzen, daß es etwas überwürzt schmeckt – das verliert sich nach dem Backen.

Wildpastete_1.jpgBlätterteig ausrollen und eine gebutterte Pasteten- oder Kastenkuchenform damit auskleiden. Die Ränder des Teigs sollten dabei etwas überstehen. Ein Drittel der Fleischmasse einfüllen und gut andrücken. Die kleingeschnittenen Stückchen vom Hirschgulasch in einer Lage gleichmäßig darauf verteilen. Das nächste Drittel Farce darübergeben, den Serranoschinken verteilen und mit dem Rest Fleischmasse bedecken.

Wildpastete_2.jpgDie Teigränder einklappen und mit etwas Eigelb bestreichen. Alles mit einer Teigplatte bedecken, die Ränder zusammendrücken. Aus den Resten z.B. mit Plätzchenausstechern Ornamente zur Verzierung herstellen. Alles gleichmäßig mit Eigelb bestreichen.

Aus einem mehrfach gefalteten Stück Alufolie, um einen Kochlöffelstiel gewickelt, zwei Kamine herstellen und in den Teigdeckel drücken, damit der Dampf, der in der Pastete entsteht, entweichen kann.

Pastete für ca. 2 Stunden in den auf 180°C vorgeheizten Backofen geben. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, locker mit etwas Alufolie abdecken.

Wildpastete_Scheibe.jpgWenn die Pastete gleich serviert werden soll, nach dem Backen aus der Kastenform nehmen und in einer Auflaufform oder auf einem großen, hitzefesten Teller noch ein paar Minuten in den Backofen stellen, damit die Seitenwände etwas trockener werden. Wird die Pastete erst am nächsten Tag verzehrt, ist das nicht nötig.

Zum Servieren mit etwas Feldsalat und z.B. selbstgezogenen Physalis anrichten.


Print Friendly, PDF & Email

8 Gedanken zu „Weihnachtsvorspeise 2008“

  1. Die Pasteten in Bollis Kitchen begeistern mich ja auch immer – toll, dass Du Dich davon hast inspirieren lassen.

    Ich kann mich lamiacucina nur anschließen: Eine Pasteten-Künstlerin mehr! Sieht wirklich wunderbar aus, ganz toll gelungen und mit dem Feldsalat usw. auch toll dekoriert.

    Für Physalis hat bei mir bisher die Vegetationsperiode nicht ausgereicht, die waren beim ersten Frost noch nicht so weit…

    1. Auch Dir Danke schön!

      Ich habe letztes Jahr ein paar kleine Physalispflanzen im Wohnzimmer über den Winter gebracht. Die hatten dann im Sommer natürlich einen großen Vorsprung + volle Sonne + viel Wasser. Ab August/September waren die ersten Früchte reif. Auch dieses Jahr stehen wieder neue Pflanzen im Wohnzimmer, die sogar Blüten ansetzen. Die Mutterpflanze mußte ich erfrieren lassen, sie war zu groß geworden.

  2. Wunderschön sieht die aus, einfach traumhaft! Meine Physalis sind leider alle schon in meinen Magen gewandert;-))) Ich würde es nie schaffen die nicht schon bevor sie richtig reif sind zu verspeisen. Mein ab solutes Lieblingsobst!

  3. Ich glaube, ich sehe nicht richtig – was ist das denn für ein Hammerteil?!?!! Uns so super klasse toll dekoriert. Muss ich ausdrucken für nächstes Jahr – toll!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*